Benutzername: Lisega
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Bewertungen

Insgesamt 1193 Bewertungen
Bewertung vom 19.04.2017
Carcassonne, Der Turm (Spiel-Zubehör)

Carcassonne, Der Turm (Spiel-Zubehör)


gut

Eigentlich fand ich die Idee dieser Carcassonne-Erweiterung in der Theorie ganz gut – aber nachdem wir sie jetzt ein paar Mal gespielt haben, kann ich mich nicht wirklich dafür erwärmen. V.a. im Zusammenspiel mit anderen Erweiterungen wie dem Grafen und Drachen blockiert der Turm große Bauvorhaben – ständig werden Spielfiguren vom Brett genommen, man kriegt fast keine größeren Städte mehr fertig. Von dem „Bauernsterben“ ganz zu schweigen. Vorausschauendes und taktisch geschicktes Spielen ist damit fast nicht mehr möglich. Sehr schön ist allerdings der wirklich stabile Kartenturm zur Aufbewahrung der Landschaftskärtchen. Und man kann ja nur die zusätzlichen Spielkarten verwenden um das Spielfeld zu vergrößern und auf die Gefangennahme anderer Spielsteine verzichten.

Bewertung vom 16.03.2017
Doctor Strange

Doctor Strange


ausgezeichnet

Ich mag Marvel-Filme, kenne die zugrundeliegenden Comics allerdings nicht. Insofern war mir die Figur des „Doctor Strange“ völlig unbekannt, und ich wusste nicht, was mich im zweiten Film der dritten MCU-Phase erwartet. Der neue Superheld unterscheidet sich doch deutlich von z.B. den Avengers: Steven Strange ist ein arroganter Neurochirurg, der nach einem Unfall seine Hände nicht mehr richtig gebrauchen kann und auf der verzweifelten Suche nach Heilung in einem Tempel in Nepal landet, wo er in den Künsten der Magie unterrichtet wird. Zwar bietet auch „Doctor Strange“ tolle Actionszenen, aber der Film schafft durch den Schwerpunkt auf den magischen Fähigkeiten der Protagonisten eine sehr mystische Welt. Die größten Schauwerte des Films bieten sicherlich die atemberaubenden Reisen durch Zeit und Raum – wie hier verschiedene Ebenen geschaffen und Dimensionen zusammengefaltet werden, lässt „Inception“ alt aussehen. Neben den hervorragenden visuellen Effekten überzeugen auch die Darsteller auf der ganzen Linie – sei es Benedict Cumberbatch als Titelheld, Tilda Swinton als Lehrmeisterin „The Ancient One“ oder Benedict Wong als wortkarger Bibliothekar. Nur Mads Mikkelsen als Bösewicht Kaecilius konnte mich nicht wirklich überzeugen, was aber weniger am Schauspieler als an der schwachen Figur lag. Für den Marvel-üblichen Humor sorgte u.a. der eigenwillige Schwebeumhang des Doktors, den man sicherlich noch öfters in Aktion sehen wird – die Post-Credit-Szenen weißen darauf hin, und ich freue mich schon auf weitere Auftritte Benedict Cumberbatchs an der Seite der Avengers.

Bewertung vom 07.03.2017
Brain Storm (Kartenspiel)

Brain Storm (Kartenspiel)


sehr gut

Beim temporeichen Kartenspiel „Brain Storm“ ist Schnelligkeit und Kreativität gefragt: Aus 120 Bildkarten werden neun in der Tischmitte aufgedeckt, alle spielen gleichzeitig, wer als erster eine Verknüpfung zwischen zwei Karten herstellen kann, ruft das schnell aus und bekommt – bei allgemeiner Zustimmung – die Karten. Die Begriffe, die man aus den Karten bilden kann, sollten vor dem Spiel definiert werden: Nur zusammengesetzte Hauptwörter, oder auch Film- und Buchtitel, Sprichwörter etc.? So kann aus einer Krone und einem Baby „Der kleine Prinz“ werden, aus einer Schlange und einer Faust der Begriff „Würgegriff“ oder aus einer Katze und einem Vogelkäfig „Sylvester und Tweety“. Für verknüpfte Karten werden immer wieder welche nachgelegt, wenn alle 120 Karten aufgebraucht sind, gewinnt der Spieler mit den meisten Karten. Für schnelle Spielrunden zwischendurch in etwas älterem Kreis (Altersempfehlung 12+) ist „Brain Storm“ absolut zu empfehlen.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.03.2017
Der Ring des Salomo / Bartimäus Bd.4 (MP3-Download)
Stroud, Jonathan

