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"Ein feines Buch." Die Zeit
Herrlich skurrile Geschichten und bewegende Bekenntnisse sind in Strittmatters Abschiedsbuch vereint. Verknüpft mit lebensvollen Episoden und ironischen Zeitbetrachtungen, schildert er, wie er selbst seinen literarischen Ruhm erlebte und versuchte, das Altwerden zu lernen. Eine einzigartige Legierung aus Poesie, Humor und tiefer Menschenkenntnis zeichnet auch dieses Buch aus.
„Es sind Aufzeichnungen seiner letzten Lebensmonate: Eine Art Tagebuch, das zugleich aufhebt, was an unerledigten Stoffen noch liegenblieb. Eine Schule des Wahrnehmens, die begierig
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Produktbeschreibung
"Ein feines Buch." Die Zeit

Herrlich skurrile Geschichten und bewegende Bekenntnisse sind in Strittmatters Abschiedsbuch vereint. Verknüpft mit lebensvollen Episoden und ironischen Zeitbetrachtungen, schildert er, wie er selbst seinen literarischen Ruhm erlebte und versuchte, das Altwerden zu lernen. Eine einzigartige Legierung aus Poesie, Humor und tiefer Menschenkenntnis zeichnet auch dieses Buch aus.

„Es sind Aufzeichnungen seiner letzten Lebensmonate: Eine Art Tagebuch, das zugleich aufhebt, was an unerledigten Stoffen noch liegenblieb. Eine Schule des Wahrnehmens, die begierig macht, hinsehen zu können wie er, bis alles sich unter dem Blick belebt.“ Frankfurter Rundschau

„’Als mich die erste Grasmücke begrüßte, wußte ich, daß ich mich dieses Jahr noch nicht verwandeln würde’, heißt es in seinen Aufzeichnungen. Dieser letzten Gewißheit verdanken wir ein feines Buch.“ Die Zeit
  • Produktdetails
  • Verlag: Aufbau Digital
  • Seitenzahl: 171
  • Erscheinungstermin: 17.10.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783841212054
  • Artikelnr.: 45694162
Autorenporträt
Erwin Strittmatter wurde 1912 in Spremberg als Sohn eines Bäckers und Kleinbauern geboren. Das Realgymnasium verließ er mit 17 Jahren, begann eine Bäckerlehre und arbeitete danach in verschiedenen Berufen. Von März 1941 bis Frühjahr 1945 gehörte er der Ordnungspolizei an, war im Polizeigebirgsjäger-Regiment 18 an Einsätzen in Slowenien, Finnland und Griechenland beteiligt, seit 1942 Bataillonsschreiber und seit 1944 Kriegsberichter. Nach dem Kriegsende arbeitete er als Bäcker, Volkskorrespondent und Amtsvorsteher, später als Zeitungsredakteur in Senftenberg. Seit 1951 lebte er als freier Autor zunächst in Spremberg, ab 1952 in Berlin. 1954 verlegte er seinen Hauptwohnsitz nach Schulzenhof bei Gransee. Dort starb er am 31. Januar 1994.

Romane: Ochsenkutscher (1951), Tinko (1955), Der Wundertäter I–III (1957/1973/1980), Ole Bienkopp (1963), Der Laden I–III (1983/1987/1992).
Außerdem veröffentlichte er Erzählungen, Kurzprosa und Stücke. Postum erschienen, von Eva Strittmatter herausgegeben: Vor der Verwandlung. Aufzeichnungen (1995), Geschichten ohne Heimat (2002), Kalender ohne Anfang und Ende. Notizen aus Piešt’any (2003).
2012 erschien: Nachrichten aus meinem Leben. Aus den Tagebüchern 1954-1973.

www.zeitzeugen-tv.com/strittmatter-t
Rezensionen
"Es sind Aufzeichnungen seiner letzten Lebensmonate: Eine Art Tagebuch, das zugleich aufhebt, was an unerledigten Stoffen noch liegenblieb. Eine Schule des Wahrnehmens, die begierig macht, hinsehen zu können wie er, bis alles sich unter dem Blick belebt." Frankfurter Rundschau "'Als mich die erste Grasmücke begrüßte, wußte ich, daß ich mich dieses Jahr noch nicht verwandeln würde', heißt es in seinen Aufzeichnungen. Dieser letzten Gewißheit verdanken wir ein feines Buch." Die Zeit
Besprechung von 08.03.1995
Harke über dem Lebensfeld
Erwin Strittmatter bringt noch einige Hälmchen zusammen

Erwin Strittmatter, gestorben am 31. Januar 1994 im Alter von einundachtzig Jahren, war ein fleißiger Schriftsteller, das beweisen seine anderthalb Dutzend belletristischen Bücher und zwei Theaterstücke. Und nun, ein gutes Jahr nach seinem Tode, meldet er sich noch einmal bei seinen Lesern. Das Bändchen, das des Autors letzte Aufzeichnungen bündelt, trägt den Titel "Vor der Verwandlung", sein Erscheinen ist der editorischen Arbeit der Witwe Eva Strittmatter zu danken.

Den Titel hat noch der Autor bestimmt. Strittmatter war sich zur Zeit der Niederschrift bewußt, daß sein Vorhang bald fallen würde. Verwandlung meint also: sterben, meint aber auch: nicht vergehen. Mit einer Spur Rührung, vor allem mit Staunen liest man, was Strittmatter, den man doch eher zum Atheismus und zur "wissenschaftlichen Weltanschauung" seiner politischen Lehrmeister sortieren möchte, seiner Frau sagte: "Ich werde sein, in welcher Form auch immer." Die nachgelassenen Aufzeichnungen sind ein Versuch, die Formen durchzumustern, deren sich diese Unsterblichkeit bedienen könnte. Des nahenden Endes gewiß, spielt der alte Mann noch einmal mit den Puzzleteilchen seines Daseins, hätschelt liebevoll die Spur seiner Erdentage, auf daß sie nicht in Äonen untergehe.

