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Die Bibel der modernen Wirtschafts- und Politikwissenschaften Adam Smith (1723-1790), der schottische Moralphilosoph und Nationalökonom, schrieb mit seinem Hauptwerk "Der Wohlstand der Nationen" nicht nur die Bibel der modernen Wirtschafts- und Politikwissenschaften: es ist vor allem ein zutiefst philosophisches Buch, das die Möglichkeiten von Freiheit und Gerechtigkeit für den einzelnen in einem Gemeinwesen zum Gegenstand hat. Das betrifft jeden, und jeder kann sich nun mit Hilfe dieser Einführung zum umfangreichen und komplexen Originaltext selbst kundig machen.…mehr

Produktbeschreibung
Die Bibel der modernen Wirtschafts- und Politikwissenschaften Adam Smith (1723-1790), der schottische Moralphilosoph und Nationalökonom, schrieb mit seinem Hauptwerk "Der Wohlstand der Nationen" nicht nur die Bibel der modernen Wirtschafts- und Politikwissenschaften: es ist vor allem ein zutiefst philosophisches Buch, das die Möglichkeiten von Freiheit und Gerechtigkeit für den einzelnen in einem Gemeinwesen zum Gegenstand hat. Das betrifft jeden, und jeder kann sich nun mit Hilfe dieser Einführung zum umfangreichen und komplexen Originaltext selbst kundig machen.
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher
  • Verlag: DTV
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 224
  • Erscheinungstermin: Oktober 1999
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 119mm x 14mm
  • Gewicht: 190g
  • ISBN-13: 9783423307086
  • ISBN-10: 3423307080
  • Artikelnr.: 07597034
Autorenporträt
Dr. rer. pol. Helen Winter ist Ministerialrätin und leitet den G8/G20 Sherpa-Stab im Bundeskanzleramt.
Rezensionen
Besprechung von 17.04.2000
Ökonomie für den Laien
Eine Lehr- und Unterrichtsstunde mit Adam Smith

Helen Winter/Thomas Rommel: Adam Smith für Anfänger. Der Wohlstand der Nationen - Eine Leseeinführung. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, 222 Seiten, 18,90 DM.

Begriffe wie "Arbeitsteilung", "unsichtbare Hand" oder "ökonomischer Liberalismus" gehören für jeden Nationalökonomen zum Grundwortschatz. Der Laie mag diese Begriffe und die damit verbundenen ökonomischen Zusammenhänge als solche vielleicht nicht fachmännisch erklären können. Dennoch weiß jeder, dass diese Zusammenhänge sein Leben mitbestimmen. Am Beispiel des 1776 veröffentlichten Werkes "Wohlstand der Nationen" von Adam Smith haben sich Thomas Rommel und Helen Winter zum Ziel gesetzt, dem ökonomischen Laien - oder, wie es im Titel heißt, dem "Anfänger" - diese und andere Begriffe und Zusammenhänge der Nationalökonomie zu erklären. Ihr Buch ist in der Reihe "Philosophie für Anfänger" erschienen. Dass sich im Falle von Adam Smith Philosophie und Ökonomie überschneiden, weiß der Ökonom, aber auch hier ist es für den Laien interessant zu erfahren, dass der Gründungsvater der Freihandelslehre einen Lehrstuhl für Moralphilosophie, nicht aber für Volkswirtschaft innehatte.

Rommel und Winter konzentrieren sich zu Recht auf jenes Buch, das den Schotten Adam Smith mit einem Schlag berühmt gemacht und die bis dahin vorherrschende Lehre des Merkantilismus schließlich verdrängt hat. Bevor die Autoren aber das Buch "Wohlstand der Nationen" rein inhaltlich analysieren, geben sie auf knapp 40 Seiten einen Einblick in die Zeit und das Wissenschaftsverständnis des 18. Jahrhunderts. Neben einer Kurzbiografie über Smith erhält der Leser auch eine Lektion über die Gesellschaftsstruktur der Zeit, in der er gelebt und gearbeitet hat (zuweilen erinnert diese Passage an einen Auffrischungskurs in Sachen englische Literatur; Rommel, der sich auf Adam Smith spezialisiert hat, ist Anglist). In der von den Autoren beschriebenen Zeit ist Bildung eine Frage des Wohlstands und Reisen auf den Kontinent für einen jungen Engländer aus der Oberschicht eine Notwendigkeit gewesen.

