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Einblicke in den Alltag junger Menschen mit Migrationshintergrund. Interviews, Reportagen, Tagebuchauszüge, ergänzt durch Fakten und Adressen.
Jeder vierte Jugendliche in Deutschland hat inzwischen einen sogenannten Migrationshintergrund - soll heißen: Diese jungen Menschen oder ihre Eltern sind irgendwann einmal aus unterschiedlichen Gründen aus anderen Staaten nach Deutschland gekommen. Vor dem Hintergrund dieser Situation ist die Autorin auf die Reise durch das Einwanderungsland Deutschland gegangen, um einen Stimmungsbericht zur Lage der Nation zu geben.…mehr

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  • eBook Hilfe
  • Größe: 3.82MB
Produktbeschreibung
Einblicke in den Alltag junger Menschen mit Migrationshintergrund. Interviews, Reportagen, Tagebuchauszüge, ergänzt durch Fakten und Adressen.

Jeder vierte Jugendliche in Deutschland hat inzwischen einen sogenannten Migrationshintergrund - soll heißen: Diese jungen Menschen oder ihre Eltern sind irgendwann einmal aus unterschiedlichen Gründen aus anderen Staaten nach Deutschland gekommen. Vor dem Hintergrund dieser Situation ist die Autorin auf die Reise durch das Einwanderungsland Deutschland gegangen, um einen Stimmungsbericht zur Lage der Nation zu geben.


Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Seitenzahl: 172
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahre
  • Erscheinungstermin: 21.08.2015
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783423428033
  • Artikelnr.: 43040237
Autorenporträt
Elke Reichart absolvierte die Deutsche Journalistenschule, arbeitete bei Tageszeitungen, beim ZDF und als freie Journalistin in Südafrika. Sie lebt heute mit ihrer Familie bei München.

Rezensionen
Besprechung von 08.07.2008
„Ich lächle immer viel”
Schicksale jugendlicher Migranten in Deutschland
Das Exil, wie immer es auch geartet sein möge, ist die Brutstätte für schöpferische Taten, für das Neue, der Migrant ein Vorbote der Zukunft, seine Wurzellosigkeit ist seine Würde.” Diesen Satz des Medienphilosophen Vilém Flusser stellt die Journalistin Elke Reichart ihrem Buch über die Schicksale von zwölf jungen Migranten voran. Unter diesem Motto folgt sie sehr behutsam den Lebenslinien junger Frauen und Männer, die in ihrer Migration nach Deutschland eine Chance sehen und sie auf sehr persönliche und sehr unterschiedliche Weise nutzen. Die Auswahl ihrer Interviewpartner erfolgte nicht nach dem Klischee „geglückte/missglückte Integration”, sie hat nicht nach Opfern gesucht oder nach spektakulären Gewinnern unter den Migranten. Sie hat sich vielmehr dafür interessiert, warum diese jungen Menschen oder ihre Eltern die alte Heimat verlassen haben, wie sie bei uns empfangen wurden, welche Entwicklung sie genommen haben und schließlich, ob Deutschland ihre gefühlte Heimat geworden ist.
Dabei nimmt sich die Autorin selbst zurück und behält doch die Gesprächsfäden fest in der Hand. Voller Vertrauen erzählen ihr die jungen Leute aus der Türkei, der Ukraine, aus Kasachstan, Marokko, Palästina, Afghanistan, Israel, Ghana, China und Bolivien aus ihrem früheren und jetzigen Leben, sprechen über ihre Gefühle und Ängste und auch über ihr Glück, hier zu sein – je nach Temperament scheu oder offen, vorsichtig oder kämpferisch, aber immer mit Würde.
Da ist Mable aus Ghana. Ihrem aus politischen Gründen verfolgten Vater gelang es, nach Deutschland zu fliehen und seine Familie nachzuholen. Mable war damals noch ganz klein. Zehn Jahre lang lebte sie in einem Asylantenheim, immer in Furcht vor Abschiebung. Heute ist sie 26, spricht fließend Deutsch mit Hamburger Akzent und antwortet auf die Frage nach Diskriminierungen: „Nein, kein Problem. Ich lächle immer viel.” Und das, obwohl sie fast Übermenschliches geleistet hat. Sie war verantwortlich für die ganze Familie, besonders für den kleinen herzkranken Bruder mit Down-Syndrom, meisterte nebenher und buchstäblich unbemerkt von der ganzen Familie ihr Abitur, sie passte sich „lächelnd” an, hatte viele Freunde und will in Deutschland bleiben. Sie hat es – hoffentlich – geschafft.
Ganz anders Isabella aus Bolivien, die anonym bleiben will, weil sie illegal hier ist. Sie kämpft mit bewundernswerter Zuversicht um ihre Existenz und um Papiere. Ob ihr das gelingt, bleibt offen. Oder Rami aus Palästina. Er gehört zu der Gruppe von Jugendlichen, die von Journalisten oft als „die verlorene Generation Palästinas” bezeichnet werden, weil für sie in ihrem Land keine Zukunft existiert. Für sie gibt es diese Zukunft nur im Ausland, sie haben – wie Ramis Eltern das sehr drastisch erklären – gar keine andere Wahl.
In den zwölf Interviews wird das ganze Spektrum der Migration deutlich – Flucht aus Krisengebieten, Flucht vor Armut, Flucht vor politischer Verfolgung, Arbeitssuche der Eltern und vieles mehr. Elke Reichart hat es sich nicht leicht gemacht, um ihrer Verantwortung gegenüber den inzwischen zu Freunden gewordenen jungen Menschen gerecht zu werden und sie nicht zu enttäuschen. Sie hat – wie sie erzählt – eine Weile um die nötige journalistische Distanz gerungen. Mit ihrem Buch ist ihr indes etwas ganz Besonderes gelungen: Sie hat bei ihren Lesern die Wahrnehmung verändert, mit der sie das Thema Migration betrachten, ihren Blick auf Deutschland geschärft und die gegenseitige Bereicherung im Austausch der Kulturen sichtbar gemacht. ULRIKE SCHULTHEIS
ELKE REICHART: Deutschland – gefühlte Heimat. Hier zu Hause und trotzdem fremd?! dtv München, 2008. 175 Seiten, 8,95 Euro. (Ab 14 Jahre)
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Beeindruckt ist Ulrike Schultheis von Elke Reicharts Buch"Deutschland - gefühlte Heimat", in dem die Schicksale von zwölf jungen Migranten beschrieben werden. Besonders erfreulich findet die Rezensentin die Auswahl der Interviewpartner, die jenseits aller Klischees, weder Opfer noch Gewinner von Integrationsbiografien stilisiert. Einfühlsam und gleichzeitig die nötige Distanz bewahrend, führe die Autorin durch Höhen und Tiefen des neuen Lebens von Mable aus Ghana, Isabella aus Bolivien sowie Zuwanderern aus der Ukraine, Marokko, China und weiteren Ländern. Lobend unterstreicht sie, wie vielseitig und differenziert alle Aspekte von Migration, die Flucht aus Krisengebieten, vor Armut und politischer Verfolgung, aber auch die Arbeitssuche der Eltern in Deutschland, umrissen werden. Der Autorin sei es mit ihrem Buch geglückt, die Wahrnehmung der Leser zu schärfen und die "Bereicherung im Austausch der Kulturen sichtbar zu machen," resümiert die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH