Gebundenes Buch

Obwohl seine Flucht aus Bosnien schon fünf Jahre her ist, kann sich Albin noch genau an alles erinnern: an die Soldaten vor der Haustür, an das Blut auf dem Küchenfußboden, an den tagelangen Marsch durch den Wald, die Hitze und den Durst. Jetzt ist Albin elf und lebt in einem sicheren Land, doch wieder ist er auf der Flucht. Um die drohende Abschiebung seiner Familie zu verhindern, ist er abgehauen und versteckt sich in einem fremden Auto, das den Großeltern von Amanda und Lisa gehört. Die Vier sind auf dem Weg in die Ferien ...…mehr

Produktbeschreibung
Obwohl seine Flucht aus Bosnien schon fünf Jahre her ist, kann sich Albin noch genau an alles erinnern: an die Soldaten vor der Haustür, an das Blut auf dem Küchenfußboden, an den tagelangen Marsch durch den Wald, die Hitze und den Durst. Jetzt ist Albin elf und lebt in einem sicheren Land, doch wieder ist er auf der Flucht. Um die drohende Abschiebung seiner Familie zu verhindern, ist er abgehauen und versteckt sich in einem fremden Auto, das den Großeltern von Amanda und Lisa gehört. Die Vier sind auf dem Weg in die Ferien ...
  • Produktdetails
  • Verlag: Carlsen
  • Seitenzahl: 112
  • Altersempfehlung: ab 11 Jahren
  • Erscheinungstermin: 27. Januar 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 153mm x 15mm
  • Gewicht: 260g
  • ISBN-13: 9783551555977
  • ISBN-10: 3551555974
  • Artikelnr.: 40793529
Autorenporträt
Kringeland Hald, Ingeborg
Die Norwegerin Ingeborg Kringeland Hald wurde 1962 geboren. Das Kinderbuch »Vielleicht dürfen wir bleiben« ist ihr Debüt als Schriftstellerin und wurde in Deutschland mit dem Leipziger Lesekompass 2016 ausgezeichnet. Sie lebt in Haugesund, Norwegen.
Rezensionen
Besprechung von 25.02.2015
TERMINE.

Saturday: Der Familientag der Frankfurter Museen steht am Samstag unter dem Motto Götterbilder. Denn Darstellungen von Gottheiten gibt es fast so viele wie Völker. In drei Museen können Familien ganz unterschiedliche Entdeckungen über die Welt der Götter und die Bedeutung des Glaubens machen. Um Buddhas Weltbilder geht es im Museum Angewandte Kunst von 11 bis 13 Uhr. Anmeldung unter 069/21 27 32 37. Um die Frage "Wo leben Götter? Kann auch ein Tier eine Gottheit sein?", geht es von 15 bis 17 Uhr im Weltkulturenmuseum. Anmeldung unter 069 /21 24 51 15. "Ein Gott - viele Götter?", ist das Thema im Jüdischen Museum von 14 bis 15.30 Uhr.

cp.

BUCH.

Flüchtlinge und deren Schicksal sind zurzeit überall ein Thema. Albin ist auf der Flucht. Denn er fürchtet, dass seine Familie abgeschoben werden soll. Seit fünf Jahren lebt Albin in einem Flüchtlingsheim, und er will auf keinen Fall zurück nach Bosnien. Denn dort hat er den Krieg erlebt. Albin, der jetzt elf Jahre alt ist, kann nicht vergessen, wie sein Vater getötet wurde. Deshalb haut er ab, weil er glaubt, dass dann seine Mutter und seine Schwestern bleiben dürfen. Er versteckt sich bei zwei Mädchen und ihren Großeltern, die ihm am Ende helfen. Eine Geschichte, die deutlich macht, was Krieg und Flucht bedeuten.

steff.

Ingeborg Kringeland Hald: "Vielleicht dürfen wir bleiben". Carlsen Verlag. 107 Seiten, 9,99 Euro. Ab 12 Jahre.

VERLOSUNG.

Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Nur ein Dorf leistet Widerstand. Julius Cäsar aber hat einen Plan. Er lässt gleich neben dem Dorf eine Luxuswohnanlage für reiche, vergnügungsfreudige Römer bauen. Doch Asterix und Obelix beschließen, alles zu tun, um Cäsars Pläne zu durchkreuzen. Die Idee zu der Geschichte stammt aus dem Asterix-Band "Die Trabantenstadt" von René Goscinny und Albert Uderzo, die im Ehapa Verlag erschienen ist, und kommt morgen unter dem Titel "Asterix im Land der Götter" ins Kino. Wir verlosen dazu Freikarten, Asterix-Comics und Figuren unter denjenigen, die uns ihren persönlichen Tipp für einen Ausflug oder ein besonderes Erlebnis schreiben. An: unsere-seite@faz.de (Stichwort: Asterix) mit Altersangabe und Adresse.

