Wirtschaftskrise, Nationalsozialismus und Krieg

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Die 1930er- und 1940er-Jahre waren auch für Liechtenstein eine sehr schwierige Zeit. Die Weltwirtschaftskrise traf das Land hart, später drängten die Nationalsozialisten auf den Anschluss an das 'Dritte Reich', während des Kriegs war Liechtenstein militärisch bedroht. Einen Beitrag zur weiteren Aufarbeitung dieser lange tabuisierten Jahrzehnte leistet eine neue Quellenedition, die von den Historikern Stefan Frey und Lukas Ospelt im Auftrag des Landesarchivs erarbeitet wurde. Die Edition bietet einen repräsentativen Querschnitt mit wichtigen Originaldokumenten, die wesentliche Ereignisse,…mehr

Produktbeschreibung
Die 1930er- und 1940er-Jahre waren auch für Liechtenstein eine sehr schwierige Zeit. Die Weltwirtschaftskrise traf das Land hart, später drängten die Nationalsozialisten auf den Anschluss an das 'Dritte Reich', während des Kriegs war Liechtenstein militärisch bedroht. Einen Beitrag zur weiteren Aufarbeitung dieser lange tabuisierten Jahrzehnte leistet eine neue Quellenedition, die von den Historikern Stefan Frey und Lukas Ospelt im Auftrag des Landesarchivs erarbeitet wurde. Die Edition bietet einen repräsentativen Querschnitt mit wichtigen Originaldokumenten, die wesentliche Ereignisse, Themen und Entwicklungen aufzeigen. Um alle Lebensbereiche zu dokumentieren, wurden nebst amtlicher Korrespondenz auch Landtagsprotokolle, Zeitungsberichte, Flugblätter und private Aufzeichnungen berücksichtigt. Die Dokumente wurden wissenschaftlich kommentiert und in den historischen Kontext eingebettet.
  • Produktdetails
  • Verlag: Chronos Verlag
  • Seitenzahl: 704
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: Zahlreiche Abbildungen
  • Deutsch
  • Abmessung: 254mm x 172mm x 38mm
  • Gewicht: 1237g
  • ISBN-13: 9783034011037
  • ISBN-10: 3034011032
  • Best.Nr.: 33877065
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Hans-Erich Volkmann äußert sich verhalten zu diesem Dokumentenband und begnügt sich zuvorderst mit der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. Das Liechtensteiner Fürstentum, erfahren wir dabei, hat sich lange Zeit schwer getan mit einem kritischen Blick auf seine Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Laut Volkmann war die Politik geprägt von der doppelten Linie, im Innern die nationalsozialistische Tendenzen abzuwehren, nach außen hin sich mit dem Dritten Reich zu arrangieren. Interessant scheint auch die Rolle des Fürstenhauses, das vor allem bestrebt war, seine Besitztümer in Nazi-Deutschland zu sichern, die dadurch gefährdet waren, dass die angeheiratete Fürstin Elsa aus einer jüdischen Industriellenfamilie kam. Nicht ganz einverstanden scheint der Rezensent mit der Zurückhaltung zu sein, mit der die Autoren des Bandes die Gratulationsschreiben und Spenden dokumentieren, die das Fürstentum dem Führer zukommen ließ. Und auch der zweite Themenkomplex, Liechtenstein als Steuerparadies und Hort der Briefkastenfirmen, ist seinen Andeutungen zufolge sehr vorsichtig behandelt.

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