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Was ist und wozu betreiben wir Kritik? Die Frage nach den Bedingungen und der Möglichkeit von Kritik stellt sich immer dort, wo Gegebenheiten analysiert und beurteilt werden, seien es gesellschaftliche Verhältnisse und Institutionen, Selbstverhältnisse oder Objekte der Kunst. So ist Kritik konstitutiver Bestandteil menschlicher Praxis: Handeln beruht auf normativen Unterscheidungen und damit auf der Möglichkeit von Kritik. Wie aber ist das kritische Unternehmen beschaffen? Wie stellt sich in den unterschiedlichen Praktiken der Kritik das Verhältnis von Analyse und Bewertung dar, und wie sind…mehr

Produktbeschreibung
Was ist und wozu betreiben wir Kritik? Die Frage nach den Bedingungen und der Möglichkeit von Kritik stellt sich immer dort, wo Gegebenheiten analysiert und beurteilt werden, seien es gesellschaftliche Verhältnisse und Institutionen, Selbstverhältnisse oder Objekte der Kunst. So ist Kritik konstitutiver Bestandteil menschlicher Praxis: Handeln beruht auf normativen Unterscheidungen und damit auf der Möglichkeit von Kritik.
Wie aber ist das kritische Unternehmen beschaffen? Wie stellt sich in den unterschiedlichen Praktiken der Kritik das Verhältnis von Analyse und Bewertung dar, und wie sind die Maßstäbe auszuweisen, die es dem Kritiker erlauben, eine gegebene Situation als falsch, schlecht, unangemessen oder defizitär zu bezeichnen? Aus unterschiedlichen Perspektiven geben die Beiträge dieses Bandes Antworten auf diese Fragen.
  • Produktdetails
  • suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1885
  • Verlag: Suhrkamp
  • Artikelnr. des Verlages: 29485
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 375
  • Erscheinungstermin: Juni 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 109mm x 23mm
  • Gewicht: 224g
  • ISBN-13: 9783518294857
  • ISBN-10: 3518294857
  • Artikelnr.: 23312273
Autorenporträt
Jaeggi, Rahel
Rahel Jaeggi ist Professorin für Praktische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Wesche, Tilo
Tilo Wesche ist Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Universität Basel.
Inhaltsangabe
Rahel Jaeggi/ Tilo Wesche: Einführung; Was ist Kritik?- Hartmut Rosa: Kritik der Zeitverhältnisse; Beschleunigung und Entfremdung als Schlüsselbegriffe der Sozialkritik - Ruth Sonderegger: Wie diszipliniert ist (Ideologie-)Kritik? Zwischen Philosophie, Soziologie und Kunst - Luc Boltanski/ Axel Honneth: Soziologie der Kritik oder Kritische Theorie? Ein Gespräch mit Robin Celikates - Maeve Cooke: Zur Rationalität der Gesellschaftskritik - Rüdiger Bittner: Kritik, und wie es besser wäre - Rainer Forst: Der Grund der Kritik; Zum Begriff der Menschenwürde in sozialen Rechtfertigungsordnungen - Raymond Geuss: Bürgerliche Philosophie und der Begriff der "Kritik" - Tilo Wesche: Reflexion, Therapie, Darstellung; Formen der Kritik - Judith Butler: Was ist Kritik? Ein Essay über Foucaults Tugend - Martin Saar: Genealogische Kritik - Rahel Jaeggi: Was ist Ideologiekritik? -Joachim Küchenhoff: Mitspieler und Kritiker; Die kritische Hermeneutik des psychotherapeutischen Gesprächs - Emil Angehrn: Hermeneutik und Kritik - Günter Figal: Verstehen; Verdacht; Kritik - Michael Hampe: Wissenschaft und Kritik; Einige historische Beobachtungen
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Beachtlich und bedeutend findet Thomas Meyer den mit diesem von Rahel Jaeggi und Tilo Wesche herausgegebenen Sammelband in Angriff genommenen Versuch einer Bestandsaufnahme und Wiederbelebung der "Kritik". Dass die Beiträge von unterschiedlicher Qualität sind, teilt Meyer mit, wie auch, dass die besten Texte eben dies leisten: Den Begriff seiner Vereinfachung zu entreißen, der Einteilung in Gut und Schlecht etwa. Oder den Praxisbezug der "Kritik" aufzuzeigen, ohne die normativen Gehalte zu verschweigen. Als zentral empfindet Meyer Jaeggis Anlauf zu einer Rehabilitierung der Ideologiekritik aus dem Innern ihrer Widersprüche heraus. Eine "Aufklärungsarbeit", die dem Rezensenten als wegweisend erscheint.

© Perlentaucher Medien GmbH