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Von einem, der auszog, das Abenteuer zu suchen
Iwein ist jung, er ist stark und er ist ein Ritter -der Beste der Besten! So gewinnt er auch das Herz der schönen Laudine. Bis zu seinem Lebensabend könnte er nun glücklich sein, an der Seite seiner Frau und als Herrscher vom Land Nebenan. Aber muss ein Ritter nicht weiter kämpfen, um sich zu beweisen? Iwein zieht aus und stürzt sich in die Abenteuer. Er kämpft mit Drachen, gewinnt einen Löwen zum Freund und besiegt sogar einen Riesen. Doch das größte aller Abenteuer wartet noch auf ihn.
Ein Roman über die Freundschaft zwischen einem Ritter
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Produktbeschreibung
Von einem, der auszog, das Abenteuer zu suchen

Iwein ist jung, er ist stark und er ist ein Ritter -der Beste der Besten! So gewinnt er auch das Herz der schönen Laudine. Bis zu seinem Lebensabend könnte er nun glücklich sein, an der Seite seiner Frau und als Herrscher vom Land Nebenan. Aber muss ein Ritter nicht weiter kämpfen, um sich zu beweisen? Iwein zieht aus und stürzt sich in die Abenteuer. Er kämpft mit Drachen, gewinnt einen Löwen zum Freund und besiegt sogar einen Riesen. Doch das größte aller Abenteuer wartet noch auf ihn.

Ein Roman über die Freundschaft zwischen einem Ritter und seinem Löwen in der sagenhaften Welt von König Artus - fulminant!
  • Produktdetails
  • Die Bücher mit dem blauen Band
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 256
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Erscheinungstermin: 11. März 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 253mm x 168mm x 24mm
  • Gewicht: 720g
  • ISBN-13: 9783596852598
  • ISBN-10: 3596852595
  • Artikelnr.: 23319622
Autorenporträt
Hoppe, Felicitas
Felicitas Hoppe, geb. 1960 in Hameln, lebt als Schriftstellerin in Berlin. 1996 erschien ihr Debüt 'Picknick der Friseure', 1999, nach einer Weltreise auf einem Frachtschiff, folgte der Roman 'Pigafetta', 2003 'Paradiese, Übersee', 2004 'Verbrecher und Versager', 2006 'Johanna', 2008 'Iwein Löwenritter', 2009 'Sieben Schätze' und die Erzählung 'Der beste Platz der Welt', 2010 'Abenteuer - was ist das?', 2011 'Grünes Ei mit Speck', eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss, 2012 der Roman 'Hoppe' und zuletzt 2018 der Roman 'Prawda. Eine amerikanische Reise'. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Bremer Literaturpreis, dem Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim, dem Rattenfänger-Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis und zuletzt dem Erich Kästner Preis für Literatur. Außerdem Poetikdozenturen und Gastprofessuren in Wiesbaden, Mainz, Augsburg, Göttingen, am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, an der Georgetown University, Washington D.C., in Hamburg, Heidelberg und Köln.Literaturpreise:u.a.:Foglio-Preis für junge Literatur (1995)Aspekte-Literaturpreis (1996)Ernst-Willner-Preis im Bachmann-Literaturwettbewerb (1996)Rauriser Literaturpreis (1997)Laurenz-Haus-Stiftung Basel (1998)Niedersächsischer Förderpreis für Literatur (1999)Spycher: Literaturpreis Leuk, Nicolas Born-Preis, Heimito von Doderer-Literaturpreis (alle 2004)Brüder Grimm-Preis der Stadt Hanau (2005)Bremer Literaturpreis (2007)Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim (2007)Rattenfänger-Literaturpreis (2010)Preisträgerin des Comburg-Stipendiums (2010)Villa Aurora (2012)Georg-Büchner-Preis (2012)Werner-Bergengruen-Preis (2015)Erich Kästner Preis für Literatur (2015)Ehrendoktorwürde der Leuphana Universität Lüneburg (2016)

Sowa, Michael
Michael Sowa, geboren 1945 in Berlin, gehört zu den namhaftesten Illustratoren Deutschlands. Seit dem Abschluss seines Kunstpädagogikstudiums 1975 ist er als freier Maler und Zeichner tätig. Seine Bilder erscheinen im Satiremagazin »Titanic«, in Büchern, auf Buchcovern und sogar auf der Kinoleinwand (»Die fabelhafte Welt der Amélie«). Michael Sowa wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 1995 mit dem Olaf-Gulbransson-Preis und 2004 mit dem Berliner Buchpreis (Kategorie Kinderbuch). Er lebt in Berlin.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.08.2008

Hört zu, ihr Neffen und Illiterati

Nichts ist schwieriger, als das Mittel- ins Neuhochdeutsche zu übersetzen. Felicitas Hoppe schert sich nicht um solche Bedenken und schlüpft für ihre Übertragung des "Iwein" in die Rolle der Märchentante.

