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  • Format: PDF


In der gesamten Neuzeit war Freiheit ein Schlüsselbegriff für das Selbstverständnis Europas und Deutschlands. Doch was galt hierzulande zu welchen Zeiten als "Freiheit"? Wie und von wem wurden in Deutschland seit der Frühaufklärung Freiheitsvorstellungen formuliert, diskutiert oder auch machtpolitisch vereinnahmt? Anhand ausgewählter Texte aus vier Jahrhunderten verdeutlicht dieses Buch, dass sich Freiheitsvorstellungen in Deutschland wandelten. Der Begriff blieb jedoch stets eine zentrale politische Kategorie, um das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft zu verhandeln. Immer bewegte er…mehr

  • Geräte: PC
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  • Größe: 25.47MB
Produktbeschreibung
In der gesamten Neuzeit war Freiheit ein Schlüsselbegriff für das Selbstverständnis Europas und Deutschlands. Doch was galt hierzulande zu welchen Zeiten als "Freiheit"? Wie und von wem wurden in Deutschland seit der Frühaufklärung Freiheitsvorstellungen formuliert, diskutiert oder auch machtpolitisch vereinnahmt? Anhand ausgewählter Texte aus vier Jahrhunderten verdeutlicht dieses Buch, dass sich Freiheitsvorstellungen in Deutschland wandelten. Der Begriff blieb jedoch stets eine zentrale politische Kategorie, um das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft zu verhandeln. Immer bewegte er sich dabei im Spannungsfeld von Selbstbestimmung und Kontrolle, Freizügigkeit und Sicherheit, Alterität und Konformität, Emanzipation und Diskriminierung, Gleichheit und Ungleichheit - also von Themen, die auch heute noch ins Mark der politischen und gesellschaftlichen Debatten treffen.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 337
  • Erscheinungstermin: 8. September 2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593435084
  • Artikelnr.: 45013330
Autorenporträt
Susan Richter, PD Dr. phil, vertritt den Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Angela Siebold, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Sie forscht und lehrt zur europäischen Geschichte der Neuzeit. Urte Weeber, Dr.phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Heidelberg mit Schwerpunkt Frühe Neuzeit.
Inhaltsangabe
Inhalt
Vorwort 9
Freiheitsvorstellungen in der Neuzeit: eine Einleitung 11
Kurzanalyse des Titelbildes "Die Freyheit" 16
Verhandlungsmasse und strategisches Instrument:
Freiheit in der Frühaufklärung 19
Freiheit im Tausch für Sicherheit: Samuel von Pufendorf 20
Bürgerliche Freiheiten als Anreiz und Machtinstrument:
Nicolaus Hieronymus Gundling 23
Bürgerliche Freiheit als ökonomischer Faktor:
Freiheit in der Aufklärung I35
Persönliche Freiheit für ökonomische Handlungsfähigkeit:
Johann Gottlob Justi 37
Bürgerliche Freiheit für ökonomische Handlungsfähigkeit:
Christian Wilhelm Dohm 47
Der Staat als Garantie für das freie Individuum:
Freiheit in der Aufklärung II65
Freiheit als Selbstverortung im Kollektiv:
Johann Andreas Berendt 66
Freiheit und Vernunft: Immanuel Kant 72
Freiheit als Rechtssicherheit für den Patrioten:
Johann Gottfried Herder 77
Gefahr oder Chance?
Freiheit im Angesicht der Französischen Revolution 89
Französische Freiheiten für Deutschland? Ernst Ferdinand Klein 90
Revolution als falscher Weg zur Freiheit: Friedrich von Gentz 99
Historisches Resultat oder grundlegender Anspruch?
Freiheit am Ende des Alten Reichs 105
Freiheit als Freiraum: Wilhelm von Humboldt 105
Rückkehr zur Freiheit der Alten: Eugen Montag 114
Individuelle Rechte oder nationale Vereinnahmung?
Freiheit zwischen Vormärz, Revolution und Kaiserreich I 123
Freiheit ja, aber ohne Revolution: Paul Pfizer 124
Freiheit durch nationale Einheit: die Nationalliberale Partei 131
Befreiung aus der Benachteiligung:
Freiheit zwischen Vormärz, Revolution und Kaiserreich II 139
Gleiche Freiheitsrechte unter Menschen: Louise Otto 141
Freiheit als soziale und ökonomische Unabhängigkeit:
Clara Zetkin 146
Zwischen sozialen Zwängen und staatlicher Kontrolle:
Freiheit und die Herausforderungen der Moderne153
Die soziale Frage und das "Reich der Freiheit": KarlMarx 156
Freiheit ohne staatliche Zwänge:
Gustav Landauer und Erich Mühsam 163
Der Verlust des Individuums:
Freiheit im Nationalsozialismus 171
Der "deutsche Freiheitskampf": Adolf Hitler 174
Freiheit als rassistisches Ausschlusskriterium: Alfred Rosenberg 182
Politisches Bewusstsein und kritisches Handeln.
Freiheitsdenken im Exil191
Freiheit durch radikalen Wandel: Herbert Marcuse 193
Freiheit als notwendige Kategorie des Politischen:
Hannah Arendt 201
Die Rückkehr des Individuums?
Freiheit in der Bundesrepublik 209
Freiheit als Autorität: Karl Jaspers 210
"Sozialer Liberalismus": die Freiburger Thesen der FDP 218
Abgrenzung oder Annäherung?
Freiheit im Zeichen der Systemkonkurrenz227
"Freiheitlicher Sozialismus": Willy Brandt 229
Freiheit nur im Kollektiv: Wörterbücher in der DDR 234
Freiheit in Einheit: Joachim Gauck 241
Politische Freiheit als historische Kategorie: Fazit 251
Anmerkungen 259
Literatur 313
Rezensionen
»Hervorragend zeigt [das Buch] die dringende Notwendigkeit, die Komplexität der Geschichte der Freiheit wahrzunehmen, um unsere aktuellen gesellschaftlichen Debatten besser zu verstehen.« Petra Maria Jung, Bundespräsidialamt, »Die Sammlung historischer Aufsätze von Kant bis Brandt gibt Denkanstöße, schärft das Bewusstsein für dies hohe gut.«, P.M. History, 12.01.2017