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Intersexuelle Menschen haben sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale, erscheinen äußerlich aber meist eindeutig als Frau oder Mann. Nach wissenschaftlichen Schätzungen ist einer von rund 2000 Menschen betroffen. Allein in Deutschland leben also 40 000 Intersexuelle. Dennoch, sie sind gesellschaftlich nicht existent und ihr Schicksal unterliegt – anders als das der Transsexuellen – immer noch einem Tabu. Nur wenige wissen etwas über Menschen zwischen den Geschlechtern, über ihre Gefühlswelt, ihr Körperempfinden und ihre Identität. Claudia Lang erkundet in diesem Buch die…mehr

Produktbeschreibung
Intersexuelle Menschen haben sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale, erscheinen äußerlich aber meist eindeutig als Frau oder Mann. Nach wissenschaftlichen Schätzungen ist einer von rund 2000 Menschen betroffen. Allein in Deutschland leben also 40 000 Intersexuelle. Dennoch, sie sind gesellschaftlich nicht existent und ihr Schicksal unterliegt – anders als das der Transsexuellen – immer noch einem Tabu. Nur wenige wissen etwas über Menschen zwischen den Geschlechtern, über ihre Gefühlswelt, ihr Körperempfinden und ihre Identität. Claudia Lang erkundet in diesem Buch die Lebenswelt der Intersexuellen. Sie stellt die vielfältigen Sichtweisen auf das Phänomen – von Betroffenen, Eltern, Medizinern, Psychologen und Juristen – vor und verknüpft ihre Beobachtungen mit aktuellen Geschlechtertheorien sowie mit Geschlechtermodellen fremder Kulturen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • 1. A
  • Seitenzahl: 373
  • Erscheinungstermin: August 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 141mm x 30mm
  • Gewicht: 472g
  • ISBN-13: 9783593382234
  • ISBN-10: 3593382237
  • Artikelnr.: 20843444
Autorenporträt
Claudia Lang, Dr. phil., promovierte am Institut für Ethnologie und Afrikanistik der Universität München und forscht derzeit über südindische Heilsysteme im Zeitalter der Globalisierung.
Inhaltsangabe
Inhalt

Vorwort 7
Einleitung 11

Kapitel 1: Theoretischer Rahmen 26
Ethnologische Geschlechterforschung 26
Die kulturelle Konstruktion des Körpers 41
Kulturwissenschaftliche Studien über Intersexualität 53

Kapitel 2: Diskurse um Intersexualität 57
Medizin 64
Rechtsprechung 130
Intersexuelle Identitätskategorien 144
Intersexualität als wahres Geschlecht und authentisches Selbst 162
Alternative Geschlechtermodelle 185
Genitalverstümmelung und Gewalt 229
Differenzierungen intersexueller Menschen 257
Akzeptanz von Intersexualität 291
Kapitel 3: Gesellschaftliche Nicht-Existenz 298

Kapitel 4: Intersexuelle Menschen zwischen Pathologisierung
und Akzeptanz - ein Fazit 330

Anhang 335
Anhang 1: Angaben zu den zitierten Personen 335
Anhang 2: Glossar medizinischer Fachausdrücke. 351
Anhang 3: Selbsthilfe- und Aktivistengruppen 355
Literatur 357
Filme 373
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Gottfried Oy hat mit großem Interesse Claudia Langs Studie zur Intersexualität gelesen. Die Autorin untersucht darin die medizinischen, sozialen, juristischen und psychologischen Seiten einer Existenz jenseits der eindeutigen Geschlechtsbestimmung in verschiedenen Kulturen. Dabei zeige schon die medizinische Definition von Intersexualität, wie stark Intersexualität Interpretationen und Vorurteilen ausgesetzt ist, stellt der Rezensent mitfühlend fest. Er lobt das Buch als guten Überblick über die vielen Aspekte des Themas, wobei er hilfreich findet, dass in Interviews nicht nur Betroffene, sondern auch medizinische, juristische und psychologische Experten zu Wort kommen. Jenseits des Verständnisses von Intersexualität als Mangel oder Krankheit scheint in der Studie auch die Möglichkeit auf, dem geschlechtlich nicht eindeutigen Körper einen positiven "Sinn" und eine Existenzberechtigung abzugewinnen, so Oy zustimmend.

© Perlentaucher Medien GmbH
Wann ist ein Mann ein Mann?
"Claudia Lang bleibt sachlich und objektiv. Und schafft es dadurch, den Leser in eine längst überfällige Diskussion zu ziehen: Wenn die Medizin sich täuscht und Intersexualität, wie die meisten Betroffenen behaupten, keine Krankheit ist, was ist es dann?" (Psychologie heute, 01.02.2007)

"... ein lesenswertes Buch, nicht nur für Betroffene und Ethnologen, sondern für alle Interessierte und insbesondere für die Angehörigen der involvierten Berufsgruppen." (Zeitschrift für Sexualforschung, 15.12.2007)