Von Peter Wapnewski

Um es gleich zu sagen: Ich bin in diesem Falle als Rezensent eine Fehlbesetzung. Vermutend, es sei diese Nacherzählung des berühmten, um 1200 verfassten Versepos des Hartmann von Aue ein Gegenstand der Mittelalter-Rezeption, machte ich mich an die Lektüre, allerdings schon irritiert durch die Widmung "Meinen vier furchtlosen Neffen". Und musste nun einsehen, dass es sich - was nirgends angezeigt ist - um ein Kinderbuch handelt. Bevor ich es jedoch aus Gründen der mangelnden Kompetenz zurückgab, las ich es. Las es nicht zu meinem Schaden.

Natürlich irritiert mich der ungewohnte Ton, der mich betulich anredet gleich mit dem ersten Satz: "Kennt Ihr die Geschichte von Iwein . . ." und so weiter. Also, ich kenne sie und habe sie mir nicht ohne Müh erarbeitet über viele Jahre hin - und nicht geahnt, dass man sie ohne historisches, gar gelehrtes Gepäck ganz einfach erzählen kann. Wie ein Märchen. Als Märchen. Dann hat sie nichts mehr zu tun mit Formproblemen und Stoff-Tradition und Abhängigkeiten, und man beneidet die Autorin, die ganz einfach von "Ehre" spricht und von "Urlaub" und von "Abenteuer" und die Semantik dieser Begriffe in unserer Zeit schlicht sich selbst überlässt. Und man erinnert sich der vielen Stunden über vielen Büchern, mit deren Hilfe man versucht hat, den lernwilligen Studenten deutlich zu machen, dass die mittelhochdeutschen Begriffe êre und âventiure und urloup kaum etwas oder gar nichts zu tun haben mit ihren neuhochdeutschen lautlichen Entsprechungen. Denn sie haben ihre eigentümliche Aura, und die ist besetzt mit mancherlei geschichtsgeprägten Attributen, deren Natur uns erkennen lässt, wie fern und fremd uns das Mittelalter ist, von dem man oft leichtfertig behauptet, es sei uns nah und gar vertraut.

Der Kosmos des Mittelalters ist bestimmt von jenen des Menschen Willen bändigenden, religiös-theologischen Gesetzmäßigkeiten, die das krasse Gegenteil des die Neuzeit definierenden, freien individuellen Willens sind: die große Signatur der Neuzeit als Segen und Fluch. Felicitas Hoppe aber geht es wie in ihrem Roman über Johanna von Orléans (2006) zum Beispiel um Ritter und Pferde, hier nun darüber hinaus auch um Drachen und ritterliche Wundertaten; sie will kein historisch belegtes Panorama liefern, sondern dem Kinderwunsch nach Neuem und Unerhörtem, nach Buntem und Bewegtem gerecht werden. Wer sich, wie anfangs ich, befremdet fühlt durch den kumpelhaften Ton - "Wenn ihr mich fragt" oder "Das wisst ihr besser als ich" oder "Das seht ihr ja selbst" oder "Ich bin zwar noch nie in der Hölle gewesen" - und wenn man sich dann wünscht, seriös als Erwachsener angeredet zu werden, dann wird einem plötzlich klar, dass Frau Hoppe hier ja eine ganz mittelalter-eigentümliche Rolle annimmt: die des Erzählers oder Vorlesers, der sich an Illiterati wendet, die von der gleichen Bildungs-Arglosigkeit sind wie vermutlich die Neffen der Nacherzählerin. Und also ist es nur gerecht, wenn sie erzählend unterbricht und hinweist und erklärt - wie einst der Interlocutor im mittelalterlichen Burggemach vor begierig lauschendem Publikum.

Es geht also um den Stoff aus einem berühmten und vorbildhaften Artus-Roman. Hier Iweins Geschichte zu rekapitulieren ist müßig, es geht - wie denn nicht?! - um einen Helden, der, so ist das Schema dieser Epen, den Glanz dieser Welt genießt und die Liebe einer Frau dazu und durch ein katastrophales Ereignis all seiner Herrlichkeit verlustig geht.

Er muss sich daraufhin in einer Kette von âventiuren glänzend bewähren, deren jede eine Rettungstat ist und die man jeweils verstehen kann als ein Stück Sühneleistung, denn Iwein hat als Initialtat den Landesherrn unritterlich erschlagen und dessen Witwe hochverliebt sogleich zur Frau genommen, bis er auf seinem âventiuren-Weg zu seinem wahren Ich kommt. Das glückhafte und nun dauerhafte Wiedersehen mit der geliebten Frau ist die Besiegelung der bestandenen Prüfung: "Re-Integration", wie die Philologie sagt, in die weltliche Heimat, deren der ungeprüfte Held noch nicht wert war und die er deshalb, um sich selbst zu finden, zwanghaft verlassen musste.

