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Wen soll der Westen unterstützen: gemäßigte Islamisten wie Tariq Ramadan oder islamische Dissidenten wie Ayaan Hirsi Ali? Der französische Philosoph Pascal Bruckner sorgte Anfang 2007 für Aufsehen, als er in einer polemischen Streitschrift den vermeintlichen liberalen Konsens im Umgang mit dem Islam attackierte. Beweglicher und schneller, als das in den traditionellen Medien möglich gewesen wäre, entwickelte sich auf den Seiten der Internetplattformen perlentaucher.de und signandsight.com eine kontroverse Debatte, die den aktuellen Stand der Diskussion um Multikulturalismus in Europa markiert - und darüber hinausweist.…mehr

Produktbeschreibung
Wen soll der Westen unterstützen: gemäßigte Islamisten wie Tariq Ramadan oder islamische Dissidenten wie Ayaan Hirsi Ali? Der französische Philosoph Pascal Bruckner sorgte Anfang 2007 für Aufsehen, als er in einer polemischen Streitschrift den vermeintlichen liberalen Konsens im Umgang mit dem Islam attackierte. Beweglicher und schneller, als das in den traditionellen Medien möglich gewesen wäre, entwickelte sich auf den Seiten der Internetplattformen perlentaucher.de und signandsight.com eine kontroverse Debatte, die den aktuellen Stand der Diskussion um Multikulturalismus in Europa markiert - und darüber hinausweist.
  • Produktdetails
  • Edition Suhrkamp Bd.2531
  • Verlag: Suhrkamp
  • Seitenzahl: 227
  • Erscheinungstermin: Oktober 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 108mm x 14mm
  • Gewicht: 146g
  • ISBN-13: 9783518125311
  • ISBN-10: 3518125311
  • Artikelnr.: 22805217
Autorenporträt
Chervel, Thierry
Thierry Chervel geboren 1957, hat Musikwissenschaften studiert, war Redakteur bei der taz und Kulturkorrespondent für die Süddeutsche Zeitung in Paris. Er ist Mitbegründer und Redakteur des Perlentaucher.
Inhaltsangabe
Thierry Chervel: Vorwort - Ayaan Hirsi Ali: Das Recht, zu beleidigen - Timothy Garton Ash: Der Islam in Europa - Pascal Bruckner: Fundamentalismus der Aufklärung oder Rassismus der Antirassisten? - Ian Buruma: Die Freiheit kann nicht staatlich verordnet werden - Timothy Garton Ash: Lieber Pascal als Pascal Bruckner - Ian Buruma: Wer ist Tariq Ramadan? - Necla Kelek: Die Stereotype des Mr. Buruma - Paul Cliteur: Krieger ist nicht gleich Krieger - Ian Buruma: Der Dogmatismus der Aufklärung - Lars Gustafsson: Die Logik der Toleranz - Stuart Sim: Schiebt es nicht auf die Postmodernisten - Ulricke Ackermann. Lob der Dissidenz - Jesco Delorme: Multikulturalismus ist nicht gleich Kulturrelativismus! - Adam Krzeminski: Sowohl Voltaire als auch Lessing - Halleh Ghorashi: Warum hat Ayaan Hirsi Ali unrecht? - Timothy Garton Ash: Wir begehen einen schweren Fehler, wenn wir die Dissidenten innerhalb des Islam ignorieren - Bassam Tibi: Der Euro-Islam als Brücker zwischen Islam und Europa - Pascal Bruckner: Vom Recht auf Differenz gelangt man rasch zur Differenz der Rechte - Ian Buruma / Timothy Garton Ash: Abschließende Bemerkungen - Margriet de Moor: Alarmglocken, die am Herzen hängen
Rezensionen
Besprechung von 02.01.2008
Sachbücher des Monats Januar
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. BRUNO LATOUR: Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft. Übersetzt von Gustav Roßler. Suhrkamp Verlag, 488 Seiten, 32,80 Euro.
2. ROLAND PARIS: Wenn die Waffen schweigen. Friedenskonsolidierung nach innerstaatlichen Gewaltkonflikten. Übersetzt von Doris Gerstner, Hamburger Edition, 475 Seiten, 33 Euro.
3.-4. THIERRY CHERVEL/ ANJA SEELIGER (Hrsg.): Islam in Europa. Eine internationale Debatte, Suhrkamp Verlag, 227 Seiten, 10 Euro.
ANDRÉ GORZ: Brief an D. Geschichte einer Liebe. Übersetzt von Eva Moldenhauer, Rotpunktverlag, 100 Seiten, 15 Euro.
5. HOLGER HOF (Hrsg.): Benn. Sein Leben in Bildern und Texten, Klett Cotta Verlag, 289 Seiten, 49 Euro.
6. HANS ADLER (Hrsg.): Nützt es dem Volke, betrogen zu werden? Die Preisfrage der Preußischen Akademie für 1780, Verlag Frommann- Holzboog, 1178 Seiten, 182 Euro.
7.-8. ANDREW DELBANCO: Melville. Biographie. Übersetzt von Werner Schmitz, Carl Hanser Verlag, 472 Seiten, 34,90 Euro.
ERIC VOEGELIN: Das jüngste Gericht: Friedrich Nietzsche, hg. Von Peter J. Opitz. Übersetzt von Heide Lipecky, Verlag Matthes & Seitz, 120 Seiten, 14,80 Euro.
9.-10. KWAME ANTHONY APPIAH: Der Kosmopolit. Philosophie des Weltbürgertums. Übersetzt von Michael Bischoff, C. H. Beck Verlag, 222 Seiten, 19,90 Euro.
SIGRID WEIGEL (Hrsg.): Märtyrer-Porträts. Von Opfertod, Blutzeugen und heiligen Kriegern, Wilhelm Fink Verlag, 320 Seiten, 29,90 Euro.
Besondere Empfehlung des Monats Januar 2008 von Ludger Lütkehaus: JOHANN HEINRICH MERCK: Briefwechsel. Herausgegeben von von Ulrike Leuschner in Verbindung mit Julia Bohnegel, Yvonne Hoffmann und Amélie Krebs, Wallstein Verlag, 5 Bände, zusammen 3306 Seiten, 148 Euro.
Die Jury: Rainer Blasius, Eike Gebhardt, Fritz Göttler, Wolfgang Hagen, Daniel Haufler, Otto Kallscheuer, Matthias Kamann, Petra Kammann, Guido Kalberer, Elisabeth Kiderlen, Jörg-Dieter Kogel, Hans Martin Lohmann, Ludger Lütkehaus, Herfried Münkler, Wolfgang Ritschl, Florian Rötzer, Johannes Saltzwedel, Albert von Schirnding, Norbert Seitz, Eberhard Sens, Hilal Sezgin, Volker Ullrich, Andreas Wang, Uwe Justus Wenzel.
Redaktion: Andreas Wang (NDR Kultur)
Die nächste SZ/NDR/BuchJournal-
Liste der Sachbücher des Monats erscheint am 31. Januar.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Nicht unbedingt freudig nimmt Daniel Bax dieses Buch auf, das die vom Perlentaucher gestartete Debatte zum Islam in Europa zusammenfasst. Entzündet hatte sie sich, wie Bax rekapituliert, an Ian Burumas und Timothy Garton Ashs Vorwurf gegenüber der Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali, sie betreibe einen "Fundamentalismus der Aufklärung". Pascal Bruckner warf den beiden daraufhin einen "Rassismus der Antirassisten" vor. Behagt hat die Debatte dem Rezensenten nicht. Zum einen findet er Kritik an Hirsi Ali durchaus berechtigt, er selbst schreibt ihr "jakobinische Züge" zu. Zum anderen findet er die ganze Debatte "angezettelt", "inszeniert", "tendenziös" und so einseitig, dass er sie als "Schautribunal" gegen die Angeklagte Buruma und Garton Ash bezeichnet, denen nur der Form halber ein paar Pflichtverteidiger zur Seite gestellt wurden. Stimmen aus der islamischen Welt hat der Rezensent vergeblich gesucht. Eindeutig keine Empfehlung.

© Perlentaucher Medien GmbH