Theodosius der Große (eBook, PDF) - Leppin, Hartmut
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  • Format: PDF


Theodosius der Große wurde lange als ein Herrscher betrachtet, der mit klaren politischen Vorstellungen eine katholische Staatskirche etablierte. Dieses Bild hat in jüngster Zeit aufgrund theologischer und historischer Erkenntnisse neue Farbe bekommen: Die Widersprüche seiner Politik, die Grenzen seiner Wirkungsmöglichkeiten und seine integrativen Absichten treten stärker in den Vordergrund. Hartmut Leppin zeichnet in seiner wissenschaftlich fundierten Biographie Theodosius als einen Kaiser, dessen Politik in einem hohen Maße von Sachzwängen bestimmt war. Der spektakuläre Bußakt von Mailand,…mehr

Produktbeschreibung
Theodosius der Große wurde lange als ein Herrscher betrachtet, der mit klaren politischen Vorstellungen eine katholische Staatskirche etablierte. Dieses Bild hat in jüngster Zeit aufgrund theologischer und historischer Erkenntnisse neue Farbe bekommen: Die Widersprüche seiner Politik, die Grenzen seiner Wirkungsmöglichkeiten und seine integrativen Absichten treten stärker in den Vordergrund. Hartmut Leppin zeichnet in seiner wissenschaftlich fundierten Biographie Theodosius als einen Kaiser, dessen Politik in einem hohen Maße von Sachzwängen bestimmt war. Der spektakuläre Bußakt von Mailand, bei dem der Kaiser sich scheinbar dem Bischof Ambrosius unterwarf, erscheint so in einem neuen Licht: Er war einer von vielen vorsichtigen Schritten, mit denen der Kaiser sich bemühte, den christlichen Glauben für seine Interessen nutzbar zu machen, ohne sein Seelenheil zu gefährden oder die machtvolle Kirche gegen sich aufzubringen.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Wissenschaftl.Buchgesell.
  • Seitenzahl: 280
  • Erscheinungstermin: 15.07.2019
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783534745777
  • Artikelnr.: 57177183
Autorenporträt
Der Althistoriker und Theologe Manfred Clauss war bis zu seiner Emeritierung Professor für Alte Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Bei der WBG ist er Mitherausgeber der Reihe 'Historische Biografien'. In jüngerer Zeit erschien von ihm u.a. 'Alexandria. Biographie einer Weltstadt' (2003) und 'Mithras. Kult und Mysterium' (2012).
Inhaltsangabe
Prolog I. Einführung: Ein Reich der Vielfalt II. Die Jugend eines Militärs III. Die ersten Jahre: Ein fremder Kaiser im Osten (379 - 382) Kaiserwahl im Schatten der Niederlage: Die Schlacht von Adrianopel und die Folgen Friede mit den Goten Die Gewinnung des Ostens IV. Sicherung des Erreichten (383 - 388) Auf dem Weg zur Reichseinheit Usurpation im Westen Das dreigeteilte Reich Griff nach dem Westen Stabilisierung der inneren Verhältnisse Starke Worte und milde Taten: Die Innenpolitik Sicherung der Dynastie und familiäres Leid V. Die Fremdheit des Vertrauten: Theodosius im Westen (388 - 391) Auf dem Weg nach Mailand In der alten Hauptstadt Zurück nach Mailand: Demut und Macht VI. Rückkehr nach Konstantinopel (391 - 394) Kampf um den wahren Glauben Anhaltende Spannung: Theodosius und die Verwaltung des Ostens Die werdende Hauptstadt: Konstantinopel Scheinbare Beruhigung: Die Außenpolitik und das Verhältnis zum Westen VII. Wieder im Westen Die zweite Usurpation: Arbogast und Eugenius Der Gegenschlag Ein Feldzug der Wunder Der Tod des Kaisers und der Weg zur Spaltung VIII. Theodosius der Große Anmerkungen Glossar Literatur Register
Rezensionen
"Der Frankfurter Althistoriker Hartmut Leppin war für die Meisterung der Probleme in ungewöhnlicher Weise disponiert. Durch zahlreiche Arbeiten zur Geistes- und Religionsgeschichte der Epoche ausgewiesen, hat er nun eine Darstellung jenes Herrschers vorgelegt, die sich durch ihre kritischen Wertungen ebenso auszeichnet wie durch ihre Übersetzung grundlegender Texte und die Interpretation repräsentativer Kunstwerke und Bauten." Süddeutsche Zeitung "Hartmut Leppin hat ein Buch über Theodosius den Großen geschrieben, das gut lesbar ist und sich für interessierte Laien und Fachhistoriker gleichermaßen zur Lektüre eignet. Über die Anmerkungen am Ende des Buches ist leicht ein tieferes Eindringen in die Forschungsliteratur möglich, denn der Autor verzeichnet stets die jüngste Monographie bzw. den jüngsten Aufsatz zum gerade angeschnittenen Thema, auf dessen Basis dann weiter recherchiert werden kann ... (Das Buch) kann jedem, der sich mit der Person und ihrer Zeit beschäftigt, als einführende Lektüre empfohlen werden." H-Soz-U-Kult "Zu den Stärken des Buches gehören zweifellos die teils eingehenden Quelleninterpretationen ... die klug ausgewählten und gut beschrifteten Abbildungen". Bulletin des Schweizerischen Altphilologenverbandes "H. Leppin, der bereits mit verschiedenen Arbeiten zum christlichen Kaisertum in der Spätantike hervorgetreten ist, hat sich jetzt erfolgreich auf das schwierige Unterfangen eingelassen und eine schwungvoll geschriebene Biographie vorgelegt, die in überraschender Deutlichkeit Züge an Theodosius hervorhebt, die bisher kaum behandelt worden sind." Gnomon "... spannende und auch auf Gebieten wie Heerwesen, Wirtschaft und Gesellschaft lehrreiche Darstellung." Das Historisch-Politische Buch…mehr

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 12.12.2003

Feldzug der Wunder
Hartmut Leppin hat sich an Theodosius den Großen gewagt
Eine moderne Theodosius-Biographie steht vor außerordentlichen Schwierigkeiten. Sie setzt beim Verfasser nicht nur Kenntnisse der spätantiken Gesellschaft und Geschichte, sondern insbesondere auch solche des frühen Christentums voraus sowie ein Organ für dessen theologische Kontroversen: Qualifikationen, die selten zusammentreffen. Es kommt hinzu, dass Theodosius, soweit seine Persönlichkeit überhaupt zu erfassen ist, alles andere als eine faszinierende Gestalt war. Das erklärt, warum ein solches Unternehmen nur selten gewagt wurde.
Der Frankfurter Althistoriker Hartmut Leppin war für die Meisterung der Probleme in ungewöhnlicher Weise disponiert. Durch zahlreiche Arbeiten zur Geistes- und Religionsgeschichte der Epoche ausgewiesen, hat er nun eine Darstellung jenes Herrschers vorgelegt, die sich durch ihre kritischen Wertungen ebenso auszeichnet wie durch ihre Übersetzungen grundlegender Texte und die Interpretation repräsentativer Kunstwerke und Bauten.
Nach einer kurzen Einführung in das spätantike römische „Reich der Vielfalt” werden in sicherer Periodisierung die einzelnen Phasen von Theodosius’ Leben und Regierung beschrieben: die militärisch geprägte Jugend im Bann seines Vaters, des 376 nach Christus hingerichteten Heermeisters Theodosius des Älteren, die überraschende Erhebung zum Feldherrn und Mitkaiser durch Gratian im Schatten der Katastrophe von Adrianopel, die Lösung der Gotenfrage und die Durchsetzung des Imperiums im Osten .
In umfassender Weise schildert der Autor sodann die inneren und äußeren Probleme dieser Herrschaft, die Eingriffe in theologische Fragen, die Ausdehnung der Regierung auch über den Westen des Reiches. Höhepunkte bilden dabei die Schilderung von Theodosius’ Beziehungen zu Ambrosius, der Ausbau Konstantinopels und schließlich der „Feldzug der Wunder” gegen die Usurpatoren Arbogast und Eugenius, der 394 nach Christus in der siegreichen Schlacht am Frigidus endete.
Im Schlussabschnitt „Theodosius der Große” gibt Leppin zunächst einen sehr gerafften Überblick über das Theodosiusbild der antiken Quellen. (Hier hätte man sich eine einlässlichere Berücksichtigung der Gregoriana-Dissertation von Jörg Ernesti gewünscht.) Auch die wenigen Sätze zu den modernen Beurteilungen von O. Seeck bis zu A. Lippold und N. King können nicht befriedigen.
Gelungen ist dagegen die Zusammenfassung von Leppins eigener Position. Noch einmal wird die Politik der „Integration” unterstrichen, darauf hingewiesen, dass Theodosius’ Verhalten und Entscheidungen nicht nur aus seinem nizänischen Glauben und dessen Förderung, sondern ebenso durch die Aufgabe der „Machtsicherung” bestimmt wurden.
Die Berücksichtigung taktischer Notwendigkeiten wie jene der „Fortüne”, die „Spannung zwischen Deklaration und Handlung”, die Nutzung des Christentums als Mittel der Machtbehauptung stellen weitere charakteristische Akzente der Wertungen dar. Auch die nüchterne Einschätzung des Bußaktes von Mailand, eine „Inszenierung als milder Kaiser”, gilt als Beleg solcher Sicht.
Am Ende steht so ein nicht unkritisches Gesamtbild: Einerseits zeichnen den Kaiser „Sensibilität für politische und religiöse Entwicklungen und der klare Blick für deren Nutzbarkeit” aus; andererseits wird betont: „Er war kein Gestalter der Geschichte, kein Beweger, nichts Brillantes haftet ihm an.” Gleichwohl unterstreicht der Verfasser die historische Bedeutung dieses Herrschers der „Demut und Milde” und schließt: „Insofern hat die Kirche recht daran getan, Theodosius denTitel eines Großen zu verleihen, und die Geschichtsschreibung darf ihr im Bewusstsein dieser Tradition folgen.”
KARL CHRIST
HARTMUT LEPPIN: Theodosius der Große. Primus-Verlag, Darmstadt 2003. 280 Seiten, 29,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Mit dem Frankfurter Althistoriker Hartmut Leppin hat der "milde Kaiser" Theodosius der Große den idealen Biografen gefunden, schreibt Karl Christ in seiner lobenden Besprechung. Der Autor ist für die "Meisterung" der sich stellenden Schwierigkeiten, mit denen sich der moderne Theodosius-Biograf konfrontiert sehe, in "ungewöhnlicher Weise disponiert", versichert uns der Rezensent, habe sich Leppin doch bereits durch zahlreiche Arbeiten zur Geistes- und Religionsgeschichte der Spätantike ausgewiesen. Seine neue Arbeit zeichne sich durch ihre "kritischen Wertungen" ebenso wie durch die "Übersetzungen grundlegender Texte und die Interpretation repräsentativer Kunstwerke" aus. Gefallen hat Karl Christ, wie der Verfasser es verstanden hat, Theodosius' Leben und Regieren in seinen einzelnen Phasen zu beschreiben, ohne darüber zu vergessen, dem Ganzen eine grundlegende Einführung in das "spätantike römische 'Reich der Vielfalt'" vorauszuschicken. Auch die Quellen sieht er ausreichend berücksichtigt; allein die ein oder andere moderne Beurteilung der Kollegen sei etwas zu kurz gekommen.

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