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Stuttgart, anno 2010: Ein Archäologe wittert die große Chance bei Probebohrungen im Schlossgarten. Einen Durchschnittsbürger macht die Wut über die Mächtigen zum Scharfrichter. Ein Münchner Kommissar kehrt - widerwillig, aber auf der Spur eines heiklen Falles - in seine schwäbische Heimatstadt zurück. Und ein rätselhafter Hund, der eigentlich nur sitzen kann. Sie alle führt das Schicksal mitten in die Bodenlosigkeit eines umkämpften Großprojekts ...…mehr

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Produktbeschreibung
Stuttgart, anno 2010: Ein Archäologe wittert die große Chance bei Probebohrungen im Schlossgarten. Einen Durchschnittsbürger macht die Wut über die Mächtigen zum Scharfrichter. Ein Münchner Kommissar kehrt - widerwillig, aber auf der Spur eines heiklen Falles - in seine schwäbische Heimatstadt zurück. Und ein rätselhafter Hund, der eigentlich nur sitzen kann. Sie alle führt das Schicksal mitten in die Bodenlosigkeit eines umkämpften Großprojekts ...

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  • Produktdetails
  • Verlag: Piper Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungstermin: 17.09.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783492957397
  • Artikelnr.: 37354057
Autorenporträt
Heinrich Steinfest, geb. 1961. Albury, Wien, Stuttgart das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Kriminalautors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet, erhielt den Stuttgarter Krimipreis 2009 und den Heimito-von-Doderer-Preis.
Inhaltsangabe
Inhalt

Vorspann: Die Dinge, Tiere, Personen und ihre Handlungen

Teil I

1 Tränen

2 Ein Lauscher namens Kepler

3 Strahler 70

4 Goethes Déjà-vu

5 Die eine Maschine

6 Die andere Maschine

Teil II

7 Mann & Angst

8 Die Rückseite des Mondes

9 Landaus Busen

10 Auf der Suche nach der blauen Fee11 Gott tritt auf

12 Mach und die Melancholie

13 Die Frau im Spiegel

14 Vergißmeinnicht

Teil III

15 Koralle und Gewalt

16 Kopfschuß

17 Ein Hund steht still

18 Räder und Seile

19 Pfeil ohne Bogen

20 Ich will sehen!

Epilog

Abspann: Die Menschen, die Tiere, die Schirme, ihr Schicksal, ihr Ende und ihr Anfang

Der Autor in eigener Sache - ausnahmsweise
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.02.2011

Eine Stadt wird ermordet
Buchvorstellung am Krisenort: Heinrich Steinfests Krimi über "Stuttgart 21"

Der Stuttgarter Landtag ist leer. Kein Abgeordneter kommt, keiner geht. Im Plenum sitzt der Schriftsteller Heinrich Steinfest, um seinen neuen Roman vorzustellen. "Wo die Löwen weinen" ist ein Kriminalroman, ein Buch über eine Posse mit tragischen Zügen, die aber auch ein Lehrstück ist. Nur welche Lehren daraus zu ziehen sind, das lässt sich endgültig noch nicht sagen.

"Dies ist ein Roman über das Vorhaben, eine Stadt zu ermorden", sagt der Autor über sein Buch. Es handelt von "Stuttgart 21" und dem Streit um das Bahnhofsprojekt, das die Stadt gespalten hat und vielleicht die bevorstehenden Landtagswahlen entscheiden wird. Aber der Landtag tagt heute nicht, und das Plenum ist auch nicht der große Sitzungssaal, sondern nur das jedem Besucher zugängliche Restaurant im Landtagsgebäude. Heinrich Steinfest könnte durch eine große Glasscheibe ins Foyer des schwäbischen Machtzentrums hinüberblicken. Aber er schielt nicht nach den Mächtigen.

Wenig später hat Steinfest den Landtag bereits wieder verlassen und ist durch den Schlossgarten spaziert, vorüber an den umkämpften Platanen, dem Planetarium und dem Zeltlager der winterfesten Dauerdemonstranten, hinein in den Bahnhof und hinauf auf den Turm des Bonatz-Baus. Nun steht der Schriftsteller unter dem Mercedes-Stern, der die Aussichtsplattform im zehnten Stock bekrönt, und blickt über die Stadt: Unten klafft schauerlich die Lücke, die der bereits abgerissene Nordflügel hinterlassen hat, in der Mitte prangt die begehrte Halbhöhenlage, ganz oben weht die Landesfahne über der Villa Reitzenstein. Nein, es werde keine Lesung im Landtag geben, nicht im Rathaus und auch nicht im Dienstsitz des Ministerpräsidenten. Für Herrn Mappus würde er schon eine Lesung veranstalten, sagt Steinfest: "Aber nur unter vier Augen."

