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Wie verhalten sich die Geschichte der Religion und die Geschichte der politischen Freiheit zueinander? Breit und unübersichtlich ist die Vielfalt der Auffassungen, die es dazu in der Philosophie, den Wissenschaften und der Öffentlichkeit gibt. Aber noch immer ist die grandiose Synthese, in der Hegel Christentum und politische Freiheit zusammengeführt hat, für viele von enormer Orientierungskraft - trotz oder gerade wegen der einflussreichen Provokationen Friedrich Nietzsches.
Jedoch hat sich im Religionsdenken des 20. Jahrhunderts eine andere Sichtweise entwickelt, wie Hans Joas in seinem
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Produktbeschreibung
Wie verhalten sich die Geschichte der Religion und die Geschichte der politischen Freiheit zueinander? Breit und unübersichtlich ist die Vielfalt der Auffassungen, die es dazu in der Philosophie, den Wissenschaften und der Öffentlichkeit gibt. Aber noch immer ist die grandiose Synthese, in der Hegel Christentum und politische Freiheit zusammengeführt hat, für viele von enormer Orientierungskraft - trotz oder gerade wegen der einflussreichen Provokationen Friedrich Nietzsches.

Jedoch hat sich im Religionsdenken des 20. Jahrhunderts eine andere Sichtweise entwickelt, wie Hans Joas in seinem neuen Buch zeigt. Sie beruht auf einer Konzeption von Geschichte, die zukunftsoffener, und einem Begriff von Freiheit, der reicher ist als bei Hegel. Anhand von sechzehn ausgewählten Denkern arbeitet Joas dieses neue Verständnis von Religion und Freiheit heraus, das weder intellektualistisch verkürzt noch eurozentrisch verengt ist. Daraus ergibt sich ein entschiedenes Plädoyer für eine Globalgeschichte des moralischen Universalismus.
Autorenporträt
Hans Joas, geboren 1948, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Professor für Soziologie an der Universität Chicago. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Hans-Kilian-Preis, dem Max-Planck-Forschungspreis, dem Prix Ricoeur und zuletzt mit dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Rezensent Otfried Höffe kann sich bei Hans Joas auf Gelehrsamkeit und erschöpfende Darstellung verlassen. So auch diesmal, wenn der Autor anhand von "umgearbeiteten" früheren Veröffentlichungen Religionstheorie erkundet. Wie der Autor in den vier Teilen des Buches Religionstheoretiker von Rudolf Otto über Ernst Cassirer bis Robert Bellah anhand ihrer Texte sowie aus "dem Reflex anderer Autoren" vorstellt, findet Höffe kenntnisreich, gut gegliedert und im Ganzen überzeugend in der Auswahl, nicht zuletzt, da sich die ausgewählten Autoren interdisziplinär bewegen. Einwände hat der Rezensent gegen Joas' Hegel-Kritik, die ihm zu undifferenziert erscheint.

© Perlentaucher Medien GmbH
»... es ist ein Genuss, fast ein Trost, einem Gelehrten dabei zu folgen, wie er klar und verständlich Traditionen zum Leben erweckt, die ihm am Herzen liegen, und mit denen, die anderer Auffassung sind, fair und konstruktiv streitet.«
Johann Hinrich Claussen, Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.01.2021