So hat es Hartmann von Aue um 1200 von seinem großen Nährvater und Vorbild Chrestien von Troyes gelernt und übernommen, dem genialen Erfinder des roman courtois, von dem sie alle, direkt oder indirekt, abhängen, die sich mit der Artus-Welt der matière de Bretagne befassen. Aber Hartmann, gelehrt und formgewandt, hat nicht "übersetzt", sondern sich durch sein eigenes Ingenium zu eigen gemacht, was ihm geschenkt wurde. So hat er sehr viel ausführlicher als sein Vorbild Chrestien erzählt, hat eingeschoben und ergänzt und ausgeschmückt (8166 Verse gegen 6815 der Vorlage).

Nicht anders ist seine späte Nachfolgerin verfahren. Allerdings war Felicitas Hoppe sehr viel freier als ihr Vorbild und konnte nach Belieben schalten und walten, wo der Dichter des Mittelalters immer noch die Autorität der Originale zu achten versucht und gehalten war. So hat sie denn auch ihren Artus-Ritter mit freundlichem Verständnis traktiert und sein dramaturgisch forciertes Fehl, nämlich das zeitliche Versäumnis der pünktlichen Wiederkehr zu seiner geliebten Laudine, nicht im gleichen Maße als Untat verstehen können, wie der Stoff es will, der in der Tat Iweins "Schuld" der Fristversäumnis mit auch der Forschung schwer begreiflichem Makel besetzt.

Aber das zu erörtern ist nicht Absicht dieser Nacherzählung, die dankenswerterweise einige Kruditäten der Vorlage humanisiert und zivilisiert. Dass der treue Löwe, den Iwein gerettet hat und der nun sein ständiger Begleiter ist, königlich neben dem Fürsten, für den Lebensunterhalt sorgt durch Tötung der wehrlosen Wildtiere, wird mild gestreift. Andererseits belässt die Autorin es bei der Bahrprobe, Abhärtung der Kinder durch die Brutalitäten des Fernsehens vermutend: Als an dem gefangenen und unsichtbaren Iwein, dem Mörder des Burgherrn, die Leiche des von ihm Erschlagenen vorübergetragen wird und das Leichentuch sich rot färbt, da erklärt sachlich-nüchtern die Erzählerin: "Die Wunden des Toten begannen wieder zu bluten, weil das bei Toten so üblich ist, wenn derjenige, der sie erschlagen hat, sich ganz in ihrer Nähe befindet."

Zu unser aller Erleichterung aber verschweigt sie das Schicksal der drei Truchsess-Brüder ("Hofmeister" nennt Hoppe sie). Diese haben zum Gerichtskampf Iwein herausgefordert, er besiegt sie nach gewaltigem Kampf auch mittels tätigen Eingreifens seines Löwen, und nun müssen die Bösen eben den Tod erleiden, den sie ihrem Opfer, der schuldlosen Jungfrau Lunete, angedroht: den Scheiterhaufen. Ein einziger Vers von ungeheurer Lakonie bei Hartmann: "Si wurden uf den rost geleit." Hoppe begnügt sich, auf ihre Weise nicht minder lakonisch, mit der Feststellung der Niederlage: "Und das war das Ende der drei Hofmeisterbrüder."

Woher aber hat die Autorin all ihr märchenbuntes Wissen? Ich hätte, typische déformation professionelle, gern zweierlei gewusst: Welcher Vorlage, welcher Ausgabe und Übersetzung ist sie verpflichtet? Es liegen derzeit drei philologisch makellose vor, begleitet vom Urtext auf der Seite gegenüber: von Thomas Cramer, von Max Wehrli und Volker Mertens. Und über allem schwebt immer Wehrlis streng-wahres Wort: "Es gibt kaum ein schwierigeres Übersetzungsproblem als die neuhochdeutsche Wiedergabe eines mittelhochdeutschen Versromans." Und, wichtiger noch, wie reagierten ihre Neffen (und deren Kinderfreunde) auf die Erzählung? War sie ihnen, wie innig zu hoffen, den Verzicht auf ein paar Fernsehstunden wert? So hätte es auch die Erzählerin redlich und reich verdient, die sich nach Märchenweise hinter einer fiktiven Autorität versteckt und preisgibt: "Der Löwe bin ich, und so gut wie ich erzählt euch keiner . Ich war schließlich dabei." So der letzte Satz, und wir wollen nicht beckmessern und daran erinnern, dass der Löwe erst zur Hälfte des Romans Gestalt gewinnt. Das aber kann die Erzählerin sich leisten, sie kann in dieser Welt der fiktiven Historie und der historischen Fiktion ihre eigenen Akzente und Gewichte setzen. Sie hat viele Bücher geschrieben, und man hat ihr viele Preise für ihr literarisches Tun verliehen; sie weiß, dass sie Herrin des Verfahrens ist.

