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In einem Garten lebt Wanze Muldoon. Als Privatdetektiv tätig, hat er im Insektenreich eine Menge Ungereimtheiten aufzuklären. Zunächst muß er einen verschwundenen Ohrenschlitzer aufspüren. Diesen Fall zu lösen, macht ihm wenig Mühe, doch als er den Auftrag erhält, eine Gruppe separatistischer Ameisen, die den gesamten Ameisenstaat in Aufruhr versetzt, ausfindig zu machen, muß er seinen ganzen detektivischen Spürsinn aufbieten. Ein Krimi aus dem Reich der Insekten. …mehr

Produktbeschreibung
In einem Garten lebt Wanze Muldoon. Als Privatdetektiv tätig, hat er im Insektenreich eine Menge Ungereimtheiten aufzuklären. Zunächst muß er einen verschwundenen Ohrenschlitzer aufspüren. Diesen Fall zu lösen, macht ihm wenig Mühe, doch als er den Auftrag erhält, eine Gruppe separatistischer Ameisen, die den gesamten Ameisenstaat in Aufruhr versetzt, ausfindig zu machen, muß er seinen ganzen detektivischen Spürsinn aufbieten. Ein Krimi aus dem Reich der Insekten.
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.80238
  • Verlag: Fischer (TB.), Frankfurt
  • Artikelnr. des Verlages: .1006181
  • 13. Aufl.
  • Seitenzahl: 192
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Erscheinungstermin: 1. Februar 2001
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 125mm x 16mm
  • Gewicht: 172g
  • ISBN-13: 9783596802388
  • ISBN-10: 3596802385
  • Artikelnr.: 08976763
Autorenporträt
Shipton, Paul
Paul Shipton, aufgewachsen in Manchester, Großbritannien, hat mehrere Jahre als Englischlehrer und Lektor für Schulbücher gearbeitet. Heute lebt er in den USA.

Scheffler, Axel
Axel Scheffler, geboren 1957, lebt als freischaffender Illustrator in London. Er hat bereits viele Kinder- und Bilderbücher illustriert.
Rezensionen
Ein "Krabbler" mit dem Zeug zum Serienhelden!
Man muss ihn einfach ins Herz schließen, diesen (wie er sich selbst sieht) "aufrechten, ehrlichen Käfer", der als Privatdetektiv dafür sorgt, dass in "seinem" Garten kein Unrecht geschieht, sich mit väterlicher Sorgfalt um kleine ungestüme Raupen kümmert und wenn es hart auf hart kommt, auch nicht zögert, sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen, um die Gemeinschaft vor Unheil zu bewahren.
Autor Shipton ist mit seinem kleinen "Insektektenkrimi" gelungen, was viele Autoren, deren Helden zwar deutlich größer sind als "Wanze" Muldoon, aber weit weniger Grips und Witz besitzen als dieser prachtvolle Bursche, jahrelang und Buch um Buch vergeblich versuchen: Eine bei aller Leichtigkeit in der Schreibe spannende Geschichte zu schaffen, in der die Grenzen zwischen "gut" und "böse", zwischen "tapfer" und "feige" zuweilen so verwischt sind, dass man immer wieder gespannt sein darf, was die Figuren nun wohl als nächstes tun. Eine Story mit Moral, die dennoch kein bisschen langweilig ist. Ein Feuerwerk an spritzigen Einfällen, die lautes Auflachen eher zur Regel als zur Ausnahme werden lassen. Und schließlich ein Ende, das rührender nicht sein könnte - ohne dabei im Kitsch zu versinken.
Viel über das Leben der Insekten
Zur Freude all jener Leser, die sich in vielen Büchern an den "losen Enden" stören, gibt es außerdem am Schluss eine detaillierte Aufstellung dessen, "....was aus den handelnden Personen geworden ist."
Man kann also getrost feststellen: Dieser Krimi ist ein Buch, das man gerne liest, das Heiterkeit verbreitet, den Leser fröhlich macht und doch eine Menge Informationen über das Leben der Insekten im allgemeinen und im besonderen enthält.
Darüber hinaus ist es ein Buch über Individualisten und Anhänger des Gruppengedankens, über Machtstreben, Allianzen und aus dem Augenblick geborene Helden, die im Moment der größten Gefahr über sich selbst hinauswachsen. Ein Buch also, das man sich nicht nur getrost selbst kaufen, sondern gerne auch verschenken sollte. (Michaela Pelz, krimi-forum.de)

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"Paul Shipton hat frei nach Chandler-Manier einen packenden Krimi im Mikrokosmos des Wiesenmilieus geschrieben, der das Herz eines jeden Krimi- und HobbyInsektologen höher schlagen läßt." Der Tagesspiegel
Besprechung von 26.07.1997
Schnüffelwanze
Ein Kribbelkrimi von Paul Shipton

