Unternehmensethik - Suchanek, Andreas
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Unternehmensethik steht in der Spannung von Trivialität ("Handle verantwortlich!") und Realitätsferne. Um beides zu vermeiden, entwickelt Andreas Suchanek das Feld der Unternehmensethik entlang der Frage nach einem vernünftigen Maßstab für verantwortliches Handeln von Unternehmen. Dies erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst werden die ethischen Grundlagen vom Gedanken einer vertrauensvollen Kooperation her beschrieben; verantwortliches Handeln wird dabei als "Investition" in den Erfolg dieser Kooperation interpretiert. In einem nächsten Schritt wird unter den Überschriften "Menschliche…mehr

Produktbeschreibung
Unternehmensethik steht in der Spannung von Trivialität ("Handle verantwortlich!") und Realitätsferne. Um beides zu vermeiden, entwickelt Andreas Suchanek das Feld der Unternehmensethik entlang der Frage nach einem vernünftigen Maßstab für verantwortliches Handeln von Unternehmen. Dies erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst werden die ethischen Grundlagen vom Gedanken einer vertrauensvollen Kooperation her beschrieben; verantwortliches Handeln wird dabei als "Investition" in den Erfolg dieser Kooperation interpretiert. In einem nächsten Schritt wird unter den Überschriften "Menschliche Natur", "Zeitdimension" und "Sozialdimension" nach Bedingungen bzw. Hindernissen eines solchen verantwortlichen Handelns gefragt. Die Überlegungen zum vernünftigen Umgang mit diesen Bedingungen lassen sich in folgender Goldenen Regel zusammenfassen: Investiere in die Bedingungen der gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil! Schließlich werden diese Konzepte angewandt auf Unternehmen. Deren Verantwortung wird entsprechend präzisiert als Erfüllung berechtigter Vertrauenserwartungen durch (1) Halten von gegebenen Versprechen, (2) Einhalten von Verträgen und gesetzlichen Vorschriften und (3) Beachten moralischer Normen - oder anders formuliert: die Vermeidung relevanter Inkonsistenzen zwischen Vertrauenserwartungen und Handlungen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Mohr Siebeck
  • Erscheinungstermin: Oktober 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 239mm x 164mm x 28mm
  • Gewicht: 645g
  • ISBN-13: 9783161531651
  • ISBN-10: 3161531655
  • Artikelnr.: 40478703
Autorenporträt
Suchanek, Andreas
Geboren 1961; Studium der VWL an den Universitäten Kiel und Göttingen; 2004-09 Inhaber der Forschungsprofessur "Sustainability and Global Ethics" an der HHL-Leipzig Graduate School of Management; seit 2009 Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der HHL; Vorstand des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik.
Inhaltsangabe
Vorwort V

