Zement und Kalk - Stark, Jochen; Wicht, Bernd
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Jedermann weiß, was Zement ist, aber selbst in Kreisen, die täglich mit ihm zu tun haben, hat man oft keine Vorstellung davon, wie dieses merkwürdige graue Pulver entsteht, das mit Wasser angemacht, sich in ein steinartiges Gebilde verwandelt, das die Härte und die Festigkeit von Feuerstein erreichen kann. Dies diktierte vor rund 40 Jahren der große deutsche Zementchemiker Hans Kühl als Einleitung für seine "Zementchemie" - und diese Worte haben wohl auch heute noch uneingeschränkt Gültigkeit. Wie wird aus diesem merkwürdigen grauen Pulver in Verbindung mit Wasser, Zuschlägen und Zusätzen…mehr

Produktbeschreibung
Jedermann weiß, was Zement ist, aber selbst in Kreisen, die täglich mit ihm zu tun haben, hat man oft keine Vorstellung davon, wie dieses merkwürdige graue Pulver entsteht, das mit Wasser angemacht, sich in ein steinartiges Gebilde verwandelt, das die Härte und die Festigkeit von Feuerstein erreichen kann. Dies diktierte vor rund 40 Jahren der große deutsche Zementchemiker Hans Kühl als Einleitung für seine "Zementchemie" - und diese Worte haben wohl auch heute noch uneingeschränkt Gültigkeit. Wie wird aus diesem merkwürdigen grauen Pulver in Verbindung mit Wasser, Zuschlägen und Zusätzen dieses stein artige Gebilde, der unumstrittene Baustoff Nummer Eins unserer Zeit, der Beton. Wir haben heute neue Möglichkeiten, dieser Frage nachzugehen. Eine davon ist das Environmental Scanning Electron Microscope (ESEM-FEG), mit dessen Hilfe Untersuchungen zum Mechanismus der frühen Hydratation von einzelnen Klinkerphasen und komplizierten Mehrphasensystemen einzelner Zemente mög lich werden
und nach deren Ergebnissen bisherige Modellvorstellungen zu diesen Fragen zumindest neu überdacht werden müssen. In diesem Buch werden neue Erkenntnisse von Forschungsarbeiten am F. A. Finger-Institut (FlB) der Bauhaus-Universität Weimar zu diesen Fragen vorge stellt. Daneben wird in z.T. zusammenfassenden und z.T. ausführlichen Darstel lungen ein Überblick von der Herstellung bis zur praktischen Anwendung der Bindemittel Zement und Kalk gegeben, der sowohl für Studierende als auch den in Forschung und Praxis Tätigen als Wissensquelle nützlich sein kann.
  • Produktdetails
  • Baupraxis
  • Verlag: Birkhäuser Basel / Springer, Basel
  • 1999.
  • Seitenzahl: 392
  • Erscheinungstermin: 1. November 1999
  • Deutsch
  • Abmessung: 244mm x 170mm x 21mm
  • Gewicht: 673g
  • ISBN-13: 9783764362164
  • ISBN-10: 3764362162
  • Artikelnr.: 08742500
Autorenporträt
Jochen Stark, geb. 1943 in Erlbach. Studium Baustoffingenieurwesen an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (HAB). 1972 Promotion am Mendelejew-Institut in Moskau mit einer Arbeit zur Kinetik des Zementklinkerbrandes. Bis 1989 Abteilungsleiter im Forschungsinstitut Weimar des Zementanlagenbaus Dessau (ZAB). 1988 Habilitation mit der Schrift zur Entwicklung des hydraulisch aktiven Belit-Zementes. Ab 1990 Professor für Baustoffkunde und von 1995 bis 2010 Direktor des F. A. Finger-Institutes für Baustoffkunde an der Bauhaus-Universität Weimar. Ehrenprofessor und Dr.-Ing. e. h. verschiedener nationaler und ausländischer Hochschulen. Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen u. a. zur Zementchemie und zur Dauerhaftigkeit von Beton.
