30,00
versandkostenfrei*

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

Edgar Wolfrum bietet eine lebendig erzählte, multiperspektivische Geschichte der Bundesrepublik für unsere Zeit: gleichgewichtig behandelt er Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Mentalitäten. Zugleich bettet er die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in die europäische und internationale Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Nach all den Katastrophen der deutschen Geschichte ist die Bundesrepublik ein Glücksfall. Ihre Geschichte handelt nicht von einem dramatischen Niedergang, sondern von einem erstaunlichen Aufstieg. Die Bundesrepublik wurde im Kalten Krieg…mehr

Produktbeschreibung
Edgar Wolfrum bietet eine lebendig erzählte, multiperspektivische Geschichte der Bundesrepublik für unsere Zeit: gleichgewichtig behandelt er Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Mentalitäten.
Zugleich bettet er die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in die europäische und internationale Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein.
Nach all den Katastrophen der deutschen Geschichte ist die Bundesrepublik ein Glücksfall. Ihre Geschichte handelt nicht von einem dramatischen Niedergang, sondern von einem erstaunlichen Aufstieg. Die Bundesrepublik wurde im Kalten Krieg zu einem Anker der Stabilität, sie entfaltete seit den sechziger Jahren eine neue Dynamik hin zu einer weltoffenen Gesellschaft, garantierte Wohlstand und meisterte ab Mitte der siebziger Jahre viele Krisen besser als andere westliche Staaten.
Diese moderne Gesamtdarstellung der Bundesrepublik erzählt gleichgewichtig auf drei Ebenen: Innenpolitik, Außenpolitik, Sozialkultur. So entsteht ein faszinierendes Bild sowohl der Strukturen und Ereignisse als auch der handelnden Personen und der bundesdeutschen Gesellschaft.
Die unverhoffte Wiedervereinigung 1990 rundet den Glücksfall ab. Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert steht die deutsche Demokratie vor neuen Herausforderungen. Im Rückblick erkennen wir, wie wir wurden, was wir sind. Doch die Zukunft ist offen.
Behandelte Themen:
- Innenpolitik: die politischen und ökonomischen Konflikte, der demokratische Streit um Entscheidungen, Regierungshandeln und Regierungswechsel im föderalen Staat.
- Außenpolitik: das Problem von zunehmender supranationaler Einbettung der Bundesrepublik einerseits und fortbestehender deutscher Teilung andererseits; die europäischen und weltweiten Verflechtungen und der Weltmarkt.
- Sozialkultur: das Gefüge von Gesellschaft und Kultur, die innere Demokratisierung und die neuen Belastungen, die sozialen Umformungen, der Wertewandel, die lebensweltlichen Umbrüche, die Lernprozesse und die Erfahrungen derMenschen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 1., Aufl.
  • Seitenzahl: 694
  • Erscheinungstermin: März 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 170mm x 48mm
  • Gewicht: 1124g
  • ISBN-13: 9783608941418
  • ISBN-10: 360894141X
  • Artikelnr.: 20755807
Autorenporträt
Edgar Wolfrum, geb. 1960, ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg. Studium der Geschichte, Politikwissenschaft, Germanistik und des Spanischen. Promotion 1990. 1991-1994 Leiter des Förderungsreferats für Geschichte bei der Volkswagenstiftung, 1999 Habilitation.
Inhaltsangabe
Dank

1 Fragen an die Bundesrepublik

2 Deutschland unter der Kontrolle der Siegermächte 1945 - 1949
Ein besetzter Feindstaat
Zweierlei Aufbruch aus Ruinen

Wiederaufbau und Verwestlichung:
Das Gründungsjahrzehnt 1949 - 1959

3 Demokratische Weichenstellungen im Inneren
Schwierige Anfänge westdeutscher Staatlichkeit
Parteiensystem und Parteienverbote
Die Kirchen im neuen Staat
Soziale Marktwirtschaft und Wirtschaftswunder
Die Sozialpolitik als Konsensstifterin

4 Bindungen an den Westen und Deutschlandpolitik
Deutsche Handlungsmöglichkeiten im Kalten Krieg
Kontroverse Westpolitik
Stalin-Noten 1952 und Volksaufstand des 17. Juni 1953
Vollendung der Westintegration

5 Gesellschaft und Sozialkultur im Kalten Krieg
Sozialer Wandel und Modernisierung
Kulturelle Trends und Lebensgefühl
Das Erbe des Nationalsozialismus
Westdeutsche Mentalitäten am Ende des Gründungsjahrzehnts

Dynamik und Liberalisierung:
Die zweite formative Phase 1959/60 - 1973

6 Wendemarken, Abtritte und Antritte
Berlin-Krisen, Schock des Mauerbaus, Deutsch-Französischer Vertrag
Innenpolitische Turbulenzen und Ende der Ära Adenauer
Anspruch und Scheitern des"Volkskanzlers"Erhard
Die Große Koalition 1966 - 1969 als Wendezeit

