45,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Verlängertes Rückgaberecht bis zum 10.01.2020
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

Die Staatssicherheit agierte in der DDR nach 1961, wie Katharina Lenski in ihrer Studie zeigen kann, weniger als Geheimpolizei, sondern vielmehr als Geheimbürokratie. Die Studie beleuchtet das enge Zusammenwirken von Universität und Staatssicherheit, aber auch das Hineinwachsen des Wissenschaftsmilieus in einen Geheimhaltungsraum, der von Feindbildern und von Mauern des Schweigens durchkreuzt war. In diesem dysfunktionalen Kommunikationsraum setzte sich Geheimhaltung als Schlüsselkompetenz durch. Das Buch liefert neue Einsichten zur Wissens- und Organisationsgeschichte im Staatssozialismus und…mehr

Produktbeschreibung
Die Staatssicherheit agierte in der DDR nach 1961, wie Katharina Lenski in ihrer Studie zeigen kann, weniger als Geheimpolizei, sondern vielmehr als Geheimbürokratie. Die Studie beleuchtet das enge Zusammenwirken von Universität und Staatssicherheit, aber auch das Hineinwachsen des Wissenschaftsmilieus in einen Geheimhaltungsraum, der von Feindbildern und von Mauern des Schweigens durchkreuzt war. In diesem dysfunktionalen Kommunikationsraum setzte sich Geheimhaltung als Schlüsselkompetenz durch. Das Buch liefert neue Einsichten zur Wissens- und Organisationsgeschichte im Staatssozialismus und lädt ein, zentrale Fragen des 20. Jahrhunderts neu zu denken.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 618
  • Erscheinungstermin: 8. Dezember 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 144mm x 40mm
  • Gewicht: 757g
  • ISBN-13: 9783593507804
  • ISBN-10: 3593507803
  • Artikelnr.: 48122492
Autorenporträt
Katharina Lenski, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Jena.
Inhaltsangabe
Inhalt

Vorwort: Das Nach-Denk-Mal 11
Einleitung
1. Untersuchungsgegenstand 15
2. Universität und Staatssicherheit: Forschungsstand 29
3. Kommunikationsräume: Begriff und Forschungsstand 35
4. Quellen 43
5. Methodik und Aufbau 53
I. Rundblick: Die Universität nach der Dritten Hochschulreform
1. Verflechtung mit der Volkswirtschaft 58
2. Die Kader im Kommunikationsraum 62

II. Präpositionen des Handelns: Inhalt und Argument
1. Inhaltliche Positionen: Staatssicherheit 68
1.1 Feindbilder: "Agenten", "Spione", "Diversanten" 68
1.2 Der Krieg im Kopf: "politisch-ideologische Diversion" 70
1.3 Stereotyp "Revisionismus" 72
1.4 Die Dienstanweisung 4/66 gegen "Diversion" an den Universitäten 74
1.5 Die erste Durchführungsbestimmung zur Dienstanweisung 4/66 77
2. Inhaltliche Positionen: Universität 81
2.1 "Schrittmacher" des Denkens: Georg Mende, Werner Dorst, Helmut Korch 83
2.2 "Einstellungserziehung" - ideologische Formierung 92
2.3 Das Feindbild "Jugendkriminalität" als ideologischer Verdichtungsprozess 102
2.4 "Gerechtigkeit" - eine "bürgerliche" Kategorie 111
2.5 Feindbild "bürgerliche Wissenschaft": Naturwissenschaften und Ideologie 115
2.6 Feindbild West: "Gegnerforschung" im Kalten Krieg 117
3. Zwischenfazit: ideologische Semantik - militärische Feindbilder 123

III. Positionen: Verdichtungsräume
1. Das Referat Universität der Jenaer Kreisdienststelle (1968-1989) 127
1.1 Die Struktur der Jenaer Kreisdienststelle 128
1.2 Strukturen und Arbeitsprinzipien 130
1.3 Die Arbeitsfelder des Referats Universität 135
1.4 Die Leiter des Referats Universität (1965-1989) 137
1.5 Gruppenporträt: Die Offiziere des Referats Universität (1968-1989) 149
1.6 Verlängerung der Handlungsräume: Das Beispiel Dieter Sacher 160
1.7 Zusammenfassung 165
2. Ideologisierung und Geheimhaltung: SED und Massenorganisationen 167
2.1 Die SED an der FSU 168
2.2 Die FDJ - Aufstiegsschleuse und Bewährungsfeld 206
2.3 Der FDGB - Stützpfeiler im System 235
3. Bürokratisierung und Geheimhaltung: Die Verwaltung 252
3.1 Der Erste Prorektor 252
3.2 Die Kaderabteilung 262
3.3 Die wissenschaftlichen Sekretäre 278
3.4 Geheimnisschutz als Orientierung und Argument 295
3.5 Information und Sekretierung: Das Informationswesen 299
3.6 Sekretierte Information: Die Hauptstelle für Verschlusssachen 303
3.7 Der Beauftragte für Sicherheit und Geheimnisschutz 312
3.8 Austausch und Geheimhaltung: Auslandsreisen 322
3.9 Zusammenfassung 339
4. Militarisierung und Geheimhaltung: Die profilierte Wissenschaft 341
4.1 Die profilbildenden Sektionen und ihre Direktoren 342
4.2 Die Direktoren der strukturbestimmenden Sektionen 344
4.3 Zur Zusammenarbeit der Direktoren mit dem MfS 348
4.4 Komplexe Einbindung in Geheimstrukturen 352
5. Zwischenfazit: Positionen im Kontext der Geheimhaltung 359

IV. Wirkungsräume: Verfahren im Kommunikationsraum
1. Bewaffnende Universität: FSU und Zeiss-Kombinat 365
1.1 Forschungslage 365
1.2 Universität und VEB "Carl Zeiss" Jena in der Dritten Hochschulreform 367
1.3 Territoriale MfS-Strukturen im Kontext der Militärforschung 375
1.4 Zwischenstopp: Geheimnisschutz und geheimbürokratischer Handlungsraum 386
1.5 Transferinstitution zum MfS: Das Direktorat Forschung der FSU 389
1.6 Sichere Gelehrsamkeit: Das Forschungszentrum "W" im VEB "Carl Zeiss" 397
1.7 Kader für den "Wissenschaftlichen Gerätebau" 405
1.8 Zusammenfassung: Geistige Sperrzonen 4252. Studierende im Gleichschritt 427
2.1 Schlaglicht: Ein Blick in den Raum 428
2.2 Die Direktoren und Prorektoren für Erziehung und Ausbildung 430
2.3 Das MfS-Überwachungssystem "Studentische Freizeit" 433
2.4 "Revisionismus": Der Philosophiestudent Reinhard Fuhrmann (1971) 442
2.5 Feindbild Wolf Biermann: Die Exmatrikulation von Roland Jahn (1977) 455
3. Das Jahr 1989 als Spiegel der Abgrenzungen und Blockaden 473
3.1 Überblick: Staatssicherheit und Universität zum Ende der 1980er Jahre 473
3.2 Zwischen System un