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Sie ist irgendwie pelzig und unter den schwarz-gelben Insekten ein ganz dicker Brummer: Die Hummel, ein wahres Wunder der Natur. Denn immer wenn sie ihren dicken Körper in die Luft wuchtet, überlistet sie mal ganz nebenbei die Schwerkraft. Sie hat einen fast doppelt so hohen Energieumsatz wie ein Kolibri und ist ein wichtiges Nutztier: Jährlich bestäubt sie Millionen Tomaten, Äpfel und Johannisbeeren. Doch die Hummel ist vom Aussterben bedroht. Und ihr Verschwinden hätte dramatische Folgen für die Menschheit. Ein kurioses wie charmantes Buch, voller Humor und zeitgleich eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die wahre Königin der Lüfte.…mehr

Produktbeschreibung
Sie ist irgendwie pelzig und unter den schwarz-gelben Insekten ein ganz dicker Brummer: Die Hummel, ein wahres Wunder der Natur. Denn immer wenn sie ihren dicken Körper in die Luft wuchtet, überlistet sie mal ganz nebenbei die Schwerkraft. Sie hat einen fast doppelt so hohen Energieumsatz wie ein Kolibri und ist ein wichtiges Nutztier: Jährlich bestäubt sie Millionen Tomaten, Äpfel und Johannisbeeren. Doch die Hummel ist vom Aussterben bedroht. Und ihr Verschwinden hätte dramatische Folgen für die Menschheit. Ein kurioses wie charmantes Buch, voller Humor und zeitgleich eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die wahre Königin der Lüfte.
  • Produktdetails
  • List Taschenbücher Nr.61281
  • Verlag: List Tb.
  • Seitenzahl: 320
  • 2016
  • Ausstattung/Bilder: 2016. 320 S. 187 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 121mm x 30mm
  • Gewicht: 301g
  • ISBN-13: 9783548612812
  • ISBN-10: 3548612814
  • Best.Nr.: 42741109
Autorenporträt
Prof Dave Goulson has had a lifelong interest in insects, having started collecting butterflies as a small boy. After a degree in Biology at Oxford University and a PhD at Oxford Brookes University, he obtained a lectureship at the University of Southampton in 1995, where he stayed for 11 years. He is now Professor of Biological Sciences and Head of the School of Biological & Environmental Sciences at the University of Stirling. In 2006 he founded the Bumblebee Conservation Trust, a membership-based charity devoted to the active promotion of bee conservation in the UK; the trust now has 3,000 members.
Rezensionen
Besprechung von 12.08.2014
Stilblüten auf Blumenwiesen
Dave Goulson widmet sich unter anderem der Hummel

Elf Jahre alt war Mozart, da komponierte er schon. Gauß entdeckte mit neun seine Summenformel. Aber Entomologen von Weltrang fangen noch früher an: Auguste Forel beginnt im Alter von acht Jahren seine Beobachtungen von Ameisengesellschaften, Jean-Henri Fabre und Edward O. Wilson nehmen ihre Insektenstudien als Sechsjährige auf, und auch der britische Hummelforscher Dave Goulson beginnt sein Buch mit der Erinnerung an den Garten seiner Eltern, in dem er mit sieben Jahren seine naturkundliche Ausbildung begann. Schon der Grundschüler pflanzte dort Hornklee, Saalweiden und Lungenkraut an in der Hoffnung, dass sich neue Hummelvölker in der Nähe dieses Schlaraffenlandes ansiedeln würden. Mit Erfolg: Mehrere Hummelköniginnen gründeten Kolonien, an denen der kleine Dave die Lebensweise des sozialen Insekts studieren konnte. Der erwachsene Dave, seines Zeichens Biologieprofessor, setzt nun in großem Maßstab das Projekt fort, das er im Garten seiner Eltern begann. Mit Unterstützung einer von ihm gegründeten Stiftung, des Bumblebee Conservation Trust, und anderer Umweltschutzverbände setzt er sich dafür ein, in der unter landwirtschaftlichen Monokulturen verarmten Landschaft Englands Habitate in Gestalt blumenreicher Wiesen zu schaffen. Das ist leider nötig, denn die Hummeln zählen zu den bedrohten Gattungen, weil achtundneunzig Prozent dieser Wiesen, die es in den vierziger Jahren in England noch gab, mittlerweile verschwunden seien. Einschließlich der Blüten, die den Hummeln am liebsten sind. Rotklee zum Beispiel, den Goulson in seinem Garten in der Charente anpflanzt, um Hummeln anzulocken.

