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Das Zusammenleben mit psychisch kranken Eltern erhöht das Risiko, dass die Entwicklung der Kinder einen ungünstigen Verlauf nimmt. Die Kinder stellen daher eine besondere psychiatrische Risikogruppe dar. Der Leitfaden beschreibt die Schwerpunkte und Besonderheiten des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei Kindern psychisch erkrankter Eltern. Die Leitlinien zur Diagnostik umfassen die Exploration der Belastungen und Ressourcen in der Familie sowie der Gefährdungen für die Kinder. In den Leitlinien zur Indikationsstellung und Interventionsplanung werden die Besonderheiten bei der…mehr

Produktbeschreibung
Das Zusammenleben mit psychisch kranken Eltern erhöht das Risiko, dass die Entwicklung der Kinder einen ungünstigen Verlauf nimmt. Die Kinder stellen daher eine besondere psychiatrische Risikogruppe dar. Der Leitfaden beschreibt die Schwerpunkte und Besonderheiten des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei Kindern psychisch erkrankter Eltern. Die Leitlinien zur Diagnostik umfassen die Exploration der Belastungen und Ressourcen in der Familie sowie der Gefährdungen für die Kinder. In den Leitlinien zur Indikationsstellung und Interventionsplanung werden die Besonderheiten bei der Betreuung von Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter beschrieben und es wird die Bedeutung kombinierter und aufeinander abgestimmter Interventionen hervorgehoben. Die Interventionsleitlinien erläutern das multimodale Vorgehen auf der Bindungs- und Familienebene sowie bei der Psychoedukation der Kinder. Diagnostische und therapeutische Materialien sowie ein ausführliches Fallbeispiel erleichtern die Umsetzung der Leitlinien in den Praxisalltag.
Autorenporträt
Prof. Dr. Albert Lenz lehrt Klinische Psychologie und Sozialpsychologie an der Kath. Hochschule NRW, Abteilung Paderborn.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.04.2005

Auf sich selbst gestellt
Die Kinder psychisch kranker Eltern

Auf Kindern aus Familien, in denen ein Elternteil psychisch krank ist, lastet eine schwere Bürde. Oft ist ihre Entwicklung beeinträchtigt, und bei vielen entsteht ebenfalls eine psychische Störung. Zum Beispiel sind Kinder, deren Mutter oder Vater an einer Depression leidet, einem um das Sechsfache erhöhten Risiko ausgesetzt, auch von einer schweren Form dieser Krankheit befallen zu werden. Das hat zum einen genetische Gründe. Zum anderen trägt auch die in vieler Hinsicht belastende Situation dazu bei. Viele Kinder werden mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten allein gelassen. Anregungen dafür, wie sich das ändern läßt, gibt Albert Lenz in seinem Buch über Kinder psychisch kranker Eltern. Der Autor lehrt Klinische Psychologie und Sozialpsychologie an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen in Paderborn. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, in dem es darum ging, die Kinder in die Behandlung ihrer psychisch kranken Eltern einzubeziehen. Kinder stärker als Angehörige wahrzunehmen setzt freilich eine enge Zusammenarbeit von Erwachsenenpsychiatrie und Jugendamt voraus.

F.A.Z.

Albert Lenz: "Kinder psychisch kranker Eltern". Hogrefe Verlag, Göttingen 2005. 227 S., 29,95 Euro.

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