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Die religionstheoretischen Überlegungen, die Peter Sloterdijk in "Gottes Eifer" (2007) und "Du mußt dein Leben ändern" (2009) vorstellte, fanden große Beachtung, lösten allerdings auch Missverständnisse und kritische Einwände aus. In diesem Band präzisiert Sloterdijk nun, ausgehend von der Sinai-Episode aus dem zweiten Buch Mose, seine Ausführungen zu Monotheismus und Gewalt sowie zur Rolle der Religion in vormodernen Gesellschaften. Er befasst sich mit der ethnoplastischen Funktion religioider Einheitssemantiken und erläutert, warum wir angesichts dieses historischen Erbes nervös auf jede…mehr

Produktbeschreibung
Die religionstheoretischen Überlegungen, die Peter Sloterdijk in "Gottes Eifer" (2007) und "Du mußt dein Leben ändern" (2009) vorstellte, fanden große Beachtung, lösten allerdings auch Missverständnisse und kritische Einwände aus. In diesem Band präzisiert Sloterdijk nun, ausgehend von der Sinai-Episode aus dem zweiten Buch Mose, seine Ausführungen zu Monotheismus und Gewalt sowie zur Rolle der Religion in vormodernen Gesellschaften. Er befasst sich mit der ethnoplastischen Funktion religioider Einheitssemantiken und erläutert, warum wir angesichts dieses historischen Erbes nervös auf jede Form des Fundamentalismus reagieren - ob es sich dabei um radikale Islamisten handelt, um die katholischen Pius-Brüder oder um evangelikale Sekten in den USA.
  • Produktdetails
  • Edition Suhrkamp Nr.2672
  • Verlag: Suhrkamp
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 63
  • Erscheinungstermin: 15. Juli 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 175mm x 108mm x 7mm
  • Gewicht: 65g
  • ISBN-13: 9783518126721
  • ISBN-10: 3518126725
  • Artikelnr.: 38190524
Autorenporträt
Sloterdijk, Peter
Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918-1933 promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch Kritik der zynischen Vernunft zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. 1987 legte er seinen ersten Roman Der Zauberbaum vor. Seit 2001 ist Sloterdijk in Nachfolge von Heinrich Klotz Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe sowie dort Professor für Philosophie und Ästhetik.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Dirk Pilz sieht in Peter Sloterdijk einen der produktivsten, anregendsten und provozierendsten Denker der Republik. Der vorliegende Text über die Zusammenhänge von Monotheismus und Gewalt ist in kürzerer Form zunächst in der von Jan Assmann im Perlentaucher lancierten Debatte über Monotheismus und Gewalt erschienen und wird nach Einschätzung des Rezensenten kontrovers diskutiert werden. Sloterdijk zeigt für ihn darin einmal mehr, was es heißt, "einem Problem auf seiner eigenen Höhe zu begegnen". Im Vergleich zu den Ausführungen des Philosophen scheinen Pilz die meisten anderen Beiträge in der Monotheismusdebatte geradezu "provinziell und diskursverklemmt". Die Sprachverliebtheit des Autors weiß er ebenso zu schätzen wie seine kühn formulierten Thesen, wobei er hervorhebt, dass Sloterdijk zugleich ein "denkscharfer Problem-Erkenner" ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Sloterdijk lesen heißt, unerschlossene Wissensgebiete und brach liegende Denkregionen zu erkunden."
Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau 06.07.2013
»In guter alter Sloterdijkscher Manier greift der Autor zu polemischen Wortschöpfungen und Begriffen mit Assoziations- und Provokationspotential ... Wer Sloterdijks Stimme in einer der wichtigsten Kontroversen der Gegenwart hören mag, sollte trotzdem getrost zu diesem Essay greifen.«
Claire-Lise Tull, WDR 27.09.2013