Manche Einzelheiten dieser letzten Selbstverständigung kennen wir längst aus Strittmatters OEuvre, andere sind neu. Das Alte wie das Neue kommt ungeordnet daher, in freier Assoziation zutage gefördert, der Autor fährt sozusagen mit der Hungerharke über seine Lebensfelder, die Hälmchen seiner Nachlese purzeln uns vor die Füße. Ausflüge in die Lausitzer Ladenkindheit wechseln mit Naturbeobachtungen rund um den Schulzenhofer Alterssitz in der nördlichen Mark Brandenburg.

Was pflanzliche und tierische Existenzen angeht, so zeigt Strittmatter sich als hochmütiger Kenner, er verachtet "moderne" Menschen, die nur Blümchen oder Vögelchen wahrnehmen und keine Ahnung mehr haben von Arten und Sorten. Wenn er die eigene Person ins Spiel bringt, tut er das nicht ohne Schriftstellereitelkeit, er weiß es selbst, betont es sogar und erlaubt sich dabei einige Koketterie. Nur scheinbar kokett jedoch ist sein Spüren nach den Urgründen seiner Schriftstellerei. Man darf es schon ernst nehmen, wenn er dafür die lamaistischen Mythen Tibets bemüht: "Ich habe noch nicht die Zeit gefunden, nachzuforschen, welcher Erzähler an dem Tag und zu der Stunde starb, als ich geboren wurde. Einen wird's seit der Zeit, da der Mensch mit dem Schreiben anfing, gegeben haben, dessen Drang mir eingeboren wurde."

Der Politik enthält der plaudernde Strittmatter sich weitgehend. Er mault ein bißchen über die Enttäuschungen, die sein sozialistischer Staat ihm bereitete, fertigt die deutsche Einheit mürrisch-ironisch als "Geschenk des Kanzlers" ab und äußert, was die russischen "Freunde" angeht, ein paar Sympathien und eine Portion Mißtrauen. Einen bedeutenden Platz räumt der Bilanzmacher einer Frau namens Wilhelminele ein, Nachbarin der Strittmatters im Krähwinkel Schulzenhof. Das Wilhelminele, gebürtige Schwäbin, ist ein engagiertes Muttertier, im Interesse der Ihren bereit zu jeglichem Kompromiß mit der jeweiligen Macht. Ihren Mann hat sie vergebens in Hitlers Partei zu drängen versucht, ihren Sohn aber lancierte sie in die SED, das leicht debile Sorgenkind las sogar Stalins Werke.

Die Schilderung ist nicht ohne Spott, aber ebenso nicht ohne Sympathie, die zu teilen dem Leser schwerfällt. Denn wenn irgend jemand, so ist es dieser Prototyp des deutschen Kleinstbürgertums mit engem Horizont, auf den erst Hitler, dann Ulbricht und Honecker bauen konnten. Aber vielleicht erfahren wir ja nicht alles vom Wilhelminele, hat uns Strittmatter mit seinen impressionistischen Tupfern hier, Tupfern da nur Teile eines Menschenbildes geliefert. Es ist ja auch alles schon so lange her. In der Zeitenferne verdämmert vieles, was uns einst aufregte, Alarmrot wandelt sich zu Erinnerungsgrau.

So auch beim Lesen von Strittmatters Anmerkungen zu seinem letzten Roman "Der Laden", dritter Teil. Er schreibt da: "Du siehst schon, ich habe ein bißchen Technik bei Ernest Hemingway gemaust, Technik aus seinem Buch Tod am Nachmittag. Der literarische Trick hat mir gefallen. Ich benutzte ihn, sprechs auch gleich aus, damit den Buchbesprechern die Gelegenheit genommen wird, hämisch zu schreiben: Seht, seht, jetzt ist er achtzig und fängt an zu klauen."

Das wollen wir ihm beileibe nicht vorwerfen, im Gegenteil, wir sind herzlich froh, daß er dies konnte, ohne noch die Buchbesprecher fürchten zu müssen, wie sie einst in der alten DDR zugange waren. Zum Beispiel vor siebenunddreißig Jahren im Falle des Schriftstellers Karl Mundstock, der sich gleichfalls formal an Hemingway orientiert hatte und sich fürchten mußte, als ihm die Rezensentin Eva Strittmatter die Instrumente der Inquisition zeigte: "Er wollte sich einen ,Stil' aneignen (bewußt oder halbbewußt). Er hat vergessen, daß die Form mit dem Inhalt zu tun hat. Der Stil wird nicht verkauft ohne Zugabe der Ideologie." Der Ideologie des amerikanischen Klassenfeindes, wohlverstanden.

Zum Glück hat die Klassenfeindschaft sich erledigt und mit ihr die Hysterie gegenüber literarischen Abweichlern. Derlei Wandlungsprozesse sind das Positive an der verstreichenden Zeit, die wir sonst so gerne festhalten möchten, weil mit ihr auch unser Leben verrinnt. SABINE BRANDT Erwin Strittmatter: "Vor der Verwandlung". Aufzeichnungen. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Eva Strittmatter. Aufbau-Verlag, Berlin 1995. 173 S., geb., 29,90 DM.

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