Sprache und Emotion - Schwarz-Friesel, Monika
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Emotionen sind für das menschliche Leben und Erleben konstitutive Phänomene: Sie bestimmen maßgeblich unsere Bewusstseins-, Denk- und Handlungsprozesse. Mittels der Sprache werden Emotionen ausgedrückt und benannt, geweckt, intensiviert oder generiert. Das vorliegende Buch zeigt, wie vielfältig die sprachlichen Möglichkeiten sind, unserer Gefühlswelt Ausdruck zu verleihen. Emotion wird zunächst als mehrdimensionales Kenntnis- und Bewertungssystem definiert und es wird ein integrativer Ansatz vorgestellt, demzufolge Sprache, Kognition und Emotion relevante Schnittstellen haben. Anhand…mehr

Produktbeschreibung
Emotionen sind für das menschliche Leben und Erleben konstitutive Phänomene: Sie bestimmen maßgeblich unsere Bewusstseins-, Denk- und Handlungsprozesse. Mittels der Sprache werden Emotionen ausgedrückt und benannt, geweckt, intensiviert oder generiert. Das vorliegende Buch zeigt, wie vielfältig die sprachlichen Möglichkeiten sind, unserer Gefühlswelt Ausdruck zu verleihen. Emotion wird zunächst als mehrdimensionales Kenntnis- und Bewertungssystem definiert und es wird ein integrativer Ansatz vorgestellt, demzufolge Sprache, Kognition und Emotion relevante Schnittstellen haben. Anhand innovativer Fallstudien werden die textuellen Manifestationen zentraler Gefühle erörtert, die eine besonders intensive Symbiose von Emotion und Sprache aufweisen: Angst, Trauer, Liebe, Verzweiflung und Hass.
  • Produktdetails
  • UTB Uni-Taschenbücher Bd.2939
  • Verlag: Utb; Francke
  • 2., Neuausg.
  • Seitenzahl: 424
  • Erscheinungstermin: 14. August 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 152mm x 30mm
  • Gewicht: 642g
  • ISBN-13: 9783825240394
  • ISBN-10: 3825240398
  • Artikelnr.: 38480142
Autorenporträt
Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel ist Leiterin des Fachgebietes Allgemeine Linguistik an der Technischen Universität Berlin.
Inhaltsangabe
Vorwort zur zweiten Auflage XI

0 Vorwort XIII

1 "Gefühl ist alles ...": Einführung in die Thematik 1

1.1 Einleitende Bemerkungen 1

1.2 Zur Relevanz von Emotionen und ihrer wissenschaftlichen Analyse 4

1.3 Sprache und Emotion in der Linguistik: Zu einem vernachlässigten Thema 7

1.4 Zum aktuellen Forschungsstand 12

1.5 Zusammenfassung 16

2 Sprache: Facetten und Funktionen 17

2.0 Vorbemerkungen 17

2.1 Sprache als geistiger Besitz und kognitives System 18

2.2 Sprache als kommunikatives Instrument 22

2.3 Die realitätskonstruierende Funktion von Sprache 31

2.3.1 Referenz und Textwelten 31

2.3.2 Textverstehen und die Konstruktion von Textweltmodellen:

Die aktive Rolle des Rezipienten 33

2.3.3 Weltwissen: Konzepte und Schemata 37

3 Glaube, Liebe, Hoffnung: Definition, Konzeptualisierung und Klassifikation von Emotionen 43

3.1 Emotion als Kategorie 43

3.1.1 Zur Problematik einer Definitionsfindung 43

3.1.2 Empfindung, Affekt, Instinkt, Motiv 49

3.2 Emotionstheorie: Klassifikationskriterien und Beschreibungsparameter 55

3.2.1 Ausdrucks- und Realisierungsformen von Emotionen 55

3.2.2 Kategorisierung und Klassifikation von Emotionen 62

3.3 Bestimmungsmerkmale: Die Parameter 69

3.4 Emotionen als Kenntnis- und Bewertungssysteme 72

3.5 Gefühle als erlebte Emotionen: Eine kognitive Bestimmung 77

3.6 Emotionale Einstellungen 81

4 Zur Interaktion von Emotion und Kognition 89

4.1 Zur Dominanz der Kognition: Der Mensch, das vernunftbegabte Wesen? 89

4.2 Die Architektur des Geistes: Kognition und Modularität 93

4.3 Gedanken und Gefühle: Gemeinsamkeiten und Unterschiede 97

4.4 Kognitive Gefühle: Kein Widerspruch 102

4.5 Exkurs: Verstand und Vernunft 105

4.6 Zur Interaktion: Emotionale Kognition und kognitive Emotion 109

4.7 Kurzer Exkurs: Das Konzept der "Emotionalen Intelligenz" 117

4.8 Emotionen und ihre neuronale Basis im Gehirn 119

4.8.1 Zur Relevanz des limbischen Systems 119

4.8.2 Emergenz und Qualia: Gefühle als mentale Phänomene! 12
03   
4.9 Sprachverarbeitungsprozesse und Emotionen 126

4.9.1 Emotion und Sprachproduktion 126

4.9.2 Sprachrezeption: Textverstehen und emotionale Prozesse 129

4.9.3 Konzeptualisierungen: Wie Emotion Sprachverarbeitung beeinflusst 132

5 Gefühle sprachlich mitteilen: Referenz auf Emotionen und verbale Ausdrucksmöglichkeiten der emotionalen Einstellung 134

5.1 Wörter: Lexikalische Ausdrucksvarianten von Emotionen 134

5.1.1 Wörter als Symbole 134

5.1.2 Gefühl und Emotion: Zur distributiven Semantik der beiden Wörter - Überschneidungen und Unterscheidungen 138

5.1.3 Darstellung und Ausdruck von Emotionen 144

5.1.4 "Oh, wie so trügerisch..." Interjektionen und ihre expressive Funktion 154

5.1.5 Konnotationen: die emotionalen Begleiter von Wörtern? 162

5.2 Emotionsdarstellungen auf der Satzebene 173

5.2.1 Emotive Satzbedeutungen: Propositionen, Doppelpropositionen und Einstellungsvermittlungen 173

5.2.2 Vergleiche 191

5.2.3 Exkurs: "Sie sind der schlimmste Hetzer seit Goebbels" - NS-Vergleiche und ihre expressive Funktion 197

5.2.4 Metaphern 200

6 Texte und ihr Emotionspotenzial 212

6.1 Textuelles Emotionspotenzial und kognitive Emotionalisierung 212

6.2 Literarische Texte: Explizite und implizite Gefühlsthematisierung 220

6.3 Emotionalisierung als persuasive Strategie: Massenmediale Krisenberichterstattung 224

6.4 Werbung, Boulevard und Gefühlskultur: Die Konzeptualisierung SCHÖN IST FALTENLOS UND JUNG 233

7 "Worte, Worte, nichts als Worte" - Von der Unaussprechlichkeit der Gefühle ... und einem kurzen Exkurs zu den Sprachkrisen in der Literatur 236

8 Trauer und Angst: Konfrontation mit dem Tod 247

8.0 Vorbemerkungen 247

8.1 Todesangst: Konzeptualisierung und Verbalisierung des antizipierten Lebensendes 248

8.2 Todesmetaphern: Verbale Manifestationen der Unerfahrbarkeit 263

8.3 Todunglücklich und sterbensla

Vorwort . . . XI

1 "Gefühl ist alles ...": Einführung in die Thematik . . . 1
1.1 Einleitende Bemerkungen. . . 1
1.2 Zur Relevanz von Emotionen und ihrer wissenschaftlichen Analyse . . . 4
1.3 Sprache und Emotion in der Linguistik: Zu einem vernachlässigten Thema . . . 7
1.4 Zum aktuellen Forschungsstand . . . 12
1.5 Zusammenfassung . . . 15

