An Seneca. Postskriptum - Grünbein, Durs; Seneca
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"So ist's: Wir erhalten kein kurzes Leben, sondern haben es dazu gemacht, und es mangelt uns nicht an Zeit, sondern wir verschwenden sie." Als Stoiker widmet Seneca sein Denken der Lebenspraxis: dem gut geführten Leben, das, von Vernunft geleitet, Affekten widersteht. Seelenruhe zu erlangen ist das erklärte Ziel. Auf die Frage, wie denn zu leben sei, antwortet Seneca mit "lebe jetzt", "verschaff dir Muße", "zieh dich von den anderen zurück", "widme dich der Philosophie" - und nicht der Karriere, der Ablenkung und Zerstreuung. Um so bewegter war sein eigenes Leben: Ruhm, Verbannung, Macht und…mehr

Produktbeschreibung
"So ist's: Wir erhalten kein kurzes Leben, sondern haben es dazu gemacht, und es mangelt uns nicht an Zeit, sondern wir verschwenden sie." Als Stoiker widmet Seneca sein Denken der Lebenspraxis: dem gut geführten Leben, das, von Vernunft geleitet, Affekten widersteht. Seelenruhe zu erlangen ist das erklärte Ziel.
Auf die Frage, wie denn zu leben sei, antwortet Seneca mit "lebe jetzt", "verschaff dir Muße", "zieh dich von den anderen zurück", "widme dich der Philosophie" - und nicht der Karriere, der Ablenkung und Zerstreuung. Um so bewegter war sein eigenes Leben: Ruhm, Verbannung, Macht und Rückzug.
Durs Grünbein befreit den berühmten Text aus der Schublade der ewig haltbaren Lebensrezepte. Ihn interessiert das Janusköpfige des Philosophen, seine schriftstellerische Könnerschaft, der Widerspruch zwischen Philosophie und Leben, aus dem gar Dichtung entsteht. "Wie kommt ein erwachsener Römer dazu, dem Freund in der Pose des Ratgebers entgegenzutreten? Warum opfert einer seine kostbare Freizeit, um einen Essay zu schreiben zum Thema Von der Kürze des Lebens?" Durchaus affektvoll schreibt Grünbein einen Brief, ein Postskriptum an Seneca: "Du hattest recht. Das kurze Leben raunt uns zu: halt an, / Eh die Affekte dich versklaven." Aber: "Was, wenn wir unbelehrbar sind, verstockt und in uns regt / bei jedem Ja ein Nein sich ..."

Lucius Annaeus Seneca, geboren um 4 v. Chr. in Córdoba (Spanien), gestorben 65 n. Chr. in Rom, philosophischer Schriftsteller und Dichter, Erzieher Neros.
  • Produktdetails
  • Bibliothek der Lebenskunst
  • Verlag: Suhrkamp
  • Originaltitel: De brevitate vitae
  • Seitenzahl: 86
  • Erscheinungstermin: 26. April 2004
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 131mm x 11mm
  • Gewicht: 211g
  • ISBN-13: 9783518416099
  • ISBN-10: 351841609X
  • Artikelnr.: 12506913
Autorenporträt
Grünbein, Durs
Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er ist einer der bedeutendsten und auch international wirkmächtigsten deutschen Dichter und Essayisten. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er eine Vielzahl von Preisen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich-Nietzsche-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis sowie den polnischen Zbigniew Herbert International Literary Award. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin und Rom.

Seneca, Lucius Annaeus
Lucius Annaeus Seneca, ( etwa im Jahre 1 in Corduba; gest. 65 n. Chr. in der Nähe Roms), war ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann und als Stoiker einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Vom Jahr 49 an war er der maßgebliche Erzieher des späteren Kaisers Nero. Zuletzt wurde er vom Kaiser der Beteiligung an der pisonischen Verschwörung beschuldigt und zum Selbstmord gezwungen.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 26.07.2005

Die ewigen Jagdgründe der Antike
Vielfraß, Superhirn: Bei Durs Grünbein fühlt sich Seneca pudelwohl

Seelentherapie durch Autosuggestion, das ist es, was hellenistische Philosophie größtenteils anbietet. Die Epikureer etwa leugneten, daß der Tod uns etwas angehe, während die Stoiker Vernunft und naturgemäßes Leben als Ausweg aus jeder Qual priesen. Auch Seneca bekannte sich zeit seines Lebens zur Stoa und hatte reichlich Anlaß, ihre Wirkung zu erproben. Als Sohn eines reichen Rhetoriklehrers hatte er bereits Karriere gemacht, ehe Claudius ihn für acht Jahre nach Korsika verbannte. Nach seiner Rückberufung wurde er Erzieher des Prinzen Nero, für den er dann fünf Jahre die Geschäfte führte. Der Teilnahme an einer Verschwörung bezichtigt, mußte sich der zweitreichste Römer seiner Zeit selbst den Tod geben. Der Historiker Tacitus hat diesen Abgang auf offener Bühne in einem doppelbödigen Tableau bewahrt.

