Geschichte der Ökonomie - Koselleck, Reinhart / Burkhardt, Johannes / Priddat, Birger P. (Hgg.)
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Woher kommt eigentlich das ökonomische Denken, das in unserer Kultur unübersehbar eine Zentralstellung einnimmt? Es war ein ständiger Begleiter der Industriegesellschaft, in der das wirtschaftliche Argument zu einem der wichtigsten wurde und sich die Wirtschaftswissenschaften zu einer Leitwissenschaft entwickelten. Aber es gibt auch literarische und wissenschaftliche Anfänge, die weiter als bis zu Adam Smith und bis zur Industriellen Revolution zurückreichen. In deutscher Sprache findet sich vom 16. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Texten von zumeist hohem…mehr

Produktbeschreibung
Woher kommt eigentlich das ökonomische Denken, das in unserer Kultur unübersehbar eine Zentralstellung einnimmt? Es war ein ständiger Begleiter der Industriegesellschaft, in der das wirtschaftliche Argument zu einem der wichtigsten wurde und sich die Wirtschaftswissenschaften zu einer Leitwissenschaft entwickelten. Aber es gibt auch literarische und wissenschaftliche Anfänge, die weiter als bis zu Adam Smith und bis zur Industriellen Revolution zurückreichen. In deutscher Sprache findet sich vom 16. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Texten von zumeist hohem Bekanntheitsgrad bei den Zeitgenossen und besonderem Ansehen bei der Nachwelt, die in oft sehr profilierter Weise etwas über den Weg unserer ökonomischen Zivilisation verraten. Der vorliegende Band bietet vierhundert Jahre deutscher Wirtschaftstheorie in 21 klassischen Texten, in denen sich ökonomisches Denken mit einer Beschleunigung entfaltet, die in der Vorgeschichte keinen Vergleich findet.
  • Produktdetails
  • Bibliothek deutscher Klassiker Bd.173
  • Verlag: Deutscher Klassiker Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 66810
  • 2000.
  • Seitenzahl: 975
  • Erscheinungstermin: 30. Oktober 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 198mm x 128mm x 50mm
  • Gewicht: 576g
  • ISBN-13: 9783618668107
  • ISBN-10: 3618668104
  • Artikelnr.: 09147221
Autorenporträt
Prof. Dr. Johannes Burkhardt, geb. 1943, Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Hamburg und Tübingen; 1971 Promotion, 1984 Habilitation für Neuere und Neueste Geschichte, Forschung und Lehre in Stuttgart, Bielefeld, Bochum, Rom und Eichstätt, 1991 2008 ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg, derzeit Projektleiter am Institut für Europäische Kulturgeschichte Augsburg.

Dr. Birger P. Priddat ist Professor für Politische Ökonomie an der "Zeppelin University" Friedrichshafen.
Inhaltsangabe
Martin Luther: Bedenken von Kaufshandlung (1524) - Johannes Coler: Oeconomia, oder Haussbuch (1632) - Johann Joachim Becher: Politischer Discurs (1668) - Wolf Helmhard von Hohberg: Georgica Curiosa; Von dem Adelichen Land- und Feld-Leben (1682) - Johann Peter von Ludewig: Von der neuen Oeconomie-Profession (1727) - Zincke/Müller/Zedler: Universallexikon (1748) - Johann Heinrich Gottlob Justi: Kurzer systematischer Grundriß aller ökonomischen und Kameralwissenschaften (1761) - Johann August Schlettwein: Grundsätze der echten Staatswirtschaft (1779) - Georg Sartorius: Von der Mitwirkung der obersten Gewalt zur Beförderung des Nationalreichtums (1806) - Albrecht Thaer: Ökonomie oder Die Lehre von den Verhältnissen, von der Einrichtung und Direktion der Wirtschaft (1809) - Adam Müller: Die heutige Wissenschaft der Nationalökonomie kurz und fasslich dargestellt (1816) - Karl Heinrich Rau: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre: Einleitung (1826) - Friedrich Benedict Wilhelm Hermann: (1832/1870) - Friedrich List: Das Wesen und der Wert einer nationalen Gerwerbsproduktivkraft (1839) - Carl Wilhelm Christian Schüz: Das sittliche Moment in der Volkswirtschaft (1844) - Wilhelm Georg Friedrich Roscher: Absatzkrisen (1849/1882) - Karl Marx: (1861-1863) - Bruno Hildebrand: Natural-, Geld und Kreditwirschaft (1864) - Gustav Schmoller: Eröffnungsrede auf der Eisenacher Versammlung zur Besprechung der sozialen Frage (1872) - Carl Menger: Über die sogenannte ethische Richtung der politischen Ökonomie (1883) - Adolph Wagner: (1893) - Kommentar der Herausgeber
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Nach der Lektüre des Buches vermeint Rezensent Wolfgang Uchatius beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos die Stimmen von Martin Luther und Gustav Schmoller gehört zu haben. Dies ist keineswegs pathologisch, sondern verdankt sich der Erkenntnis, dass Erkenntnissuche "eine relative Angelegenheit ist". Hierfür bietet das vorliegende Buch, das vierhundert Jahre Geschichte der Ökonomie über historische Quellen erzählt, nach Meinung des Rezensenten ein vortreffliches Anschauungsmaterial. Globalisierungsgegnern, die sich durchaus der Worte Luthers bedienen könnten, moderaten Politikern, die mit Schmoller die Vergrößerung des Abstands zwischen Arm und Reich beklagen und natürlich "dem in der modernen Marktwirtschaft lebenden Leser" beschere das Buch "das überraschende Wiedererkennen von Gedanken und Meinungen". Ein wenig bedauert der Rezensent die Beschränkung auf deutschsprachige Denker. Aber auch dem gewinnt er etwas Gutes ab, da sich bei den zu Wort kommenden deutschen Ökonomen die bis heute vorhandene Skepsis gegenüber "der angelsächsischen Schwärmerei von der unregulierten Gesellschaft" abzeichnet. Auch das sei eine "der vielen Geschichten, die das Buch erzählt."

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