2 Sprache: Facetten und Funktionen . . . 17
2.0 Vorbemerkungen. . . 17
2.1 Sprache als geistiger Besitz und kognitives System . . . 18
2.2 Sprache als kommunikatives Instrument . . . 22
2.3 Die realitätskonstruierende Funktion von Sprache. . . 31
2.3.1 Referenz und Textwelten . . . 31
2.3.2 Textverstehen und die Konstruktion von Textweltmodellen: die aktive Rolle des Rezipienten . . . 33
2.3.3 Weltwissen: Konzepte und Schemata . . . 37

3 Glaube, Liebe, Hoffnung: Definition, Konzeptualisierung und Klassifikation von Emotionen . . . 43
3.1 Emotion als Kategorie . . . 43
3.1.1 Zur Problematik einer Definitionsfindung . . . 43
3.1.2 Empfindung, Affekt, Instinkt, Motiv . . . 49
3.2 Emotionstheorie: Klassifikationskriterien und Beschreibungsparameter . . . 55
3.2.1 Ausdrucks- und Realisierungsformen von Emotionen . 55
3.2.2 Kategorisierung und Klassifikation von Emotionen . . . 62
3.3 Bestimmungsmerkmale: die Parameter. . . 69
3.4 Emotionen als Kenntnis- und Bewertungssysteme. . . 72
3.5 Gefühle als erlebte Emotionen: Eine kognitive Bestimmung . . 77
3.6 Emotionale Einstellungen . . . 81

4 Zur Interaktion von Emotion und Kognition. . . 89
4.1 Zur Dominanz der Kognition: Der Mensch, das vernunftbegabte Wesen? . . . 89
4.2 Die Architektur des Geistes: Kognition und Modularität . . . 93
4.3 Gedanken und Gefühle: Gemeinsamkeiten und Unterschiede 97
4.4 Kognitive Gefühle: Kein Widerspruch. . . 102
4.5 Exkurs: Verstand und Vernunft . . . 105
4.6 Zur Interaktion: Emotionale Kognition und kognitive Emotion . . . 109
4.7 Kurzer Exkurs: Das Konzept der "emotionalen Intelligenz" . . . 117
4.8 Emotionen und ihre neuronale Basis im Gehirn. . . 119
4.8.1 Zur Relevanz des limbischen Systems . . . 119
4.8.2 Emergenz und Qualia: Gefühle als mentale Phänomene! . . . 122
4.9 Sprachverarbeitungsprozesse und Emotionen . . . 125
4.9.1 Emotion und Sprachproduktion . . . 125
4.9.2 Sprachrezeption: Textverstehen und emotionale Prozesse . . . 128
4.9.3 Konzeptualisierungen: Wie Emotion Sprach verarbeitung beeinflusst . . . 131

5 Gefühle sprachlich mitteilen: Referenz auf Emotionen und verbale Ausdrucksmöglichkeiten der emotionalen Einstellung . . . 134
5.1 Wörter: lexikalische Ausdrucksvarianten von Emotionen . . . 134
5.1.1 Wörter als Symbole . . . 134
5.1.2 Gefühl und Emotion: Zur distributiven Semantik der beiden Wörter - Überschneidungen und Unterscheidungen . . . 138
5.1.3 Darstellung und Ausdruck von Emotionen . . . 144
5.1.3.1 "Gefühlswörter" des Deutschen: Emotionsbezeichnende Wörter . . . 144
5.1.3.2 Emotionsausdrückende Wörter . . . 151
5.1.4 "Oh, wie so trügerisch ..." - Interjektionen und ihre expressive Funktion . . . 154
5.1.5 Konnotationen: die emotionalen Begleiter von Wörtern? . . . 162
5.2 Emotionsdarstellungen auf der Satzebene . . . 173
5.2.1 Emotive Satzbedeutungen: Propositionen, Doppelpropositionen und Einstellungen . . . 173
5.2.2 Vergleiche . . . 190
5.2.3 Exkurs: "Sie sind der schlimmste Hetzer seit Goebbels" - NS-Vergleiche und ihre expressive Funktion . . . 195
5.2.4 Metaphern . . . 199

