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Sznaider stellt in diesem Buch den Widerspruch zwischen dem theoretischen Anspruch auf eine "normale" Gesellschaft und der israelischen Realität in den Fokus. Durch ikonische Ereignisse und Bilder zeigt er, wie die Gesellschaften in Israel sich ständig gegenseitig herausfordern und um eine Definition israelischer Identität ringen. Angesichts der Krise, die das Land derzeit durchlebt, stellt sich der Soziologe Natan Sznaider die Frage, ob man die israelische Gesellschaft überhaupt mit den klassischen Methoden bewerten kann. Der Zionismus sollte die Juden aus ihrer Weltlosigkeit befreien und…mehr

Produktbeschreibung
Sznaider stellt in diesem Buch den Widerspruch zwischen dem theoretischen Anspruch auf eine "normale" Gesellschaft und der israelischen Realität in den Fokus. Durch ikonische Ereignisse und Bilder zeigt er, wie die Gesellschaften in Israel sich ständig gegenseitig herausfordern und um eine Definition israelischer Identität ringen. Angesichts der Krise, die das Land derzeit durchlebt, stellt sich der Soziologe Natan Sznaider die Frage, ob man die israelische Gesellschaft überhaupt mit den klassischen Methoden bewerten kann. Der Zionismus sollte die Juden aus ihrer Weltlosigkeit befreien und ihnen eine "normale" territoriale Souveränität geben, sie durch einen "normalen" Staat mit seinen Institutionen und staatsbürgerlichen Kriterien zu einem Teil der Weltgemeinschaft machen. Aber genau das ist eine der unlösbaren Spannungen, die die Gesellschaften in Israel durchziehen. Es ist daher schwierig, allgemeingültige historische und soziologische Modelle und Kriterien auf Israel anzuwenden.
  • Produktdetails
  • Verlag: Jüdischer Verlag Im Suhrkamp Verlag
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 319
  • Erscheinungstermin: 9. Oktober 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 126mm x 30mm
  • Gewicht: 407g
  • ISBN-13: 9783633542857
  • ISBN-10: 363354285X
  • Artikelnr.: 48056160
Autorenporträt
Sznaider, Natan
Natan Sznaider, 1954 in Deutschland als Kind aus Polen stammender staatenloser Überlebender der Shoah geboren, ging mit 20 Jahren nach Israel und studierte an der Universität von Tel Aviv Soziologie, Psychologie und Geschichte. Er lehrt heute als Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv. Im Suhrkamp Verlag erschien 2007 von ihm, zusammen mit Daniel Levy: Erinnerungen im globalen Zeitalter: Der Holocaust.
Rezensionen
"Wie lässt sich die von Spannungen durchzogene israelische Gesellschaft soziologisch beschreiben? Natan Sznaider tut es, indem er verschiedene Lebenswelten und Milieus im jüdischen Staat analysiert. Dabei erspart er dem Leser nichts."
Rafael Seligmann, Deutschlandfunk Kultur 11.11.2017