Sylt - Insel zwischen Sturm und Stille - Papendick, Christian
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    Buch mit Leinen-Einband

Mit den ersten Badegästen Mitte des 19. Jahrhunderts kamen auch die Maler und Fotografen hierher, um miteinander wetteifernd den Reiz dieses gefährdeten Eilands auf die Leinwand und die Fotoplatte zu bannen. Die Zahl der Bildkünstler, die sich seither von dieser herben, schroffen, aber auch idyllischen Insel haben anregen lassen, ist groß. Und Christian Papendick braucht den Vergleich mit seinen Vorgängern wahrlich nicht zu scheuen: Seine Bilder von einer Insel im Wandel lassen einen Fotokünstler erkennen, der mit Sensibilität und dem Blick für das Besondere, Einzigartige die Insel bis in…mehr

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Produktbeschreibung
Mit den ersten Badegästen Mitte des 19. Jahrhunderts kamen auch die Maler und Fotografen hierher, um miteinander wetteifernd den Reiz dieses gefährdeten Eilands auf die Leinwand und die Fotoplatte zu bannen. Die Zahl der Bildkünstler, die sich seither von dieser herben, schroffen, aber auch idyllischen Insel haben anregen lassen, ist groß. Und Christian Papendick braucht den Vergleich mit seinen Vorgängern wahrlich nicht zu scheuen: Seine Bilder von einer Insel im Wandel lassen einen Fotokünstler erkennen, der mit Sensibilität und dem Blick für das Besondere, Einzigartige die Insel bis in ihren letzten Winkel durchstreift hat. Seine Fotos haben Originalität auch dann, wenn es sich um bekannte Motive handelt, und sie entdecken neue Motive, die von anderen übersehen oder als nicht bildwürdig erachtet wurden. Viele seiner Bilder wirken ausgesprochen malerisch, einige rücken fast in die Nähe eines abstrakt-expressionistischen Gemäldes. Spuren in Sand und Watt, die gewaltigen Wanderdünen des Listlandes, das uralte Morsum Kliff und auf der anderen Seite die vom Menschen geschaffenen Architektur-Landschaften mit ihren Gegensätzen die Friesenhäuser mit ihren rosenumrankten Eingangstüren, die alten Inselkirchen, die typische Bäderarchitektur und moderne, städtische Bauformen in Westerland , sind einige der Impressionen, die Papendick auf seiner fotografischen Sylt-Rundreise mit der Kamera eingefangen hat.
  • Produktdetails
  • Verlag: Husum
  • Seitenzahl: 144
  • Erscheinungstermin: 23. September 2005
  • Deutsch
  • Abmessung: 300mm
  • Gewicht: 1095g
  • ISBN-13: 9783898762007
  • ISBN-10: 3898762009
  • Artikelnr.: 13491674
Autorenporträt
Christian Papendick, geboren 1926, ist freischaffender Architekt, Garten- und Landschaftsarchitekt und -Fotograf. Er ist Mitglied des Bundes Deutscher Architekten und lebt in Hamburg.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.03.2006

Vom Winde zerzaust

Ein neuer Bildband über die Nordseeinsel Sylt. Soso. Bestimmt von einem nicht unvermögenden Hamburger, der wie alle vermögenden Hamburger den Sommer auf Sylt verbringt und die Insel als Teil Hamburgs betrachtet, obwohl sie noch immer zu Schleswig-Holstein gehört. Fast richtig. Christian Papendick, Jahrgang 1926, ist zwar geborener Königsberger, lebt aber seit Jahrzehnten in Hamburg - als Architekt, Landschaftsarchitekt, Fotograf und Reiseschriftsteller. All seine Berufe bringt er in diesem Buch unter, so beliebig, wie an der See der Wind mal von hier und mal von dort kommt. Papendick schildert eine Reise von Hamburg nach Sylt. Er kommt nach der Überfahrt auf dem Hindenburgdamm in Westerland an, wendet sich nach Süden, dann nach Norden. Der Reiseschriftsteller ist dann bald vergessen, denn nun betätigt sich Papendick als Architekturkritiker. Das Bahnhofsgebäude in Westerland findet sein Lob, die Plastik "Reisende im Sturm" vor dem Bahnhof jedoch seine Abscheu. Die Eigentümer der "Alten Friesenstube" hätten ihr Haus "sehr sachverständig restauriert". Das Appartementhaus "Metropol" hingegen sei "ein Pfahl im Fleisch". Der Neubau am Fährhaus von Munkmarsch passe sich "mit seiner zeitgemäßen Architektur dem Altbau hervorragend an". Über ein kleines Kaufhaus in Kampen heißt es: "Dem Architekten wie auch dem Auftraggeber gebührt Anerkennung für das Fingerspitzengefühl, mit so einer Baumaßnahme diesen überzeugenden Eindruck zu erzielen." Bei nächster Gelegenheit (oder beim nächsten Wind) läßt Papendick den Architekturoberlehrer dann wieder fahren und widmet sich der Landschaft. Er findet sie "malerisch", "immer wieder ein Erlebnis", "von besonderem Zauber", "einzigartig", "besonders reizvoll". Die Wanderdüne liegt "hingegossen in die wellige Hügellandschaft". Auch als Fotograf wirkt Papendick vom Wind zerzaust. Ihm können es nicht genug Friesenhäuser sein, die sich in den Dünen ducken. Leuchttürme, Wanderdünen, untergehende und aufgehende Sonnen, Meereswellen. Das ist so langweilig, bis der Leser doch auf ein Friesenhaus in der merkwürdigen Stimmung eines Novembernebels stößt, eine Wanderdüne, auf welcher der Regen seltsam rhythmische Formen hinterlassen hat, oder auf eine Doppelseite mit zwei Beispielen für verspielte Bäderarchitektur - hier Backstein, da Holz -, die miteinander von der verlorenen Zeit plaudern. Eines der wenigen fesselnden Fotos ist auf dem Umschlag abgebildet: Sonne, Meer, Strand, Düne, heile Welt und bedrohliche Wolken darüber, als wollten sie sich der Insel bemächtigen. Da wird wirklich etwas erzählt über die "Insel zwischen Sturm und Stille".

F.P.

"Sylt. Insel zwischen Sturm und Stille" von Christian Papendick. Husum-Verlag, Husum 2005. 144 Seiten, 299 Farbfotos. Gebunden, 39,95 Euro. ISBN 3-89876-200-9.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die Begeisterung von Rezensent F.P. hält sich in sehr engen Grenzen. Das Sylt-Buch von Christian Papendick ist ihm eine Spur zu beliebig, schwankt ein wenig zu sehr zwischen den verschiedenen Genres. Mal trete ePapendieck darin als Reiseschriftsteller auf, dann wieder betätige er sich als Architekturkritiker, wobei für F.P. strafverschärfend hier noch ein Oberlehrerton hinzukommt. Die Fotografien, die selbstredend auch vom Autor stammten, seien ebenso "vom Wind zerzaust", wie die Texte. Leuchttürme, Friesenhäuser, Dünen - all das findet "F.P." ziemlich langweilig -bis er doch noch auf "ein Friesenhaus in der merkwürdigen Stimmung eines Novembernebels" stößt.

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