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Inhaltsangabe:Einleitung: Das Thema der psychiatrischen Erkrankungen interessiert mich seit meiner Ausbildung als Krankenpfleger, innerhalb der ich acht Wochen auf einer halbgeschlossener Station arbeitete. Ich war damals schon fasziniert von den möglichen Facetten, in denen sich eine psychiatrische Krankheit der Umwelt des Patienten und somit mir zeigen kann. Auf dieser Station waren Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern und in allen Altersstufen, ausgenommen die ¿gerontopsychiatrischen Fälle¿, vertreten. Diese mussten irgendwie miteinander klar kommen und sollten dabei noch…mehr

Produktbeschreibung
Inhaltsangabe:Einleitung: Das Thema der psychiatrischen Erkrankungen interessiert mich seit meiner Ausbildung als Krankenpfleger, innerhalb der ich acht Wochen auf einer halbgeschlossener Station arbeitete. Ich war damals schon fasziniert von den möglichen Facetten, in denen sich eine psychiatrische Krankheit der Umwelt des Patienten und somit mir zeigen kann. Auf dieser Station waren Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern und in allen Altersstufen, ausgenommen die ¿gerontopsychiatrischen Fälle¿, vertreten. Diese mussten irgendwie miteinander klar kommen und sollten dabei noch Fortschritte machen bzw. so gesund werden, dass sie entlassen werden konnten. Gerade die jungen Patienten, die zum ersten Mal mit einer psychiatrischen Diagnose konfrontiert worden waren, kamen mir damals im Stationsalltag oftmals verloren, wenn nicht gar fehl am Platz vor. Die ¿normale Versorgung¿, bzw. die im Stationsalltag integrierten Angebote schienen mir von dieser Patientengruppe nicht angenommen werden zu können. So wurde in den Morgenrunden oftmals von diesen Patienten thematisiert, dass z.B. Körbe flechten, Bilder malen und Gesprächsgruppen mit anderen oftmals chronifizierten und langjährig erkrankten Patienten eher das subjektive Befinden der Patienten verschlechtere bzw. einer Verbesserung der momentanen Situation im Wege stünde. Im Rahmen meines Praktikums in der Sozialpsychiatrischen Psychosen Ambulanz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf von Sommersemester 2004 bis einschließlich Sommersemester 2005 wurde ich erneut mit der Patientengruppe der psychotisch Ersterkrankten konfrontiert - zum einem im Rahmen der Angebote der SPA, an denen ich mitwirkte, zum anderem im Rahmen der Krisentagesklinik. Zu dieser Zeit waren die Umstrukturierungen der Krisentagesklinik voll im Gange. Das Angebot war ursprünglich für die ambulanten Patienten konzipiert, die in Krisen eine Verdichtung des Angebots benötigen. Im Zuge der Umstrukturierung wurde ein spezielles Angebot für Ersterkrankte geschaffen. Ich habe mehrere Angebote der Krisentagesklinik, wie z.B. die Ausflugsgruppe, das Freitagsfrühstück und das Metakognitive Training mitbetreut und teilweise mitgestaltet und somit direkt mit dieser Patientengruppe Kontakt gehabt. Mir fiel damals auf, dass sich die Patienten, im Gegensatz zu der Art der Versorgung, wie ich sie im Rahmen der Ausbildung zum Krankenpfleger kennen gelernt hatte, viel besser und leichter auf die Therapie einlassen konnten und somit auch von ihr profitieren konnten. Zusätzlich habe ich direkt miterlebt, wie unterschiedlich die Konzepte und Meinungen in Bezug darauf sein können was für diese Patientengruppe die ¿richtige Therapie¿ darstellt. Ebenso konnte ich im Rahmen der Teamsitzungen miterleben, wie Mitarbeiter, bedingt durch die neue Herausforderungen bei der Arbeit mit dieser Patientengruppe an ihre Grenzen gerieten, weil die üblichen