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Die berühmte Shackleton-Expedition in die Antarktis - erzählt wie nie zuvor: Im Jahr 1914 bricht der englische Abenteurer Frank Wild zusammen mit dem bedeutenden Polforscher Ernest Shackleton und 26 Männern zum "letzten Trip auf Erden" auf - sie wollen die Antarktis durchqueren. Ihr Schiff, die Endurance, aber wird vom Packeis zerstört, drei Monate driften sie auf einer Eisscholle nordwärts und retten sich schließlich auf eine Insel, auf der sie nie jemand finden würde. Während Shackleton aufbricht, um Hilfe zu holen, bleiben 22 Männer unter der Führung von Frank Wild zurück, in dauernder…mehr

Produktbeschreibung
Die berühmte Shackleton-Expedition in die Antarktis - erzählt wie nie zuvor: Im Jahr 1914 bricht der englische Abenteurer Frank Wild zusammen mit dem bedeutenden Polforscher Ernest Shackleton und 26 Männern zum "letzten Trip auf Erden" auf - sie wollen die Antarktis durchqueren. Ihr Schiff, die Endurance, aber wird vom Packeis zerstört, drei Monate driften sie auf einer Eisscholle nordwärts und retten sich schließlich auf eine Insel, auf der sie nie jemand finden würde. Während Shackleton aufbricht, um Hilfe zu holen, bleiben 22 Männer unter der Führung von Frank Wild zurück, in dauernder Dunkelheit und eisiger Kälte. Allein durch seine Persönlichkeit erhält Wild in seinen Männern das Vertrauen auf Rettung aufrecht - einen ganzen antarktischen Winter lang, dem schlimmsten Gefängnis der Welt. Es ist die wahre Geschichte über die Wildnis und das, was uns darin überleben lässt.
  • Produktdetails
  • Verlag: S. Fischer
  • 6. Aufl.
  • Seitenzahl: 303
  • Erscheinungstermin: 21. September 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 128mm x 30mm
  • Gewicht: 419g
  • ISBN-13: 9783103973181
  • ISBN-10: 3103973187
  • Artikelnr.: 48105671
Autorenporträt
Messner, Reinhold
Reinhold Messner, geboren 1944, ist der berühmteste Bergsteiger und Abenteurer unserer Zeit. Als Kletterer, Höhenbergsteiger, Grenzgänger und 'Philosoph in Aktion' hat er immer wieder neue Maßstäbe gesetzt. Messner bestieg als erster Mensch alle vierzehn Achttausender, darunter erstmals den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff und allein ('Everest Solo'). 1989/90 gelang ihm zusammen mit Arved Fuchs die Durchquerung der Antarktis zu Fuß. Heute kämpft Reinhold Messner als Autor und Filmemacher für einen ökologisch nachhaltigen Umgang mit der Natur, bewirtschaftet Bergbauernhöfe und gestaltet sein Bergmuseum, das Messner Mountain Museum, mit seinen sechs Standorten.
Rezensionen
Besprechung von 10.10.2017
Kraft aus
sich selbst

Reinhold Messner porträtiert
den Antarktis-Fahrer Frank Wild
Die Geschichten der „Eroberung“ von Nord- und Südpol haben zwar allesamt Heroisches, zutiefst Männliches, aber auch ein enormes Maß an Wahnsinn in sich. Unsägliche Strapazen, Schiffbrüche, selbstverschuldete Unglücksfälle, Leichtsinn und Gefahrenverkennung, dann Scheitern, heldenhaftes Sterben und darauf weltweite Bewunderung übermenschlicher Leistungen, von alldem strotzen die Berichte. Das reicht etwa von John Franklins Suche nach der Nord-West-Passage, Fridtjof Nansens Fahrt mit der Fram, Roald Amundsens Wettlauf mit Robert F. Scott zum Südpol bis auch zu Ernest Shackletons misslungener Durchquerung der Antarktis 1916, die fast im tödlichen Desaster geendet hätte. Doch Shackletons tollkühne Fahrt im offenen Boot von Elephant Island nach Südgeorgien und die fast unmögliche Rettung der Zurückgebliebenen unter Führung von Frank Wild machten diese Expedition so unsterblich, wie es einer geglückten wohl gar nicht geschehen wäre.
Reinhold Messner, gewiss der bedeutendste und erfahrenste Abenteurer unserer Tage und kundigste Kenner entsprechender Unternehmungen,hat sich in seinem Porträt des Frank Wild auf einen Mann konzentriert, der nicht wie Shackleton als geborener „Leader“ auftrat. Vielmehr war Wild der Mann des Überblicks und der Weitsicht, der mentalen Unerschütterlichkeit und der unschätzbaren Fähigkeit, Vertrauen bei der Mannschaft zu gewinnen und in ihr zu wecken. So konnte er die 22 Männer über hundert Tage unter erbärmlichsten Bedingungen in Hoffnung und Mut halten.
Messner schildert eindringlich die irren Anstrengungen der Männer beim Gang über das Eis, aber auch den vielfarbigen Zauber und die gleichsam einen anspringenden Schönheiten der Antarktislandschaften. All das kennt er aus ureigenem Erleben. Auch von Verzweiflung und Todesangst weiß er, der davon oft bei seinen eigenen Wagemutigkeiten erzählt hat. Sicher, Dialoge sind Messners Sache nicht, aber er kann wirklich nächste Nähe zu Wild und den anderen herstellen, weil auch er all diese Schritte getan hat. So wird sein Frank Wild, der später, als sein Leben in der „Zivilisation“ ins ziemlich Schäbig-Armselige kippte, sagte, die zehn Jahre in der Antarktis seien seine glücklichsten gewesen, zum leisen Helden des Überlebens, zum unaufdringlich zwingenden Vorbild, an dem sich die Männer aufrichten konnten. Doch das Geheimnis, woher Wild diese unglaubliche Seelenkraft hatte, kann auch Messner kaum lösen.
HARALD EGGEBRECHT
Reinhold Messner: Wild oder der letzte Trip auf Erden. S. Fischer Verlag, Frankfurt am  Main 2017. 308 Seiten. 20 Euro. E-Book 16,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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ein dokumentarisches Kunststück
Kraft aus
sich selbst