Der Ring des Salomo / Bartimäus Bd.4 (MP3-Download)


ausgezeichnet

„Ich richtete die Mauern von Uruk, Karnak und Prag wieder auf. Ich sprach mit König Salomo. Ich galoppierte mit den Büffelvätern über die Prärie.“ So prahlte der Dschinn Bartimäus stets vor dem jungen Zauberer Nathanael in Jonathan Strouds erfolgreicher Trilogie. Mit dem Fantasy-Hörbuch „Der Ring des Salomo“ gewährt Stroud nun Einblick in eines der aufregendsten Kapitel in Bartimäus Vergangenheit, und schnell wird klar, dass der Dschinn mit Salomo zwar wirklich wie behauptet gesprochen hat, das Verhältnis aber nicht gerade freundschaftlich war. Muss er doch dem König bzw. einem dessen Zauberer dienen und wünscht sich nichts mehr, als endlich wieder in die andere Dimension zu gelangen. Zusammen mit der jungen Asmira, einer Dienerin der Königin von Saba, durchsteht er ein rasantes orientalisches Abenteuer, dass genauso kurzweilig, amüsant und spannend ist wie die drei bisherigen Bände.

Der Dschinn ist gewohnt frech, überheblich und widerspenstig, und Gerd Kösters Lesung bringt den verschlagenen, aber dennoch irgendwie sympathischen Charakter Bartimäus‘ hervorragend zur Geltung. Die Geschichte ist für die Lesung geschickt gekürzt, der rote Faden und auch der trockene Witz der Buchvorlage bleiben erhalten, mir ist nur einmal eine kleine Sache aufgefallen, die ich ohne Kenntnis des Romans nicht verstanden hätte. Ein schönes Prequel, dem gerne noch mehr folgen können!

Bewertung vom 24.02.2017
Lucky Lachs (Kinderspiel)

Lucky Lachs (Kinderspiel)


sehr gut

„Lucky Lachs“ ist ein sehr einfaches Kartenspiel, das aber dafür umso actionreicher und schnell zu spielen ist und in jeder Runde für Stimmung sorgt. Bis zu 6 Spieler bekommen 12 Karten mit Aktions-Symbolen: „High 5“, „Checker-Faust“, „Tausch-Rausch“ oder „Lucky Lachs“ sind darauf abgebildet. Sobald alle gleichzeitig die oberste Karte ihres verdeckten Stapels umdrehen, wird auch gleichzeitig gespielt: Man ruft die Aktion auf seiner Karte aus und sucht einen Mitspieler, der die gleiche Karte hat. Dann wird die Aktion ausgeführt (Abklatschen, Fäuste gegeneinander stoßen etc.) und die nächste Karte kommt dran. Gewonnen hat, wer als Erster alle Karten los ist. Wie gesagt, sehr einfach, aber sehr lustig. Kann man jetzt natürlich nicht stundenlang spielen, aber zum Aufwärmen bei einem Spieleabend, zum Auflockern zwischendurch oder für einen witzigen Abschluss bestens geeignet. Und die Verpackung im "Lachs-Mäppchen" ist wirklich hübsch.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.02.2017
Die glorreichen Sieben

Die glorreichen Sieben


sehr gut

Der Western „Die glorreichen Sieben“ ist quasi das Remake eines Remakes und hat mit dem gleichnamigen Westernklassiker aus den 60ern und Kurosawas „Die sieben Samurai“ gleich zwei Meisterwerke zum Vergleich als Bürde auferlegt bekommen. Gleich vorweg: Mir hat diese moderne Version der zeitlosen Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn Antoine Fuqua es nicht ganz schafft, den Vorgängern das Wasser zu reichen.
Die Story ist im Grunde gleich geblieben, nur dem Zeitgeist angepasst: Statt mexikanischer Gangster terrorisiert ein habgieriger Industrieller samt Söldnertruppe das Städtchen Rose Creek, die treibende Kraft bei der Rekrutierung der Revolverhelden als Schutztruppe ist eine junge Frau, und die „Sieben“ sind diesmal ein ethnisch bunt gemischter Haufen inklusive Asiate und Indianer. Obwohl das Zusammenfinden der Truppe quasi im Vorbeigehen geschieht, wird jeder Charakter gut in Szene gesetzt, wobei das Augenmerk schon auf dem Anführer, dem Kopfgeldjäger Sam Chisolm (Denzel Washington), dem Revolverhelden Josh Farraday (Chris Pratt) und dem traumatisierten Soldaten Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke) liegt. Der Film steuert unterhaltsam und spannend auf einen großen Showdown zu, der wirklich ganz großes Actionkino bietet.
Fazit: Gute Story, interessante Figuren, hervorragende Darsteller und die richtige Mischung aus Humor, Spannung und Action sollten nicht nur Westernfans bestens unterhalten.

Bewertung vom 23.02.2017
Schweinskopf al dente
Sebastian Bezzel/Simon Schwarz

Schweinskopf al dente


sehr gut

„Schweinskopf al dente“ ist die nunmehr dritte Rita Falk-Verfilmung und meiner Meinung nach auch die bisher lustigste und spannendste. Der Dorfpolizist Franz Eberhofer wird erst von seiner Freundin Susi verlassen, dann muss er auch noch den Dienststellenleiter Moratschek bei sich aufnehmen, nachdem dieser den titelgebenden Schweinskopf in seinem Bett vorfindet. Steckt wirklich, wie Moratschek vermutet, der entlaufene Psychopath Küstner dahinter, der sich an Moratschek rächen will?