Inhaltsangabe
1 Einführung.- 2 Zement.- 2.1 Geschichtliches.- 2.2 Portlandzementklinker.- 2.2.1 Chemische Zusammensetzung.- 2.2.2 Kennwerte für die chemische Beurteilung des Portlandzementklinkers.- 2.2.3 Mineralogische Zusammensetzung.- 2.2.3.1 Tricalciumsilicat.- 2.2.3.2 Dicalciumsilicat.- 2.2.3.3 Tricalciumaluminat.- 2.2.3.4 Calciumaluminatferrit.- 2.2.3.5 Zwischenmasse.- 2.2.3.6 Weitere Klinkerbestandteile.- 2.2.4 Zementtechnische Eigenschaften der Klinkermineralien.- 2.2.5 Berechnung der Klinkerphasenzusammensetzung nach Bogue.- 2.2.6 Literatur.- 2.3 Herstellung von Zementklinker.- 2.3.1 Rohstoffe.- 2.3.1.1 Berechnung der Rohstoffmischung.- 2.3.1.2 Rohstoffgewinnung.- 2.3.1.3 Rohstoffaufbereitung.- 2.3.1.4 Vorhomogenisierung.- 2.3.1.5 Rohmehlhomogenisierung.- 2.3.2 Klinkerbrennen.- 2.3.2.1 Brennstoffe.- 2.3.2.2 Drehrohrofen.- 2.3.2.3 Vorwärmersysteme.- 2.3.2.4 Vorcalcinierverfahren.- 2.3.2.5 Klinkerkühler.- 2.3.2.6 Stoffkreisläufe.- 2.3.3 Ökologische Aspekte der Zementherstellung und -anwendung.- 2.3.4 Literatur.- 2.4 Sulfatträgeroptimierung.- 2.4.1 Literatur.- 2.5 Zumahlstoffe.- 2.5.1 Latent-hydraulische Stoffe.- 2.5.2 Puzzolanische Stoffe.- 2.5.2.1 Traß.- 2.5.2.2 Flugasche.- 2.5.2.3 Ölschiefer.- 2.5.2.4 Silicastaub.- 2.5.3 Inerte Stoffe.- 2.5.4 Bewertung der Hydraulizität von Zumahlstoffen.- 2.5.5 Wirkung von Zumahlstoffen.- 2.5.6 Qualitätsmerkmale für Zumahlstoffe.- 2.5.7 Zumahlstoffzemente im Beton.- 2.5.8 Literatur.- 2.6 Zementmahlung.- 2.6.1 Sichter.- 2.6.2 Mahltechnik.- 2.6.3 Literatur.- 2.7 Zementarten nach DIN 1164.- 2.8 Spezialzemente.- 2.8.1 Weißzemente.- 2.8.2 Tonerdezement.- 2.8.3 Tiefbohrzement (oil well cement, gas well cement).- 2.8.4 Quellzement.- 2.8.5 Schnellzemente.- 2.8.6 Sulfathüttenzement.- 2.8.7 Aktiver Belitzement.- 2.8.8 Feinstzemente.- 2.8.9 Alinitzement.- 2.8.10 Bariumzement.- 2.8.11 Literatur.- 2.9 Hydratation des Portlandzementes.- 2.9.1 Verfestigungsprozesse.- 2.9.2 Definitionen.- 2.9.3 Verfestigungsarten.- 2.9.4 Klassische Theorien der Zementerhärtung.- 2.9.5 Hydratation der Klinkermineralien.- 2.9.5.1 Hydraulische Aktivität der Calciumsilicate.- 2.9.5.2 Hydratation der silicatischen Phasen C3S und ?-C2S.- 2.9.5.3 Hydratation des C3A.- 2.9.5.4 Hydratation des C4AF.- 2.9.6 Vergleich der Hydratationsprodukte.- 2.9.7 Stabilität der Hydratphasen.- 2.9.7.1 Stabilität von Calciumhydroxid.- 2.9.7.2 Stabilität der C-S-H-Phasen.- 2.9.7.3 Stabilität des Monosulfats bzw. der AFm-Phase.- 2.9.7.4 Stabilität des Ettringits bzw. der AFt-Phase.- 2.9.8 Hydratation von Portlandzement.- 2.9.8.1 Reaktionskinetik.- 2.9.8.2 Reaktionsgeschwindigkeit des Portlandzementes.- 2.9.8.3 Gefügeentwicklung.- 2.9.8.4 Hydratationsgrad.- 2.9.8.4.1 Hydratationsgrad von Portlandzement.- 2.9.8.4.2 Hydratationsgrad von Hüttenzement.- 2.9.8.5 Hydratationswärmeentwicklung.- 2.9.9 Hydratation zumahlstoffhaltiger Zemente.- 2.9.9.1 Hydratation latent-hydraulischer Stoffe.- 2.9.9.1.1 Hydratation des Hüttensandes.- 2.9.9.1.2 Hydratation von hüttensandhaltigen Zementen.- 2.9.9.1.3 Verfärbungen von Betonoberflächen aus hüttensandhaltigen Zementen.- 2.9.9.1.4 Stabilität der aus hüttensandhaltigen Zementen gebildeten Hydratphasen.- 2.9.9.2 Hydratation in Anwesenheit puzzolanischer Stoffe.- 2.9.9.3 Hydratation in Anwesenheit inerter Stoffe.- 2.9.10 Erstarrungsstörungen.- 2.9.10.1 Falsches Erstarren.- 2.9.10.2 Plötzliches Erstarren (auch Schnelles Erstarren).- 2.9.10.3 Thixothrophes Erstarren.- 2.9.11 Mikrostruktur der Phasengrenzfläche zwischen Zuschlag und Zementstein.- 2.9.12 Literatur.- 2.10 Zementstein.- 2.10.1 Zementsteinmodelle.- 2.10.1.1 Zementsteinmodell nach Powers.- 2.10.1.2 Zementsteinmodell nach Feldman und Sereda.- 2.10.1.3 Münchner Zementsteinmodell nach Wittmann und Setzer.- 2.10.2 Porenraum.- 2.10.2.1 Zementgel und Schrumpfen.- 2.10.2.2 Porenarten im Zementstein.- 2.10.3 Festigkeit.- 2.10.4 Elastizitätsmodul (E-Modul).- 2.10.5 Verformungen des Zementsteins.- 2.10.5.1 Spannungsunabhängige Verformungen.-