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Mit seinem Konzept der seelischen Rückzugsorte hat John Steiner neue Wege in der Therapie von Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen aufgezeigt. Hier veranschaulicht er, wie die therapeutische Arbeit gestaltet werden kann, wenn man den Patienten zum Verlassen dieser Rückzugsorte veranlassen will. John Steiner eröffnet neue Möglichkeiten zur Behandlung von stark belasteten Patienten, die sich in eine selbstgewählte Isolation gleichsam wie in ein Versteck zurückgezogen haben. Er beschreibt die Herausforderungen, die sich daraus für die therapeutische Beziehung ergeben: - wenn sich…mehr

Produktbeschreibung
Mit seinem Konzept der seelischen Rückzugsorte hat John Steiner neue Wege in der Therapie von Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen aufgezeigt. Hier veranschaulicht er, wie die therapeutische Arbeit gestaltet werden kann, wenn man den Patienten zum Verlassen dieser Rückzugsorte veranlassen will. John Steiner eröffnet neue Möglichkeiten zur Behandlung von stark belasteten Patienten, die sich in eine selbstgewählte Isolation gleichsam wie in ein Versteck zurückgezogen haben. Er beschreibt die Herausforderungen, die sich daraus für die therapeutische Beziehung ergeben: - wenn sich Therapeut und Patient in einen Machtkampfverwickeln, - wenn Verlustängste überhand nehmen, - wenn Trauer und Schuldgefühle unerträglich werden, - wenn Fortschritte in der Behandlung erneut mit Gefühlender Verlegenheit und Beschämung einhergehen. Mit detaillierten klinischen Beispielen bietet »Seelische Rückzugsorte verlassen« einen einzigartigen Einblick in die therapeutischen Schritte.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta Verlag
  • Seitenzahl: 165
  • Erscheinungstermin: 23.04.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783608202410
  • Artikelnr.: 40737107
Autorenporträt
John Steiner ist Lehranalytiker der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft und nach langjähriger Tätigkeit als Consultant Psychotherapist an der Tavistock Clinic in London heute in freier Praxis tätig. Er gilt als einer der interessantesten Theoretiker für das Verständnis pathologischer Persönlichkeitsstrukturen.
Rezensionen
Besprechung von 20.06.2014
Mit Kafka auf der Couch
John Steiner befreit Patienten aus ihrer seelischen Isolation

Freud ist nicht der einzige Psychoanalytiker, der gut schreiben konnte. Unter den Schülern Freuds haben einige Nachfolger eine ebenso geschliffene Feder wie der Urahn, zum Beispiel Donald Winnicott. Auch der englische Psychoanalytiker John Steiner gehört in diese Stilklasse. Beim Lesen der hier versammelten Aufsätze befällt einen eine seltsame Ruhe, die der Ruhe vor griechischen Säulen gleicht, sie stehen schwer und unverrückbar da, doch sie wirken leicht und luftig. Im Grunde ist das ein Vorhang aus Stein, den einer von den Göttern beiseiteschieben könnte, versperrten ihm die Säulen die Sicht.

Steiner analysiert persönliche Fallgeschichten, es geht darum, was mit dem Patienten und dem Analytiker geschah, als sie sich gegenübersaßen und der eine vom anderen etwas wollte, sich erhoffte, wünschte und der eine über den anderen nachdachte und der eine dem anderen nicht sagen konnte, was ihm durch den Kopf ging, wenigstens konnte er es nicht so sagen, wie das üblich sein sollte in einem normalen Gespräch, bei dem B nicht damit rechnen muss, dass A ihm sagt, was er, B, denkt oder meint, obwohl er doch nur sagte, was er dachte und meinte, und A zusehen muss, dass er B in diesem Hin und Her nicht auf den Leim geht.

Die Lage ist verzwickt, sie ziehen sich voreinander zurück, oder sie schrauben sich gegenseitig in die Höhe höherer Bedeutungsebenen. Sie haben sich eingesponnen in Gefühle, Mitteilungen, Deutungen, Andeutungen und in das Gegenteil dessen, was auf der Hand zu liegen scheint, also dass sie etwas nicht mitteilen, nicht deuten, nicht andeuten wollen und warum das so ist oder warum das so zu sein scheint. Sie laufen durch ein Labyrinth von Übertragung, Schutz der inneren Objekte, Angst, Verlust, Erwartung, Trauer, Vorwürfen, Abwehr, das erst mit jedem ihrer Schritte entsteht. Nichts ist einfach, wenn alles einmal angefangen hat, kompliziert zu werden. Was erwartet der Patient, was erwartet der Psychoanalytiker von der Analyse?