6 Texte und ihr Emotionspotenzial . . . 210
6.1 Textuelles Emotionspotenzial und kognitive Emotionali sierung . . . 210
6.2 Literarische Texte: Explizite und implizite Gefühls thema tisierung . . . 218
6.3 Emotionalisierung als persuasive Strategie: massenmediale Krisenberichterstattung . . . 222
6.4 Werbung, Boulevard und Gefühlskultur: Die Konzeptualisierung SCHÖN IST FALTENLOS UND JUNG . . . 230

7 "Worte, Worte, nichts als Worte" - Von der Unaussprechlichkeit der Gefühle ... und einem kurzen Exkurs zu den Sprachkrisen in der Literatur . . . 234

8 Trauer und Angst: Konfrontation mit dem Tod . . . 245
8.0 Vorbemerkungen. . . 245
8.1 Todes-Angst: Konzeptualisierung und Verbalisierung des antizipierten Lebensendes . . . 246
8.2 Todesmetaphern: Verbale Manifestationen der Unerfahrbarkeit. . . . 261
8.3 Todunglücklich und sterbenslangweilig - Tod als emotionsausdrückendes Lexem . . . 267
8.4 Reden über den Tod: Mein Beileid und das große Schweigen - Tabuisierung und emotionale Abwehr in der Alltagskommunikation . . . 271
8.5 Öffentliche und veröffentlichte Trauer - Gefühle in Todesanzeigen im Konflikt von Intimität und Konventionalität . . . 276
8.6 Schlussbemerkung. . . 286

9 "How do I love thee?" - Die Sprache der Liebenden . . . 287
9.1 Fragen und Probleme . . . 287
9.2 Das Konzept der Liebe: Zur Universalität einer Emotion und der Kulturspezifik eines Gefühls . . . 288
9.3 Intensitäts- und Unikalitätskodierung: Zur Rolle der Sprache im Liebesdiskurs . . . 293
9.4 Vergleiche und Metaphern: Konzepte der "Himmelsmacht" . . 299
9.5 Ewige Treue vs. Dreck: Liebesdarstellungen in der aktuellen Prosa zwischen klischeeerhaltender Metaphorik und des illusionierender Stereotypzerschlagung . . . 303
9.5.1 LIEBE als Schwulst und Floskel: Die Konzeptualisierung von Liebe in Trivial- und Heftromanen . . . 303
9.5.2 Moderne und postmoderne Prosa: Animalische Instinkte . . . 307
9.6 Schlussbemerkung. . . 310

10 Unfassbares in Worte fassen? Facetten der Holocaustdarstellung und die Sprache der Überlebenden.. . . 311
10.1 Zur Thematik . . . 311
10.2 Die Sprache der Er- und Überlebenden: Explizite Referenz und surrealistische Implizitheit . . . 312
10.2.1 Tagebuchaufzeichnungen. . . 312
10.2.2 Literarische Prosa: Appelfelds "Badenheim" . . . 319
10.2.3 Metaphern in der Lyrik: "das Material der Qual". . . 322

11 Vorurteile und Hass: Die Sprache als Waffe - verbaler Antisemitismus 327
11.1 Zur Problematik. . . 327
11.2 Antisemitismus als kommunikatives Phänomen. . . 329
11.2.1 Der primäre Antisemitismus . . . 329
11.2.2 Der eliminatorische Antisemitismus . . . 333
11.3 Stereotype, Vorurteile und emotionale Einstellungen . . . 336
11.4 Der sekundäre Antisemitismus . . . 340
11.5 Wann ist eine sprachliche Äußerung antisemitisch? Klassifikationskriterien . . . 347
11.6 "Ab nach Israel!" - Briefe und E-Mails an einen deutschen Juden - Anti-Israelismus als Formvariante des aktuellen

Antisemitismus . . . 353

Schlusswort . . . 361

Bibliographie . . . 362

Sachwortregister. . . 395