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Auf der Fährte seiner Bestseller "Trost der Philosophie" und "Kunst des Reisens" widmet sich Alain de Botton in seinem neuen Buch dem verborgenen Zusammenspiel von Architektur und Glück. Er reist zu den Meisterwerken der Architektur, zu den großen Villen von Palladio und den Wohntürmen von Corbusier. Geleitet wird er von der Frage, dem jeden Hausbau, Wohnungswechsel und Ikea-Besuch vorausgehen sollten: welches Haus passt zu mir? Wie viel Farbe mag ich, wie viel Licht brauche ich, soll der Spiegel wirklich so groß sein? Nur solange die Proportionen des Außenraums mit den Proportionen unseres…mehr

Produktbeschreibung
Auf der Fährte seiner Bestseller "Trost der Philosophie" und "Kunst des Reisens" widmet sich Alain de Botton in seinem neuen Buch dem verborgenen Zusammenspiel von Architektur und Glück. Er reist zu den Meisterwerken der Architektur, zu den großen Villen von Palladio und den Wohntürmen von Corbusier. Geleitet wird er von der Frage, dem jeden Hausbau, Wohnungswechsel und Ikea-Besuch vorausgehen sollten: welches Haus passt zu mir? Wie viel Farbe mag ich, wie viel Licht brauche ich, soll der Spiegel wirklich so groß sein? Nur solange die Proportionen des Außenraums mit den Proportionen unseres Innenlebens übereinstimmen, wird die Architektur uns glücklich machen. - Schöner leben statt schöner wohnen!
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.17506
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • Originaltitel: The Architecture of Happiness
  • Artikelnr. des Verlages: 1011946
  • 3. Aufl.
  • Seitenzahl: 287
  • Erscheinungstermin: Februar 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 159mm x 25mm
  • Gewicht: 635g
  • ISBN-13: 9783596175062
  • ISBN-10: 3596175062
  • Artikelnr.: 26377617
Autorenporträt
Botton, Alain de
Alain de Botton gründete 2008 die 'School of Life' www.alaindebotton.com, da er der Überzeugung ist, dass man die verschiedenen Lebensbereiche wie Karriere, Liebe, Elternschaft usw. erlernen kann. Mit Charme, Ironie und Neugier entwickelt Alain de Botton seit seinem Romandebüt und Weltbestseller »Versuch über die Liebe« eine Philosophie des Alltags. Alain de Botton lebt mit Frau und Kindern in London. Sein Hauptwerk erscheint im S. Fischer Verlag.Literaturpreise:u.a.:Prix Européen de L'Essai »Charles Veillon« 2003Wrtschaftsbuchpreis des Jahres 2004, verliehen von der Financial Times Deutschland und getAbstract
Rezensionen
eine faszinierende Anleitung zu architektonischem Genuss Karin Breyer Magazin 50+ 20190529

