Die Physik des Bewusstseins - Kaku, Michio
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Träume, die auf Video aufgenommen werden, schreiben per Gedankensteuerung, Querschnittgelähmte, die Gliedmaßen wieder bewegen können das alles gibt es schon. In den vergangenen 15 Jahren ist durch die Erfindung der Kernspintomographie eine Verbindung von Physik, Technik und Hirnforschung entstanden, die unser Wissen über Gehirn und Bewusstsein im Eiltempo gesteigert hat. Wir stehen am Anfang einer wissenschaftlich-technischen Revolution, wohin wird sie uns führen? Star-Physiker und Bestsellerautor Michio Kaku gibt in diesem Buch faszinierende Antworten. Wir werden die Möglichkeiten unseres…mehr

Produktbeschreibung
Träume, die auf Video aufgenommen werden, schreiben per Gedankensteuerung, Querschnittgelähmte, die Gliedmaßen wieder bewegen können das alles gibt es schon. In den vergangenen 15 Jahren ist durch die Erfindung der Kernspintomographie eine Verbindung von Physik, Technik und Hirnforschung entstanden, die unser Wissen über Gehirn und Bewusstsein im Eiltempo gesteigert hat. Wir stehen am Anfang einer wissenschaftlich-technischen Revolution, wohin wird sie uns führen? Star-Physiker und Bestsellerautor Michio Kaku gibt in diesem Buch faszinierende Antworten. Wir werden die Möglichkeiten unseres Gehirns durch die Verbindung mit Computern und anderer Technik dramatisch steigern lernen, werden Dinge nur mit Gedanken bewegen können und vielleicht sogar in die Gedanken anderer Menschen eindringen. Wir werden in halbrealen Welten existieren und ungeheure Mengen von Wissen verarbeiten. Aber wir werden auch manipulierbar. Welche ethischen Fragen folgen daraus? Michio Kaku hat sorgfältig recherchiert und unter anderem 300 Experten befragt. Manche denken weit voraus: Nicht auszuschließen, dass sich dereinst das Bewusstsein mit Hilfe von Maschinen ganz vom Körper lösen lässt, um vielleicht auf fremden Planeten spazieren zu gehen. Ein grandioses Panorama des Wissens!
  • Produktdetails
  • Sachbuch BV Bd.3569
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek
  • Seitenzahl: 544
  • Erscheinungstermin: 7. März 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 144mm x 45mm
  • Gewicht: 750g
  • ISBN-13: 9783498035693
  • ISBN-10: 349803569X
  • Artikelnr.: 39951027
Autorenporträt
Kaku, Michio
Michio Kaku, geboren 1947, ist einer der Väter der Stringtheorie und zählt zu den berühmtesten Physikern der Welt. Er arbeitet und lehrt als Professor für theoretische Physik an der City University of New York. Wie Albert Einstein und Stephen Hawking ist er auf der Suche nach der einen Theorie von allem zur Erklärung der fundamentalen Kräfte der Natur.

Niehaus, Monika
Monika Niehaus, Diplom in Biologie, Promotion in Neuro- und Sinnesphysiologie, freiberuflich als Autorin (SF, Krimi, Sachbücher), Journalistin und naturwissenschaftliche Übersetzerin (englisch/französisch) tätig. Mag Katzen, kocht und isst gern in geselliger Runde.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Helmut Mayer freut sich, dass mit "Die Physik des Bewusstseins" nun ein neues Buch von Michio Kaku auf Deutsch vorliegt. Der Professor der theoretischen Physik, der nicht nur an der New Yorker City University lehrt, sondern sein Wissen auch in Büchern und Fernsehsendungen einem größeren Publikum verständlich erklärt, untersuche hier die Möglichkeiten von Technologien, die an das Gehirn ankoppeln, berichtet der Kritiker. Er folgt hier einer ganzen Reihe von Science-Fiction-Szenarien, in denen sich Kaku ausmalt, wie die endgültige Trennung des Geistes vom Körper aussehen könne: Irgendwann werde wohl das Schlüpfen in Lebensläufe möglich sein, liest der Rezensent. Allerdings muss er gestehen, dass ihm bei Kaku die Hoffnungen und Versprechungen der neuen Technologien allzu sehr im Vordergrund stehen. Gern hätte er auch etwas über die Risiken und gesellschaftlichen Folgen gelesen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 22.03.2014
Hirn zu Hirn gesellt sich gern

