Rezept zum Verlieben
Statt 13,99**
10,99
versandkostenfrei*

Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort lieferbar
5 °P sammeln

    DVD

5 Kundenbewertungen

Ihnen gelüstet nach zarten, perfekt zubereiteten Wachteln in Trüffelsauce? Nichts leichter als das: So was zaubert Kate (Catherine Zeta-Jones), die arbeitssüchtige Meisterköchin eines Edelrestaurants in Manhattan, mit links auf den Teller. Aber wie sie den neuen Sous-Chef (Aaron Eckhart), einen lockeren Typen, der Opern liebt, weichkochen soll, weiß sie nicht. Und den Umgang mit ihrer verwaisten Nichte (Abigail Breslin), die bei ihr einzieht und die für Fischstäbchen jede Gänseleberpastete stehenlässt, kriegt sie auch nicht gebacken. "Ich wünschte, es gäbe ein Kochbuch fürs Leben mit exakten…mehr

Produktbeschreibung
Ihnen gelüstet nach zarten, perfekt zubereiteten Wachteln in Trüffelsauce? Nichts leichter als das: So was zaubert Kate (Catherine Zeta-Jones), die arbeitssüchtige Meisterköchin eines Edelrestaurants in Manhattan, mit links auf den Teller. Aber wie sie den neuen Sous-Chef (Aaron Eckhart), einen lockeren Typen, der Opern liebt, weichkochen soll, weiß sie nicht. Und den Umgang mit ihrer verwaisten Nichte (Abigail Breslin), die bei ihr einzieht und die für Fischstäbchen jede Gänseleberpastete stehenlässt, kriegt sie auch nicht gebacken. "Ich wünschte, es gäbe ein Kochbuch fürs Leben mit exakten Verhaltensrezepten", seufzt Kate bei ihrem Therapeuten (Bob Balaban). Eine Liebe zum Leben (und zu köstlichsten Speisen!) würzt diese warmherzige und witzige Geschichte einer Frau, die eine Welt jenseits von Pfannen und Töpfen entdeckt. Treten Sie ein: In Kates Küche köchelt bald was ganz anderes, Neues ...
Sie lässt mit ihren raffinierten Speisen das Herz jedes Gourmets höher schlagen. Nur privat kennt Kate (Catherine Zeta-Jones) kein Herzklopfen mehr. Sogar der nette Nachbar kann sie nicht zu einem Date überreden. Am wohlsten fühlt sich die Super-Köchin zwischen Töpfen und Pfannen im angesagten New Yorker Nobel-Restaurant, wo sie ihre Mitarbeiter antreibt, dem unzufriedenen Gast schon mal das rohe Steak auf den Tisch knallt und einen Hot-Dog-Stand empfiehlt.

Und das im Treffpunkt der Schönen und Reichen, die schon Wochen vorher für teures Geld einen Tisch bestellen. Nur: Das Leben lässt sich nicht vorbestellen. Da geraten bei der coolen Herrscherin über Hummer und Hammel die Hormone ganz schön durcheinander, als der neue Koch Nick (Aaron Eckhart) zu ihrem Team stößt.

Der Sunnyboy sieht nicht nur unverschämt gut aus, sorgt mit Pavarotti-Klängen für gute Laune beim Brutzeln und bezaubert die Gäste mit seinen Kreationen, sondern bringt die weibliche Festung ins Wanken und Kates Nichte Zoe (Tanzmaus Abigail Breslin aus "Little Miss Sunshine") zum Lachen.

Denn die ist gerade nach dem tragischen Tod der Mutter bei ihrer Tante eingezogen, die dem traumatisierten Kind hilflos gegenüber steht. Dass Zoe auch noch lieber Fischstäbchen futtert statt frischen Fisch, erfüllt sie mit Grauen.

Wie gut, dass Nick die beiden aufheitert und die widerspenstige Kate zähmt. Bis zum Happy End am Herd serviert Regisseur Scott Hicks feinste Kino-Haute-Cuisine gewürzt mit Humor, Zärtlichkeit und Romantik. Hinreißend ist vor allem Catherine Zeta-Jones als Meisterköchin, die mit Aaron Eckhart die optimale Mischung zum Glücklichsein anrührt. Bon appétit!
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Behind the Scenes
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: Warner Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 100 Min.
  • Erscheinungstermin: 23. April 2010
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch
  • Untertitel: Deutsch, Finnisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 40/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • EAN: 5051890012746
  • Artikelnr.: 28438273
Rezensionen
Deliziöses Hollywood-Remake des deutschen Überraschungserfolges "Bella Martha", das sich erstaunlich nah an die Vorlage von Sandra Nettelbeck hält. "Shine"-Regisseur Scott Hicks zeichnet ausführlich und die Charaktere vor einem Woody-Allen-reifen New York-Ambiente, untermalt mit einem eleganten Soundtrack. Der melancholische Ton vom Anfang weicht alsbald spritziger Humor, wehalb es den Stars Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart nicht schwer fällt, nach allen Regeln der Kunst zu glänzen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Besprechung von 07.03.2013
Demokratie ist Freude
Pablo Larraíns Film "No!" erzählt, wie General Pinochet gestürzt wurde - von einem Werbefachmann

Die meisten von uns wissen, wie General Pinochet im Jahr 1973 in Chile an die Macht kam, per Putsch and with a little help from his friends. Aber wie und wann und warum endete eigentlich seine Diktatur? Das erzählt der Film "No!" von Pablo Larraín, und er erzählt dabei noch eine andere Geschichte: wie das Politische dem Marketing Platz machte.

Larraín entscheidet sich deshalb für zweierlei. Für die Besetzung seiner Hauptrolle, des Werbefachmanns René Saavedra, mit Gael García Bernal, dem mexikanischen Schauspiel-Star, der jeden Film zum Leuchten bringen kann. Hier ist das gar nicht so einfach mit dem Leuchten, denn Larraín hat, zweitens, mit der analogen Umatic-Videotechnik gedreht, was eine gleichsam natürliche Verbindung mit historischen Dokumentaraufnahmen und den originalen Werbeclips erlaubt. Das Bild ist fast quadratisch, Gegenlicht zerfrisst, was vor ihm liegt, die Kamera wackelt oft aus dem Schärfebereich heraus, so dass das Ganze sehr nach der Zeit aussieht, in der es spielt: 1988.

Die ästhetischen Entscheidungen korrespondieren mit der Geschichte, die erzählt wird. Denn gestürzt wurde Pinochet (und das ist einzigartig in der Geschichte lateinamerikanischer Diktatoren) durch ein Referendum, das ihm von der internationalen Gemeinschaft abgerungen worden war und das seine Diktatur einerseits festigen und gleichzeitig legitimieren sollte. Niemand rechnete damit, die Gegner Pinochets könnten etwa gewinnen, denn niemand rechnete damit, dass es mit rechten Dingen zugehen würde bei dieser Volksbefragung. Alles schien abgekartet, viele Chilenen, so wurde auf allen Seiten vermutet, würden gar nicht erst zur Stimmabgabe gehen.

Doch die Führung machte einen großen Fehler. Sie räumte, um zu zeigen, wie sie die Zensur lockere, den Gegnern Pinochets an 27 Tagen je fünfzehn Minuten Sendezeit im gleichgeschalteten Fernsehen ein. Mitten in der Nacht zwar, aber immerhin. Und die Koalition der Pinochet-Gegner kam auf die Idee, einen Werbefachmann damit zu beauftragen, diese Zeit zu füllen. René Saavedra eben, einen jungen Werber ohne entschiedene politische Überzeugungen, aber auch ohne jede Sympathie für das Regime und mit einigen persönlichen Verbindungen, etwa über seine ehemalige Frau, in die Protestbewegung hinein. Vor allem aber mit dem Instinkt eines Bluthunds, was den Geschmack des Publikums angeht. Um die Demokratie zu verkaufen, spricht er in der Sprache der Werbung (die damals wiederum mit Umatic-Clips zu uns sprach) und ungefähr mit denselben Bildern zu den Wählern, mit denen er zu Beginn des Films eine Kampagne für ein Kaltgetränk verkauft hatte. Es heißt "free", ist aber Coca-Cola, und die Kampagne passt, so René beim Gespräch mit seinen Auftraggebern, "in den aktuellen sozialen Kontext. Chile denkt in der Zukunft."