cp.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Aktuell und wichtig erscheint Roswitha Budeus-Budde Ingeborg Kringeland Halds Kinderbuch zum Thema Flucht und Asyl. Das Buch, meint sie, sensibilisiert junge Leser mit dem Thema, indem es das Schicksal Gleichaltriger in den Mittelpunkt stellt, die Flucht eines Jungen und seiner Geschwister von Bosnien nach Norwegen und die drohende Abschiebung. Im Einzelschicksal, meint die Rezensentin, bekommt das anonyme Massenelend ein Gesicht. Die Geschichte, erklärt sie, weckt Empathie, ohne den Einsatz von Mitleidseffekten und ohne allzu hoffnungslos zu enden, aber eben auch nicht einfach glücklich.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 28.04.2017
TASCHENBÜCHER
Seit fünf Jahren lebt der elfjährige Albin in Norwegen, und er fühlt sich dort zu Hause. Doch nun soll er zusammen mit seiner Familie abgeschoben werden. Der Krieg in Bosnien und die dramatische Flucht nach der Erschießung seines Vaters vor den Augen seiner Familie haben sich tief ins Gedächtnis des Kindes gegraben. Eine Rückkehr nach Bosnien kann er sich nicht vorstellen, und kurz vor der Abschiebung versteckt er sich im Kofferraum eines fremden Autos, in dem die Mädchen Amanda und Lisa zu ihren Großeltern aufs Land fahren. Sie sind es, die ihn retten, und die Geschichte endet mit der kleinen Hoffnung, dass Albins Familie ein Bleiberecht bekommt. Eine anrührend und glaubwürdig geschriebene Geschichte, die zur Diskussion anregt. (ab 10 Jahre)
Ingeborg Kringeland Hald: Vielleicht dürfen wir bleiben. Aus dem Norwegischen von Maike Dörries. Carlsen Taschenbuch (1621), Hamburg 2017. 108 Seiten, 5,99 Euro.
Selten wurde in einem Jugendbuch das Nebeneinander von Paradies und Hölle so eindrucksvoll geschildert wie in dieser Geschichte aus Kanada, die mit ihrer klaren Sprache einen unwiderstehlichen Sog auf die Leser ausübt. Zu Beginn des Buches kommt die siebzehnjährige Krabbe, die Tochter des Leuchtturmwärters, vom Festland zurück, wohin sie vor drei Jahren von der kleinen Insel geflohen war, um ihr Kind zur Welt zu bringen. Zum ersten Mal lernt die kleine Tatiana ihre Großeltern kennen, und Krabbe hofft, die Umstände um den Tod ihres Bruders Alastair zu verstehen.
Als sie und der um ein Jahr ältere Alastair klein waren, erlebten sie die Insel vor West-Kanada als Paradies. Ihr Vater ist dort Leuchtturmwärter und verlässt die Insel nie. Ihre Mutter hatte sich in ihn verliebt, als sie ganz allein als junge Frau mit einem Kajak an der Küste unterwegs war und auf der Insel Station gemacht hatte. Doch als die Kinder heranwachsen, empfinden sie die Insel als Gefängnis und rebellieren gegen den strengen und sturen Vater, der sie nicht weglassen will und damit rechnet, dass Alastair sein Nachfolger wird. Dieser aber leidet unter einer Augenkrankheit und fürchtet, eines Tages zu erblinden. Er beobachtet die Buckelwale, studiert ihre Sprache und Gesänge und hofft, auf dem Festland zur Universität gehen zu können, um seine Studien dort fortzusetzen. Krabbe versteht ihn, doch seine fast inzestuöse Liebe zu ihr macht ihr zu schaffen. Als ein junger Mann, ähnlich wie einst die Mutter, auf der Insel landet, verbringt Krabbe eine Nacht mit ihm. Alastair sieht sie dabei und ist verzweifelt, weil er fürchtet, seine geliebte Schwester zu verlieren, aber er verrät sie nicht. Als sich jedoch herausstellt, dass Krabbe schwanger ist, kommt es zu einem Streit. Alastair verlässt die Insel mit einem Boot und kommt nicht mehr zurück. Erst als Krabbe bei ihrem Besuch seine Tagebücher findet, wird ihr die ganze Tragödie seiner letzten Jahre klar.
In wenigen, sehr eindringlichen Szenen berichtet der Autor vom Psychoterror innerhalb einer Familie, die von der Außenwelt isoliert lebt, und lässt in wunderbaren Bildern die nach außen hin paradiesische Welt der Leuchtturminsel lebendig werden. (ab 14 Jahre)
HILDE ELISABETH MENZEL
Iain Lawrence: Die Tochter des Leuchtturmwärters. Aus dem Englischen von Christoph Renfer. Freies Geistesleben Taschenbuch, Stuttgart 2017. 277 Seiten, 10 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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Ein spannend und eindrücklich geschriebenes Buch, das den Leser bis ganz zum Schluss fesselt., UNO-Flüchtlingshilfe, 17.01.2019
"Eine anrührend und glaubwürdig geschriebene Geschichte", Süddeutsche Zeitung, 28.04.2017