Der zu lösende Fall ist skurril und mit Gregor Bloéb als Psychopath Küstner ist ein wirklich charismatisch-beängstigender Bösewicht im Spiel, doch wie schon in den vorherigen Filmen stehen eigentlich primär die schrulligen Charaktere im Vordergrund. Sowohl die resolute Oma, der kiffende Papa, der mit dem Moratschek gleich Freundschaft schließt und nächtliche Partys feiert, Eberhofers Kumpel Flötzinger und Simmerl und v.a. sein Freund Rudi Birkenberger sorgen für etliche Lacher. Die Darstellerriege ist durchgehend hervorragend und hat sichtlich Spaß an der überzogenen Geschichte. Und dieser Spaß überträgt sich auch auf die Zuschauer – so kann man sich auf die nächste Verfilmung „Grießnockerlaffäre“ freuen!

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.02.2017
Das Original Malefiz®-Spiel

Das Original Malefiz®-Spiel


sehr gut

"Malefiz“ ist ein klassisches Laufspiel: Bis zu vier Spieler müssen möglichst schnell ihre fünf Spielsteine durch ein labyrinthisches Spielfeld ins Ziel bringen - dabei kann einem allerdings jederzeit ein Gegenspieler einen oder gleich mehrere der 11 Sperrsteine vor die Nase setzen. Es gilt dann, entweder die genaue Augenzahl für das Sperrfeld zu würfeln um den Stein selbst versetzen zu können, oder einen Umweg in Kauf zu nehmen. Beim Spiel kommt es somit zwar grundsätzlich auf’s Würfelglück an (man kann auch jederzeit wie bei "Mensch ärgere dich nicht" aus dem Spiel gekickt werden), aber mit der richtigen Taktik kann man den Spielverlauf sehr zu seinen Gunsten beeinflussen. Ein wirklich schönes Würfelspiel für die ganze Familie, einfach zu erklären und schnell zu begreifen und damit v.a. für Kinder geeignet.

Bewertung vom 31.01.2017
Heckmeck am Bratwurmeck (Spiel)

Heckmeck am Bratwurmeck (Spiel)


ausgezeichnet

Das turbulente "Heckmeck am Bratwurmeck" ist für mich eines der besten Würfelspiele der letzten Jahre: Die Regeln sind schnell verstanden, die Spielrunden sind unterhaltsam und witzig und das Spielmaterial sieht auch noch gut aus. Bis zu sieben Spieler können sich als würfelnde Hühner um die 16 Bratwurmportionen, die wie Dominosteine in der Mitte des Tisches ausgelegt werden, streiten. Das tun sie, in dem sie die Werte der Steine – 21 bis 36 – mit den acht Würfeln zusammenkriegen. Beim Weglegen der Würfel sind bestimmte Regeln zu beachten – immer nur identische Würfel wegnehmen, keinen Wert mehrmals verwenden, mind. ein Wurm – so dass man auch mal ganz leer ausgehen kann oder sogar zur Strafe fette Würmer wieder abgeben muss. Was nicht mehr auf dem Grill liegt, kann evtl. noch einem Mitspieler „weggepickt“ werden. Fazit: Ein gemeines Spiel mit hohem Glücksfaktor, das bestens als Einstieg oder Absacker bei einem längeren Spieleabend geeignet ist und immer großen Spaß macht!

Bewertung vom 25.01.2017
SPQR VII: The Tribune's Curse (eBook, ePUB)
Roberts, John Maddox

SPQR VII: The Tribune's Curse (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Im Jahr 55 v. Chr. ist John Maddox Roberts Romanheld Decius Caecilius Metellus endlich wieder zurück in seinem geliebten Rom und frisch verheiratet mit seiner ebenso geliebten Julia, außerdem steht er kurz vor der Wahl zum Aedil. Doch die Ruhe trügt im siebten SPQR-Krimi „The Tribune's Curse“: Als Crassus, scheidender Konsul, Mitglied des Triumvirats und reichster Mann der Hauptstadt, zu einem Feldzug gegen die Parther aufbricht, wird er beim Verlassen der Stadt vom Volkstribun Ateius verflucht. Als Ateius einige Zeit später ermordet aufgefunden wird, soll Decius sein detektivisches Talent einsetzen und den Mörder entlarven.

John Maddox Roberts schafft es wieder perfekt, die Leser durch die Augen seines Hobby-Detektivs Decius am römischen Alltag der untergehenden Republik teilhaben zu lassen. Da Decius zurück in Rom ist, durchleuchtet Roberts einmal mehr die inneren Machtkämpfe der höchsten politischen Zirkel und die religiösen Kulte, die das gesamte Leben durchdringen. Und wie immer schildert Maddox seine clever konstruierten Fälle mit einer Prise Humor. Fazit: Wieder ein packender, sehr unterhaltsamer Krimi dieser außergewöhnlichen Reihe!