Reinhold Messner porträtiert
den Antarktis-Fahrer Frank Wild

Die Geschichten der „Eroberung“ von Nord- und Südpol haben zwar allesamt Heroisches, zutiefst Männliches, aber auch ein enormes Maß an Wahnsinn in sich. Unsägliche Strapazen, Schiffbrüche, selbstverschuldete Unglücksfälle, Leichtsinn und Gefahrenverkennung, dann Scheitern, heldenhaftes Sterben und darauf weltweite Bewunderung übermenschlicher Leistungen, von alldem strotzen die Berichte. Das reicht etwa von John Franklins Suche nach der Nord-West-Passage, Fridtjof Nansens Fahrt mit der Fram, Roald Amundsens Wettlauf mit Robert F. Scott zum Südpol bis auch zu Ernest Shackletons misslungener Durchquerung der Antarktis 1916, die fast im tödlichen Desaster geendet hätte. Doch Shackletons tollkühne Fahrt im offenen Boot von Elephant Island nach Südgeorgien und die fast unmögliche Rettung der Zurückgebliebenen unter Führung von Frank Wild machten diese Expedition so unsterblich, wie es einer geglückten wohl gar nicht geschehen wäre.

Reinhold Messner, gewiss der bedeutendste und erfahrenste Abenteurer unserer Tage und kundigste Kenner entsprechender Unternehmungen,hat sich in seinem Porträt des Frank Wild auf einen Mann konzentriert, der nicht wie Shackleton als geborener „Leader“ auftrat. Vielmehr war Wild der Mann des Überblicks und der Weitsicht, der mentalen Unerschütterlichkeit und der unschätzbaren Fähigkeit, Vertrauen bei der Mannschaft zu gewinnen und in ihr zu wecken. So konnte er die 22 Männer über hundert Tage unter erbärmlichsten Bedingungen in Hoffnung und Mut halten.

Messner schildert eindringlich die irren Anstrengungen der Männer beim Gang über das Eis, aber auch den vielfarbigen Zauber und die gleichsam einen anspringenden Schönheiten der Antarktislandschaften. All das kennt er aus ureigenem Erleben. Auch von Verzweiflung und Todesangst weiß er, der davon oft bei seinen eigenen Wagemutigkeiten erzählt hat. Sicher, Dialoge sind Messners Sache nicht, aber er kann wirklich nächste Nähe zu Wild und den anderen herstellen, weil auch er all diese Schritte getan hat. So wird sein Frank Wild, der später, als sein Leben in der „Zivilisation“ ins ziemlich Schäbig-Armselige kippte, sagte, die zehn Jahre in der Antarktis seien seine glücklichsten gewesen, zum leisen Helden des Überlebens, zum unaufdringlich zwingenden Vorbild, an dem sich die Männer aufrichten konnten. Doch das Geheimnis, woher Wild diese unglaubliche Seelenkraft hatte, kann auch Messner kaum lösen.

HARALD EGGEBRECHT

Reinhold Messner: Wild oder der letzte Trip auf Erden. S. Fischer Verlag, Frankfurt am  Main 2017. 308 Seiten. 20 Euro. E-Book 16,99 Euro.

DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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