Erinnerungen eines Insektenforschers 01 - Fabre, Jean-Henri
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Jahrzehntelang widmete sich Jean-Henri Fabre der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in ihrem Lebensraum: von der Grabwespe, dem Mistkäfer und der Gottesanbeterin über die Spinne bis hin zum Nachtpfauenauge. Dabei gelingen ihm literarische Gattungsbiographien, die zu den schönsten und einfühlsamsten aber auch genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden. Fabre stand mit vielen Geistesgrößen seiner Zeit in Kontakt, beispielsweise mit Charles Darwin, dessen Auffassung der Instinkte und der Entstehung der Arten er vehement ablehnte. Doch mit seinen Erinnerungen schuf er…mehr

Produktbeschreibung
Jahrzehntelang widmete sich Jean-Henri Fabre der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in ihrem Lebensraum: von der Grabwespe, dem Mistkäfer und der Gottesanbeterin über die Spinne bis hin zum Nachtpfauenauge. Dabei gelingen ihm literarische Gattungsbiographien, die zu den schönsten und einfühlsamsten aber auch genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden.
Fabre stand mit vielen Geistesgrößen seiner Zeit in Kontakt, beispielsweise mit Charles Darwin, dessen Auffassung der Instinkte und der Entstehung der Arten er vehement ablehnte. Doch mit seinen Erinnerungen schuf er ein unvergleichliches, unerschöpfliches künstlerisches Monument, ein so ungewöhnliches wie herausragendes literarisches Meisterwerk, mit dem es ihm gelingt, dem Leser die Poesie des Lebens und der Natur zu offenbaren. 'Ich glaube nicht an Gott, ich sehe ihn', versicherte er im hohen Alter. Inmitten einer positivistischen Welt, die Analyse und Berechenbarkeit absolut setzt, entdeckt Fabre die Schönheit der Schöpfung. Sein nie endendes Staunen vor den Wundern der Natur und ihrer Schönheit fasste er in Worte und wurde damit für Generationen von Schriftstellern, von Victor Hugo, Marcel Proust und André Gide über die Surrealisten bis hin zu Ernst Jünger zum Vorbild und Inspirationsquelle.
  • Produktdetails
  • Erinnerungen eines Insektenforschers Bd.1
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin
  • 6. Aufl.
  • Seitenzahl: 291
  • Erscheinungstermin: 1. März 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 146mm x 32mm
  • Gewicht: 500g
  • ISBN-13: 9783882216646
  • ISBN-10: 3882216646
  • Artikelnr.: 26407771
Autorenporträt
Fabre, Jean-Henri
Jean-Henri Fabre, geboren 1823 in Saint-Léons du Lévézou, Entomologe und Autor, widmete sich ab 1870 der Beobachtung von Insekten und schrieb an seinem Werk, den Souvenirs Entomologiques, deren erster Band 1879 erschien. Fabre, dessen Werk in viele Sprachen übersetzt ist, gilt als einer der wesentlichen Wegbereiter der Verhaltensforschung und starb 1915 in Sérignan-du- Comtat, Vaucluse.
Rezensionen
Besprechung von 11.03.2014
Summen, Sirren
Der Insektenforscher Fabre,
elektroakustisch
Seit die Gesamtausgabe der „Erinnerungen eines Insektenforschers“ im Berliner Verlag Matthes & Seitz erscheint, hat sich auch in Deutschland herumgesprochen, dass Jean-Henri Fabre (1823-1915) einer der großen Erzähler des 19. Jahrhunderts war, ein Forscher, der mit den Wesen lebte, die seine Neugier geweckt hatten. Wer ihn liest, erfährt beinahe ebenso viel über die Menschen wie über Insekten . Nun ist das vierte Hörbuch nach Fabres Erinnerungen herausgekommen, eine Art Biografie der Mauerbienen. Der Verlag hat sie in einer Box mit den Vorgängern zusammengefasst. Diese handelten vom heiligen Pillendreher, der schwarzbäuchigen Tarantel und der gelbflügeligen Grabwespe ( Jean-Henri Fabre: Erinnerungen eines Insektenforschers. Aus dem Französischen von Friedrich Koch. Vier elektroakustische Hörbücher. Sprecher: Gert Heidenreich, Sound: Robert Rehnig. Buchfunk, Leipzig 2014. 4CDs, 251 min., 24,90 Euro ).
  Das gesamte Vorhaben ist ein Glücksfall unter den vielen Hörbuchproduktionen. In Gert Heidenreich wurde ein so warmherziger wie wohltuend unaufgeregter Sprecher gefunden. An seiner Seite werden die Ausflüge ins Reich der Insekten zu vergnüglichen Expeditionen. Dank des Sounds von Robert Rehnig wirken sie zeitlos-gegenwärtig. Unaufdringlich erzeugt er eine Atmosphäre der Neugier und der Rätselhaftigkeit. Es flirrt, summt, sirrt – und klingt doch nie nach einer platten Natur-Illustration. Und die Mauerbiene? Sie kennt, so scheint es, die Sehnsucht nach dem Ort der Kindheit, des ersten Erwachens so gut wie wir. Das zu sagen wäre Anthropomorphismus? Nun, eben der ist Bedingung zarter Empirie.
JBY
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Besprechung von 13.12.2010
Insektenleben