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 26.04.2008

Seid gut zu euren Wiesen!
Alain de Botton sucht das Glück in der Architektur und plädiert dafür, das Bauen nicht den Experten zu überlassen
Wenn ein in der Schweiz aufgewachsener Engländer mit französischem Namen, Sohn eines Bankiers, Cambridge-Absolvent und Besitzers eines Verlages, in dem seine Bücher erscheinen, über Baukultur schreibt, liegt der Verdacht nahe, dass hier ein müßiger Schöngeist Architektur in hedonistische Erbauungsliteratur für den Coffee-table verwandelt, wie er es in anderen Büchern bereits mit dem Reisen, der Philosophie und der Liebe getan hat. In der Tat lässt Alain de Botton bei der Suche nach den raren Glücksmomenten der Baugeschichte sein verwöhntes Auge mit der melancholischen Kränkbarkeit des Ästheten über Zeiten und Länder schweifen. An der keuschen Anmut von Bottons perfekt manikürter Prosa ist jedoch die deutsche Übersetzung nicht ganz unschuldig.
Wie so oft lässt mimetischer Übereifer die deutsche Ausgabe britischer erscheinen als das Original und hat dem, was de Bottons Landsleuten als „The Architecture of Happiness” genügt, zu dem spitzenklöpplerischen deutschen Titel „Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein” verholfen. Überflüssig zu erwähnen, dass der ebenso handliche wie schmucke Band mit seinen Serifen und dem pastellfarbenen Einband selbst ein Einrichtungsaccessoire ist, das wohl immer leicht angeschrägt Teil eines fächerförmigen Arrangements geschmackvoller Druckerzeugnisse sein wird.
Und er wird wie ein makelloser Handschmeichler durch die Hände gleiten, die darin blättern, nicht unwillkommen abgelenkt von der überreifen Blütenpracht des Gartens hinter den offenen Fenstertüren, durch welche die Gedanken ausfließen dürfen, mit einem Seufzer, dass das Auge in der Realität würdigere Gegenstände des Trostes findet als die bedruckte Wachstuchdecke und die uniforme Phalanx strebsamer Einbauschränke vor der Betonwand des Reihenhauses, in dessen hellhöriger Idyllik de Botton seine Tour d’horizon beginnt.
Auch wenn die Poetisierung des allzu Profanen einem gewissen Exotismus geschuldet ist – mit falscher Romantisierung hat der Ausfallschritt in die Quartiere der schweigenden Mehrheit nichts zu tun. Indem de Botton das Haus als lebendigen Organismus beschreibt, sprengt er vielmehr die ideologischen Verhärtungen von architektonischem Zünftestolz und reiner Lehre, stellt sich mit offenen Sinnen quer zu der sich in jeder Generation wiederholenden Querelle des Anciens et des Modernes.
Häuser sprechen zu uns
Für de Botton ist Architektur Stein gewordene Lebenskunst und allemal zu wichtig, um sie den Architekten zu überlassen. Wohnen müssen wir schließlich alle, und im Idealfall sollten Gehäuse uns nicht nur trocken halten, sondern Ausformungen unserer Identität sein. Zweifel sind allerdings angebracht, ob sich die Mühsal guten Bauens lohnt, da noch die edelste Architektur „weniger für uns zu tun vermag als eine Siesta oder ein Aspirin”, und die großartigsten Bauwerke Tyrannen und Mördern Unterschlupf boten. Erschwerend hinzu kommt die Gewissheit, dass jedes Haus „irgendwann ein Trümmerhaufen sein wird, über den triumphierend die Kakerlaken hinwegkrabbeln”. Wäre es nicht weiser, fragt der studierte Philosoph de Botton, unser Herz nicht an etwas zu hängen, das eines Tages von Lava bedeckt oder durch einen Schokoladenfleck verunstaltet werden könnte?
So vergeblich es auch ist, der Entropie trotzen zu wollen, der Versuch, sich dem Chaos zu widersetzen, gehört so sehr zum Menschsein, dass Ordnung für de Botton eine Kardinaltugend gelungener Baukunst darstellt. Es macht die Tollkühnheit dieses Buches aus, dass es an normativen Kriterien des Bauens festhält, diese aber mit der Gemengelage unterschiedlichster Wertvorstellungen abgleicht, die sich darin abbilden.
Die dünnen Wände, welche die Zivilisation von der Wildnis trennen, sie müssen Membranen sein, durchlässig für voneinander abweichende und sich wandelnde Ideale. Mit karnevalistischer Beliebigkeit mag de Botton sich genauso wenig abfinden wie mit einem Funktionalismus, der nur scheinbar die Frage nach dem Stil suspendiert. Sehr luzide weist de Botton am Beispiel Le Corbusiers nach, dass dessen Modernismus zutiefst romantische Züge trug. Der Funktionalimus sei im Grunde nur eine metaphorische Erwiderung auf die Wissenschaft, könne aber letztlich keine Antwort darauf geben, wie ein Gebäude aussehen soll. Um eine Antwort zu finden, die sich der Postmoderne gewachsen zeigt, müsse man sich von der Fixierung auf die visuellen Eigenschaften von Bauwerken lösen und sich auf die Wertvorstellungen konzentrieren, die sie repräsentieren.
Bauwerke sprechen zu uns, und ihnen zuzuhören hilft, herauszufinden, wer wir sein möchten. Die Frage nach der guten Architektur lässt sich umformulieren in die Frage nach dem guten Leben. Ein Baustil ist so sehr Bekenntnis, dass ihm ein zutiefst voluntatives Moment eignet. Bauwerke wie Texte zu lesen – in der historischen Durchsicht verdankt das Buch diesem Ansatz seine schönsten Partien, auch wenn diese letztlich die eigene Arbeitshypothese untergraben. Wenn de Botton als im engeren schön dasjenige definiert, was „ausreichend innere Qualität besitzt, um unseren positiven wie negativen Projektionen zu widerstehen”, wäre Architektur eben doch mehr als nur ein Medium und der Rekurs auf Stendhals Wort von der „promesse du bonheur” hinfällig oder sehr vage.
Wissen gute Gebäude letztlich mehr über uns als wir selbst? Und worin besteht die Glücksverheißung außer in einer unbestimmten Verdichtung des Seins, ja überhaupt der Erinnerung daran, dass es etwas wie Glück geben kann? Hier dreht sich de Bottons Argumentation tautologisch im Kreis. So hellsichtig und leichtfüßig er an verschiedensten Kulturen und Epochen zu zeigen vermag, dass die Ideale, von denen die Baukultur kündet, genauso historisch sind wie die Bauwerke selbst, auf so schwachen Fundamenten steht sein Kriterienkatalog, den er in Form einer Tugendlehre auffächert.
Begriffe wie Eleganz, Kohärenz, Selbsterkenntnis, verfallen selbst dem Eklektizismus unterschiedlichster ästhetischer Theoreme, die de Botton benutzt, wie er sie gerade braucht. So bleibt am Schluss nur das Plädoyer, sich von schlechter Architektur als „in Großbuchstaben erstarrten Fehlern” nicht einschüchtern zu lassen. Und die Forderung, dass unsere Häuser dem Vergleich mit den unbebauten Feldern und Wiesen Stand halten, die ihnen weichen mussten. „Wir schulden es den Würmern und Bäumen, die wir vertrieben haben”, sagt de Botton. Was als Streitschrift begann, endet als bloße Beschwörung des Anstands. Doch ein guter Architekt ist mehr als ein vollendeter Gentleman und ein gelungenes Bauwerk etwas anderes als ein duftendes Bukett lobenswerter Eigenschaften. CHRISTOPHER SCHMIDT
ALAIN DE BOTTON: Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008. 287 Seiten, 22, 90 Euro.
Gebäude sprechen zu uns wie Persönlichkeiten, und wir sollten ihnen zuhören, um statt über Stil und Proportion darüber nachzudenken, wer wir sein möchten. Hier haben wir es mit einer historischen Persönlichkeit zu tun, dem Klassizismus, der sehr gerne über Ordnung sprach. Dieser Entwurf des Herrenhauses Lehsen aus dem Jahr 1822 stammt von dem norddeutschen Architekten Joseph Christian Lillie und ist der gleichnamigen Monographie entnommen, die im Deutschen Kunstverlag erschienen ist.
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.03.2008