Steiner wird ganz dünnhäutig, er redet langsam, vorsichtig, er ist ganz Ohr und denkt die ganze Zeit darüber nach, was zwischen A und B passiert. Er ist ein Teil des Spiels und versucht sich dennoch dabei zu beobachten, er möchte sich aus dem Spiel heraushalten, obwohl er sich nicht heraushalten kann, und das heißt, er möchte beim Spielen herausfinden, was hier gespielt wird. Wenn er einmal vom Platz laufen und sich oben auf die Tribüne setzen und zuschauen könnte, was da unten passiert. Aber das geht nicht.

So eine Stimmung, nicht rauszukönnen und doch zu sehen, dass man drinnen ist, was ja dann den Eindruck macht, als würde man von draußen hereinschauen, gibt es nur noch bei Kafka. Alles geht seinen einfachen und gewohnten Gang von A nach B, einer macht dies, einer macht das, einer läuft dorthin, der andere in eine andere Richtung, ohne dass sie sich oder einander sofort verlorengehen, und doch hat das Chaos, das Unheimliche, Unbekannte schon begonnen, der linke Fuß schwebt über einem Abgrund von Angst und Verzweiflung, das Räderwerk des Hoffens und Sagens, des Schweigens und Wünschens beginnt zu rollen, und das Zittern und Vibrieren der Maschinerie überträgt sich auf den eigenen Körper, auf die Seele, auf den Geist.

Kafka aber sitzt da und schaut zu, als würde er Ameisen beobachten, er ist die Ruhe selbst, ein Stoiker des modernen Lebens, mit Nerven wie Drahtseilen.

Kommen Sie doch näher, ruft A in die Richtung, aus der die Schritte von B kommen, und B antwortet: Ich höre Sie so schlecht und bleibt stehen und wartet, ob A noch etwas sagen wird, helfen, deuten. Aber A hat B nicht verstanden, und jetzt lauscht er in die Stille, die sich vor ihm auftut, und ruft dann leise: B, wo sind Sie? Sagen Sie doch etwas. B versteht nichts, und deshalb macht er zaghafte Schritte nach vorne, bleibt stehen, hört in sich hinein, was er tun soll, dann geht er wieder zurück und murmelt in die Nacht: A? Helfen Sie mir doch.

Er wird traurig, weil er sich alleingelassen fühlt, und sackt in sich zusammen. A ist unsicher, ob er nicht am Anfang zu laut gerufen hat, ob er B dadurch nicht verschreckt hat, und er hadert mit sich, aber dann denkt er, ob es nicht gerade umgekehrt ist, ob er selbst sich nicht durch B hat verschrecken lassen, weil er jetzt doch nur dasteht und sich nicht zu rühren wagt. Er schweigt und horcht auf jede Seelenregung, bis ein erlösendes Wort fällt, eine Idee, eine Theorie, die weiterhilft, so dass sie wieder aufeinander zugehen können. Und das Sitzung für Sitzung, manchmal drei Mal in der Woche, über Jahre. John Steiner braucht für die Rekapitulation der Vorgänge nicht viele Worte. Das ist großartig, auch für Laien.

EBERHARD RATHGEB

John Steiner: "Seelische Rückzugsorte verlassen". Therapeutische Schritte zur Aufgabe der Borderline-Position.

Aus dem Englischen von Antje Vaihinger. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2014. 154 S., geb., 29,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Anknüpfend an Hermann Rosenfelds Begriff des destruktiven Narzissmus beschreibt Steiner hier narzisstische Persönlichkeitsorganisationen als Rückzugsorte und pathologische Abwehrstrukturen, mit deren Hilfe Patienten sich vor Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 Verfolgungsangst und Schuldgefühlen schützen. ... Trotz der unterschwelligen Tendenz zur Idealisierung erscheint mir das Buch lesenswert und wichtig, weil es in vielen Gedankenfügungen und anhand klinischen Materials neue theoretische Konzepte entwickelt." Angelika Ebrecht-Laermann, PSYCHE, August 2015 "Was tun, wenn in der therapeutischen Beziehung die Machtkämpfe überhand nehmen, sich große Verlustängste einstellen, Trauer und Schuldgefühle unerträglich werden, Beschämung zunimmt? Viele klinische Fallbeispiele demonstrieren das Überwinden dieser und anderer Hindernisse." Co.med, 7/2014

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die persönlichen Fallgeschichten des Psychoanalytikers John Steiner erinnern Eberhard Rathgeb an die Erzählungen Franz Kafkas, nirgendwo sonst kommt so sehr das Gefühl auf, von draußen zu beobachten, was drinnen passiert, obwohl man doch eigentlich selbst mittendrin steckt und gar nicht raus kann, so sehr man es sich auch wünschen mag, erklärt der Rezensent. "Seelische Rückzugsorte verlassen" ist außerdem ein schönes Beispiel dafür, dass auch andere Psychoanalytiker als Freud eindrucksvoll schreiben und Laien für ihre Arbeit begeistern können, sodass sie gebannt dem Hin und Her der Gesprächspartner folgen, die da Zug um Zug den "Schutz der inneren Objekte" auflösen, lobt Rathgeb.

© Perlentaucher Medien GmbH