Autor im Porträt

Toptitel von Elfriede Jelinek

Das schweigende Mädchen / Ulrike Maria Stuart

Das schweigende Mädchen / Ulrike Maria Stuart

Broschiertes Buch
Zwei Königinnen kämpfen in "Ulrike Maria Stuart" um die Deutungshoheit des Diskurses. Als beredte Untote geistern sie durch das Gefängnis ihrer RAF-Vergangenheit: Kinder einer revolutionären Ideologie, die sie längst ausgespien hat.
Ganz gegenwärtig ist hingegen "Das schweigende Mädchen": letzte Überlebende eines Neonazi-Trios, das eine Mordspur durch das Land zog. Als stumme Leerstelle steht sie vor Gericht, das sich zu einem Tribunal biblischen Ausmaßes weitet.
In zwei großen, sprachmächtigen Stücken umkreist Elfriede Jelinek linken wie rechten Terrorismus - und schreibt zugleich deutsche Mentalitätsgeschichte.
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EUR 14,99
Lust (eBook, ePUB)

Lust (eBook, ePUB)

eBook, ePUB
Seit Aids ins letzte Alpental vorgedrungen ist und «die infiziert, die in der Liebe für den Wechsel sind», muß der Fabrikdirektor auf Partnertausch und Prostituierte verzichten und wieder auf seine Frau Gerti zurückgreifen. Gerti will den sexuellen Attacken entfliehen, der routinemäßigen, langweiligen, tödlichen Wiederholung des Immergleichen. Sie ist oft abgängig, landet, bisweilen betrunken, auf der Gendarmerie. Ihre Sexualität kann sie nicht ausleben als Mutter; Mutterschaft und Sexualität löschen einander aus. Gerti verliebt sich in das Götterbild Michael, einen Studenten, der sie auf einer ihrer Fluchten aufliest, nach allen Regeln seiner jungen Aufreißer-Kunst verführt und demütigt. «‹Lust› ist, wie alle Romane Elfriede Jelineks, ein Sprachspiel, virtuos mitunter, präzise und kalt, kalauernd oft und albern; als böse Porno-Parodie könnte ‹Lust› gelesen werden, die durch den Rhythmus der Sätze, durch Wiederholungen die stets verfügbare Frau, den immer potenten Mann der Lächerlichkeit preisgibt, abrechnet mit Männerphantasie und Männerrede.» («Der Spiegel») «Elfriede Jelineks heftiger Antiporno ‹Lust› ist bereits zum Bestseller geworden; denn «eine vergleichbare sprachliche und intellektuelle Leseherausforderung gibt es in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur augenblicklich nicht» (Wolfram Schütte, «Frankfurter Rundschau»). «Auf einsamer Höhe über der gegenwärtigen deutschen Literatur anzusiedeln ... aufregend finde ich die aggressive Geschmacklosigkeit und Unbarmherzigkeit, mit der die Autorin die Sprache dummer Geilheit adaptiert und entschlossen weitergetrieben hat ins Grotesk-Komische; die gnadenlos wiederholungsfreie Fülle einer zwar zitierten, dann aber ohne Zaudern eingesetzten Sprache der Sexualität, genauer: einer Art des Sprechens über Sexualität.» (Jörg Drews, «Süddeutsche Zeitung»)…mehr
EUR 8,99

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek, geboren 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark, wuchs in Wien auf; mit vier Jahren Ballett- und Französischunterricht, in der Folgezeit umfassende musikalische Ausbildung; 1960 Klavier- und Kompositions-Studium am Wiener Konservatorium; 1964 Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien; 1967 Abbruch des Studiums, beginnt zu schreiben; Lyrik und Prosatexte erscheinen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Elfriede Jelinek erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter den Georg-Büchner-Preis (1998). 2004 wurde ihr der Literatur-Nobelpreis verliehen.