Genau das habe er sich gewünscht: "Ein Stück Land, oh!, nicht groß, aber umzäunt und den Unannehmlichkeiten der öffentlichen Straße entzogen, vernachlässigt, unfruchtbar, ausgedörrt, gut für Disteln und Hautflügler." So setzt der zweite Band der deutschen Ausgabe von Jean-Henri Fabres "Souvernirs entomologiques" ein: mit der Erfüllung eines lange Jahre gehegten Traums, des Ankaufs seines "Harmas", des Anwesens in der Vaucluse, das Fabre von 1879 bis zu seinem Tod 1915 zum "lang ersehnten Laboratorium" wurde, in dem er seiner Passion für die Beobachtung der Insekten nachgehen konnte. Die Leser des vielbeachteten ersten Bandes (F.A.Z. vom 19. April) kennen diesen Harmas mittlerweile freilich schon recht gut. Für sie gilt es nun, diesem Autor und dieser Ausgabe der "Erinnerungen" treu zu bleiben, die bis zum hundertsten Todestag Fabres in zehn Bänden komplett vorliegen soll. Erinnert sei also daran, dass der Reiz dieses Werks nicht zuletzt in seiner epischen Breite liegt, im Kreisen um die vielleicht ähnlichen, doch nie ganz gleichen Instinktwunderleistungen und Formentwicklungen der geschilderten Insekten. Die Unausschöpfbarkeit dieser Welt ist bei Fabre eben nicht nur rhetorische Beschwörung. Hinzugekommen sind in diesem Band zwei kleine Hommagen von Rémy de Gourmont, geschrieben noch zu Lebzeiten Fabres, während Christian Thanhäuser, dessen Federzeichnungen eingestreut sind, von seinen Erfahrungen beim Zeichnen von Insekten berichtet. (Jean-Henri Fabre: "Erinnerungen eines Insektenforschers". Band II. Aus dem Französischen von Friedrich Koch, bearbeitet von Heide Lipecky. Mit Beiträgen von Rémy de Gourmont und Christian Thanhäuser. Federzeichnungen von Christian Thanhäuser. 336 S., Abb., geb., 36,90 [Euro].)

hmay

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Diesen ersten von zehn geplanten Bänden Jean-Henri Fabres hält Helmut Mayer für den hinreißenden Auftakt zu einer verlegerischen Großtat. Laut Mayer kommt hier der Fabre des langen epischen Atems und der bahnbrechenden Einsichten in das Verhalten der Insekten auf zurückhaltend illustrierte Weise richtig zur Geltung. Wenn Jean-Henri Fabre Skarabäen, Grabwespen und Bienen in ihrem natürlichen Lebensraum und im Labor unter die Lupe nimmt, um erstaunliche Instinkthandlungen und ihre Bindung an bestimmte Kontexte detailliert darzustellen, weiß Mayer, dass er es hier mit einem Naturgeschichtler zu tun hat, der die Tradition der naturgeschichtlichen Betrachtung fortführt und zugleich modernisiert. Schade bloß, findet der Rezensent, dass der Kommentarteil nicht auf spätere Einsichten der Zunft eingeht und so manche Frage offen lässt. Ein Wort zur Entstehung und Rezeption des Buches hätte er auch gern gelesen.

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