Amerika-Bilderbuch - Höllriegel, Arnold
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Arnold Höllriegel gehört zu den populärsten Feuilletonisten und Reiseschriftstellern der Weimarer Republik. Wie viele seiner Kollegen besuchte auch er in den 1920er Jahren gleich mehrmals die USA. Mit dem "Amerika Bilderbuch" liegen nun erstmals seine Aufzeichnungen einer Reise aus den späten 1920er Jahren vor, die ihn mit dem Auto durch ganz Amerika, von New York bis Los Angeles, von Chicago bis Mexiko führte. Seine Betrachtungen der amerikanischen Gesellschaft im Alltag, aber auch der einzigartigen Natur eröffnen einen ebenso lakonischen wie kritischen Blick auf die noch junge Geschichte der…mehr

Produktbeschreibung
Arnold Höllriegel gehört zu den populärsten Feuilletonisten und Reiseschriftstellern der Weimarer Republik. Wie viele seiner Kollegen besuchte auch er in den 1920er Jahren gleich mehrmals die USA. Mit dem "Amerika Bilderbuch" liegen nun erstmals seine Aufzeichnungen einer Reise aus den späten 1920er Jahren vor, die ihn mit dem Auto durch ganz Amerika, von New York bis Los Angeles, von Chicago bis Mexiko führte. Seine Betrachtungen der amerikanischen Gesellschaft im Alltag, aber auch der einzigartigen Natur eröffnen einen ebenso lakonischen wie kritischen Blick auf die noch junge Geschichte der Vereinigten Staaten, jenseits stereotyper und auf die großen Städte fixierter Betrachtungen.
Der erstmals aus dem Nachlass edierte Text wird von Michael Grisko in einem Essay historisch eingeordnet. Die kulturgeschichtlichen und lokalen Hintergründe erörtert ein umfangreicher Stellenkommentar. Ergänzt wird diese außergewöhnliche Neuedition durch zahlreiche, ebenfalls erstmals veröffentlichte Fotos von einer späteren Reise Arnold Höllriegels durch Nordamerika mit Hans Casparius.
  • Produktdetails
  • Verlag: Wallstein
  • Seitenzahl: 190
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 149mm x 20mm
  • Gewicht: 375g
  • ISBN-13: 9783835310988
  • ISBN-10: 3835310984
  • Artikelnr.: 35542698
Autorenporträt
Der Autor Arnold Höllriegel (eigentlich Richard A. Bermann, (1883-1939), jüdischer Romanautor, Reiseschriftsteller und Feuilletonist aus Wien. Autor des ersten Filmromans 'Die Films der Prinzessin Fantoche' (1911), Berichterstatter im Ersten Weltkrieg. Er bereiste Ägypten, Palästina, den Amazonas, die Südsee, die libysche Wüste und mehrmals die USA. Der Herausgeber Michael Grisko, geb. 1971, studierte Germanistik, Politik und Europäische Medienwissenschaften in Kassel und Dijon. Seit 2010 bei der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen beschäftigt. Veröffentlichungen: Neueditionen von Höllriegels Romanen 'Die Films der Prinzessin Fantoche' (2004), 'Bimini' (2008) und 'Du sollst Dir kein Bildnis machen' (2010). Der Fotograf Hans G. Casparius (1900-1985) unternahm 1930 seine erste Reise als Fotograf mit Arnold Höllriegel nach Afrika, 1931 reisten beide nach Alaska und Kanada und kamen auf der Rückreise auch durch New York. Nach zahlreichen Arbeiten für Filmproduktionen (u.a. 'Die Dreigroschenoper') wanderte Casparius 1935 nach England aus.
Rezensionen
»Höllriegels »Amerika-Bildbuch« versprüht eine Frische, die stärker anregt als viele der heutigen Reiseschilderungen.« (Carsten Hueck, Deutschlandradio, 15.01.2013) »Einzigartig sind diese Beschreibungen eines vergangenen Amerika.« (Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung, 02.02.2013)»Höllriegel bietet dem Leser das so vergnügliche wie lehrreiche Bild eines schon wieder historischen Amerika.« (Jan Koneffke, Neue Zürcher Zeitung, 12.03.2013)»Höllriegels Beobachtungsgabe ist beeindruckend(...) Das »Amerika-Bilderbuch« macht Appetit auf mehr.« (Walter Delabar, literaturkritik.de, März 2013)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 05.07.2013

Unter Indianern

Auf einer Autoreise durch Amerika merkte Arnold Höllriegel in "drei, vier, sechs" Städten, dass sich das größte Restaurant stets an derselben Straßenecke befand: "Wir hatten einfach schon die Gewohnheit, hier und nicht anderswo zu essen, waren Stammgäste sozusagen." Da es aber freilich jedes Mal ein anderes Lokal war, liegt in diesem "Stammgäste sozusagen" ein feiner Spott über die Gleichförmigkeit der Orte. 1883 als Richard Bermann in Wien geboren, reüssierte Höllriegel als Journalist und Reiseschriftsteller in der Weimarer Republik, wurde 1933 jedoch wegen seiner jüdischen Herkunft vom "Berliner Tageblatt" entlassen und starb 1939 im amerikanischen Exil. Zweimal hatte er Ende der zwanziger Jahre die Vereinigten Staaten besucht und danach einzelne Feuilletons zu diesem "Amerika-Bilderbuch" vereint, das allerdings unveröffentlicht blieb. Der nun vorliegende kleine Band beginnt mit Skizzen zum New Yorker Kulturleben, dann führt er in die - bereits touristisch erschlossene - Natur des Westens und Südwestens. Verbunden fühlt sich Höllriegel dort eher der siebzigjährigen Yosemite-Indianerin Yohma als den im Luxuszug anbrausenden Reisenden. Er erwähnt auch die Filmaufnahmen, die sein Reisebegleiter Max Goldschmidt machte - von Hollywoodstars, von Cowboys und Indianern, von der Natur und den Städten. Mit Bedauern erfährt man daher im Anhang des lesenswerten Zeitdokuments, dass kein Film erhalten ist. (Arnold Höllriegel: "Amerika-Bilderbuch". Hrsg. von Michael Grisko. Wallstein Verlag, Göttingen 2012. 190 S., Abb., geb., 19,90 [Euro].)

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