Abbildungsverzeichnis XII

Kapitel 1: Einleitung 1

1.1 Wie wichtig ist (Unternehmens-)Ethik? 2

1.1.1 Zwei Perspektiven 2

1.1.2 Sind ethische Aussagen trivial? 4

1.1.3 Ist Ethik gehaltlos? 9

1.1.4 Ist Verantwortung ein "Luxus"? 10

1.2 Sieben Thesen 12

1.3 Spielzüge, Spielregeln, Spielverständnis 17

1.3.1 Das Schema 17

1.3.2 Das Beispiel Straßenverkehr 19

1.3.3 Das Beispiel Sport 21

1.3.4 Das Beispiel Gesundheitswesen 25

1.4 "Is Business Bluffing Ethical?" 30

Interview Michael Cortelletti 34

Erster Abschnitt: Moralisches Urteilsvermögen 37

Einleitung 37

Kapitel 2: Freiheit 38

2.1 Der Wert der Freiheit 38

2.2 Freiheit und das Drei-Ebenen-Schema 39

2.2.1 Spielzüge 39

2.2.2 Spielregeln 40

2.2.3 Spielverständnis 41

2.3 Wollen und Können: Der praktische Syllogismus 42

2.4 Investieren in Bedingungen 46

2.4.1 Einleitung 46

2.4.2 Das Konzept Investition 48

2.4.3 Selbstbindung (I) 49

2.4.4 Investitionen in Bedingungen 51

Kapitel 3: Kooperation 54

3.1 Einbettung in Interaktionen 54

3.2 Formen der Kooperation 55

3.2.1 Nutzung von Gemeingütern 56

3.2.2 Wechselseitige Anerkennung von Verfügungsrechten 56

3.2.3 Ressourcenzusammenlegung 57

3.2.4 Tausch 58

3.2.5 Arbeitsteilung 58

3.2.6 Risikomanagement 59

3.3 Dilemmastrukturen 59

Kapitel 4: Vertrauen 64

4.1 Einführung 64

4.2 Funktionen von Vertrauen 67

4.3 Das Vertrauensspiel 69

4.3.1 Der Vertrauensgeber 71

4.3.1.1 Verletzlichkeit 72

4.3.1.2 Auszahlungen 73

4.3.1.3 Unsicherheit 74

4.3.1.4 Alternativen 75

4.3.1.5 Erwartungen des Vertrauensgebers 77

4.3.1.6 Arten des Vertrauens 81

4.3.1.7 Einstellung ("Spielverständnis") des Vertrauensgebers 81

4.3.2 Der Vertrauensnehmer 83

4.3.2.1 Situativer Interessenkonflikt 83

4.3.2.2 Selbstbindung (II) 85

4.3.2.3 Vertrauenswürdigkeit 87

Exkurs: Start-ups, Business Angels und Vertrauen 90

4.4 Signale 93

4.4.1 Allgemeines 93

4.4.2 Eine fundamentale Asymmetrie 94

4.4.3 Relevante Inkonsistenzen (I) 97

Beispiel: Kaffeefahrten 104

4.5 Handlungsmöglichkeiten des Vertrauensgebers 105

4.5.1 Screening 106

Exkurs: Vertrauensindustrie 107

4.5.2 Gestaltung der Handlungsbedingungen des Vertrauensnehmers 110

4.5.3 Kontrolle 111

4.6 Dialog 113

Exkurs: Der Wittenberg-Prozess der Chemie-Sozialpartner 114

Interview Michael Vassiliadis 117

Kapitel 5: Das größere Bild 122

5.1 Einführung 122

5.2 Die Sozialdimension 123

5.2.1 Unerwünschte Kooperationen 124

5.2.2 Erwünschte Konflikte (Wettbewerb) 126

Exkurs: Zwei Arten von Wettbewerbsprozessen 129

5.2.3 Der Referenzpunkt: gesellschaftliche Kooperation bzw. Konsens 130

5.3 Die Zeitdimension 132

5.3.1 Einführung 132

5.3.2 Stabilität und Wandel 133

5.3.3 Vermögenswerte 135

5.3.4 Die Vermeidung von Endspielen 136

5.3.5 Die Kostbarkeit der Zeit 138

Kapitel 6: Handlungsorientierungen 140

6.1 Orientierungspunkte 140

6.2 Versprechen 143

6.3 Regeln 144

6.3.1 Einführung 144

6.3.2 Die Funktion von Regeln 145

6.3.3 Das Dilemma zweiter Ordnung 148

6.3.4 Die Kosten von Regeln 150

6.3.5 Die Offenheit von Regeln 151

6.3.6 Spielregeln und Spielverständnis 152

6.4 Werte 153

6.4.1 Funktionen von Werten 153

6.4.2 "Grundwerte" 155

6.4.2.1 Solidarität 155

6.4.2.2 Respekt 156

6.4.2.3 Fairness 158

6.4.2.4 Nachhaltigkeit 159

Kapitel 7: Der moral point of view 162

7.1 Moralisches Urteilsvermögen 162

7.2 Aspekte moralischer Urteile 164

7.2.1 Handlungsfolgen 165

7.2.2 Intentionen 167

7.2.3 Tugenden 169

7.2.4 Institutionen 172

7.3 Verantwortung 173

7.4 Bereuen 176

7.4.1 Der Grundgedanke 176

7.4.2 Stufen des Bereuens 177

7.4.3 Die Verantwortlichkeit der anderen Seite 179

7.5 Relevante Inkonsistenzen (II) 180

7.6 Der Unparteiische Betrachter 182

7.6.1 Die Idee 182

7.6.2 Der normativistische