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Grundlegende Beiträge zum hermeneutischen Textverständnis. Die Auseinandersetzung um den "Tod des Autors", seine Umwertung oder Rückkehr ist in den vergangenen Jahren zunehmend lebhaft geführt worden. Das in diesem Band dokumentierte Symposion hat theoretische Prämissen, literarische Inszenierungen und Formen des literaturwissenschaftlichen und öffentlichen Umgangs mit "Autorschaft" interdisziplinär erörtert. Dabei reichen die Beiträge von der Epoche der Empfindsamkeit bis zur Autorschaft im Internet.
"Rhetorische Wende" ja oder nein? Was ist Gegenstand der Literaturwissenschaften? Welche
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Produktbeschreibung
Grundlegende Beiträge zum hermeneutischen Textverständnis. Die Auseinandersetzung um den "Tod des Autors", seine Umwertung oder Rückkehr ist in den vergangenen Jahren zunehmend lebhaft geführt worden. Das in diesem Band dokumentierte Symposion hat theoretische Prämissen, literarische Inszenierungen und Formen des literaturwissenschaftlichen und öffentlichen Umgangs mit "Autorschaft" interdisziplinär erörtert. Dabei reichen die Beiträge von der Epoche der Empfindsamkeit bis zur Autorschaft im Internet.
"Rhetorische Wende" ja oder nein? Was ist Gegenstand der Literaturwissenschaften? Welche Verfahren soll die moderne Geschichtsschreibung Seit den 1980er Jahren prägen die Annahmen eines 'rhetoric turn' die Selbstverständigungsdebatten der Kulturwissenschaften. Ablehnung oder Bejahung dieser rhetorischen Wende' äußern sich in den aktuellen wissenschaftliche Auseinandersetzungen, etwa in der Diskussion um den Gegenstandsbereich der Literaturwissenschaften und um die Verfahren der Historiographie (Hayden White u.a.), in der Dekonstruktion, in der writing culture-Debatte der Ethnologie (seit Clifford Geertz), in der Frage des 'Gattungsunterschieds' zwischen Wissenschaft und Kunst (etwa Habermas vs. Derrida), in einer Sprachwissenschaft, deren 'linguistic turn' zugleich als 'anti-rhetorische Wende' zu bezeichnen ist, u.a.m. Der Band verfolgt das Ziel, diese Diskussionen durch ihren systematischen Rückbezug auf die Rhetorik weiterzutreiben.
  • Produktdetails
  • Germanistische Symposien Berichtsbd.24
  • Verlag: Metzler
  • Seitenzahl: 624
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. xvi, 608 S. 235 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 230mm x 155mm x 48mm
  • Gewicht: 1162g
  • ISBN-13: 9783476018502
  • ISBN-10: 3476018504
  • Best.Nr.: 10649406
Autorenporträt
Heinrich Detering, geboren 1959, ist nach Lehrtätigkeit an den Universitäten in Irvine, München und Kiel Professor für Neuere deutsche Literatur an der Georg-August-Universität Göttingen. 2003 erhielt er den "Preis der Kritik" von Hoffmann und Campe und 2009 wurde er mit dem "Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis" der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.
Rezensionen
"Die Beiträge aus Deterings ausgezeichnetem Band bieten ein beeindruckendes Panorama der aktuellen neugermanistischen Autorschaftsdebatte." - Zeitschrift für Germanistik

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Für Rezensent Andreas Rosenfeld zählt dieser letzte Band der Germanistischen DFG-Symposien "zu den Meilensteinen der Reihe". Es geht, wie man erfährt, um die nach dem von Barthes und Foucaults verkündeten "Tod des Autors" wieder erwachte Neugier des Faches an der "Autorfunktion". Die Bedeutung des Bandes zeige sich, wie Rosenfelder schreibt, vielleicht am deutlichsten in einem Credo, das sich in einem Diskussionsbericht am Ende verstecke, wo es heißt: "Entschieden wurde die Existenz des empirischen Autors festgehalten". So handelt es sich dann für Rosenfeld auch tatsächlich um ein bemerkenswertes Zeugnis jenes "Glaubenskampfes", von dem der Herausgeber spreche. "Nicht wenige Gewissheiten aus dem Gefolge der Autorkritik" so erfahren wir, "stellt der Band in Frage." Zu den "Paukenschlägen" in diesem Sinne zählt der Rezensent einen Beitrag von Gerhard Lauer aus München, der den "Topos von der juristischen Konstruktion des Autors um 1800" attackiere. Dennoch aber habe, berichtet Rosenfelder weiter, mit diesem Symposium weder ein "Festspiel des Revisionismus noch eine Rückkehr zur unvordenklichen Einheit von Leben und Werk" angestanden, vielmehr suchten viele Beiträger einen "kritischen Anschluss an die Kritik des Autorbegriffs".

© Perlentaucher Medien GmbH