Hysterisch zersplittert das Glas
Macht eine Villa glücklich? Alain de Bottons Bauansichten / Von Dieter Bartetzko

Eine beliebte Frage in kunstgeschichtlichen Proseminaren ist die, ob beispielsweise die Aborigines Australiens oder die Ureinwohner Neuguineas vom Parthenon so ergriffen wären wie wir. Gibt es eine überkulturelle menschliche Konstante, die uns bauliche Schönheit überall erkennen lässt? Meist einigen sich die Seminaristen auf den Begriff des kulturellen Codes, der zumindest Angehörige höherer Zivilisationen ästhetisch urteilsfähig mache.

Doch was ist mit jenen spanischen Eroberern Mexikos, die aus einem Land kamen, in dem die (Bau-)Kunst der Renaissance blühte und die doch ohne Zögern die Paläste und Tempel Tenochtitlans schleiften? Ihr kultureller Code hinderte jene Conquistadoren nicht, die schneeweiß leuchtenden Stufenpyramiden als Werke primitiver Wilder zu verachten. Man schätzt nur, was man will: Unter diesem Dilemma leidet auch die Baukunst, seit es sie gibt, und mit ihr die Architekturkritik: Als junger Mann schwärmte Goethe vom Straßburger Münster und dessen ekstatisch flammender Gotik als Gipfel "teutscher Baukunst"; der reife Weimarer Minister setzte sich bedingungslos für die maßvolle Kühle des Klassizismus ein.

Der Dichter ist einer der Kronzeugen, die Alain de Botton zitiert, um das Phänomen Architektur und seine Auswirkungen auf den Menschen zu erhellen. "Wie genau sieht eigentlich ein schönes Gebäude aus?", fragt er und führt dann durch eine Bauwelt der widersprüchlichsten Stile und Formen, deren jede sich als non plus ultra definierte.

Zum Beispiel der zwanghaft dekorlose Funktionalismus Le Corbusiers. Auch an Baukunst Uninteressierte kennen seine 1929 erbaute Villa Savoye als zaubriges, auf grazilen Stützen schwebendes weißes Gebilde des Weltkulturerbes. "Es regnet in den Flur, es regnet auf die Treppe", lesen wir bei de Botton. "Bei schlechtem Wetter ist (mein Bad) geradezu überschwemmt, da das Wasser selbst durch das Oberlicht hereinströmt. Sie werden sich endlich damit abfinden müssen, dass dieses Haus einfach unbewohnbar ist." All das schreibt Madame Savoye, die fassungslose Bauherrin, 1937 an Le Corbusier. Doch der, ungerührt vom Versagen seiner Flachdachkonstruktion, ignorierte ihre Beschwerden - und genoss den Ruhm eines Genies, der bis heute andauert.

