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Und du stürzt in einen Albtraum ... Ruth Gemill fährt nach Norden. Ihr Bruder Alex meldet sich einfach nicht, sie will nach ihm sehen. Fahl steht die Sonne über den Feldern. Da spürt Ruth einen Schlag am Wagen. Sie hält an und steigt aus. Sie schaut sich um. Sieht eine Bewegung. Ein grauer Schatten taumelt auf sie zu ... J. M. Morris schreibt spannend wie Minette Walters, unheimlicher als ein Hitchcockfilm. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)

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Produktbeschreibung
Und du stürzt in einen Albtraum ... Ruth Gemill fährt nach Norden. Ihr Bruder Alex meldet sich einfach nicht, sie will nach ihm sehen. Fahl steht die Sonne über den Feldern. Da spürt Ruth einen Schlag am Wagen. Sie hält an und steigt aus. Sie schaut sich um. Sieht eine Bewegung. Ein grauer Schatten taumelt auf sie zu ... J. M. Morris schreibt spannend wie Minette Walters, unheimlicher als ein Hitchcockfilm. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)

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Autorenporträt
J. M. Morris legte mit »Das Gespinst« seinen ersten Psychothriller vor.
Rezensionen
Düstere Vergangenheit statt "Sex in the City"
Die Heldin der Geschichte ist Ruth, eine Frau um die dreißig – eine Vertreterin der „Generation Ally“ möchte man meinen. Dynamisch, erfolgreich und eine die, wenn sie nicht „Sex in the City“ so doch ihr Leben im Griff hat - meist zumindest. Wenn, ja wenn da nicht diese düstere Seite ihrer Vergangenheit wäre, mit einer gescheiterten Beziehung, die alles aufweist, worauf frau sicherlich nicht stolz ist: bis hin zu Demütigung und Gewalt.
Nur einen gab es, der in diesen schweren Zeiten zu ihr hielt – Alex, der kleine Bruder. Klar, dass sich die Protagonistin umgehend aufmacht, ihn zu suchen, als es heißt, der Lehrer sei verschwunden.
Und so fährt sie von London nach Nordengland. Eine rauhe Gegend, in der auch die Bewohner keine Süßholzraspler sind. Sondern eher vom Typ „harte Schale, weicher Kern“.
Normalerweise.
Nicht so in Greenwell. Hier sind alle Menschen, die Ruth um Hilfe oder auch nur um Informationen bittet, unfreundlich – wenn sie ihr nicht sogar offene Feindseligkeit entgegen bringen. Und auch die Polizei ist alles andere als ein „Freund und Helfer“.
Als Krönung des Ganzen scheint es, als sei Ruths Exfreund ebenfalls in der Gegend – und das mit Absichten, die sich seit der gemeinsamen Zeit nicht wirklich in Freundlichkeit verkehrt haben ...
Spiel mit Ängsten und Phantasien
Und während Ruth ihre Suche fortsetzt und dabei auf Dinge stößt, die sie besser nicht finden sollte, während sie sich ängstigt und mehr und mehr in ihre seelischen Bestandteile auflöst, da leidet auch der Leser und fragt sich: Das Gespinst ... WER spinnt hier? Die Hauptfigur? Der Autor? Man selbst ...?
Manche Wendungen in der Handlung sind so absonderlich und abseitig, dass man nicht weiß, ob man Morris für sein Geschick, mit den Ängsten und Phantasien der Charaktere UND seiner Leser zu spielen, rückhaltlos bewundern oder sich doch eher fragen soll, wer so etwas wohl glauben wird.
Alles andere als ein klassischer Thriller
Und bis zum Schluss bleiben die Zweifel, wobei es sich denn nun um ein reales Verbrechen handelte und was sich nur in den Köpfen der Protagonisten abspielte. Genau das ist auch die Stärke dieses Thrillers von ganz eigenem Reiz.
Schade nur, dass die Spannung, die der Autor aufbaut, nicht durchgängig gehalten wird – es bleibt der Gedanke, dass man aus einem solchen Stoff hätte mehr machen können.
Eines allerdings ist klar: Vom Zuschnitt her müßte sich eine Verfilmung des Romans sicherlich nicht vor den gängigen Psychothrillern verstecken, ganz im Gegenteil!
(Michaela Pelz, www.krimi-forum.de)
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