Die Diskrepanz zwischen Reichtum, rhetorischem Glanz, erzieherischem Mißerfolg und Ehrgeiz einerseits und philosophischem Anspruch andererseits hat die Beschäftigung mit Seneca stets lebendig gehalten. Seneca hat als Dramatiker der Leidenschaften auf Shakespeare gewirkt und zur Zeit der europäischen Religionskriege sogar eine neostoische Bewegung beeinflußt. Daß nun Senecas Traktat "Die Kürze des Lebens" in der Übersetzung des Philologen Gerhard Fink erscheint, umrahmt von einem Gedicht und einem ausführlichen Nachwort Durs Grünbeins, ist bedeutsam, weil wohl kaum ein Text und kaum ein Interpret aktueller sind.

Der zeittypischen Hektik begegnet Seneca mit einer Aufforderung zur Philosophie, die von Polemik wider alle Arten unnötiger Beschäftigung untermauert wird. Der Muße des Philosophen gilt ein Prosahymnus als Höhepunkt des Textes, während der Traktat mit dem düsteren Bild eines nächtlichen Kinderbegräbnisses endet: Ein solches reichte selbst für den mächtigsten und reichsten Mann. In angespannter Rhetorik, die von Fink ein wenig geglättet und gerundet wird, entfaltet der eben aus dem Exil Zurückgekehrte das Loblied der Konzentration auf das Wesentliche.

Grünbeins Nachwort enthält eine bezaubernde Stelle, an der er erklärt, wie er als Jugendlicher eigentlich durch die Verwechslung eines Indianerhäuptlings aus dem Stamm der Seneca auf die Lektüre des Stoikers gestoßen ist: Seneca tauscht so den Muff der Antike gegen die jugendliche Unsterblichkeit Karl Mays. Der Rest des Nachwortes indes ist, man muß es leider so klar sagen, trostloser Unfug: Trostlos, weil sich der Ernst, mit dem Grünbein etwa in den frühen neunziger Jahren von Epiktet sprach, in Herablassung gewandelt hat; Unfug, weil der Großteil aller Aussagen evident falsch ist.

Wie anders soll man es verstehen, wenn es über den nach acht Jahren Relegation ins politische Rom Zurückgekehrten heißt: "Von nun an ging es steil bergauf mit unserem Bücherwurm"? Was soll die Vermutung, Seneca habe "sich pudelwohl gefühlt inmitten des Wirbelsturms"? Unerklärlich auch, warum Seneca wie Sokrates "Vielfraß und Superhirn" gewesen sein soll: Sokrates war und ist Inbegriff der Bedürfnislosigkeit, und Superhirne gibt es nur in Superillustrierten. Platon hat niemals "das Denken als Anamnese" verstanden, "als Abrufen von Bewußtseinsinhalten", weil er sich sonst Dialog und Dialektik gewiß erspart hätte. Aber auch die Philosophie Senecas wird völlig verdreht: "Der zentrale Gedanke seiner Philosophie" war eben nicht, wie Grünbein behauptet: "das menschliche Leben hat sich nur dann gelohnt, wenn es soviel als möglich dem Bücherlesen gewidmet war", sondern der lesende und denkende Dialog mit den früheren Autoren ermöglicht dem Philosophen die Herrschaft über die Fülle der Zeit: "Vorbei ist irgendeine Zeit? Er ruft sie sich in Erinnerung. Sie ist da? Er weiß sie zu nutzen. Sie will erst kommen? Er nimmt sie in Gedanken schon vorweg. Lang wird sein Leben dadurch, daß er alle Zeit in eins zusammenfaßt."

