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Diese Einführung von Ralf Konersmann entwirft die geschichtliche und systematische Struktur der Kulturphilosophie. Sie fragt, welche Bedürfnisse das Entstehen der Disziplin begünstigt haben, und erläutert das Aufkommen der Kulturphilosophie an der Wende zum 20. Jahrhundert. Eigene Kapitel widmen sich den Grundbegriffen der Kulturphilosophie, ihren wichtigsten Vertretern, der Prägnanz ihres Gegenstands sowie den Ansprüchen einer "kritischen Kulturphilosophie". Das Schlusskapitel konkretisiert das Kulturelle als Umwegphänomen: "Alle Kultur ist eine Kultur von Umwegen."

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Produktbeschreibung
Diese Einführung von Ralf Konersmann entwirft die geschichtliche und systematische Struktur der Kulturphilosophie. Sie fragt, welche Bedürfnisse das Entstehen der Disziplin begünstigt haben, und erläutert das Aufkommen der Kulturphilosophie an der Wende zum 20. Jahrhundert. Eigene Kapitel widmen sich den Grundbegriffen der Kulturphilosophie, ihren wichtigsten Vertretern, der Prägnanz ihres Gegenstands sowie den Ansprüchen einer "kritischen Kulturphilosophie". Das Schlusskapitel konkretisiert das Kulturelle als Umwegphänomen: "Alle Kultur ist eine Kultur von Umwegen."

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Autorenporträt
Ralf Konersmann ist Professor für Philosophie und ihre Didaktik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 20.10.2003

Umwege haben sie alle gemacht
Wie weit führen Einführungen? Ralf Konersmanns Rasterfahndung nach der Kulturphilosophie

Von den diversen Einführungsreihen ist die aus dem Hause Junius besonders zu loben. Die Köpfe, die Junius ausleuchtet, sind allesamt von geistesgeschichtlichem Kaliber, und die Biographen dieser Köpfe machen ihre Sache gut, alles in allem. Schön zu lesen sind etwa Auguste Comte zur Einführung, Adorno, Bataille, Meister Eckart, Habermas, Konfuzius, Judith Butler, Botho Strauß oder Leo Strauss. Zwischen all diesen Köpfen hat Junius, sparsam, aber entschlossen, auch einige Sachthemen zur Einführung plaziert. So gibt es Bände über die Gnosis, feministische Ethik, feministische Theorien, Grundbegriffe der Ethik, Islam, interkulturelle Philosophie, Rechtsphilosophie, Computerphilosophie. Man merkt es dieser Aufzählung schon an: So klar zu scheiden wie ein Kopf vom anderen sind die Sachthemen dieser Einführungsreihe nicht. Hier gibt es Überschneidungen, keine Frage, manch ein Band hätte problemlos auch in einem anderen aufgehen können, nicht gerade Gnosis in feministischer Ethik, wohl doch aber feministische Ethik in feministischen Theorien oder - Männer, warum eigentlich nicht? - in Grundbegriffe der Ethik.

Neu hinzugekommen ist nun der Band Kulturphilosophie zur Einführung, verfaßt von Ralf Konersmann. Mit diesem Thema hat es im Gefüge der Sacheinführungen eine besondere Bewandtnis. Während Computer und Recht sich doch soweit aus dem Fluß des Seins als eigenständige Gegenstände emanzipiert haben, daß man ihnen gern einen je eigenen Einführungsband zubilligen möchte, scheint dies bei der Kultur eine überaus haarige Angelegenheit. Der Computer läßt sich an- und wieder ausmachen, das Recht auf- und wieder zuschlagen, wo aber beginnt die Kultur, wo endet sie? Sind Kultur und Philosophie nicht so umfassende, so alles und jedes in den Blick nehmende Sehweisen, daß ihre Sonderung als abgezirkelte Areale ganz unmöglich erscheint? Muß man große Denker kultureller Formen wie Adorno, Cassirer, Dilthey, Simmel nicht unbedingt als Philosophen würdigen, keinesfalls aber als Agenten eines Sonderforschungsbereichs Kulturphilosophie? Erzeugt die Ineinanderblendung von Kultur und Philosophie als "Kulturphilosophie" nicht bloß ein grelles Licht, eine Blendung, bei der es finster wird am Sternenhimmel von Kultur und Philosophie?

Solche Fragen aufzuwerfen, ist das Verdienst des Genres "Einführungsband". Wo sonst sieht sich ein Autor so gnadenlos den Zwängen zu Klassifikationen gemäß erstens, zweitens, drittens ausgesetzt - so lange, bis alles aufgeht oder alles in sich zusammenbricht? Wo sonst muß er Farbe bekennen, wie das eine aus dem anderen hervorgegangen sei, wie im Sinne Konersmanns die "vier Verwendungsweisen des Kulturbegriffs" mit dem "dreistufigen" Emanzipationsprozeß des Kulturthemas zusammenhängen und wie das alles zusammengenommen dann noch auf die "Humanisierung der Welt" als der Kulturformel schlechterdings verweist? Konersmann selbst nennt diese Art einführende Rasterfahndung nach Kultur und Philosophie ein Wagnis. Er selbst fragt kritisch gegen das Herausstanzen einer Kulturphilosophie, ob sich "das Vorhaben der Humanisierung der Welt nicht als Leitmotiv durch die gesamte philosophische Bibliothek" zieht. Eine Frage, die man auch so verstehen kann: Ob eine Einführung in die Kulturphilosophie im wesentlichen eine Einführung in die Unmöglichkeit dieses Gegenstandes ist. Und in der Tat: So sieht es aus. Sieht man recht, so ist es eine via negativa, die Konersmann als Umweg bei Junius beschreitet, um im Augenblick des kulturphilosophischen Sturzes Kultur und Philosophie die Treue zu halten.

Zu diesem Zweck stellt er, gleichsam experimentell, eine Reihe von Thesen auf. Die erste These lautet: "Kulturphilosophie ist die verstehende Auseinandersetzung mit der endlichen, von Menschen gemachten Welt - und das ist die Kultur." Im dreistufigen Subtext kann diese These nur lauten: Kultur ist alles von Menschenhand Gemachte, Philosophie betrachtet alles von Menschenhand Gemachte, ergo ist jede Philosophie Kulturphilosophie (oder umgekehrt). So spart man Begriffe ein. Gleichwohl setzt Konersmann experimentell noch einmal nach, probiert Kulturphilosophie als eigene Philosophie zu konstituieren. Sie sei "von Beginn an eine Philosophie der Nichtidentität, eine Nichtidentitätsphilosophie" gewesen. Demnach wären unter dem Banner der Kulturphilosophie alle nichtidealistischen Philosophen versammelt, die gesamten postmetaphysischen Metaphorologien, welche sich statt auf Wesensschau und Theodizee "auf Phänomene und Oberflächen einlassen".

Bei aller Liebe zur via negativa: Führt diese Einführung nicht ein bißchen zu weit? Wird der Name der Kulturphilosophie hier nicht derart aufgebläht, daß er platzt? Und ist die hier gebeutelte Philosophie des Mittelalters, wiewohl auf Theodizee gegründet, nicht doch eine solche der Phänomene und Oberflächen, eine getrost so zu nennende Nichtidentitätsphilosophie? Ist schließlich das Privileg, das Konersmann den Kulturphilosophen reservieren will, nicht ein solches aller Philosophen: "Umwege machen können". Selbst Platon ist, so gesehen, ja kein Identitätsphilosoph, der eine Abkürzung zum Ganzen gewußt hätte. Nur über den Umweg der äußeren Erscheinungen wollte er das Wesen schauen. Die Junius-Werbung kommt also hin: Wir brauchen den Umweg über den Einführungsband, um uns über Elementares klarzuwerden.

CHRISTIAN GEYER

Ralf Konersmann: "Kulturphilosophie zur Einführung". Junius Verlag, Hamburg 2003. 188 S., br., 13,50 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als das "Verdienst" dieser Einführung in die Kulturphilosophie lobt Christian Geyer das Hinterfragen des Gegenstands. Denn was Kulturphilosophie im Gegensatz zu Philosophie eigentlich ist, versucht der Autor kritisch zu beleuchten, meint der Rezensent angetan. Er beschreibt die Gedankengänge Konersmanns als "via negativa", bei der dieser der Kultur und der Philosophie letztlich "die Treue hält", wie Geyer meint. Dabei bekommt der Rezensent aber zunehmend das Gefühlt, dass dieses Buch als "Einführung" in das Gebiet "ein bisschen zu weit" geht. Er findet, der Begriff "Kulturphilosophie" wird hier über Gebühr "aufgebläht" und gleichzeitig ausgehöhlt. Außerdem hält er dem Autor, der den "Umweg" als "Privileg" des Kulturphilosophen in Anspruch nimmt, entgegen, dass dies ja wohl die Denkungsart aller Philosophen sei.

© Perlentaucher Medien GmbH