Therapieinstrumente nicht funktionierten oder die Sprache so unterschiedlich war, so dass das Herstellen eines Kontaktes und somit eine konstruktive Kommunikation nur schwer möglich war. Als ich in meinem Umfeld auch noch direkt mit der Problematik der Erstmanifestation einer Psychose konfrontiert wurde und miterlebte wie schwierig es für einen Hilfesuchenden sein kann, einerseits überhaupt psychiatrische Hilfen für sich zu erschließen und andererseits ein passendes Angebot zu finden von dem er profitieren kann, stellte ich mir die Frage warum das so ist und wie die möglichen Konzepte aussehen könnten um dem entgegen zu wirken. Im Anschluss an das Praktikum während des Studiums und insbesondere während der Lernphase auf das Examen setzte ich mich mit dem Modell der Bedürfnissangepassten Behandlung auseinander. Mein Interesse am Verfassen der Diplomarbeit bestand darin, herauszufinden worin die besondere Problematik der Erstmanifestation einer Psychose liegt und welche Erfahrungen die therapeutisch Tätigen im Rahmen ihrer Arbeit gemacht haben. Insbesondere wollte ich die Tätigkeit der Krisentagesklinik herausstellen und die Erfahrungen der dort Tätigen darstellen, da sie meiner Meinung nach, bedingt durch die Umstellung auf die neue Patientengruppe, besonders gut vermitteln können, was sich im Rahmen der Behandlung bewährt hat und welche Probleme bestehen. Ein weiters Anliegen war für mich herauszufinden welche Veränderungen im Zuge der Ausbildung - insbesondere des Studiums der Sozialpädagogik - möglich sind, um für die Arbeit mit dieser Patientengruppe besser qualifiziert zu sein. Im ersten Teil der Arbeit möchte ich die Grundlagen erarbeiten, Begrifflichkeiten klären und die aus meiner Sicht besonderen Aspekte im Zusammenhang mit psychotisch Ersterkrankten darstellen, die ich in der Literatur gefunden habe. Ebenso möchte ich hier den Ansatz der Bedürfnissangepassten Behandlung, der von Alanen und Kollegen entwickelt wurde, darstellen. In dem zweiten Teil der Arbeit gehe ich dann auf die Versorgungsstruktur im Universitätsklinikum Eppendorf und auf die speziellen Angebote ein, die dort psychotisch Ersterkrankten angeboten werden. Anschließend möchte ich die konkreten Ergebnisse der verschiedenen umgesetzten Konzepte darstellen. Durch die Befragung der Mitarbeiter der Krisentagesklinik habe ich versucht, etwas über die aktuelle Arbeitssituation in Bezug auf psychotisch Ersterkrankte in der Hamburger Psychiatrie zu vermitteln. Insbesondere soll die Befragung ¿aus erster Hand¿ Hinweise geben, was sich im Rahmen der Arbeit in Hinblick auf den Verlauf der Erkrankung besonders bewährt hat und welche besonderen Herausforderungen die Arbeit mit dieser Patientengruppe an die Mitarbeiter stellt. Ebenso wollte ich die Wünsche und Visionen darstellen, welche die Mitarbeiter in Bezug auf eine Verbesserung für ihre Arbeit haben. Insgesamt hoffe ich, mit meiner Arbeit einen aktuellen Überblick über die Patientengruppe der psychotisch Ersterkrankten, die Problematik der Chronifizierung und über die Bemühungen der Professionellen, eine adäquate Behandlung zu etablieren, darzustellen. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung1 2.Grundlagen und Begriffsbestimmungen3 2.1Krankheit und Gesundheit3 2.2Das anthropologische und das pathologische Krankheitsverständnis4 2.3Was ist eine Psychose?5 2.3.1Die Häufigkeit von Psychosen6 2.3.2Die Häufigkeit der schizophrenen Psychose7 2.4Ausgewählte ätiologische Aspekte der schizophrenen Psychose8 2.5Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell10 2.6Das Prinzip des Shared Decision-Making11 3.Psychotisch Ersterkrankte12 3.1Grundlagen12 3.2Die richtige Wahl des Zeitpunktes für den Behandlungsbeginn13 3.2.1Der Verlauf der Erkrankung bis zum Behandlungsbeginn14 3.2.2Die verschiedenen Phasen der Erkrankung15 3.3Die Diagnose16 3.4Der mögliche Verlauf der Erkrankung18 3.5Das Problem der Chronifizierung20 3.6Das Modell der Bedürfnisangepassten Behandlung25 3.6.1Entwicklung des Modells der Bedürfnisangepassten Behandlung26 3.6.2Behandlungsprinzipien der Bedürfnisangepassten Behandlung28 4.Die Versorgungsstrukturen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf33 4.1Der Arbeitsbereich Psychosen am UKE33 4.1.1Die Patienten des Arbeitsbereiches Psychose33 4.1.2Der Zugang zur Behandlung35 4.1.3Die Behandlungsrichtlinien und -strukturen35 4.1.4Die Behandlungsprinzipien37 4.2Die Sozialpsychiatrische Psychosen Ambulanz38 4.3Die speziellen Angebote für Ersterkrankte im Rahmen der SPA39 4.3.1Die Krisentagesklinik39 4.3.1.1Die Behandlungsprinzipien der KriTK40 4.3.1.2Das Aufnahmeprocedere der KriTK40 4.3.1.3Das Team der KriTK41 4.3.1.4Die zentralen Behandlungselemente der KriTK41 4.3.1.5Das Entlassungsmanagement44 4.3.2Das Psychosen Ersterkennungs- und Behandlungsprojekt45 4.3.3Das Assertive-Community-Treatment-Projekt46 5.Darstellung der Ergebnisse der verschiedenen Konzepte und Projekte47 5.1Die Implementierung des Models der Bedürfnisangepassten Behandlung47 5.2Darstellung der Evaluation das Turku-Projekts49 5.2.1Allgemeine Ergebnisse49 5.2.2Darstellung der 5-Jahres-Katamnesedaten50 5.3Darstellung der Katamnesedaten der Kupittaa-Studie52 5.4Darstellung des Projekts ¿Akute integrierte Psychosebehandlung¿53 5.5Das finnische West-Lapplandprojekt der ¿Open-Dialogue-Approach¿55 5.5.1Allgemeines55 5.5.2Die zentralen Elemente des ODA56 5.5.3Die Wirksamkeit des ODA56 5.5.3.1Vergleichstudie zwischen ODA und traditioneller Behandlung57 5.5.3.2Vergleichstudie zwischen ODA und dem API-Projekt57 5.6Evaluation des PEB64 6.Befragung der Mitarbeiter der KriTK70 6.1Vorbemerkung70 6.2Vorgehensweisen70 6.3.Ergebnisse der Befragung:72 7.Schlussfolgerung89 I.Tabellenverzeichnis94 II.Literaturverzeichnis95 IV.Anhang104 Textprobe:Textprobe: 4.1.4. Die Behandlungsprinzipien Das Ziel ist es ¿eine bedürfnisnahe differenzierte, flexible, integrierte und kontinuierliche Behandlung durch ein multiprofessionelles Team ohne Behandlungsabbrüche.¿ anzubieten. In diesem Zusammenhang erfolgt die Auswahl der therapeutischen und sozialen Interventionen, soweit wie möglich, nach den Richtlinien des Shared Decision-Making. Die Untersuchung, Diagnostik und Behandlung werden integrativ durchgeführt und sind durch eine psychotherapeutische Grundhaltung bestimmt. Die gebotenen Behandlungsangebote bzw. Therapieangebote sollen möglichst niedrigschwellig sein und einen aufsuchenden Charakter haben ebenso wird eine ambulante Therapie der stationären vorgezogen. Der ¿Eigensinn¿ der Patienten wird grundsätzlich als ein Ausdruck von Autonomiewünschen gesehen und stellt kein Defizit oder pathologisches Krankheitsmerkmal dar. Diese Autonomiewünsche sind im Rahmen einer Psychose, sowie im Recoveryprozeß, wesentlich schützenswert. So sollen auch eigensinnige und zurückgezogene Menschen in das Setting integriert werden. Eine Krankheitseinsicht wird nicht vorausgesetzt, sondern das gemeinsame Erarbeiteten als therapeutische Aufgabe gesehen. In Bezug auf die Pharmakotherapie wird eine möglichst niedrig dosierte Antipsychotikatherapie angestrebt einhergehend mit dem Versuch Nebenwirkungen soweit wie möglich zu vermeiden. Wird die Pharmakotherapie von den Patienten abgelehnt, so hat dies