Die Macht der Gedanken, nicht die Ohnmacht des Körpers: Michio Kaku malt sich die Erfüllung alter Menschheitsträume durch Neurotechnologien der Zukunft aus.

Michio Kaku ist theoretischer Physiker. Es könnte sogar sein, dass der Professor an der New Yorker City University mittlerweile zu den Bekanntesten seines Faches zählt. Nicht wegen Beiträgen zur Physik, sondern weil er äußerst erfolgreich außerakademisches Terrain kultiviert hat. Mit Büchern wie mit Fernsehsendungen, die der gemeinverständlichen Darstellung großer Fragen seines Fachs schnell einen besonderen Dreh gaben. Es ging da nie bloß um den Status quo, sondern immer auch um den Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Und die Orientierung an der Zukunft behielt Kaku bei, als er von physikalischen Theorien überging zu weiter gefassten Szenarien: zu Prognosen darüber, welche technologischen Innovationen die Zukunft auf den unterschiedlichsten Feldern bringen wird.

Science-Fiction-Filme spielen für Kaku dabei eine wichtige Rolle. In seinem Buch "Physik des Unmöglichen" verstand sich das noch von selbst: Es hatte die Frage zum Leitfaden, welche Science-Fiction-Wundertechniken - von Teleportation über Abwehrkraftfelder bis zu Lichtschwertern - physikalisch überhaupt möglich sind, und wenn ja, mit welchen technologischen Schritten sie zu erreichen wären. In der im letzten Jahr auf Deutsch erschienenen "Physik der Zukunft" ging es dann um Prognosen, welche Technologien in den nächsten zwanzig, fünfzig und hundert Jahren entwickelt werden: Extrapolation aus den jetzt bereits sichtbaren Tendenzen in den Forschungslabors und Entwicklungsabteilungen, in denen sich Kaku auf der ganzen Welt umgesehen hatte.

Science-Fiction blieb dabei aber unübersehbar präsent: Wenn Kaku sein Leitmotiv anschlug, dass uns die neuen Technologien zu Beherrschern einer restlos kulturell durchdrungenen Welt machen werden (weil dann an so gut wie jedem Ort zu jeder Zeit Daten berechnet werden), in der wir die Dinge allein durch unsere Gedanken steuern können, waren Beispiele aus der Science-Fiction parat. Und in Kakus jüngstem, nun fast gleichzeitig mit der amerikanischen Ausgabe erschienenen Buch stößt man fortlaufend auf sie. Es fokussiert auf ein Segment der wissenschaftlich-technologischen Zukunftslandschaft: Technologien, die an das Gehirn ankoppeln. Es sind die neurowissenschaftlichen Labors, in denen Kaku sich nun umhört, um herauszufinden, wohin der Weg führen könnte, den absehbare Fortschritte in unserem Verständnis und unserer Beherrschung der Gehirnfunktionen eröffnen.

Und es sind nach wie vor beherzte Vorgriffe auf das Gelingen von Forschungsansätzen und technischen Settings, die dabei den Ton angeben. Sogar noch deutlicher als in der "Physik der Zukunft", die das Gebiet der Hirnforschung bereits gestreift hatte. Denn der Ausblick auf die wissenschaftlich-technologische Durchdringung des Gehirns, damit also des Geistes, bringt zentrale Register von Kakus futurologisch eingestimmter und mit Science-Fiction-Szenarien unterfütterter Imagination ins Schwingen.