Als Heinrich Steinfest vor dreizehn Jahren von Wien nach Stuttgart fuhr und sich seine neue Heimatstadt zum ersten Mal vom Bahnhofsturm aus ansah, war das Großprojekt vier Jahre alt. Die offizielle Zeittafel der Ausstellung im Inneren des Turmes beginnt mit einer "Ideenskizze" im Jahr 1994 und bricht recht unvermittelt ab mit einem Sieg der Projektplaner vor dem Mannheimer Verwaltungsgerichtshof im Jahr 2006. Danach hat der Proteststurm die Chronisten offenbar überrollt. Steinfest, einer der profiliertesten deutschsprachigen Krimiautoren, gehört zu den entschiedenen Gegnern des Projekts, über dem er selbst zu einem jener "Bürgerexperten" geworden ist, die seiner Ansicht nach den Protest wesentlich vorangetrieben haben. Ohne diese "Wutbildungsbürger", wie er sie nennt, ohne die Expertise der pensionierten Bahner und Ingenieure, die keine Rücksicht auf etwaige Arbeitgeber mehr nehmen mussten und sich zäh durch Berge von Gutachten kämpften, wäre der Protest wohl rasch in sich zusammengebrochen. Sein Fundament bestand aus Zorn, Sorgen und Zukunftsängsten, aber auch aus Fachwissen, wie Steinfest glaubt.

Nach seinen Recherchen, für die er sich mehr auf die Dokumentationen der Projektgegner als auf die Presse stützte, hätte er "auch ein Buch über Oettinger" schreiben können. Aber Steinfest kommt nicht von der Recherche, sondern von der Bildenden Kunst. Stuttgart habe ihm für seinen Roman Modell gesessen, und er habe mit den Augen eines Impressionisten, Surrealisten und Kubisten auf die Stadt geschaut. Die Stilvielfalt ist Programm: Steinfests Bücher sind Hybridwesen, unbekümmerte Kreuzungen von Stilen und Genres, in immer neuen Sprüngen und Windungen vorangetrieben von der Sprachlust und dem Einfallsreichtum des Autors. Steinfests Ehrgeiz besteht oft vor allem darin, noch die unwahrscheinlichste Wendung plausibel scheinen zu lassen. So werden auch Außerirdische und philosophische Hunde zwanglos in den Fall integriert. In Stuttgart schickt Steinfest nun einen Archäologen, einen exilierten Kommissar und einen Durchschnittbürger los, um das Geheimnis des "Schlossgarten-Mechanismus" zu lüften. Diese "schlafende Maschine", angeblich ein vorchristliches Objekt, steht rätselhaft und "unverrückbar" im Zentrum allen Geschehens. So viel sei bereits verraten: Es handelt sich bei dem mythischen Gebilde nicht um Heiner Geißler.

HUBERT SPIEGEL

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Tobias Gohlis hat seine Krimi-Bestenliste zur Zeit geholt. Was bisher als KrimiWelt figurierte, heißt jetzt KrimiZeit und erscheint von nun an jeden ersten Donnerstag in Hamburg. Als ein "Prachtexemplar" dieser Liste stellt Gohlis Heinrich Steinfests Roman "Wo die Löwen wohnen" vor, die Fortsetzung der Proteste gegen Stuttgart 21 mit literarischen Mitteln. Gohlis lässt sich das gern gefallen, denn auch die "Ermordung einer Stadt" sei schließlich ein Verbrechen und dagegen müsse man mit sich mit den schärfsten Waffen zur Wehr setzen. Über den Plot verrrät der Rezensent so viel, dass in ihm ein Archäologe und ein wütender Rentner tragende Rollen spielen, aber auch eine unterirdische Maschinengöttin, an der die Herren aus Politik und Wirtschaft nicht vorbeikommen: "Die Göttin ist da und dagegen."

© Perlentaucher Medien GmbH
Eine Stadt wird ermordet
Buchvorstellung am Krisenort: Heinrich Steinfests Krimi über "Stuttgart 21"

Der Stuttgarter Landtag ist leer. Kein Abgeordneter kommt, keiner geht. Im Plenum sitzt der Schriftsteller Heinrich Steinfest, um seinen neuen Roman vorzustellen. "Wo die Löwen weinen" ist ein Kriminalroman, ein Buch über eine Posse mit tragischen Zügen, die aber auch ein Lehrstück ist. Nur welche Lehren daraus zu ziehen sind, das lässt sich endgültig noch nicht sagen.

