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Der Mord an Jürgen Ponto und die Folgen
Ein bewegendes Buch aus der Sicht von zwei Frauen, deren Familien einst eng miteinander verbunden waren und die durch den Mord an Jürgen Ponto auseinandergerissen worden sind. Die Autorinnen werfen einen neuen Blick auf die - bis heute hauptsächlich von Außenstehenden gedeutete - Geschichte der RAF, die Rolle der Täter und die Wunden, die ihre Taten geschlagen haben.30. Juli 1977: Jürgen Ponto empfängt Susanne Albrecht, die Tochter seines Jugendfreundes Hans-Christian Albrecht, in seinem Haus in Oberursel. Ihre Begleiter Brigitte Mohnhaupt und…mehr

Produktbeschreibung
Der Mord an Jürgen Ponto und die Folgen

Ein bewegendes Buch aus der Sicht von zwei Frauen, deren Familien einst eng miteinander verbunden waren und die durch den Mord an Jürgen Ponto auseinandergerissen worden sind. Die Autorinnen werfen einen neuen Blick auf die - bis heute hauptsächlich von Außenstehenden gedeutete - Geschichte der RAF, die Rolle der Täter und die Wunden, die ihre Taten geschlagen haben.30. Juli 1977: Jürgen Ponto empfängt Susanne Albrecht, die Tochter seines Jugendfreundes Hans-Christian Albrecht, in seinem Haus in Oberursel. Ihre Begleiter Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar schießen auf Jürgen Ponto. Corinna, seine Tochter, ist zu diesem Zeitpunkt zwanzig Jahre alt, Julia, Susannes Schwester, dreizehn Jahre.Nach dem Mord war das Band zwischen den Familien durchschnitten. 30 Jahre danach nimmt Julia Albrecht - die Patentochter von Jürgen Ponto - Kontakt auf zu Corinna Ponto - der Patentochter von Hans-Christian Albrecht. Ein Briefwechsel entspinnt sich, eine erste Begegnung findet statt. Im Mittelpunkt ihres Buches stehen die Geschichte der RAF und der Umgang damit, die Fragen nach Schuld und den Hintergründen der Täterschaft, nach den Möglichkeiten von Aufarbeitung und Versöhnung. Und beide Frauen tauschen sich darüber aus, wie man mit den eigenen Kindern über diesen Teil der deutschen Geschichte spricht, der doch auch Teil der Geschichte ihrer Familien ist. Täter und Opfer der RAF - der erste Dialog von Angehörigen beider Seiten
  • Produktdetails
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Artikelnr. des Verlages: 4001111
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 14. März 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 134mm x 25mm
  • Gewicht: 330g
  • ISBN-13: 9783462042771
  • ISBN-10: 3462042777
  • Artikelnr.: 32479904
Autorenporträt
Albrecht, Julia
Julia Albrecht, Jahrgang 1964, hat in den vergangenen 15 Jahren in Berlin, Jerusalem und San Francisco gelebt und sowohl als Journalistin wie auch als Juristin gearbeitet. Mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie heute wieder in Berlin.

Ponto, Corinna
Corinna Ponto war nach Theater- und Musikstudium in New York, Köln und Frankfurt Opernsängerin. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Süddeutschland. Ab 2011 wird sie im Kuratorium der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler mitwirken.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

In einer großen Reportage auf der Seite drei widmet sich Thorsten Schmitz diesem Buch, das mit Julia Albrecht und Corinna Ponto erstmals Angehörige einer RAF-Täterin und eines RAF-Opfers zusammenbringt. Susanne Albrecht, Julia Albrechts Schwester, war an der Ermordung des Bankiers Jürgen Ponto beteiligt, bis zu der Tat waren die beiden Familien befreundet, Susanne Albrecht hat dem RAF-Kommando den Zutritt zum Haus der Pontos verschafft. Schmitz unterhält sich mit der Witwe Ignes Ponto, der Tochter Corinna Ponto und mit Julia Albrecht über das Verbrechen, über Trauer, Einsamkeit und Schweigen. Und natürlich über die schwierige Annäherung der beiden Patentöchter aneinander. Seiner Ansicht nach haben die beiden mit ihrem im Jahr 2007 aufgenommenen Briefwechsel ein Buch vorgelegt, das die Ruhe der beteiligten und beharrlich schweigenden Ex-Terroristen stören wird. Denn auch wenn es "leise vom Ton" sei, meint Schmitz berge es "ein Ausrufezeichen: Jetzt reden wir!" Und zwar darüber, was es bedeute, wenn ein Verbrechen das Leben zweier Familie zerstöre.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Was diesen Band zu einem ungewöhnlichen Dokument macht, ist [...] dass es die Kluft zwischen Angehörigen [...] zum Ausgangspunkt einer ebenso spannungsgeladenen wie vielschichtigen Kommunikation macht." Welt am Sonntag