Man merkt es gleich daran, dass es losgeht mit der direkten Übertragung von neuronalen Aktivitätsmustern zwischen verschiedenen Gehirnen und den Möglichkeiten, Gegenstände direkt durch Gedanken zu steuern. Die Macht der Gedanken, ohne Dazwischentreten der Körper, darin steckt für Kaku die Verheißung eines alten Menschheittraums. In wenigen Schritten werden daraus bei ihm Szenarien eines Internets des Geistes, das durch direkte Hirn-Hirn-Kontakte geknüpft ist. Noch einen Schritt weiter, und man steht vor Beschwörungen der gänzlichen Verschmelzung von mentalen wie sensorischen Inhalten verschiedener Individuen. Ebenso schnell geht es von den noch bescheidenen Versuchen, bestimmte neuronale Outputs zwischen (Mäuse-)Gehirnen zu transferieren, hin zu Szenarien, in denen bestimmte Erinnerungen, Kompetenzen oder gleich gesamte Erinnerungsarchive in Gehirne "hochgeladen" werden.

Noch ein Schritt weiter, und man hält bei einer "Bibliothek der Seelen", mit der es möglich wird, in Lebensläufe zu schlüpfen, die durch die vollständige Aufzeichnung und Abspeicherung von mentalen Daten verfügbar geworden sind. Und natürlich steht am Fluchtpunkt solcher Wege auch die Frage, wie es mit dem endgültigen Abkoppeln des Geistes vom gebrechlichen Körper einmal aussehen mag. Oder dessen eben, was dann auf Silizium abgespeichert oder auf einem Lichtstrahl in die Weiten des Raums befördert wird - um dort irgendetwas zu tun, was wir uns absolut nicht ausmalen können.

Damit sind freilich nur einige Stationen auf dem weitläufigen Parcours von Michio Kaku bezeichnet. Sie zeigen den Sog der Science-Fiction, und naturgemäß neigt Kaku dazu, die Schwierigkeiten der ausgemalten Technologien in den Hintergrund zu rücken. Er führt sie zwar an, hält sich aber bei ihnen nicht weiter auf, sondern zieht die Linien aus in eine Zukunft, die bei ihm die Summe des technologisch Machbaren ist. Kaku ist ein Emphatiker dieser Zukunft. Ein paar Hinweise auf ihre Risiken mag er zwar einstreuen. Aber dass tiefe Wünsche in ihr in Erfüllung gehen, darum dreht sich bei ihm alles.

Was ein wenig auch deshalb verwundert, weil die filmischen Science-Fiction-Plots, die er anführt, eigentlich eine andere Sprache sprechen. In ihnen geht es in der Regel eher darum, dass die perfektionierten Neurotechnologien fatale Effekte und Überlastungen hervorbringen - und so im Konstrastverfahren vorführen, was es mit einem menschlichen Leben herkömmlicher Bauart auf sich hat. Bei Kaku leiten sie dagegen über zu den schlichtweg aufregenden Möglichkeiten der Zukunft. Über die gesellschaftlichen Bedingungen und Folgen der ins Auge gefassten Technologien zerbricht er sich nicht den Kopf.

Man kann bei Kaku durchaus etwas über einige Ansätze auf dem Feld der Neurowissenschaften lernen. Aber im Ganzen doch eher über Erwartungen, Hoffnungen oder auch Versprechungen, die hinter ihnen stehen - und zwar vor allem solche gewagter und steiler Art. Sie sind eben der Stoff, den ein emphatischer Futurologe der Technik wie Kaku mit Vorliebe bearbeitet.

HELMUT MAYER

Michio Kaku: "Die Physik des Bewusstseins". Über die Zukunft des Geistes. Aus dem Englischen von Monika Niehaus. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2014. 542 S., geb., 24,90 [Euro].

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Der Meister des Erklärens ... Auf jeder Seite spürt man Kakus Leidenschaft für seine Themen. P.M.