Demokratietheorien - Schmidt, Manfred G.
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Dieses Buch führt in klassische und moderne Demokratietheorien ein. Es schlägt einen Bogen von der Staatsformenlehre des Aristoteles bis zu den Demokratietheorien der Gegenwart und erörtert dabei auch den neuesten Stand der international vergleichenden Demokratieforschung. Der Band stellt zudem die wichtigsten Demokratietypen und die leistungsfähigsten Demokratiemessungen vor. Ferner erkundet er die Funktionsvoraussetzungen der Demokratie, klärt die Bedingungen für erfolgreiche und erfolglose Demokratisierungsvorgänge und geht der Frage nach, ob die Europäische Union an einem strukturellen…mehr

Produktbeschreibung
Dieses Buch führt in klassische und moderne Demokratietheorien ein. Es schlägt einen Bogen von der Staatsformenlehre des Aristoteles bis zu den Demokratietheorien der Gegenwart und erörtert dabei auch den neuesten Stand der international vergleichenden Demokratieforschung. Der Band stellt zudem die wichtigsten Demokratietypen und die leistungsfähigsten Demokratiemessungen vor. Ferner erkundet er die Funktionsvoraussetzungen der Demokratie, klärt die Bedingungen für erfolgreiche und erfolglose Demokratisierungsvorgänge und geht der Frage nach, ob die Europäische Union an einem strukturellen Demokratiedefizit laboriert. Überdies handelt das Werk sowohl von den Stärken der Demokratie wie auch von ihren Schwächen. Außerdem prüft es die Leistungskraft der Demokratie im Vergleich mit Nichtdemokratien. Auf diesen Grundlagen wird abschließend die Zukunft der Demokratie prognostiziert.

Das vorliegende Werk ist die fünfte - mittlerweile mehrfach erweiterte - Auflage des erstmals 1995 erschienenen Buches.
  • Produktdetails
  • Verlag: Springer, Berlin; Springer Fachmedien Wiesbaden
  • Artikelnr. des Verlages: 978-3-658-25838-2
  • 6. Aufl.
  • Seitenzahl: 632
  • Erscheinungstermin: 30. Juli 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 238mm x 167mm x 40mm
  • Gewicht: 1044g
  • ISBN-13: 9783658258382
  • ISBN-10: 3658258381
  • Artikelnr.: 56861374
Autorenporträt
Prof. Dr. Manfred G. Schmidt ist Politikwissenschaftler an der Universität Heidelberg.
Inhaltsangabe
Vorläufer moderner Demokratietheorien.- Moderne Theorien der Demokratie.- International vergleichende Demokratietheorien.- Demokratie in Europa, Deutschland und Amerika.- Vorzüge der Demokratie und ihre Grenzen.- Stärken und Schwächen der Demokratietheorien.- Über die Zukunft der Demokratie.

- Vorläufer moderner Demokratietheorien

- Die Aristotelische Lehre der Staatsverfassungen und die Demokratie im "Staat der Athener"

- Von Hobbes' Demokratietheorie zu Lockes frühliberalem Konstitutionalismus

- Montesquieus Idee der "gemäßigten Demokratie"

- Radikale Lehre der Volkssouveränität: Rousseaus Beitrag zur Demokratietheorie

- u. a.
Rezensionen
"Dieses Lehrbuch ist ein Klassiker." www.politbuch.wordpress.com, 15.02.2009

Pressestimmen zur 3. Auflage des Buches:

?Die Belesenheit und Urteilskraft des Autors sind beeindruckend. Schmidts Werk ist weit mehr als eine ?Einführung? in die Demokratietheorien. Wer dem Autor bis zum Ende folgt, ist bereits weit fortgeschritten in seinen Kenntnissen zur Demokratieforschung. Das Werk ist zudem gut geschrieben und nachvollziehbar gegliedert. Die bedeutsamste Leistung ist der gelungene Brückenschlag zwischen Demokratietheorie und empirischer Demokratieforschung.? PVS - Politische Vierteljahresschrift
Besprechung von 03.07.1996
Demokratietheorienvergleich
Ein Überblick mit kleinen Lücken

Manfred G. Schmidt: Demokratietheorien. Eine Einführung. Uni-Taschenbücher 1887. Leske + Budrich, Opladen 1995. 407 Seiten, 26,80 Mark.

