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Meinungs- und Pressefreiheit zählen zu den höchsten Gütern unserer Demokratie. Lange Zeit schien es utopisch, dass sie je zu Grundrechten werden könnten. Sie mussten erstritten und erkämpft werden. Immer wieder waren es herausragende Journalistinnen und Journalisten, engagierte Publizistinnen und Publizisten, die Missstände trotz Zensur und Restriktionen klar benannten und so das demokratisch-rechtsstaatliche Bewusstsein stärkten.
Mit Fokus auf größere historische Entwicklungen wie auch auf einzelne Ereignisse oder Skandale überblicken die Herausgeber Michael Haller und Walter Hömberg mehr
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Produktbeschreibung
Meinungs- und Pressefreiheit zählen zu den höchsten Gütern unserer Demokratie. Lange Zeit schien es utopisch, dass sie je zu Grundrechten werden könnten. Sie mussten erstritten und erkämpft werden. Immer wieder waren es herausragende Journalistinnen und Journalisten, engagierte Publizistinnen und Publizisten, die Missstände trotz Zensur und Restriktionen klar benannten und so das demokratisch-rechtsstaatliche Bewusstsein stärkten.

Mit Fokus auf größere historische Entwicklungen wie auch auf einzelne Ereignisse oder Skandale überblicken die Herausgeber Michael Haller und Walter Hömberg mehr als drei Jahrhunderte Mediengeschichte. In anschaulichen Porträts streitbarer Geister und großer Köpfe wird die überzeitliche Bedeutung einer unabhängigen Presse für jede offene Gesellschaft greifbar.

Die Beiträge zur Entwicklung des Journalismus von den Anfängen bis in die Gegenwart sind verfasst von Stefan Aust, Holger Böning, Günter Müchler, Jürgen Wilke, Ulla Wischermann und vielen weiteren kompetenten Autorinnen und Autoren.

Mit Porträts von Daniel Defoe, Christian Friedrich Daniel Schubart, Johann Wirth, Heinrich Heine, Karl Gutzkow, Alexander Puschkin, Karl Marx, Louise Otto, Hedwig Dohm, Egon Erwin Kisch, Carl von Ossietzky, Joseph Roth, Maria Leitner, Martha Gellhorn, Rudolf Augstein, Günter Gaus und vielen anderen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Seitenzahl: 286
  • Erscheinungstermin: 17. April 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 157mm x 27mm
  • Gewicht: 474g
  • ISBN-13: 9783150112779
  • ISBN-10: 315011277X
  • Artikelnr.: 58289989
Autorenporträt
Haller, Michael
Michael Haller, geb. 1945, war viele Jahre als Journalist tätig, u. a. als Redakteur beim SPIEGEL und als Ressortleiter bei der ZEIT, bevor er den Lehrstuhl für Journalistik an der Universität Leipzig übernahm. Er war Gründungsherausgeber der Zeitschrift »Message« und hat sich insbesondere mit der Funktion des Journalismus in demokratischen Gesellschaften befasst.

Hömberg, Walter
Walter Hömberg, geb. 1944, war Professor für Kommunikationswissenschaft und Journalistik an den Universitäten Bamberg und Eichstätt und lehrt seit zwei Jahrzehnten als Gastprofessor an der Universität Wien. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte und Gegenwart des Journalismus veröffentlicht und mehrere Buchreihen herausgegeben.
Inhaltsangabe
Zur Einführung:

Der Journalismus und seine Sternstunden

Vom Nachrichten- zum Meinungsjournalismus: Das 17. und das 18. Jahrhundert

Scharf beobachtete Parlamentarier: Öffentliche Kontrolle der Mächtigen in England

Der Protagonist der Pressefreiheit: Daniel Defoe

Ein "Fehlurteil" mit Folgen: "John" Peter Zenger

Ein Kritiker feudaler Willkür: Christian Friedrich Daniel Schubart

Der Spion des Publikums: Wilhelm Ludwig Wekhrlin

Der Leuchtturm an der Elbe: Der Hamburgische Correspondent

Nützliche Wahrheiten fürs Volk: Karl Philipp Moritz

Vom schriftstellerischen zum redaktionellen Journalismus: Das 19. Jahrhundert

Frei sein fängt im Kopf an: Johann Gottfried Seume

Journalist und Hochverräter: Johann Wirth

"Nichts als Himmel und Särge": Heinrich Heine

Öffentlichkeit unter Autokratie: Aleksander Sergejewitsch Puschkin

"Schmuggelhandel der Freiheit": Karl Gutzkow

Das Volk muss aufgeweckt werden: Georg Büchner

Die Seufzer und Tränen der Sklaven: Elijah Parish Lovejoy

Die Erfindung des Interviews: kritisch nachfragen!: James Gordon Bennett

Gesellschaftskritik und Kampagnenjournalismus: Karl Marx

Glockenläuten gegen die Zensur: Alexander Herzen

Britische Pionierinnen des Journalismus: Die Eroberung der Männerdomäne

"Die Freiheit ist untheilbar!": Louise Otto

Der unbestechliche Kriegsreporter: William Howard Russell

Meldungen aus dem Draht: Technische Neuerungen des Journalismus

Mit der Hundepeitsche: Henry Morton Stanley

Eine starke Stimme für die Frauen: Hedwig Dohm

Fünf Pfund für ein 13-jähriges Kind: William Thomas Stead

Die Frau, die in die Irrenanstalt ging: Nellie Bly

"J'Accuse ...!" Der Fall Dreyfus: Émile Zola

Zwischen Expansion und politischen Restriktionen: Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

"Miststocherer" als Ehrentitel: Samuel S. McClure

Als Verkleideter sah er die Wirklichkeit: Max Winter

Einsatz für die Journalistenausbildung: Joseph Pulitzer

Allein gegen die Revolverblätter: Ernst Spitz

Das Gewissen von Moabit: Paul Schlesinger

Als "rasender Reporter" in fünf Kontinenten: Egon Erwin Kisch

Wenn Richter richten: Moritz Goldstein

Mit spitzer Feder gegen den Krieg: Carl von Ossietzky

"Ich zeichne das Gesicht der Zeit": Joseph Roth

Die authentische Sozialreporterin: Maria Leitner

Wenn die Mehrheit die Minderheiten verachtet: Jan Skala

In den Zentren der Macht: Erich Salomon

Mit der Kamera in den Kampf: Gerda Taro

Katholizismus im Untergrund: Nikolaus Groß

Unbeugsam und unbequem: Erich Schairer

"Unser Spion bei den Nazis": Fritz Sänger

Damit sich alle Franzosen erheben: Französischer Journalismus in der Résistance

Der vergessene Chronist: Konrad Heiden

Krieg aus der Sicht der Betroffenen: Martha Gellhorn

Vom Neuanfang zur digitalisierten Medienwelt: Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts

Die Stunde null gut genutzt: Curt Frenzel

Als "Brutstätte antidemokratischer Hetze" diffamiert: Der Nordwestdeutsche Rundfunk

Der Ritt gen Westen: Marion Dönhoff

Der Ehrfurchtsverweigerer: Rudolf Augstein

Einen Schlag mit zehn vergelten: Jacques Derogy

"Spiegel tot, Freiheit tot": Pressefreiheit und Spiegel-Affäre

"Hätte ich es verhindern können?": Ronald Haeberle

"Was wusste der Präsident?": Die Watergate-Affäre

Mit Team-Recherchen zum Erfolg: Don Bolles

Die Spürnase der österreichischen Nation: Alfred Worm

"Was heckt er wieder Böses aus?": Niklaus Meienberg

Ehrlich und entlarvend: Günter Gaus

Journalisten im polnischen Untergrund: Verbotene Zeitungen im kommunistischen Polen

Mit beiden Augen: Heinz Knobloch

Der Meister des Politikerporträts: Jürgen Leinemann

Zu dieser Ausgabe

Abbildungsverzeichnis

Herausgeber b