7 Zuwachs an Pluralismus und deutsche Lernprozesse
Bildungsexpansion und"Babyboom", Wohlstandsexplosion und Gastarbeiter
Wertewandel und kulturelle Entwicklungen
Die 68er-Bewegung zwischen Protest und Gewalt
NS-Prozesse und neues westdeutsches Geschichtsbild

8 Die Neue Ostpolitik und"Mehr Demokratie wagen"Ursprünge und Grundlagen des Ausgleichs mit dem Osten
Rezensionen
Besprechung von 30.06.2006
Sachbücher des Monats Juli
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. ERIC HAZAN: Die Erfindung von Paris. Kein Schritt ist vergebens. Aus dem Französischen von Karin Uttendörfer und Michael Müller. Ammann Verlag, 640 Seiten, 39,90 Euro.
2. EDGAR WOLFRUM: Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Klett Cotta Verlag, 694 Seiten, 29,50 Euro.
3. MICHAEL BORGOLTE: Christen, Juden, Muselmanen. Die Erben der Antike und der Aufstieg des Abendlandes 300 bis 1400 n. Chr. Siedler Verlag, 608 Seiten, 74,00 Euro.
4. DETLEV CLAUSSEN: Béla Guttmann. Weltgeschichte des Fußballs in einer Person. Berenberg Verlag, 140 Seiten, 19,00 Euro.
5. DAGMAR HERZOG: Die Politisierung der Lust. Sexualität in der deutschen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Aus dem Amerikanischen von Ursel Schäfer und Anne Emmert. Siedler Verlag, 432 Seiten, 24,90 Euro.
6. PAUL NOLTE: Riskante Moderne. Die Deutschen und der neue Kapitalismus. C. H. Beck Verlag, 313 Seiten, 19,90 Euro.
7.-9. VOLKER PERTHES: Orientalische Promenaden. Der Nahe und Mittlere Osten im Umbruch. Siedler Verlag, 400 Seiten, 24,95 Euro.
OLIVIER ROY: Der islamische Weg nach Westen. Globalisierung, Entwurzelung und Radikalisierung. Aus dem Französischen von Michael Bayer, Ursel Schäfer und Enrico Heinemann. Pantheon Verlag, 350 Seiten, 12,90 Euro.
ROLF UESSLER: Krieg als Dienstleistung. Private Militärfirmen zerstören die Demokratie. Christoph Links Verlag, 240 Seiten, 14,90 Euro.
10. ULRICH RAULFF (Hg.): Vom Künstlerstaat. Ästhetische und politische Utopien. Carl Hanser Verlag, 192 Seiten, 16,90 Euro.
Besondere Empfehlung des Monats Juli 2006 von Johannes Saltzwedel: Walther Rathenau, Gesamtausgabe Band 5 / 1 und 2: Briefe 1871-1913 und 1914-1922. Herausgegeben von Alexander Jaser, Clemens Picht und Ernst Schulin. Droste Verlag, Bundesarchiv, 182,00 Euro.
Mitglieder der Jury:
Rainer Blasius, Eike Gebhardt, Fritz Göttler, Wolfgang Hagen, Daniel Haufler, Otto Kallscheuer, Matthias Kamann, Petra Kammann, Guido Kalberer, Elisabeth Kiderlen, Jörg-Dieter Kogel, Hans Martin Lohmann, Ludger Lütkehaus, Herfried Münkler, Johannes Saltzwedel, Wolfgang Ritschl, Florian Rötzer, Albert von Schirnding, Norbert Seitz, Eberhard Sens, Hilal Sezgin, Volker Ullrich, Andreas Wang, Uwe Justus Wenzel.
Redaktion: Andreas Wang (NDR)
Die nächste SZ/NDR/BuchJournal-
Liste der Sachbücher des Monats erscheint am 31. Juli.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Auf "hohem theoretischen wie erzählerischen Niveau" habe hier der Heidelberger Historiker Edgar Wolfrum die Summe der "bisherigen zeitgeschichtlichen Erkundungen der Bundesrepublik", lobt Rezensent Axel Schildt, der vor allem drei Vorzüge an diesem Werk ausmacht: Die Periodisierung sei sehr geschickt gewählt und ermögliche, einige überhöhte Ereignisse wie 1968 oder den Machtwechsel von 1969 in eine allgemeine Phase der Liberalisierung einzuordnen. Gut gefällt dem Rezensenten auch, dass sich Wolfrum nicht, wie viele seiner Kollegen, auf die Darstellung des politischen Systems beschränkt, sondern über Kabinettswechsel, deutsche Frage und Systemfragen hinaus mit der inneren Verfasstheit der Gesellschaft beschäftigt. Und schließlich würdigt er Wolfrums Ansatz, die Ereignisse aus der Perspektive unterschiedlicher Akteure zu betrachten, was Schildts Meinung nach zu einer sehr dichten Darstellung führt.

© Perlentaucher Medien GmbH