Gebäude sind Gestalt gewordene Wertvorstellungen: Was wir alle irgendwie wussten, beweist Alain de Botton mit oft überraschenden Beispielen. Dabei ist er Realist genug, um den menschlichen Wankelmut mit teils launigen, teils galligen Bemerkungen in seine Betrachtungen einzubeziehen: "Selbst wenn die gesamte von Menschenhand geschaffene Welt durch schonungslose Anstrengung und Selbstaufopferung so gestaltet würde, dass sie mit dem Markusplatz konkurrieren könnte, selbst wenn wir den Rest unseres Lebens in (Andrea Palladios) Villa Rotonda verbringen dürften, würden wir doch oft genug schlechter Laune sein."

Trotz dieser lakonischen Würdigung der Menschennatur degradiert de Botton Architektur nicht zur zweitschönsten Nebensache der Welt, sondern erkennt sie an als einen entscheidenden Spiegel und unüberschätzbares Stimulans unseres Lebens, unserer Befindlichkeit, unseres Denkens und Tuns. Deshalb kommt er angesichts der zeitgenössischen, notorisch originalitätssüchtigen Baukunst zu der befreienden Formel: "Architekten sollten das Selbstvertrauen und die Güte besitzen, ein wenig langweilig zu sein."

In welchem Stile sollen wir bauen?" Natürlich zitiert de Botton auch die legendäre Frage des Architekten Heinrich Hübsch von 1837, und selbstverständlich stellt er sich ihr auch. Doch dabei verfällt er ebenjener Subjektivität, die er in anderen Passagen so amüsant wie akribisch demaskiert: "Die Spitzbögen der gotischen Kathedrale von Bayeux vermitteln Inbrunst und Intensität, während ihre rundlichen (Renaissance-)Pendants im Herzogspalast von Urbino Heiterkeit und Gelassenheit ausstrahlen", schreibt er in einem Bildvergleich. Warum? Was, wenn man die urbinischen Bögen als den Inbegriff autoritärer Zucht und Langeweile beschriebe und die gotischen Dienstbündel als kleinliches Getändel einer überfeinerten Adelsclique, die sich im spätmittelalterlichen Mystizismus verirrt hat?

Alain de Botton, ein glänzender Essayist, ist sich selbst auf den Leim gegangen. Auf den Spuren des hinreißenden Romantikers John Ruskin, dessen Liebe zu Venedig samt architektonischem Wertekanon folgend, suggeriert er eine allgemeinverbindliche Schönheit von Bauwerken und Stilen, aber beweist sie nicht.

Wie gut es sich liest, wenn de Botton schreibt: "Holz und Stein, heute auch Beton und Holz, altern langsam und in Würde. Sie zersplittern nicht hysterisch wie Glas, zerreißen nicht wie Papier, sondern verbreiten beim Verfärben einen höchst melancholischen, noblen Eindruck. Die rostigen fleckigen Mauern des Wochenendhauses bieten so einen überaus kunstgerechten Anlass, Gedanken über den Verfall und die eigene Sterblichkeit nachzuhängen." Doch was tun mit dieser verführerischen Einladung zur Elegie, wenn man vor den verrottenden Riesenkästen des Betonbrutalismus steht oder vor Sichtbetonfronten des Dekonstruktivismus, die vor fünf Jahren wie seidenglatte Fragmente eines stürzenden Architekturballetts wirkten - und heute wie verrottete Späne eines Zyklopen, dem der Boschhammer ausgerutscht ist?

Was treibt einem beim klassizistischen Halbrund des Royal Crescent in Bath oder bei Palladios Villa Rotonda Tränen in die Augen? Ist das überhaupt so? Oder reden wir uns diese Ergriffenheit nur ein, wie sich die Conquistadoren einst einredeten, die Bauten der Azteken seien belangloser Plunder? Gültige Antworten weiß auch Alain de Botton nicht. Aber er macht klar, wie wenig wir von dem wissen, was uns prägend umgibt.

Alain de Botton: "Glück und Architektur". Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein. Aus dem Englischen von Bernhard Robben. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008. 287 S., Abb., geb., 22,90 [Euro].

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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Alain de Bottons Buch über "Glück und Architektur" hat bei Christopher Schmidt gemischte Gefühle ausgelöst. Geradezu schwärmerisch äußert er sich über die schöne und geschmackvolle Aufmachung des Bands. Auch scheint ihm der Überblick über die "raren Glücksmomente" der Baugeschichte durchaus erhellend. Außerdem kann er dem Ansatz, Bauwerke wie Texte zu lesen, einiges abgewinnen, verdankt das Buch diesem Ansatz in seinen Augen doch seine "schönsten Partien". Überhaupt schätzt die Leichtigkeit und Hellsichtigkeit der Darstellung, etwa wenn de Botton zeige, dass auch die allem Bauen zu Grunde liegenden Ideale der Zeit ebenso unterworfen sind wie die Bauten selbst. Auf der theoretischen Seite hält Schmidt dem Autor vor, ästhetische Theoreme immer so zu benutzen, "wie er sie gerade braucht".

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