Die Madonna von Excelsior - Mda, Zakes

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Im Herzen der südafrikanischen Provinz Free State liegt das Burenstädtchen Excelsior. Strenge Rassentrennungsgesetze sichern die Vorherrschaft der weißen Minderheit. Kein Gesetz kann jedoch verhindern, dass einige Honoratioren die Lust am Verbotenen packt: Heimlich treffen sich der Bürgermeister, der Pfarrer, der Metzger, der Polizist mit jungen schwarzen Frauen in einer Scheune. Als die Frauen eine nach der anderen ein hellhäutiges Kind zur Welt bringen, fliegt die Sache auf und die verschlafene Kleinstadt gerät ins Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit. Ein Vierteljahrhundert später ist…mehr

Produktbeschreibung
Im Herzen der südafrikanischen Provinz Free State liegt das Burenstädtchen Excelsior. Strenge Rassentrennungsgesetze sichern die Vorherrschaft der weißen Minderheit. Kein Gesetz kann jedoch verhindern, dass einige Honoratioren die Lust am Verbotenen packt: Heimlich treffen sich der Bürgermeister, der Pfarrer, der Metzger, der Polizist mit jungen schwarzen Frauen in einer Scheune. Als die Frauen eine nach der anderen ein hellhäutiges Kind zur Welt bringen, fliegt die Sache auf und die verschlafene Kleinstadt gerät ins Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit.
Ein Vierteljahrhundert später ist das Apartheidregime Vergangenheit. Der Autor Zakes Mda, vor kurzem aus dem Exil zurückgekehrt, macht sich in Excelsior auf die Suche nach den Beteiligten und ihren Geheimnissen. Im Zentrum stand damals die junge Schwarze Niki mit ihren beiden Kindern, eines von einem schwarzen Vater, das andere von einem Weißen. Mda erzählt ihre Geschichte - es ist gleichzeitig die Geschichte seines Landes.
  • Produktdetails
  • UT Nr.398
  • Verlag: Unionsverlag
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungstermin: Juli 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 116mm x 24mm
  • Gewicht: 284g
  • ISBN-13: 9783293203983
  • ISBN-10: 3293203981
  • Artikelnr.: 22904823
Autorenporträt
Zakes Mda,
Zakes Mda (eigentlich Zanemvula Kizito Gatyeni Mda), geboren 1948, gehört zu Südafrikas bekanntesten Romanciers und Theaterautoren. Aufgewachsen in Soweto und in Lesotho, emigrierte er 1963 in die USA und studierte in Ohio. 1995 kehrte er nach Südafrika zurück. Neben dem Schreiben ist er als Dramaturg, Maler, Komponist sowie Filmemacher tätig, und er leitet den Southern African Multimedia AIDS Trust in Sophiatown, Johannesburg. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Peter Torberg,
Peter Torberg, geboren 1958 in Dortmund, studierte in Münster und in Milwaukee. Seit 1990 arbeitet er hauptberuflich als freier Übersetzer, u. a. der Werke von Paul Auster, Michael Ondaatje, Ishmael Reed, Mark Twain, Irvine Welsh und Oscar Wilde.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Gelungen findet Rezensentin Renate Wiggershaus diesen Roman des südafrikanischen Autors Zakes Mda, der nun als erstes seiner Werke auf Deutsch vorliegt. Als Schlüsselereignis des Romans sieht Wiggershaus einen Skandal, zu dem es 1971 kam, als nach sexuellen Kontakten zwischen weißen Männern und schwarzen Frauen im ländlichen Südafrika eine ganze Anzahl von farbigen Kindern geboren wurde. Gegen die Paare wurde Anklage erhoben. Faszinierend erscheint ihr das Gestaltungsprinzip des Romans, in dem fast alle 35 Abschnitte mit der Wiedergabe von Bildern beginnen, die Mda erstmals im Atelier des Paters Frans Claerhout in der Provinz Free State sah. Diese Bilder seien "von glühender Farbigkeit und mit mehr oder weniger christlicher Staffage in südafrikanischer Landschaft" und fungierten als "Eingangstore in die Wirren, die Unberechenbarkeit und den Überraschungsreichtum des Lebens im zerfallenden Apartheidstaat". Mdas Vergegenwärtigung des politischen Übergangs und der Machtverlagerung in Südafrika wirkt auf Wiggerhaus allerdings gelegentlich wie ein "Schnellkurs in Geschichte" und manchmal auch etwas "holzschnittartig". Doch Dank des geschilderten Gestaltungsprinzips fällt dieser Kritikpunkt nicht allzu schwer ins Gewicht. Die wilden Farben und elementaren Motiven der Bilder erden nach Ansicht des Rezensentin das politische Geschehen nämlich einerseits immer wieder und tauchen die Erzählung andererseits in das "Licht eines exemplarischen, symbolischen Geschehens".

© Perlentaucher Medien GmbH
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