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E. T. A. Hoffmann: Klein Zaches genannt Zinnober. Ein Märchen
Nachdem im Reich die Aufklärung eingeführt wurde ist die Poesie verboten und die Feen sind des Landes verwiesen. Darum versteckt sich die Fee Rosabelverde in einem Damenstift. Als sie dem häßlichen, mißgestalteten Bauernkind Zaches über das Haar streicht verleiht sie ihm damit die Eigenschaft, stets für einen hübschen und klugen Menschen gehalten zu werden, dem die Taten, die seine Zeitgenossen in seiner Gegenwart vollbringen, als seine eigenen angerechnet werden.
Erstdruck: Berlin (Dümmler) 1819.
Vollständige Neuausgabe
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Produktbeschreibung
E. T. A. Hoffmann: Klein Zaches genannt Zinnober. Ein Märchen

Nachdem im Reich die Aufklärung eingeführt wurde ist die Poesie verboten und die Feen sind des Landes verwiesen. Darum versteckt sich die Fee Rosabelverde in einem Damenstift. Als sie dem häßlichen, mißgestalteten Bauernkind Zaches über das Haar streicht verleiht sie ihm damit die Eigenschaft, stets für einen hübschen und klugen Menschen gehalten zu werden, dem die Taten, die seine Zeitgenossen in seiner Gegenwart vollbringen, als seine eigenen angerechnet werden.

Erstdruck: Berlin (Dümmler) 1819.

Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2016.

Textgrundlage ist die Ausgabe:
E.T.A. Hoffmann: Poetische Werke in sechs Bänden, Band 5, Berlin: Aufbau, 1963.

Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt.

Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Jacques Callot, Burlesker Geiger, 1616.

Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.

Über den Autor:

1776 in Königsberg auf die Vornamen Ernst Theodor Wilhelm getauft, nennt er sich später aus Verehrung für Mozart Ernst Theodor Amadeus oder kurz E.T.A. Hoffmann. Er studiert Jura in Königsberg, wird Referendar am Berliner Kammergericht, wegen Karikaturen auf preußische Offiziere strafversetzt nach Polen und schließlich Kapellmeister in Bamberg. Bis er 1814 nach Berlin zurückkehrt widmet er sein künstlerisches Schaffen vornehmlich der Musik. Er wird zum Kammergerichtsrat berufen, gründet den "Serapinenorden" und schreibt seine großen Romane, "Die Elixiere des Teufels" und die "Lebensansichten des Katers Murr", sowie zahlreiche Erzählungen, deren vorletzte, der "Meister Floh", beschlagnahmt wird, weil der preußische Polizeidirektor in der Figur des Knarrpanti eine Satire auf seine Person sieht. 1822 erkrankt E.T.A. Hoffmann schwer und diktiert - völlig gelähmt - vom Sterbebett aus die Erzählung "Des Vetters Eckfenster", in der der große Romantiker sich dem kritischen Realismus annähert bevor er am 25. Juni in Berlin stirbt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Books On Demand; Hofenberg
  • Seitenzahl: 100
  • Erscheinungstermin: 27. April 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 231mm x 161mm x 17mm
  • Gewicht: 291g
  • ISBN-13: 9783843017374
  • ISBN-10: 3843017379
  • Artikelnr.: 44952268
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.06.2000

Serapions-Brüder
Künstler-Antworten auf Hoffmanns Erzählungen
„Serapion vom See” heißt eine Berliner Presse, die sich ausschließlich der „bibliophilen Gestaltung von E. T. A. Hoffmanns Dichtung” verschrieben hat. Die prophylaktisch weiträumige Formulierung lässt gediegenes typografisches Handwerk erwarten, aber das versteht sich für Verleger Michael Duske von selbst. Ihm geht es vor allem darum, die Auseinandersetzung zeitgenössischer Künstler mit Hoffmanns Werk anzuregen und zu dokumentieren.
Drei Kunstwerke in Buchform hat „Serapion vom See” seit Mitte der neunziger Jahre vorgelegt: Klein Zaches mit 37 Original-Linolschnitten von Anke Dziewulski, dann E. T. A. Hoffmanns Berlinische Geschichten mit drei Original-Radierungen und einem Original-Aquarell von XAGO, Auflage 150, Die Bergwerke zu Falun mit acht Original-Radierungen von Michael Knobel, in 60 Exemplaren auf Kupfer und ebenso vielen auf Zink: „Derselbe Künstler interpretiert dieselben Textstellen einmal als Liebesgeschichte (Zink) und einmal als psychologische Schauererzählung (Kupfer). ” Die Verlagsbroschüre, in der unter anderem Anke Dziewulskis Klein Zaches zu bewundern ist, ein Kerlchen in strenger Ornamentik, die Beardsley und Bauhaus versöhnt, zelebriert die hohe Kunst des bibliophilen Impressums („Gedruckt auf 130 g Curtis Esparto von Römerturm” etc. ) auf Drei-Sterne-Niveau.
Bei dem vierten und jüngsten Verlagserzeugnis handelt es sich erstmalig um ein Faksimile: das Skizzenbuch des so produktiven wie leidenschaftlichen Zeichners Fritz Fischer (1911 – 1968) zum Majorat, dem 1817 erschienenen „Nachtstück” um ein fluchbeladenes Erbe, Bruderzwist, Spuk, Mord und Untergang.
Fritz Fischer, der neben mehreren Erzählungen Hoffmanns auch Andersen, Chesterton, Daudet, Jean Paul, Morgenstern, Poe und Tschechow illustrierte, hatte die Gewohnheit, Werke der Weltliteratur ganz oder teilweise abzuschreiben und mit Federzeichnungen zu versehen. So, ohne Auftrag, sind 1958 auch seine teils grotesken, teils beklemmenden Porträtstudien und Szenen zum Majorat entstanden. Dem reizvollen Querformat dieses privaten Skizzenbuchs ist ein Textband mit der vollständigen Erzählung, einem Nachwort von Hartmut Mangold und einer Einführung in Leben und Werk Fritz Fischers von Birgit Löffler beigegeben.
Über weitere Extras dieses erschwinglichsten von Serapions Gesamtkunstwerken, das die „Stiftung Buchkunst” mit einem Preis bedachte, informiert der Verlagsprospekt; von allen Finessen sei hier noch vermerkt, dass alle Passagen, die der Künstler abgeschrieben und bebildert hat, im Textband farblich abgesetzt erscheinen und beide Bücher „in einem außergewöhnlichen Schuber zusammengeführt werden”. Die Normalausgabe (ohne Original-Federzeichnung zu Der goldene Topf) kostet 240 Mark. Bestellung und weitere Informationen bei: Serapion vom See, Michael Duske, Flanaganstraße 4a, 14195 Berlin, Telefon/Fax 030/8141853.
ANDREAS NENTWICH
Fritz Fischer (1911 – 1968): Zweimal der Alte in Hoffmanns Nachtstück Das Majorat. Aus dem Faksimiledruck des Skizzenbuchs von 1958.
Abb. : Serapion am See
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Es ist erfreulich, dass nun auch dieses groteske und satirische Märchen Hoffmanns in einer leicht zugänglichen und für den Lehrbetrieb nützlichen Reclam-Ausgabe vorliegt. Gerhard R. Kaiser hat sie vorzüglich besorgt und mit einem guten, zu weiterem Nachdenken aufforderndem Nachwort versehen. Mitteilungen der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft