Berufsbilder 2000
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Wenn es darum geht, die Berufsbi 1 dung unter der Leit idee der soz i al en Gestaltung von Arbeit und Technik zu erneuern, muß man sich zunächst einige Klarheit darüber verschaffen, was mit dieser Leitidee gemeint sein kann. Es wi derspräche dem subjektiven Moment des Gestaltungsgedankens, wollte man gleichsam eine objektive Definition oder eine theoretische Ableitung versu ehen. Statt dessen wo 11 en wi r hi er verschiedene Perspekti ven eröffnen, die allerdings systematisch aufeinander verweisen. Sie beleuchten das Thema von unterschi edl i ehen Seiten und 1 assen so insbesondere das Wechsel…mehr

Produktbeschreibung
Wenn es darum geht, die Berufsbi 1 dung unter der Leit idee der soz i al en Gestaltung von Arbeit und Technik zu erneuern, muß man sich zunächst einige Klarheit darüber verschaffen, was mit dieser Leitidee gemeint sein kann. Es wi derspräche dem subjektiven Moment des Gestaltungsgedankens, wollte man gleichsam eine objektive Definition oder eine theoretische Ableitung versu ehen. Statt dessen wo 11 en wi r hi er verschiedene Perspekti ven eröffnen, die allerdings systematisch aufeinander verweisen. Sie beleuchten das Thema von unterschi edl i ehen Seiten und 1 assen so insbesondere das Wechsel verhältni s von Arbeit, Technik und Bildung hervortreten. Seit Beginn des Jahrzehnts gilt die Sozialverträgliche Technikgestal tung als eine Herausforderung für Politik, Wissenschaft und andere Bereiche gesellschaftlicher Praxis. Die Einsicht, daß Technik nicht - quasi eigenen Gesetzen folgend - auf dem einen Königsweg fortschreitet, sondern immer mehr oder wen i ger bewußt von Interessen, dahinterl iegenden Bedürfni ssen, von Phantasien und Träumen beeinflußt ist, eingebettet in kulturelle Strömungen und gesellschaftliche Strukturen, kurz: daß Technik aus Zwecken und nicht nur aus Natur- und Sachgesetzen erwächst, diese Einsicht hat im Verbund mit der einen oder anderen Ernüchterung über die Folgen der Tech nikentwicklung zu einer sich verbreitenden Initiative geführt, Technik primär ihres Gebrauches wegen zu entwickeln, ihr konsequent Werkzeugcharak ter zu verleihen, sie sozialen Zwecken unterzuordnen. Technische Innovatio nen sollen als soziale Innovationen begriffen und jede Technikentwicklung zunächst als eine Dimension der Gestaltung sozialer Zukunft verstanden wer den.
  • Produktdetails
  • Sozialverträgliche Technikgestaltung Bd.18
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • Artikelnr. des Verlages: 978-3-531-12235-9
  • 1991.
  • Seitenzahl: 656
  • Erscheinungstermin: 1. Januar 1991
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 155mm x 34mm
  • Gewicht: 991g
  • ISBN-13: 9783531122359
  • ISBN-10: 3531122355
  • Artikelnr.: 25283957
Inhaltsangabe
Zusammenfassung.- I Einführung.- II Soziale Gestaltung von Arbeit und Technik - Perspektiven einer Leitidee für die berufliche Bildung.- 1. Einleitung.- 2. Das Problemfeld Arbeit, Technik, Bildung.- 2.1 Arbeit, Technik, Bildung und das Programm "Sozialverträgliche Technikgestaltung".- 2.2 Zum unauflösbaren Zusammenhang von Arbeit, Technik und Bildung.- 3. Technikgestaltung als Leitidee für die berufliche Bildung.- 3.1 Aspekte gestaltungsorientierter Berufsbildung.- 3.2 Technik und Arbeit als konkurrierende Bezugspunkte für die Facharbeiterausbildung.- 3.2.1 Gewerblich-technische Berufsbildung als "fachbezogener" Unterricht in der Berufsschule.- 3.2.2 Die betriebliche Berufsausbildung als Anpassungsqualifizierung.- 4. Berufliche Bildung für die Gestaltung von Arbeit und Technik in der rechnergestützten Produktion.- 4.1 Objektiver Bedarf an subjektbezogenen Kriterien für die Gestaltung.- 4.2 Verzweigungssituationen und Arbeitsorganisation.- 4.3 Das Beispiel der Facharbeit an rechnergestützten Werkzeugmaschinen in flexiben automatisierten Betrieben.- 4.4 Zur Zukunft der Maschinenfacharbeit.- III Analyse der bisherigen Berufsbildungsplanung: die industriellen Metall- und Elektroberufe.- 1. Gegenstand, Fragestellung und Systematik der Untersuchung.- 2. Das Verhältnis von Technik und Bildung: ein Bezugsrahmen für die Untersuchung.- 2.1 Berufsbildung und Bildungsauftrag.- 2.2 Die verwissenschaftlichte Technikentwicklung/Produktion und Folgen für die industriellen Berufe.- 2.3 Das Verhältnis von Erstausbildung und Weiterbildung.- 3. Staatliche Organe, Gewerkschaften und Arbeitgeber als Interessenträger in der Berufsausbildung.- 3.1 Differenzierte Fragestellung und Methodik.- 3.2 Spezifische Interessen staatlicher Organe.- 3.3 Spezifische gewerkschaftliche Interessen.- 3.4 Spezifische Arbeitgeber-/Unternehmer-Interessen.- 3.5 Zusammenfassung.- 4. Die Mitwirkung der Berufsbildungsforschung an der Entwicklung von Berufsbildern.- 4.1 Differenzierte Fragestellung und Methodik.- 4.2 Abstimmungs- und Berufsordnungsverfahren: Formale Regelungen und Verfahrenspraxis.- 4.3 Ansätze, Methoden und Ziele der Berufsbildungsforschung und ihre Auswirkungen auf gewerblich-technische Berufsbilder.- 4.3.1 Arbeitsanalysen.- 4.3.2 Berufsanalysen.- 4.3.3 Weiterentwickelte Tätigkeits- und Berufsanalysen (ABB/Pfeuffer).- 4.3.4 Analysentopologie.- 4.3.5 Zusammenfassung.- 5. Auswirkungen und Realisierung unterschiedlicher Interessen in beruflichen Ordnungsmitteln.- 5.1 Differenzierte Fragestellung und Methodik.- 5.2 1. Beispiel: Stufenausbildung industrieller Elektroberufe von 1972.- 5.3 2. Beispiel: Neuordnung/Weiterentwicklung industrieller Metall- und Elektroberufe von 1987.- 5.3.1 Ziele der Neuordnung/Weiterentwicklung.- 5.3.2 Ist-Stand Analyse.- 5.3.3 Katalog der Teil- und Einzelqualifikationen.- 5.3.4 Katalog der strukturierten Inhalte.- 5.3.5 Zusammenfassung.- 6. Zusammenfassende Thesen.- 6.1 Berufsbildung und Bildungsauftrag.- 6.2 Berufsschneidung und horizontale Arbeitszergliederung.- 6.3 Verwissenschaftlichung der Technikentwicklung, Theorie-Praxis-Verhältnis und vertikale Arbeitsteilung.- 6.4 Verbindung von Erstausbildung und Weiterbildung: "Produktorientierung", Modernitätsrückstand und Erosion der Erstausbildung.- 6.5 Berufsbildungsplanung und Ausbildungsforschung.- IV Analyse von Zukunftsentwicklungen der Produktionstechnik: der Einfluß der Informations- und Kommunikationstechniken.- 1. Einleitung.- 2. Die untersuchten Branchen.- 2.1 Investitionsgüterindustrie.- 2.1.1 Einleitung.- 2.1.2 Der gegenwärtige Stand der CIM-Vernetzung und deren mittelfristige Planung in der Investitionsgüterindustrie.- 2.1.3 Einschätzung der Wirkung von Computereinsätzen.- 2.2 Automobil industrie.- 2.2.1 Einleitung.- 2.2.2 CIM-Konzepte in der Automobil industrie am Beispiel der BMW AG.- 2.2.3 Hard- und Softwarestruktur bei BMW.- 2.2.4 Automatisierungsgrad und technisches Innovationspotential bei BMW.- 2.2.5 Zusammenfassung.- 2.3 Konsumgüterindustrie.- 2.3.1 Einleitung.- 2.3.2 Unterhaltungselektronik als typische Großserienfertigung in der Konsumgüterindustrie.- 2.3.3 Ergebnisse und Tendenzen.- 3. Die untersuchten technischen Komponenten.- 4. Computerintegration in komplexen Produktionssystemen: CIM.- 4.1 Einleitung.- 4.2 Der Untersuchungsgegenstand.- 4.3 Netzarchitekturen in der CIM-Umgebung.- 4.4 CIM-Konzepte im Kontext sozialer Verträglichkeit.- 5. Robotik.- 5.1 Einleitung.- 5.2 Klassifizierung.- 5.2.1 Zwei Generationen der Roboterentwicklung.- 5.2.2 Anwendungsbereiche: Handhabung von Werkzeugen.- 5.2.3 Anwendungsbereiche: Handhabung von Werkstücken.- 5.3 Technische Daten und Merkmale von marktgängigen Industrierobotern.- 5.4 Sensortechnik.- 5.5 Auswirkungen der IR-Technik auf den Arbeitsmarkt.- 5.6 Zusammenfassende Thesen zum Einsatz von Industrierobotern.- 6. Expertensysteme 295 6.0 Einleitung.- 6.1 Funktion und Aufbau von Expertensystemen.- 6.1.1 Wissensbasis.- 6.1.2 Problemlösungskomponente.- 6.1.3 Benutzerschnittstelle.- 6.2 Facharbeiter als Experte.- 6.2.1 Entwicklung der Facharbeit im Berufsfeld Elektrotechnik.- 6.2.2 Facharbeit im Bereich Informationstechnik.- 6.2.3 Zusammenfassung.- 6.3 Stand der Entwicklung und der Anwendung von Expertensystemen in der Produktion.- 6.3.1 KI-Forschung und Expertensysteme.- 6.3.2 Anwendungsbereiche in der Produktion.- 6.4 Einsatzmöglichkeiten von Expertensystemen und ihre Auswirkungen auf die Facharbeit.- 6.4.1 Voraussetzungen für den Einsatz.- 6.4.2 Alternative Entwicklungspfade.- 7. Szenarisch ausgeformte Zukunftsaussichten.- 7.0 Einleitung.- 7.1 Investitionsgüterindustrie.- 7.2 Automobil industrie.- 7.3 Konsumgüterindustrie.- V Szenarios für Berufsbilder 2000.- 1. Einleitung.- 2. Antizipation und Partizipation als Prinzipien künftiger Bildung.- 2.1 Einleitung.- 2.2 Zukunftsorientierte Bildung - zur Begründung und Legitimation.- 2.3 Bildung, Gestaltungsperspektiven und Widerspruch.- 2.4 Zur Zukunft von Arbeit, Technik, Bildung: ein Themenspektrum.- 2.5 Veränderung der Sozialformen, Öffnung der (Aus-) Bildungsorganisation.- 3. Dialektische Aspekte der Leitidee "soziale Gestaltung von Arbeit und Technik".- 3.1 Bedingungen sozialer Gestaltung - einige Zwischenbemerkungen.- 3.1.1 Ökonomischer und technologischer Determinismus.- 3.1.2 Gestaltung, Subjekt, Leben ad hoc.- 3.1.3 Sozialverträglichkeit, Humanökologie, Normativität.- 3.2 Dimensionen einer sozialen Gestaltung der Technik.- 3.2.1 Technik und Natur: Naturbeherrschung, technischer Fortschritt, Selbstverwirklichung.- 3.2.2 Technik und Kultur: Macht, Phallus, Narziß.- 3.2.3 Technik und soziales System: Ökonomie, Herrschaft.- 4. Visionsuntersuchungen zur Gestaltung von Arbeit, Technik und Berufsbildung - ein Überblick.- 4.1 Einleitung: Der Erwerbsarbeitsplatz als "Gestaltungsort".- 4.2 Gestaltungskriterien oder Gestaltungsorientierungen?.- 4.3 Eine Alternative: Das Szenario von André Gorz.- 4.4 Selbstverwirklichung in der Erwerbsarbeit oder in der freien Zeit?.- 4.5 Eine vermittelnde Position zwischen Professionalisierung und Flexibilisierung.- 4.6 Szenario der Akademisierung: Ein neuer Riß in der Qua1ifikationsstruktur.- 4.7 Gestaltung von Arbeit und Technik als künftige berufspädagogische Perspektive.- 5. Szenarios Arbeit, Technik, Berufsbildung 2000.- 5.1 Reichweite der Szenarios.- 5.2 Offene Zukunft: der technozentrische und der anthropozentrische Pfad zur Fabrik 2000.- 5.3 Leitlinien für Berufsbilder und Bildungsplanung der Zukunft.- 5.3.1 Wider den Technikdeterminismus.- 5.3.2 Soziale Gestaltung von Arbeit und Technik.- 5.3.3 Szenario-Gedanke.- 5.3.4 Relative Eigenständigkeit der Berufsbildung.- 5.4 Vier Szenarios künftiger Berufsarbeit.- 5.4.1 Szenario I a: Computergestützter Neo-Taylorismus.- 5.4.2 Szenario I b: Computergestützte "humane Durchrationalisierung".- 5.4.3 Szenario II a: Dichotomisierte Reprofessionalisierung.- 5.4.4 Szenario II b: Selbstverwirklichung für alle in der Erwerbsarbeit: reprofessionalisierte Gruppenarbeit.- 5.5 Vier Szenarios künftiger Produktionstechnik.- 5.5.1 Szenario I a: Technozentrisches CIM (nichtgestalteter schneller Pfad).- 5.5.2 Szenario I b: Beschleunigter entlastender Pfad.- 5.5.3 Szenario II a: Computer Aided Industry: nichtgestalteter langsamer Pfad.- 5.5.4 Szenario II b: Human gestalteter langsamer Pfad: Menschenorientiertes integriertes Computer Aided Manufacturing.- 5.6 Drei Szenarios künftiger Berufsbildung.- 5.6.1 Szenario I a: Elitebildung.- 5.6.2 Szenario I b: Optimale Allgemeinbildung für alle.- 5.6.3 Szenario II a: Differenzierte Höherqualifizierung.- 5.7 Das Bildungsszenario II b: Integration beruflicher und allgemeiner Bildung.- 5.8 Offene Berufsbildung für das Jahr 2000: allgemeine berufliche Bildung.- 5.8.1 Offene Berufsbilder.- 5.8.2 Modul-Prinzip.- 5.8.3 Regulierte und deregulierte Variante.- 5.8.4 Kontrolle des Ausbildungsstandards.- 5.8.5 Methodische Offenheit - Lernen des Lernens.- 5.8.6 Weiterbildung und prospektive Berufsbildungsplanung.- 6. Gestaltungsorientierte Weiterbildung 2000.- 6.0 Einleitung.- 6.1 Weiterbildung: Arbeitsmarktinstrument, Modernisierungshilfe, Perspektive für eine Bildungsgesellschaft?.- 6.2 Anknüpfungspunkte in der historischen Entwicklung.- 6.3 Wurzeln der Gestaltung von Arbeit und Technik in der Erwerbsarbeit: Mitbestimmung am Arbeitsplatz, Qualitätszirkel.- 6.4 Techno-Logik und soziale Technik-Gestaltung.- 6.5 "Gestaltungszirkel": Kern eines neuen Weiterbildungskonzepts.- 6.6 Integrationsmodell für die Weiterbildung.- 6.7 Integration von Weiterbildung und Erstausbildung.- 6.8 Integration von beruflicher Weiterbildung und gewerkschaftlicher Arbeiterbildung.- VI Offene und modulare Berufsbilder - Orientierung für die allgemeine berufliche Bildung der Zukunft.- 0. Einleitung.- 1. Offene Berufsbilder als Orientierung für die künftigen beruflichen Ordnungsmittel.- 1.1 Die Offenheit.- 1.2 Die Modularität.- 1.2.1 Pflichtmoduln.- 1.2.2 Wahlpflichtmoduln.- 1.2.3 Wahlmoduln.- 2. Variabilität der Ausbildungszeiten.- 2.1 Regelausbildungszeit.- 2.2 Zeitliche Gliederung.- 3. Aufgabenteilung Berufsschule - Betrieb.- 3.1 Betriebliche Ausbildung.- 3.2 Berufsschulische Ausbildung.- 4. Offene versus geschlossene Interpretation modularer Berufsbilder.- 5. Kommunikative Evaluation der Berufsbildung und offene Berufsbildungsplanung.- 5.1 Bedeutung der Weiterbildung.- 5.2 Berufsbildungsausschüsse für die betriebliche (Aus-) Bildung.- 5.3 Schulische Lehrplanungs- und Evaluationskommissionen.- 5.4 Macht und Wissen.- VII Formative Evaluation und Vermittlungsaktivitäten.- 1. Zum Stellenwert der formativen Evaluation.- 2. Ein Netzwerk zur Evaluation und Vermittlung.- 3. Spezielle Evaluation, verallgemeinerte Vermittlung.- 4. Veröffentlichungen aus dem Projektzusammenhang.- Literatur.