Ein ehrgeiziges Projekt: Manfred Schmidt möchte neben der politischen Ideengeschichte und der Staatsformenlehre noch die politologische Teildisziplin "Vergleichende Demokratieforschung" bereichern. Informativ ist insbesondere die Gegenüberstellung der athenischen Demokratie mit der heutigen Demokratie. Zwar gab es im antiken Athen direkte Ausübung der Staatsgewalt, durch die Volksversammlung praktiziert. Doch zum Demos zählten nur waffenfähige, steuerzahlende und seit langem ansässige Männer - bestenfalls ein Viertel der Erwachsenen. Während heutzutage die Gewaltenbalance als Kardinalprinzip der liberalen Demokratie gilt, so war für die athenische Demokratie "die tendenziell gewaltenmonistische Herrschaft der Volksversammlung und das Fehlen jeglicher Gewaltenteilung" charakteristisch. Die Geschworenengerichte fällten "ihre Urteile nach passiver Anhörung und ohne Beratung". Prominentestes Justizopfer war Sokrates.

Ihr war von neuzeitlichen Denkern insbesondere Jean-Jacques Rousseau verpflichtet. Mit seiner Lehre einer auf strikter Homogenität basierenden, unteilbaren und unübertragbaren Volkssouveränität wurde er zum Antipoden des frühliberalen Gewaltenteilungs-Protagonisten Charles de Montesquieu.

Als ein Autor, dessen Werk "Bausteine zur Theorie sozialistischer revolutionärer Direktdemokratie" enthält, wird Karl Marx vorgestellt. Hingegen steht John Stuart Mill für eine "Liberale Theorie der Repräsentativdemokratie", in der auch Frauen wählen dürfen. Wie Mill warnte Alexis de Tocqueville vor einer "Tyrannei der Mehrheit" und betrachtete dennoch - wie Schmidt darlegt - die Demokratie "als universalhistorisches Prinzip der Moderne". Der Verfasser der vorliegenden Studie stellt außerdem Demokratietheorien des 20. Jahrhunderts und unterschiedlich verwirklichte Formen der Demokratie vor.

Unterlassungen und Fehlleistungen sollten nicht übersehen werden. Unberücksichtigt bleibt der Beitrag Immanuel Kants zum heutigen Demokratieverständnis - vor allem mit seiner Lehre von der Wechselbeziehung zwischen einer gewaltenteilenden Verfassung im Inneren und einer universalen Friedensordnung. Andererseits wird der Einfluß Rousseaus auf Marx und dessen Negation der Menschenrechte in der Schrift "Zur Judenfrage" ignoriert. Unverständlich ist das Verschweigen Rosa Luxemburgs als Vordenkerin der heutigen "partizipatorischen Demokratietheorie". Recht anfechtbar erscheint die Subsumtion von "marxistischen Demokratievorstellungen", "Theorie und Praxis der sozialdemokratischen Parteien Westeuropas" wie der "Sozialstaatslehre der katholischen Arbeiterbewegung und der christdemokratischen Parteien in Europa" unter den gemeinsamen Oberbegriff "Theorie der Sozialen Demokratie". Zu Unrecht wird Ernst Fraenkels pluralistische Demokratietheorie als "Lobrede auf die politische Struktur westlicher Länder" denunziert, denn Fraenkel beklagte einen "unterentwickelten Pluralismus" in der Bundesrepublik Deutschland. Schmidts unkritische Apologie der Schweiz - die als "Konkordanz"- und "Direktdemokratie" der angelsächsischen "Konkurrenzdemokratie" gegenübergestellt wird - übersieht geflissentlich, daß erst im Jahre 1990 das Schweizer Bundesgericht die letzte Beschränkung des politischen Stimmrechtes auf Männer beseitigen und das Frauenstimmrecht auch im Halbkanton Appenzell Innerrhoden durchsetzen konnte. GISELHER SCHMIDT

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Pressestimmen zur 5. Auflage: "Man muss nicht jede Einschätzung und Kritik teilen, gleichwohl wird beides differenziert und fair vorgetragen. So arbeitet Schmidt etwa sechs besonders kritische Stellen in Rousseaus Konstruktion des Gemeinwillens heraus und betont die instrumentelle Bedeutung von Demokratie in der Theorie von Marx. Darüber hinaus vermeidet er eine unrealistische Idealisierung der Demokratie und thematisiert Übergangsbereiche zu autokratischen Systemen. Die gute Strukturierung des Stoffs macht die Arbeit darüber hinaus zu einem guten Nachschlagewerk." hpd.de - Humanistischer Pressedienst, 23.03.2012 Pressestimmen zu den Vorauflagen: "Dieses Lehrbuch ist ein Klassiker." www.politbuch.wordpress.com, 15.02.2009 "Die Belesenheit und Urteilskraft des Autors sind beeindruckend. Schmidts Werk ist weit mehr als eine "Einführung" in die Demokratietheorien. Wer dem Autor bis zum Ende folgt, ist bereits weit fortgeschritten in seinen Kenntnissen zur Demokratieforschung. Das Werk ist zudem gut geschrieben und nachvollziehbar gegliedert. Die bedeutsamste Leistung ist der gelungene Brückenschlag zwischen Demokratietheorie und empirischer Demokratieforschung." PVS - Politische Vierteljahresschrift