Verhandeln für den Frieden - Negotiating for Peace - Frowein, Jochen Abr. / Scharioth, Klaus / Winkelmann, Ingo / Wolfrum, Rüdiger (Hgg.)
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Die Festschrift enthält Beiträge von renommierten Völkerrechtlern und herausragenden in- und ausländischen Diplomaten und Praktikern. Die Schwerpunkte liegen bei Fragen des Völkerrechts, Verfassungsrechts und der deutschen Wiedervereinigung. Besonders aktuell sind dabei u.a. mehrere Beiträge zum Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, zum Seerecht, zu den Menschenrechten und zur Terrorismusbekämpfung. Die Themen nehmen Bezug auf die berufliche Tätigkeit des Jubilars, der an wichtiger Stelle an der Ausarbeitung der Ostverträge und den Verhandlungen zum Internationalen Seerechtsübereinkommen…mehr

Produktbeschreibung
Die Festschrift enthält Beiträge von renommierten Völkerrechtlern und herausragenden in- und ausländischen Diplomaten und Praktikern. Die Schwerpunkte liegen bei Fragen des Völkerrechts, Verfassungsrechts und der deutschen Wiedervereinigung. Besonders aktuell sind dabei u.a. mehrere Beiträge zum Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, zum Seerecht, zu den Menschenrechten und zur Terrorismusbekämpfung.
Die Themen nehmen Bezug auf die berufliche Tätigkeit des Jubilars, der an wichtiger Stelle an der Ausarbeitung der Ostverträge und den Verhandlungen zum Internationalen Seerechtsübereinkommen beteiligt war. Tono Eitel war u.a. Völkerrechtsberater des Auswärtigen Amts und Botschafter bei den Vereinten Nationen.

The anniversary volume in honour of Tono Eitel's 70th birthday is a collection of essays by distinguished international law experts as well as prominent German and foreign diplomats and other specialists. The issues dealt with cover a range of themes relating to international and constitutional law as well as German reunification. Several contributions of particularly topical interest focus on the United Nations Security Council, the law of the sea, human rights and the fight against terrorism.
The subjects covered are all reflected in the various stages of Tono Eitel's career. He not only played an important part in negotiating the so-called Eastern Treaties with the Soviet Union, Poland and Czechoslovakia as well as the United Nations Convention on the Law of the Sea, but also served as Legal Adviser of the Federal Foreign Office and as Germany's ambassador to the United Nations.
  • Produktdetails
  • Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht Bd.162
  • Verlag: Springer, Berlin
  • 2003
  • Seitenzahl: 884
  • Erscheinungstermin: 5. Juni 2003
  • Deutsch, Englisch
  • Abmessung: 241mm x 160mm x 51mm
  • Gewicht: 1426g
  • ISBN-13: 9783540400738
  • ISBN-10: 3540400737
  • Artikelnr.: 12233254
Autorenporträt
Jochen Abr. Frowein, Max-Planck-Institut für Ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg / Klaus Scharioth, Auswärtiges Amt, Berlin / Ingo Winkelmann, Auswärtiges Amt, Berlin / Rüdiger Wolfrum, Max-Planck-Institut für Ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg

Inhaltsangabe
Vereinte Nationen.- Völkervertragsrecht - Umweltvölkerrecht - Internationale Gerichtsbarkeit.- Seerecht.- Gemeinschaftsrecht - Staatsrecht - deutsche Wiedervereinigung.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 26.02.2004

Balanceakt

VÖLKERRECHT. Der Irak-Krieg hat vieles verändert, manches aber auch nur verstärkt. Daß der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mehr als alles andere ein bedeutendes Instrument zur Legitimierung militärischer Gewalt ist, hat der Konflikt um Saddam Hussein deutlicher denn je gemacht. Das Ausbleiben eines billigenden Ratsbeschlusses kostete die Vereinigten Staaten so viel Ansehen in der Welt, daß sie schon wenige Wochen nach dem Ende der eigentlichen Kampfhandlungen wieder in den Sicherheitsrat zurückkehrten und ihn um ein neues Mandat ersuchten. Präsident Bush vollführt derzeit einen delikaten Balanceakt zwischen internationaler Einbindung und nationalem Alleingang.

Daß ihm dabei eine Reform des Sicherheitsrats zusätzlichen Nutzen bringen könnte, scheint auf den ersten Blick widersinnig. Säßen dann nicht noch mehr Staaten am New Yorker Hufeisentisch, die Opposition gegen die Supermacht betreiben könnten? Ja und nein, lautet die Antwort der verschiedenen Autoren des vorliegenden Buches. Denn je angemessener der Rat die Welt von heute widerspiegelt, desto mehr Rückhalt erfahren seine Entscheidungen in aller Welt. Als Beispiel werden die Sanktionen gegen Libyen angeführt, die, im Laufe der Zeit, in der sie in Kraft waren, in der arabischen Welt immer weniger Zustimmung fanden. Wären auch afrikanische oder arabische Länder als ständige Mitglieder im höchsten UN-Gremium vertreten und hätten sie die Sanktionen mit verabschiedet, stiege die Unterstützung für solche Zwangsmaßnahmen aus New York.

Das Buch enthält ein klares Plädoyer für eine Reform und Aufwertung des Sicherheitsrats wie überhaupt der Vereinten Nationen als Ganzem. Kein Wunder, denn es ist dem früheren deutschen UN-Botschafter Tono Eitel gewidmet, der sich in seiner Zeit bei den Vereinten Nationen nach Kräften für einen ständigen Sitz Deutschlands im wichtigsten UN-Gremium engagiert hat. Das diplomatische Kunststück ist ihm zwar nicht gelungen. Dafür hat die überwiegend deutsche "UN-Community" jetzt noch einmal alle Reformargumente zu seinen Ehren zusammengetragen. Daß der Band dennoch eklektisch wirkt, liegt an der Auswahl und Vielzahl der Beiträge, die sich zwar einigermaßen am Lebensweg Eitels - beziehungsweise seinen jeweiligen Aufgaben - orientieren, aber insgesamt zusammengewürfelt erscheinen. Über den einzelnen Aufsatz ist damit noch kein Urteil gefällt, aber die Lektüre kann durchaus ermüden - bei so viel gestückeltem Völkerrecht. (Jochen Frowein/Klaus Scharioth/Ingo Winkelmann/Rüdiger Wolfrum (Herausgeber): Verhandeln für den Frieden. Liber Amicorum Tono Eitel. Springer-Verlag, Berlin 2003. 866 Seiten. 129,95 [Euro].)

feb.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent "feb" würdigt zwar das Plädoyer des Buches für eine Reform und Aufwertung des Weltsicherheitsrates. Insgesamt findet er den Band jedoch eklektisch und die vielen Beiträge haben ihn am Ende eher ermüdet. Auswahl und Vielzahl der Texte lassen den Band auf ihn "zusammengewürfelt" wirken, wobei der Rezensent Wert auf die Feststellung legt, dass über die einzelnen Aufsätze damit noch kein Urteil gefällt sei.

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