Die Söhne des Mars (eBook, ePUB) - Eich, Armin
Statt 24,95 €**
18,99 €

inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
9 °P sammeln

  • Format: ePub


Der Mensch ist nicht von Natur aus kriegerisch. Die Massaker der Jungsteinzeit etwa verliefen zwar mit äußerster Brutalität, aber sie bildeten die Ausnahme von der Regel. Auch erscheinen sie nicht als Akte im Rahmen eines Kriegsgeschehens, sondern vielmehr als mit einfachen Werkzeugen verübte Morde an Wehrlosen. Der Krieg als geplanter, tödlicher Konflikt zwischen Menschengruppen entwickelte sich erst in den folgenden Jahrtausenden. Dann aber konnte er – wie beispielsweise in der klassischen Antike – nachgerade zu einer Lebensform werden, die alle Bereiche gesellschaftlicher Existenz…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 5.5MB
Produktbeschreibung
Der Mensch ist nicht von Natur aus kriegerisch. Die Massaker der Jungsteinzeit etwa verliefen zwar mit äußerster Brutalität, aber sie bildeten die Ausnahme von der Regel. Auch erscheinen sie nicht als Akte im Rahmen eines Kriegsgeschehens, sondern vielmehr als mit einfachen Werkzeugen verübte Morde an Wehrlosen. Der Krieg als geplanter, tödlicher Konflikt zwischen Menschengruppen entwickelte sich erst in den folgenden Jahrtausenden. Dann aber konnte er – wie beispielsweise in der klassischen Antike – nachgerade zu einer Lebensform werden, die alle Bereiche gesellschaftlicher Existenz dominierte: von der Erziehung über die Kunst, die Geschlechterverhältnisse bis zu Technik und Handel. So verfolgt Armin Eich in seinem spannenden Buch die Geschichte des Krieges von den frühesten Anfängen bis zur Spätantike. Er erhellt, wie die zunehmende ökonomische Integration Europas und Vorderasiens im 2. Jahrtausend v. Chr. einen ersten Höhepunkt erreicht und nicht zuletzt auf dem Gebiet der Waffentechnologie und der Entwicklung militärischer Fähigkeiten Ausdruck findet. Dieser bronzezeitliche Rüstungswettlauf endet um 1200 v. Chr. in einem sozialen und ökonomischen Zusammenbruch, ohne freilich ein Umdenken auszulösen: Mit der wirtschaftlichen und demographischen Erholung nimmt schon bald wieder die Gewaltintensität zu und geht mit der Entwicklung verbesserter Waffen und effizienterer Kampftaktiken einher. Im 4. Jahrhundert v. Chr. kann man mit dem Aufkommen einer ersten Ingenieursliteratur gar von einer Verwissenschaftlichung des Krieges sprechen. Der einzige Ausweg aus der fortschreitenden Eskalation scheint die Errichtung eines auf militärischer Macht basierenden Friedensreiches zu sein – das vorübergehend im Imperium Romanum Gestalt gewann.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, R, E, FIN, F, GR, H, IRL, I, HR, LR, LT, L, M, NL, PL, P, SK, SLO, S, GB ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: C.H.Beck
  • Seitenzahl: 281
  • Erscheinungstermin: 21.09.2015
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406682308
  • Artikelnr.: 43820323
Autorenporträt
Armin Eich lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. In der Reihe C.H.Beck Geschichte der Antike hat er den Band «Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium» (2014) vorgelegt.
Inhaltsangabe
Vorwort

1 Krieg, seit es Menschen gibt?

2 Frühe Massaker

3 Frühe Befestigungen

4 Krieg in der prähistorischen Malerei

5 Anthropologie der krieglosen Völker

6 Wege in den Krieg

7 Schritte zur Militarisierung der alten Welt

8 Entwicklungslinien vom Neolithikum zur Kupferzeit

9 Fetischisierung der Streitaxt und das Schönheitsideal des Kriegers

10 Kupferbergbau und Kupfermetallurgie

11 Das ökonomische Zusammenwachsen Europas und des Vorderen Orients in der
Bronzezeit

12 Schwerter als erste reine Kriegswaffe

13 Etablierung einer bronzezeitlichen Kriegerelite

14 Entwicklung des Streitwagens - Unterhaltung von Streitwagenarmeen

15 Die Funde an der Tollense: die erste Schlacht Europas, die durch einen
archäologischen Befund bezeugt ist

16 Der sogenannte Seevölkersturm oder die "Katastrophe" des 12. Jahrhunderts

17 Das "Dunkle Zeitalter"

18 Urnenfelderzeit

19 Übergang zur Eisengewinnung und zu Eisenwaffen nach der "Katastrophe"

20 Entstehung der Phalanxkampfweise

21 Die Abrichtung der Menschen für den Krieg in der klassischen Epoche

22 Traumatisierung durch das Schlachterlebnis

23 Flottenpolitik: monetäre und menschliche Kosten

24 Belagerungskrieg und Geschütztechnologie

25 Der dynamisierte Infanteriekrieg in der nachklassischen Zeit

26 Römische Dominanz

27 Vom Milizsystem zum imperialen Berufsheer und zur Militärdiktatur

28 Rückkehr zur Phalanx

29 Die Angleichung der militärischen Kräfte Roms und seiner Nachbarn (3. bis 6.
Jahrhundert n. Chr.)

30 Vorausschau und Rückblick

Anhang

Anmerkungen

Bildnachweis

Register der Personen- und Völkernamen

Register der geographischen Begriffe
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur WELT-Rezension

Der Althistoriker Armin Eich bricht in seiner Geschichte des Krieges "Die Söhne des Mars" eine Lanze für die ursprüngliche Friedfertigkeit des Menschen, berichtet Berthold Seewald. Auch wenn Menschen wahrscheinlich schon immer durch Menschen zu Tode gekommen sind, Krieg als geplantes und organisiertes Mittel der Politik ist kein Ingredienz des menschlichen Wesens, sondern an komplexe historische Entwicklungen, laut Eich insbesondere die Erfindung und Verbesserung des Schwertes gebunden, die sich nicht ohne weiteres in einen Naturzustand hineindenken lassen, erklärt der Rezensent. Insbesondere die Verschränkung von handwerklichen, geografischen und ökonomischen Entwicklungen ist Eich gut gelungen, lobt Seewald, auch wenn sie ihm in ihrem Detailreichtum einiges an Geduld abverlangt haben.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Eminent lehrreiches und komplex argumentierendes Buch."
Sebastian Kiefer, Falter, 7. Oktober 2015