"Dies ist ein Roman über das Vorhaben, eine Stadt zu ermorden", sagt der Autor über sein Buch. Es handelt von "Stuttgart 21" und dem Streit um das Bahnhofsprojekt, das die Stadt gespalten hat und vielleicht die bevorstehenden Landtagswahlen entscheiden wird. Aber der Landtag tagt heute nicht, und das Plenum ist auch nicht der große Sitzungssaal, sondern nur das jedem Besucher zugängliche Restaurant im Landtagsgebäude. Heinrich Steinfest könnte durch eine große Glasscheibe ins Foyer des schwäbischen Machtzentrums hinüberblicken. Aber er schielt nicht nach den Mächtigen.

Wenig später hat Steinfest den Landtag bereits wieder verlassen und ist durch den Schlossgarten spaziert, vorüber an den umkämpften Platanen, dem Planetarium und dem Zeltlager der winterfesten Dauerdemonstranten, hinein in den Bahnhof und hinauf auf den Turm des Bonatz-Baus. Nun steht der Schriftsteller unter dem Mercedes-Stern, der die Aussichtsplattform im zehnten Stock bekrönt, und blickt über die Stadt: Unten klafft schauerlich die Lücke, die der bereits abgerissene Nordflügel hinterlassen hat, in der Mitte prangt die begehrte Halbhöhenlage, ganz oben weht die Landesfahne über der Villa Reitzenstein. Nein, es werde keine Lesung im Landtag geben, nicht im Rathaus und auch nicht im Dienstsitz des Ministerpräsidenten. Für Herrn Mappus würde er schon eine Lesung veranstalten, sagt Steinfest: "Aber nur unter vier Augen."

Als Heinrich Steinfest vor dreizehn Jahren von Wien nach Stuttgart fuhr und sich seine neue Heimatstadt zum ersten Mal vom Bahnhofsturm aus ansah, war das Großprojekt vier Jahre alt. Die offizielle Zeittafel der Ausstellung im Inneren des Turmes beginnt mit einer "Ideenskizze" im Jahr 1994 und bricht recht unvermittelt ab mit einem Sieg der Projektplaner vor dem Mannheimer Verwaltungsgerichtshof im Jahr 2006. Danach hat der Proteststurm die Chronisten offenbar überrollt. Steinfest, einer der profiliertesten deutschsprachigen Krimiautoren, gehört zu den entschiedenen Gegnern des Projekts, über dem er selbst zu einem jener "Bürgerexperten" geworden ist, die seiner Ansicht nach den Protest wesentlich vorangetrieben haben. Ohne diese "Wutbildungsbürger", wie er sie nennt, ohne die Expertise der pensionierten Bahner und Ingenieure, die keine Rücksicht auf etwaige Arbeitgeber mehr nehmen mussten und sich zäh durch Berge von Gutachten kämpften, wäre der Protest wohl rasch in sich zusammengebrochen. Sein Fundament bestand aus Zorn, Sorgen und Zukunftsängsten, aber auch aus Fachwissen, wie Steinfest glaubt.

Nach seinen Recherchen, für die er sich mehr auf die Dokumentationen der Projektgegner als auf die Presse stützte, hätte er "auch ein Buch über Oettinger" schreiben können. Aber Steinfest kommt nicht von der Recherche, sondern von der Bildenden Kunst. Stuttgart habe ihm für seinen Roman Modell gesessen, und er habe mit den Augen eines Impressionisten, Surrealisten und Kubisten auf die Stadt geschaut. Die Stilvielfalt ist Programm: Steinfests Bücher sind Hybridwesen, unbekümmerte Kreuzungen von Stilen und Genres, in immer neuen Sprüngen und Windungen vorangetrieben von der Sprachlust und dem Einfallsreichtum des Autors. Steinfests Ehrgeiz besteht oft vor allem darin, noch die unwahrscheinlichste Wendung plausibel scheinen zu lassen. So werden auch Außerirdische und philosophische Hunde zwanglos in den Fall integriert. In Stuttgart schickt Steinfest nun einen Archäologen, einen exilierten Kommissar und einen Durchschnittbürger los, um das Geheimnis des "Schlossgarten-Mechanismus" zu lüften. Diese "schlafende Maschine", angeblich ein vorchristliches Objekt, steht rätselhaft und "unverrückbar" im Zentrum allen Geschehens. So viel sei bereits verraten: Es handelt sich bei dem mythischen Gebilde nicht um Heiner Geißler.

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»Ein phantastisch gelungenes Stück engagierter Literatur.« Deutschlandfunk »Ein ganz und gar hinreißender Autor.« Denis Scheck