Den Erwerb seines französischen Anwesens beschreibt Goulson auf mehr als zehn Seiten. Damit ist ein hervorstechendes stilistisches Merkmal seines Buchs berührt: Details umständlich zu entfalten, die mit dem Thema nichts zu tun haben. So erfährt man allerhand: Dass Jennifer auch Jenn genannt wird, geschieden ist und Ingwerkekse mag; dass Steph auf eine Online-Anzeige eines Schweden reagiert hat; dass es in Nordtasmanien ein Pub gibt, in dem ein Schwein namens Priscilla Bier trinkt, wenn man ihm eines spendiert, und vieles mehr.

Goulson, der über Hummeln kurze, präzise und prägnante wissenschaftliche Texte in herausragenden Wissenschaftsjournalen veröffentlicht hat, zieht auf diese Weise einen Text in die Länge, dessen eigentliches Thema, nämlich eine kurze Geschichte der Hummel, auf vielleicht fünfzig Seiten abgehandelt wird. Was man über Hummeln wissen muss, über ihre Evolutionsgeschichte, ihren Lebenszyklus, über ihre Organisation als soziale Insekten, ihre Genetik und ihre wichtige ökologische wie ökonomische Funktion als Bestäuberin - all dies wird anschaulich geschildert, geht aber beinahe unter zwischen mehr oder minder amüsanten Anekdoten, Altherrenwitzen und anschlusslosen Detailexzessen.

Jeder Hummelfreund kann bei Goulsons Stiftung für nur zehn Pfund eine "hummelfreundliche Samenmischung" erwerben und eine Wildblumenwiese anlegen. Das ist sicher eine gute Investition. Im Gegensatz zum Aufwand für Erwerb und Lektüre eines Buchs, das sich nicht entscheiden kann, was es sein will: Pamphlet eines Umweltaktivisten, Sachbuch eines Entomologen, Anekdotensammlung eines Professors oder Stilblütenkunde.

NIELS WERBER

Dave Goulson: "Und sie fliegt doch". Eine kurze Geschichte der Hummel.

Aus dem Englischen von Sabine Hübner. C. Hanser Verlag, München 2014. 320 S., geb., 19,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Das Entscheidende am Buch von Dave Goulson lässt sich auf 50 Seiten zusammenfassen, meint Niels Werber etwas genervt, denn der soeben erschienene Band des Biologen und Hummelforschers kommt auf über 300 Seiten. Nicht dass der Autor sein Wissen über die Evolutionsgeschichte der Hummel, ihre Genetik, Lebensweise, Funktion und soziale Organisation nicht zu teilen wüsste. Doch leider genügt ihm das nicht, wie Werber feststellen muss. Ohne Anekdoten (etwa über den Immobilenerwerb in Frankreich), Altherrenwitze, enervierende Details und ein Haufen Stilblüten macht es der Professor offenbar nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Ein wunderbares Buch ist dem britischen Autor Dave Goulson gelungen, dabei befasst es sich ausschließlich mit einem kleinen Geschöpf, das einst selbstverständlich zu unserer Landschaft gehörte: "Und sie fliegt doch" erklärt auf über 300 Seiten das Leben der Hummeln - langweilig wird das nicht eine Sekunde." Susanne Billig, Deutschlandradio Kultur, 08.07.14 Goulson ist der britische Hummelspezialist überhaupt und erzählt in einer einfachen, leichten Sprache - ohne Verlust an Komplexität - zum Beispiel die Geschichte der Erdbauhummel. Cord Riechelmann, Philosophie Magazin, 05/14 "Weil man gerade am Beispiel der Hummel freilich zeigen kann, wie sehr die Artenvielfalt auf dem Planeten Erde bedroht ist, ist dieses vergnügliche Buch auch ein wortreiches Plädoyer für den Schutz ihres Lebensraums." Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 07.08.14 "Liebeserklärung an die Hummel" / "[Dave Goulson] ist ein brillanter Erzähler, der Fakten und Anekdoten geschickt verquickt und gleichermaßen blendend informiert wie unterhält." Anke Groenwold, Neue Westfälische, 19.08.14 "Goulsons Buch über die Hummel jedenfalls gehört zu den kleinen Lesewundern der Natur: Herkunft, Bau, Verhalten und Ökosystem, kurz: Das Buch ist eine rundum kurzweilig daherkommende Unterrichtung." Erhard Schütz, Der Freitag, 04.09.14 "Kurzweilig, unterhaltsam und spannend". Dagmar Röhrlich, Deutschlandfunk, 09.09.14 "Mit britisch-trockenem Humor entführt [Dave Goulson] seine Leser auf eine faszinierende Reise durch das Leben der pelzigen Insekten." Janina Horst, Spektrum der Wissenschaft, November 2014 "Und sie fliegt doch ist ein absolutes Highlight erzählerischer Sachliteratur: lehrreich, unterhaltsam, spannend bis zur letzten Seite." Florian Felix Weyh, Deutschlandfunk, 10.08.15…mehr