keinen Behandlungsabbruch zur Folge, sondern es wird gemeinsam nach Alternativen gesucht. ¿Generell gilt, dass bestimmte Behandlungsangebote nicht zur Vorraussetzung von anderen gemacht werden, sondern individuell passende Wege gesucht werden¿. Die Sozialpsychiatrische Psychosen Ambulanz: Die Sozialpsychiatrische Psychosen Ambulanz (SPA) ist die ambulante Behandlungseinheit des UKE. Sie ist für Menschen mit einem psychotischen Prodrom, einer psychotischen Erstmanifestation und langfristiger Psychoseerfahrung und deren Angehörige konzipiert. Die Art der Psychose ist für die Aufnahme irrelevant, d.h. ob eine affektive oder kognitive Störungen im Vordergrund stehen. Die SPA ist unterteilt in die Psychosenambulanz, die Krisen-Tagesklinik, das Assertive-Community-Treatment-Team, das Psychosen Ersterkennungs- und Behandlungsprojekt, das Bipolarenprojekt, das Projekt HopeS (Hilfe und Orientierung für psychisch erkrankte Studierende) und das Programm EX - In (Expirienced-Involvement). Die Aufklärungs-, Antistigmata- und Öffentlichkeitsarbeit erfolgt über das trialogische Projekt ¿Irre menschlich Hamburg¿. Das Angebot der SPA kann das Angebot von psychiatrischen/ psychotherapeutischen Praxen bei besonderen Anforderungen und Krisen ergänzen, wendet sich aber auch an Patienten und deren Angehörige, die noch keine passende Hilfe gefunden haben. Die Zielgruppe der Ersterkrankten setzt sich zusammen aus Menschen mit prodromaler, erster und in besonderen Fällen auch zweiter psychotischer Störung, die den Diagnosen schizophrene, schizophrenieforme oder schizoaffektive Psychose zugeordnet werden können sowie Jugendlichen mit eindeutiger Diagnose. Die SPA mit ihren ca. 200 ambulanten Plätzen bietet verschiedene Möglichkeiten: Individuelle Angebote: Jeder Patient erhält einen Bezugstherapeuten. Es findet eine bedürfnisangepasste individuelle Behandlung statt. Diese kann aus einer psychotherapeutischen/ sozialpsychiatrische Begleitung bestehen und Paar¿ und Familiengespräche, bei Bedarf auch zuhause, miteinschließen. Die Patienten können ebenso Hilfe bei lebensorganisatorischen Dingen, wie Job- und Wohnungssuche erhalten. Gruppen: Die SPA bietet eine Vielzahl von Gruppenangeboten. Dies können psychotherapeutische Gruppen, die Kunsttherapiegruppe oder diverse Körperbezogenen Gruppen wie z.B. die Sportgruppe und Alltagsbezogene Gruppen wie die Ausflugs¿ oder Kochgruppe sein. Offene Angebote: Die offenen Angebote umfassen frei zugängliche Aktivitäten wie den ¿offenen Treff¿ oder das Montagsfrühstück. Im Rahmen dieser Angebote können Patienten Kontakte knüpfen, essen und trinken und sich austauschen. Dadurch wird den Patienten ein Erfahrungsaustausch ermöglicht, Kontakt angeregt und ihnen Struktur geboten. Angebote für Angehörige/ Familien: Die Angehörigen und Freunde von Patienten werden auf Wunsch beraten. Dies ist einzeln oder in Gruppen möglich, für Angehörige gibt es ebenso eine Selbsthilfegruppe mit Anleitung. Die speziellen Angebote für Ersterkrankte im Rahmen der SPA: Die Krisentagesklinik: ¿Die Krisentagesklinik für Jungerwachsene ist eine in die SPA integriertes, teilstationäres Angebot mit 8 Plätzen, indem Jugendliche und junge Erwachsene Patienten gemeinsam im gleichen Setting behandelt werden.¿ Die Krisentagesklinik (KriTK) ist auf Menschen mit der Erstmanifestation einer Psychose spezialisiert. Von der KriTK wird ein individuell angepasstes und über fünf Tage die Woche bestehendes Angebot aus psychotherapeutischen, kunsttherapeutischen und psychosozialen Interventionen geboten. Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf der konstruktiven Nutzung von neueren Peer-Erfahrungen. ¿Das Ziel der Behandlung ist das Entaktualisieren der Konflikte, unter Berücksichtigung und Nutzung des Potentials welches in der ersten psychotischen Krise steckt, welche mit zur Entwicklung der Psychose geführt haben. Dies ist z.B. bei Drogenkonsum äußerst wichtig. Eine Stigmatisierung, wie die Selbststigmatisierung soll vermieden werden. Die Vermeidung bzw. Verkürzung einer Stationären Behandlung ist ebenso ein Ziel¿. Die Behandlungsprinzipien der KriTK: Den Patienten soll eine strukturübergreifende Kontinuität der Behandlung, die unabhängig vom Status ist, über fünf Jahre geboten werden. Die Behandlung erfolgt in Kooperation mit der KJP, unter Einbeziehung der Familien und des sozialen Umfeldes. Die Familien der Patienten sollen schnellstmöglich miteinbezogen werden. So finden regelhaft am Anfang und am Ende der Behandlung Hausbesuche statt. Dies hat auch zum Ziel, dass der Fokus auf die Klinik minimiert wird. Das Behandlungsangebot ist flexibel gestaltet und beinhaltet feste verpflichtende sowie freiwillige offene Angebote. Es soll insbesondere Angebote, die von der Klinik weg orientiert sind, wie zum Beispiel Kinobesuche, Ausflüge oder die Nutzung von Fitnessstudios beinhalten. Jeder Patient erhält möglichst einen auf ihn abgestimmten Wochenplan (s. Anhang 4), welcher Angebote der Ambulanz, zusätzlich zu den tagesklinischen je nach Indikation mit einschließt. Der Behandlungsplan wird gemeinsam mit dem Patienten gestaltet. Jeder Patient wird während des tagesklinischen Status von zwei Bezugstherapeuten betreut. Einer dieser beiden soll möglichst auch nach dem Wechsel in den ambulanten Status Bezugsperson bleiben, um Beziehungsabbrüche zu vermeiden. Das Aufnahmeprocedere der KriTK: Die Prämisse liegt auf der möglichst niedrigschwelligen Aufnahme, wenn möglich ohne Wartezeit. Die KriTK nimmt Menschen mit einer beginnenden ersten oder wiederholten Psychose im Alter von 17¿27 Jahren auf. Die Aufnahme erfolgt durch eine Krankenhauseinweisung für eine teilstationäre psychiatrische Behandlung. Die Aufnahme erfolgt regelhaft nach einem intensiven Erstgespräch. Dieses findet möglichst zusammen mit den Angehörigen statt. Das Gespräch dient der Information über die Behandlungsmöglichkeiten, der Unterstützung des Patienten gemeinsam individuelle Ziele der Behandlung zu formulieren und der Klärung der Art der Nutzung der KriTK durch den Patienten. Wenn es indiziert ist kann die Behandlung zuerst auch ambulant begonnen werden und somit die Motivation des Patienten für eine Behandlung im Rahmen des teilstationären Settings gefördert werden. Die Erörterung der psychosozialen Situation, der Krankengeschichte, der Biographie und der aktuellen Symptomatik bzw. Problematik erfolgt ebenso zu Beginn der Behandlung durch den Bezugstherapeut, die Mitarbeiter der KriTK legen den Fokus allerdings zu Beginn auf die Aufnahme und Entwicklung einer therapeutischen Beziehung.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Bedey Media GmbH
  • Seitenzahl: 115
  • Erscheinungstermin: 11.04.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783836618519
  • Artikelnr.: 40739635
Autorenporträt
Holger Grambow, geboren 1976, Diplom-Sozialpädagoge, examinierter Krankenpfleger, Sozialpädagogikstudium an der HAW Hamburg, Abschluss 2008 als Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge. Er ist tätig als Sozialpädagoge im Bereich PPM-Betreuung bei der Landungsbrücke-Sozialpsychiatrische Hilfen in Hamburg und als Krankenpfleger auf der dermatologischen Station des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.