Und das sind dieselben Worte, mit denen er seine Demokratie-Kampagne bei den Protestparteien an den Mann bringt. "Demokratie ist Freude", sagt er außerdem, und ein Produkt der Freude müsse mit einem optimistischen Jingle und hellen, in eine fröhliche Zukunft weisenden Bildern unter die Leute gebracht werden. Die Oppositionellen in Chile aber haben andere Bilder im Kopf. Bilder von Folterungen, von Erschießungen, von Müttern, die nach ihren verschwundenen Kindern suchen, von Demonstranten, die zu Tode geprügelt werden. Sie haben den "ganzen Schmerz der letzten Jahre", wie es einmal heißt, in sich und wollen die Zeit im Fernsehen nutzen, endlich über all das Unrecht, die Toten, die Trauer zu sprechen. René aber sagt "lieber nicht" - und entwirft als Logo für den Werbefeldzug, der den Wählern ein "No!" zu acht weiteren Jahren unter Pinochet entlocken will, einen halben Regenbogen.

Sein Boss in der Agentur, in der René arbeitet, Lucho Guzmán (Alfredo Castro), weiß, was er an seinem Mitarbeiter hat. Politisch ist er nicht einverstanden mit dem, was René tut, und auch, als dieser ihm den Regenbogen zeigt und sagt, "damit werden wir berühmt" - und so kam es ja -, lässt er sich von der "Si"-Kampagne anheuern, die er allerdings nicht retten kann. "Chile ist ein Gewinnerland", heißt der Slogan dort, und er zieht nicht.

In der "No!"-Fraktion ist nicht jeder einverstanden mit Renés Ansatz. "Wer sind diese fröhlichen Menschen", fragt ihn seine Exfrau, "was feiern sie?" Das heißt, gibt es ethische Grenzen in einer politischen Kampagne, ist es nicht eine Verhöhnung der Opfer, jener Menschen, die für die Demokratie gestorben sind, jetzt eine bunte Welt tanzender junger Leute zu malen, in der die Schrecken der Diktatur gar nicht mehr auffindbar sind? Am Ende sind es dann doch keine reinen Schönfärbereien, mit denen das Referendum für die Opposition gewonnen wird, sondern überaus geschickt verpackte Botschaften von Jugend, Freude, Einigkeit und Frieden, kombiniert mit Dokumentaraufnahmen prügelnder Polizisten und marschierender Militärs.

"No!" ist der dritte Film des chilenischen Regisseurs Pablo Larraín, der sich mit den Pinochet-Jahren beschäftigt, und vielleicht der schönste unter ihnen, zu denen noch "Tony Manero" (2008) und "Post Mortem" (2010) gehören. Dass die lose Trilogie mit dem Sturz Pinochets endet, ohne dies als glücklichen Endpunkt und Erfolg der Protestbewegung zu verkaufen, macht "No!" zu einem der interessantesten Filme zum Thema. Er war für den Auslands-Oscar in diesem Jahr nominiert, aber gegen Michael Hanekes "Liebe" hatte er kaum eine Außenseiterchance. Jetzt kommt er in die Kinos und gibt seine Antwort auf die Frage, was politisches Kino eigentlich sei: Mit der"No!"-Kampagne wurde Pinochet zwar abgesetzt. Aber mit ihr siegte ein ideologisches Prinzip, nicht die Freiheit. Es gibt Alternativen zur Diktatur, heißt das, aber keine Alternative zum Markt, auf dem der bessere Verkäufer gewinnt.

VERENA LUEKEN

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr