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"Wir wanken immer, aber wir fallen nicht..." Alexandre Dumas
Wer Alexandre Dumas als Autor historischer Abenteuerepen wie "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo" kennt, wird von diesem Buch gänzlich überrascht. Die Satire, halb Tiergeschichte, halb Seemannsgarn, steht als Solitär im umfangreichen Werk des vielgelesenen Schriftstellers. Dumas nimmt hier seine Zeit scharf aufs Korn - und gönnt sich dabei selbst einen Auftritt als Romanfigur.
- Start der Manesse-Klassiker-Hörbuchreihe in hochwertiger Ausstattung und Manesse-Design - Dumas ist der meistgelesene französische Autor in Deutschland - Deutsche Erstübersetzung
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Produktbeschreibung
"Wir wanken immer, aber wir fallen nicht..." Alexandre Dumas

Wer Alexandre Dumas als Autor historischer Abenteuerepen wie "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo" kennt, wird von diesem Buch gänzlich überrascht. Die Satire, halb Tiergeschichte, halb Seemannsgarn, steht als Solitär im umfangreichen Werk des vielgelesenen Schriftstellers. Dumas nimmt hier seine Zeit scharf aufs Korn - und gönnt sich dabei selbst einen Auftritt als Romanfigur.

- Start der Manesse-Klassiker-Hörbuchreihe in hochwertiger Ausstattung und Manesse-Design
- Dumas ist der meistgelesene französische Autor in Deutschland
- Deutsche Erstübersetzung

  • Produktdetails
  • Verlag: Random House Audio
  • Gesamtlaufzeit: 504 Min.
  • Erscheinungstermin: April 2007
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783866045729
  • Artikelnr.: 20944223
Autorenporträt
Alexandre Dumas der Ältere (1802-70) wächst als Sohn eines napoleonischen Generals in der nordfranzösischen Provinz auf. Früh verwaist und arm, doch von seinen Talenten überzeugt, begibt er sich als Neunzehnjähriger nach Paris, wo er zum Theater will. Sein Kapital: eine schöne Handschrift, ein paar verwilderte Rebhühner und eine schier unerschöpfliche Phantasie. Die Theaterstücke, die er zunächst schreibt, sind heute vergessen. Doch zwanzig Jahre später, 1844, ist er mit 'Der Grafen von Monte Christo' der König des literarischen Feuilletons. Denn Dumas hatte den Nerv des Leserpublikums getroffen. Er bot eine intrigenreiche Handlung, Spannung, Illustion auf einem geschichtlichen Hintergrund, den man in groben Zügen kannte. Er bot historische Wahrheit, phantasievoll aufgefüllt mit Dichtung, und mischte ihr jenen feinen Schuss Ironie bei, der seine Romane bis heute so lesenswert macht.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 25.05.2007

DAS HÖRBUCH
Auf den Wellen
„Kapitän Pamphile”: Peter Matic liest Alexandre Dumas
Wie gelang es dem Pariser Maler Decamps, mit einem annähernd zivilisierten Bären und zwei recht gelehrten Affen, einer das Wetter voraussagenden Fröschin, einer stoischen Schildkröte (namens Gazelle) und zwei ungegerbten Löwenfellen eine Wohngemeinschaft zu bilden? Eine leichte Frage. Er war ein Tierfreund und liebte Gesellschaft. Interessanter ist, wie die Tiere um 1830 nach Paris gelangten, wo sie zu Beginn des Romans in Atelier und Wohnung des Künstlers leben und viel Besuch von den menschlichen Freunden des Hauses Decamps erhalten.
Um die Vorgeschichten für den Bären Tom und die Affen Jacques I. und II. erzählen zu können, muss die Rede auf Kapitän Pamphile gebracht werden, die Hauptfigur dieses erstaunlicherweise in Deutschland bislang fast unbekannt gebliebenen Romans von Alexandre Dumas, dem Schöpfer der Feuilleton-Romane „Die drei Musketiere”, in welchem effektvoll Mäntel und Degen geschwungen werden, sowie „Der Graf von Monte Cristo”, welcher lehrt, wie man ein großes Vermögen in Rache mit Radau umsetzt. Wenige Jahre vor diesen beiden Romanen, 1839, war „Kapitän Pamphile” erschienen. Es handelt sich dabei um ein gänzlich anders geartetes Buch, nämlich eine Satire, deren Gegenstände zahlreich sind. Die originellen Freunde des Malers, die sich bei Wein, Kaffee, Gebäck, Hefezöpfen, Salatköpfen, Möhren und gehüllt in Rauchschwaden die Geschichte anhören, kommen noch am besten weg, obwohl ihre veterinärmedizinischen und -psychologischen Experimente nicht frei von Zynismus sind und fast alle Tiere am Ende des Buches das Zeitliche gesegnet haben werden, woran die Feingeister nicht immer unschuldig sind.
Seemannsgarn und Pirouetten
Die schönsten und zum Glück ausführlichsten Episoden beschreiben die Reisen und Begegnungen eines die Weltmeere befahrenden Kapitäns, der als Pirat zu seinem Gewinn gelangt, im Nebenberuf einmal zufällig zum Sklavenhändler wird und in dieser Eigenschaft wohl auch zum Mörder, der viel zuwege bringt und der selbst so findig ist und dazu noch den unwiderstehlichen Charme eines Betrügers verströmt, welcher auf Menschenkenntnis, Humor und Stoizismus baut, dass man ihm am Ende seinen Erfolg von Herzen gönnt, als er England, Schottland und Frankreich zugleich betrügt.
Nicht nur der sprachlichen Zucht von Alexandre Dumas, welche aus feinstem Seemannsgarn überaus elegant gewebte Sätze ans Licht bringt, sondern auch der Genauigkeit der absurdesten Abenteuer entspricht die Schärfe der Stimme des Sprechers Peter Matic. Verfügt man über eine halbwegs vernünftig ausgestattete Wiedergabeanlage, könnte man die Bässe etwas zurücknehmen, denn diese Stimme kann nicht nur schneiden, sondern auch dröhnen, beides zusammen ist eine zu ballonhafte Portion für spitze Ohren.
Welch ein Luxus! Denn gewöhnlich muss man die hohen Frequenzen ein wenig ersticken, um Stimmen angenehm fließen zu hören. Die von Matic ist so mächtig und potent, dass sich der Zuhörer den angenehmsten Sound selbst einstellen kann, ohne dass er dabei Verluste an Deutlichkeit befürchten müsste. Besonders bei allen französischen Namen oder Redewendungen entsteht ein Gefühl von Echtheit, wenn der offenbar frankophile Matic mit größter Intensität die nasalen Wortbestandteile fast tuschartig heraustrompetet.
Auch versteht er, das Auf-und-Ab der längsten Sätze auszukosten: Während seine Hörer überrascht auflachen dürfen, schnörkelt Matic scheinbar ungerührt eine von Jörg Trobitius allerliebst ins Deutsche gedrechselte elegante Dumas-Pirouette nach der andern auf den Planken des als Handelssegler getarnten Kriegsschiffes, welches der cleverste aller Märchenfürsten sicher steuert und dem d’Artagnan und Monte-Cristo nicht das Wasser, geschweige einen im Namen der englischen Krone ergaunerten Schnaps reichen könnten: Vive le capitaine Pamphile!MARTIN Z. SCHRÖDER
ALEXANDRE DUMAS: Kapitän Pamphile. Roman. Aus dem Französischen von Jörg Trobitius. Gelesen von Peter Matic. 504 min. Manesse bei Random House Audio, München 2007. 7 CDs. 29,95 Euro.
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Kapitän Pamphile ist ein Pirat, aber der gemäßigten Sorte: Nicht mehr als ungefähr den Mehrwertsteuersatz verlangt er von den Kapitänen der Schiffe, denen er sich auf den Weltmeeren mit Waffengewalt in den Weg stellt. Erfunden hat diesen Kapitän, der überhaupt ein skrupelloser Lenker von Geldflüssen ist, der fleißige Schmöker-Verfasser Alexandre Dumas, dessen Durchbruch zum Bestsellerautor dieser Roman einst bedeutete. Gleichermaßen begeistert zeigt sich der Rezensent Wolfgang Schneider vom Roman selbst und der Hörbuch-Version. So lobt er Dumas' Roman - der allerdings ein wenig Anlaufzeit brauche - einerseits als "Lehrstück aus der Kulturgeschichte des europäischen Imperialismus". Aber auch die Lektürekünste des Sprechers Peter Matic findet der Rezensent famos. Nie überziehe dieser die Komik, die sich gerade dieser Trockenheit wegen umso wirksamer entwickle.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Ein erlesenes Hörvergnügen." Brigitte