Wer auf die lebendige Syntax dieser zentralen Passage achtet, wird auch die Rede vom "gleichförmigen Murmeln der Essayprosa" als leere Phrase erkennen: Pointendichte und Prosarhythmus zeichnen Seneca aus. Was bedeuten "die ewigen Jagdgründe der Abstraktion", was eine "Laufmasche trüber Gedankenketten"? Grünbein müht sich in solcher Sprache, das Porträt Senecas aus vielen Aspekten zusammenzusetzen, um schließlich zu folgendem Schluß zu kommen: "Er nahm jenen Typus vorweg, den die Historiker mit Blick auf gewisse Leitfiguren, die aus dem finstersten Mittelalter auftauchten, Renaissancemenschen nannten. Aus solchem Holz waren Leute wie Shakespeare, Montaigne oder Rubens geschnitzt." Gewiß, der Renaissancemensch ist dehnbar, aber selbst auf diese Kuhhaut passen weder Seneca noch Rubens.

Unter diesen gedanklichen Prämissen gerät auch das vorangestellte Gedicht ins Zwielicht. Zwar evoziert Grünbein in den Jamben seines Briefdialogs mit Seneca das für ihn charakteristische Pathos der Sterblichkeit, das den Menschen befällt, sobald er seiner animalischen Trotzigkeit unter den Masken des Geistes inne wird, doch das Detail hält genauerem Hinsehen nicht stand: "Dein Evangelium? ,Laßt mich in Ruh!' Der Aderlaß / Kam früh genug. An deinen Schriften seither klebt / Der Name Nero - wie ein Brandfleck, wie Asphalt. / Legenden, leider, sind weit zäher als Gedanken. / Die Ideale kommen wie sie gehen. Im Sterben krallt / Ans Leben sich das zarte Pfötchen des sensiblen Kranken / Fest wie die Mörderfaust."

Brandflecken kleben nicht, daher muß der sinnlose Asphalt als Doublette in den Vers; Mörderfäuste sind stets ein bißchen kräftiger als "zarte Pfötchen" selbst in der Agonie. Senecas Evangelium lautete gewiß nicht "Laßt mich in Ruh!", weil sowohl Quantität als auch Qualität seines Werkes für die unfaßbare Energie des Mannes zeugen, der fünf Jahre das Römische Reich mitregiert hat. Der Rest des "Postscriptum"-Gedichtes sind triviale Sprüche: "Lang oder kurz, das Leben schenkt uns Augenblicke, / und was da kommt und geht, kann keiner reklamieren."

Der Rezensent, der den Dichter weiter für die Bücher "Grauzone morgens" und "Schädelbasislektion" bewundert, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß Grünbeins Charakteristik von Senecas literarischer Epoche eine halbbewußte Selbstdiagnose ist: "Uralte Gewißheiten, zu Bonmots veredelt, als frische Einsichten zu verkaufen, darin bestand der belletristische Ehrgeiz." Wer aber dies formuliert, muß anders schreiben.

THOMAS POISS.

Durs Grünbein: "An Seneca. Postscriptum. Seneca: Die Kürze des Lebens". Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004. 138 S., geb., 20,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 16.08.2004

Die einschläfernde Wirkung der Weisheit
Durs Grünbein salzt und der Übersetzer versalzt Senecas etwas dünn geratenen Traktat „Die Kürze des Lebens”
Das schreibt und schreibt sein unausstehlich weises Larifari, / Als gält es primum scribere, deinde philosophari: mit diesen Versen erledigt Friedrich Nietzsche im „Vorspiel in deutschen Reimen”, betitelt „Scherz, List und Rache”, seiner Fröhlichen Wissenschaft „Seneca et hoc genus omne”. Auch „De brevitate vitae, Von der Kürze des Lebens”, Senecas wohl im Jahre 49 entstandene Schrift an Paulinus, welcher die ‚praefectura annonae’, die Getreideverwaltung, innehatte, bietet genau genommen keinen Gedankengang, sondern eine Kette von Bestätigungen des immer Gleichen, die im Gestus des ‚Da sieht man’s wieder’ aufgereiht werden.
Obgleich Durs Grünbein, der Senecas Traktat nun mit Kommentaren in Vers und Prosa umgeben hat, dies hie und da suggeriert, ist derart schlaffer Verstandesgebrauch keineswegs charakteristisch für „die Stoa” oder „die Stoiker”, eine Schule, die in der Antike immerhin das ausgefeilteste System der Aussagenlogik entwickelt hat. Und seinen Ruhm als maßgeblicher „Stoiker” verdankt Seneca weniger dem Rang seiner Gedanken und Argumente als der Tatsache, dass an vollständigen Texten der stoischen Philosophie, zumal griechischen, betrüblich wenig erhalten ist: vorwiegend präsentiert sich die Überlieferung dieser Schule als ein Haufen von Fragmenten.
Zu Senecas weisem Larifari übers Leben verhalten sich Grünbeins drei Zugaben - „An Seneca”, ein als Präskript verwendetes „Postskriptum” in Versen, ein knappes Gedicht „In eigener Sache” und ein Essay „Im Namen der Extreme” - wie das Salz zur Suppe. Zu schmecken gibt Grünbein, gleich glanz- und kraftvoll in Vers und Prosa, wie zu denken - etwa mit seiner schönen Definition von Moral als der „Fähigkeit, am Rückgrat auf- und abzuklettern”. Dass er seine scharfsinnigen, dann wieder anrührenden, anspielungsreichen Bemerkungen um eine Leerstelle herum ziseliert, ist auch Grünbein nicht entgangen: „Wenn sie” - Senecas philosophische Schriften - „aus heutiger Sicht einigermaßen monoton wirken”, erklärt er tautologisch, aber wahr, „dann deshalb, weil ihre Botschaft selten variierte. Die einschläfernde Wirkung verdankt sich der immer gleichen Lektion.”
Allerdings folgt aus der philosophischen Flaute Senecas nicht das Recht zu einer auch sprachlichen Abwertung des Autors. Eine solche aber ist in der Übersetzung Gerhard Finks ins Werk gesetzt.
Sie nimmt dem Autor jene rhetorischen Qualitäten, welche an ihm seit je wahrgenommen worden sind: „Besonders muß ich aber auch jene nennen, die nur für Suff und Sex etwas übrig haben. Sie lassen sich nämlich von den schändlichsten Trieben beherrschen”. Im Lateinischen steht da: „In primis autem et illos numero qui nulli rei nisi vino ac libidini vacant; nulli enim turpius occupati sunt”. Dieser Satz wahrt in sich einheitliche Stilhöhe: in „vinum” liegt für einen Römer nichts von dem Jargon der Gosse, dessen sich der Übersetzer mit dem Wort „Suff” befleißigt, und so sticht auch im Lateinischen „turpius” nicht heraus, wie es „schändlich” in derart gewollt saloppem deutschen Kontext tut.
Zur stoischen Haltung, und damit zur Substanz des Textes, gehört an dieser Stelle, dass die anderen nicht beschimpft (wie bei Fink), sondern getadelt werden. Dass Grünbein, der an den beiden eigenen Enden des Buches stilistisch keineswegs fünf gerade sein lässt, solche Missgriffe nicht aufgefallen sein sollen, kann ich nicht glauben.
Dass er keine andere Wahl hatte, ebensowenig: vor zwei Jahren hat Grünbein sich die Übertragung von Senecas Tragödie „Thyestes”, einer eher schwierigeren Vorlage, zugetraut. Hat er sich nicht die Mühe gemacht, „De brevitate vitae” selber ins Deutsche zu bringen, so bleibt dies anders kaum zu erklären als mit Eile, das nächste Buch auf den Markt zu werfen: denn ein Autor, der dort nicht unentwegt mit Neuem präsent ist, existiert für die literarische Öffentlichkeit nicht. Dass ein Dokument solcher Ökonomie zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einer „Bibliothek der Lebenskunst” erscheint, klärt mehr als aller Inhalt des Bandes über den Stand der letzteren auf.
ANDREAS DORSCHEL
DURS GRÜNBEIN: An Seneca. Postskriptum. SENECA: Die Kürze des Lebens. Aus dem Lateinischen von Gerhard Fink. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004. 84 Seiten, 15 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Wie man sein Leben am sinnvollsten verbringt, dazu hatte der spanischstämmige, in Rom zu Einfluss und Ruhm gekommene stoische Philosoph, Dramenautor und Nero-Erzieher Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. - 54 n.Chr.) eine ganz klare Meinung: "Einzig die haben Muße, die ihre Zeit der Weisheit widmen; allein sie leben." Das ist schön und gut, meint Durs Grünbein, der Senecas Text "Die Kürze des Lebens" einen gereimten sowie einen ungereimten Kommentar beigesellt hat - eher zweifelhaft ist allerdings, ob der Philosoph sich selbst daran hielt: "Dein eignes Leben hat dich widerlegt", dichtet Grünbein. In seinem Prosa-Essay lässt er es sich unter anderem angelegen sein, die Botschaft Senecas mit der Jesu zu vergleichen und dabei Senecas Sieg zu konstatieren. Der Rezensent Uwe Justus Wenzel hält sich in diesem Dialog weitgehend vornehm zurück, meint aber am Ende, dass Grünbein ein wenig mehr Abstand zu Seneca nicht geschadet, dem Band ein "philologischer Apparat" dagegen genutzt hätte.

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