An die ausführliche Einleitung schließen sich sechs Kapitel an, die die Kernpunkte der Smith'schen Lehre wiedergeben: Die Natur des Menschen; Angebot und Nachfrage (die unsichtbare Hand); die Verteilung des Wohlstands, die Vermehrung des Wohlstands; den ökonomischen Liberalismus und die Aufgaben des Staates. Jeweils passend wählen Rommel und Winter Zitate aus dem "Wohlstand der Nationen" aus und betten sie in ihre Kommentare ein. Geht es zum Beispiel darum, was den Tausch überhaupt ermöglicht, folgt auf ein entsprechendes Zitat ein Kommentar der Autoren. So wird deutlich, dass Arbeitsteilung als Grundlage für den Tausch dient und dass hier, wie Smith schreibt, der Unterschied zwischen Mensch und Tier offensichtlich wird. Die von Smith beschriebenen "Werte" werden auf diese Weise von Rommel und Winter aufgearbeitet und dem Leser zugänglich gemacht. Auf Seite 54 merken die Autoren zu Recht an, dass die Größe des Marktes zu Zeiten von Smith noch ein entscheidendes Problem dargestellt hat (und in seinem Buch entsprechend diskutiert wird), dass dieses Problem aber im Zeitalter der Globalisierung entfalle. Heute würde Smith wohl ein Buch über Globalisierung schreiben, denn auf nichts anderes läuft Freihandel schließlich hinaus.

Rommel und Winter gelingt mit Hilfe solcher Beispiele der Gegenwartsbezug. Für den ausgebildeten Ökonomen wird das Buch vielleicht eine angenehme Unterhaltungslektüre sein, aber keine neuen Erkenntnisse liefern. Aber das ist auch nicht die Absicht der Autoren gewesen, die sich an den Anfänger (oder auch Laien) wenden. Eine Lesehilfe, wie der Untertitel des Buches verspricht, bieten Rommel und Winter in jedem Fall. Ob sie damit allerdings auch erreichen, dass der "Anfänger" nun zum "Wohlstand der Nationen" greift, bleibt, angesichts der (fast zu) vielen Zitate fraglich. Aber vielleicht wird das Interesse für die Nationalökonomie geweckt.

INDIRA GURBAXANI

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Indira Gurbaxani glaubt, dass dieses Buch bei Laien nicht nur das "Interesse für die Nationalökonomie" wecken könne, sondern auch eine nützliche Lesehilfe - nicht nur für die Werke von Adam Smith - sein kann. So begrüßt sie, dass die Autoren zunächst etliche Begriffe aus der Welt der Ökonomie erläutern, bevor sie Smith` "Wohlstand der Nationen" genauer analysieren. Dabei gefällt der Rezensentin, dass die Autoren auch auf das Wissenschaftsverständnis und die Gesellschaftsstruktur zu Smiths Lebzeiten eingehen. Vor allem aber lobt sie, dass die Autoren bei der Besprechung verschiedener Aspekte wie zum Beispiel "Angebot und Nachfrage" oder "Tausch" jeweils Zitate aus Smiths Hauptwerk aufführen und kommentieren. Dies helfe dem Leser nicht nur beim Verständnis von Smiths Gedankengängen. Vielmehr gelingt es ihrer Ansicht nach dadurch auch, nützliche Bezüge zur Gegenwart herzustellen.

© Perlentaucher Medien GmbH