Nun zum Schluss aber das Schönste: Man möchte meinen, es sei vorbei mit der Kunst des handwerklichen Machens eines schönen Buchs. Dieser Band widerlegt (wie die anderen der Reihe "Die Bücher mit dem blauen Band") die Kleingläubigkeit. Er ist eingebunden in leuchtend blaues Leinen, er ist gedruckt (zweifarbig) in der klarsten Antiqua, auf festem Papier mit großem Durchschuss der Zeilen. Um es mit einer verbrauchten Wendung voller Bewunderung zu sagen: Kein anderer als Michael Sowa hat diesem Buch vier wunderbare Farbtafeln geschenkt, die als Bühnenbilder die Märchenwelt verrittern und ihre Menschen und Ungeheuer und Tiere und eine narrative Natur zum Prospekt dieser Wunderwelt machen.

- "Iwein Löwenritter". Erzählt von Felicitas Hoppe. Nach einem Roman von Hartmann von Aue. Mit vier Farbtafeln von Michael Sowa. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008. 250 S., geb., 16,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 26.11.2009

Aventiure
Iwein Löwenritter zum Hören
Die Welt ist voller Gewitterquellen . . . und voller Stürme . . . So viele Turniere sind noch zu gewinnen.” Der Ritter Gawein ist ein kluger Redner. Er weiß, wie er seinen Freund Iwein anstacheln muss: auf dessen Lust nach âventiure. Mit Erfolg. Iwein verlässt seine eben erst gewonnene Frau, die wunderschöne Laudine, allein um des Ruhmes und der Ehre willen. „Sein Herz war dagegen, aber sein Kopf war dafür.”
Und so nimmt das Unglück seinen Lauf. In Hartmann von Aues um 1200 geschriebenem Artus-Roman Iwein ebenso wie in Felicitas Hoppes kindgerechter Nacherzählung Iwein Löwenritter. Denn der Held kehrt nicht, wie versprochen, nach einem Jahr zu Laudine zurück. Das bedeutet das Ende ihrer Beziehung. Und den Beginn einer Reihe von waghalsigen Abenteuern. Schließlich gilt es die Liebe Laudines wiederzugewinnen. Iwein rettet einen Löwen vor einem übermächtigen Drachen. Was ihm den Namen Löwenritter einbringt und in dem König der Tiere einen treuen Begleiter. Gemeinsam kämpfen sie gegen den Riesen Harpin und den Ritter mit den zwei Gesichtern.
Im letzten Jahr ist Iwein Löwenritter als liebevoll ausgestattetes Buch erschienen. Nun liegt es in einer über weite Strecken vorzüglich eingesprochenen Hörfassung vor und wartet erneut auf neugierige Kinder. Hoppe hat erkannt, wie viel Magie und Fantasy in dem nur auf den ersten Blick ollen Iwein stecken. In dem achthundert Jahre alten Meisterwerk geht es um Verantwortung, um das Miteinander, um den Konflikt zwischen Herz und Verstand. Und für all das, was uns heute fremd ist – z. B. mittelalterliche Vorstellungen von êre –, findet Hoppe hübsch ironische Wendungen. Stefan Kaminski liest den Roman, in dem es mal rau, mal zärtlich und zu jeder Zeit spannend zugeht. Er versucht jeder Figur ihren eigenen Tonfall zu verleihen. Was ihm bei den Männern stets gelingt, bei den Frauen nicht immer. Unterschiedliche Klangfarben für die vielen Fieslinge zu finden ist leichter als für die stattliche Zahl von Burgfräuleins. Aber sein Iwein ist wunderbar: Er schwankt zwischen juveniler Naivität und kraftstrotzendem Übermut. Mit ihm auf Abenteuerfahrt sind die langen Wintertage gerettet. (ab 9 Jahre) FLORIAN WELLE
FELICITAS
HOPPE: Iwein Löwenritter. Ungekürzte Lesung von Stefan Kaminski. Patmos audio 2009,
4 CDs. ca. 275 Minuten, 22,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Zwei Mittelalter-Bücher für Kinder stellt Thomas Binotto vor: Felicitas Hoppes Nacherzählung von Hartmann von Aues "Iwein", ein Versepos, das gegen 1200 entstanden ist, wird jeden Kinderbuchautor vor Neid erblassen lassen, derart fesselnd, witzig und bunt gehe es darin zu. Besonders hat es dem begeisterten Rezensenten imponiert, wie grandios die Autorin mittelalterliche Erzählformen aufgreift, ohne dabei "philologische" Bemühtheit auszustrahlen, und er ist sich sicher, dass sie ihren jungen Lesern damit pures "Leseglück" beschert.

© Perlentaucher Medien GmbH