Wie bringt ein Autor seinen langgehegten Wunsch, eine nicht niedliche Tiergeschichte zu schreiben, mit seiner großen Bewunderung für den "schwarzen Detektivroman" unter einen Hut? Er verlegt einfach das Großstadtgetriebe mit seinem Gewimmel von Verbrechern, schönen Frauen und anderem Gelichter in die Gartenwelt der Krabbler und schreibt einen Insektenkrimi. Paul Shipton hat mit seiner schnüffelnden Wanze Muldoon einen Detektiv geschaffen, der seinen zweibeinigen Kollegen durchaus ebenbürtig ist. Wohl ist die Idee, Zivilisatorisch-Großstädtisches in die Welt der Natur zu verlagern, nicht ganz neu. Detektivgeschichten für Kinder gibt es auch seit langem. Der Lektüre dieser Erzählung kommt es jedenfalls entgegen, daß Kinder mit der Formensprache des Genres vertraut sind. Die Geschichte vom mutigen Freiberufler Muldoon spielt virtuos mit den Mustern detektivischen Erzählens und bietet komische Einfälle gescheitester Art. Die Handlung ist übersichtlich, und die Natur wird nicht nur zu Darstellungszwecken vereinnahmt. Paul Shipton mag sein "Kille-Kalle-Käferchen" und vieles andere, was da kreucht und fleucht. Der Illustrator Axel Scheffler augenscheinlich auch: Wie nur wenige Künstler kann er in seinen Tierdarstellungen den natürlichen Lebensraum abbilden und gleichzeitig menschliches Antlitz durchscheinen lassen.

"Ich steckte wieder genau da, wo ich mich bestens auskannte - in großen, großen Schwierigkeiten." So umreißt der Käfer Muldoon seine Lage. Doch die Miete muß bezahlt werden, und einen Drink in einer stillen Bar sollte man sich auch gönnen. Also läßt sich Muldoon auf ein in der Tat haarsträubendes Abenteuer ein, als er den Auftrag annimmt, einem verschwundenen Ohrwurm nachzuspüren. Was als harmloser Job beginnt, entpuppt sich als gefährliche Unternehmung - die friedliche Zukunft des Gartens steht auf dem Spiel. Daß der Mikrokosmos auf eine Epochenwende hingetrieben werden soll, begreift Muldoon freilich erst allmählich. Ein paar abtrünnige Ameisen sind ihrer strengen Staatsordnung überdrüssig und haben deshalb einen Individualistenclub gegründet. Muldoon beobachtet amüsiert ihre Selbsterfahrungsbemühungen, staatstreue Ameisen sehen jedoch in diesen Aktivitäten eine Gefahr für den Zusammenhalt des Ameisenstaates. Bis sich die Ameisenkönigin am Ende doch zu einer Reform bewegen läßt, wird noch einiges passieren. Die Sache ist nämlich weit komplizierter: Die Aussteiger werden von Ameisen unterstützt, denen es allerdings um anderes als die Entfaltung von Individualität geht. Gemeinsam mit den Wespen planen sie die totale Herrschaft über den Garten. Daß im Hintergrund eine grausame Spinne die Fäden legt, erkennt Muldoon glücklicherweise rechtzeitig.

Käfer Muldoon hat im Verlauf seines Abenteuers reichlich Unangenehmes erfahren. Doch die Metamorphose seines Freundes Billy, der Raupe, zu einem wunderschönen Schmetterling läßt in ihm den Entschluß reifen, weiterhin auf der Lauer zu liegen. Und so erweist er sich als vollwertiges Mitglied im imaginären Club jener geduldeten Einzelgänger, die unsere Welt vor den schlimmsten Abgründen bewahren. MYRIAM MIELES .

Paul Shipton: "Die Wanze. Ein Insektenkrimi". Mit Bildern von Axel Scheffler. Fischer Verlag Frankfurt 1997. 189 S., geb., 24,80 DM. Ab 9 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Monika Klutzny beschäftigt sich in einer Sammelkritik mit Kinderkrimis und hat auf diesem Gebiet viel Schlechtes, aber auch einiges Vielversprechende gefunden.
1) Ronald M. Hahn: "Geheimnis um Haus Finsterwald" in "Geheimtipp Krimikiste 2".
Dieses Buch greift die Rezensentin als Beispiel für die vielen "billigen Stories" heraus, die ihrer Ansicht nach den Großteil des Genres ausmachen. Schon die Namen der Hauptpersonen empfindet sie als Zumutung und sie mokiert sich über das "Schema F", nach dem der Autor seine Geschichte gestrickt hat. Der Krimi sei wenig spannend und die Versuche des Autors, sein Buch aufzuwerten, indem er die "humorlosen Feinde von Unterhaltungsliteratur" karikiere, findet sie schlicht lächerlich.
2) Paul Shipton: "Die Wanze"
Paul Shiptons Insektenkrimi dagegen bedenkt die Rezensentin mit höchstem Lob. "Spannend und lustig" findet sie die Geschichte, und sie lobt das Buch als gleichermaßen "intelligent" wie unterhaltsam. Der Autor untergrabe zudem durch "subtile Selbstironie" gängige Schemata, freut sich Klutzny.
3) Brian Doyle: "Der Mann mit der Maske"
Diesen Jugendkrimi rechnet die Rezensentin zu den "ernsthafteren" Varianten des Genres. Die Handlung, die im Kanada der Nachkriegszeit in einer multikulturellen Gemeinschaft spielt, habe ein "sehr aktuelles Thema", das der Autor in "lakonischem Tonfall" entwickele, lobt Klutzny. Sie findet, dass besonders die Hauptfigur und ihre Konflikte sehr "überzeugend" geschildert sind, während sie in dem Bösewicht der Geschichte allzu viele Klischees versammelt sieht.
4) Richard Burnie: "Meisterdieb"
Von diesem Bilderbuchkrimi ist Klutzny richtig begeistert, und sie lobt die detaillierten "Wimmelbilder", die den Blick in Häuser und Räume eröffnen. Das Buch habe eine außerordentliche "Anziehungskraft" und zwinge den Betrachter, der sich der spannenden Suche nach dem "Meisterdieb" gar nicht entziehen könne, in seinen Bann.

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