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Taschenmesser und Wolldecke - das sind die einzigen Habseligkeiten, die der 13-jährigen Barbara bei Kriegsende nach ihrer Vertreibung in den Westen bleiben. In ihrer bewegenden Autobiographie erzählt die Publizistin und Mitbegründerin der legendären Osteuropa-Redaktion des ORF, Barbara Coudenhove-Kalergi, von der untergegangenen Welt der böh-mischen Aristokratie, von ihren Anfängen als Reporterin in Wien während des Kalten Krie-ges, vom Wiedersehen mit ihrer Heimat Böhmen. Und wir erfahren von ihrer Ehe mit dem Reformkommunisten und Vertrauten Rudi Dutschkes, Franz Marek. Die Erinnerungen der…mehr

Produktbeschreibung
Taschenmesser und Wolldecke - das sind die einzigen Habseligkeiten, die der 13-jährigen Barbara bei Kriegsende nach ihrer Vertreibung in den Westen bleiben. In ihrer bewegenden Autobiographie erzählt die Publizistin und Mitbegründerin der legendären Osteuropa-Redaktion des ORF, Barbara Coudenhove-Kalergi, von der untergegangenen Welt der böh-mischen Aristokratie, von ihren Anfängen als Reporterin in Wien während des Kalten Krie-ges, vom Wiedersehen mit ihrer Heimat Böhmen. Und wir erfahren von ihrer Ehe mit dem Reformkommunisten und Vertrauten Rudi Dutschkes, Franz Marek. Die Erinnerungen der Grande Dame des Journalismus in Österreich sind ein einzigartiges Dokument über die Ir-rungen und Wirrungen Mitteleuropas im 20. Jahrhundert.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D, L ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Zsolnay-Verlag
  • Seitenzahl: 336
  • Erscheinungstermin: 28.01.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783552056329
  • Artikelnr.: 37092291
Autorenporträt
Coudenhove-Kalergi, Barbara
Barbara Coudenhove-Kalergi, geboren 1932 in Prag, wurde 1945 als Prager Deutsche vertrieben und lebt seither in Österreich. Nach Stationen u.a. bei der Presse, der Arbeiter-Zeitung und bei profil kam sie Mitte der 1970er Jahre zum ORF. Bis heute ist sie ständige Kolumnistin der Tageszeitung Der Standard und unterrichtet Asylwerber.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Schon Barbara Coudenhove-Kalergis Onkel, Richard Nikolaus, hatte sich in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts für den aristokratischen Internationalismus eingesetzt und die "Paneuropa-Bewegung" gegründet, weiß Rezensent Christoph Bartmann. Die Nichte ist dem Familienprojekt treu geblieben, berichtet der Rezensent. In ihrem Buch "Zuhause ist überall" hat die ehemalige Journalistin jetzt ihre Erinnerungen aufgeschrieben  an ihre Kindheit als "Böhmin deutscher Zunge", die sich weder als Deutsche noch als Österreicherin oder Tschechin fühlen konnte, und an ihre aristokratische Familie, die während der Vertreibung nach Österreich floh, wo sie noch Ländereien hatte, fasst Bartmann zusammen. Coudenhove-Kalergi war eine jener Linken, die sich auch im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts noch aktiv für ein anderes Österreich einsetzten. Ihr Unmut über Haider und Konsorten kommt im Buch nicht zu kurz, verrät der Rezensent. Auch für jene ein lesenswertes Buch, die sich nicht mehr an die Journalistin erinnern, findet der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 24.04.2013
Im Zwergenland steckte noch eine Zukunft

Romantische Realistin und Grande Dame des öster-reichischen Journalismus: Barbara Coudenhove-Kalergi legt ihre bewegenden Lebenserinnerungen vor.

Als Pragerdeutsche, die vor bald siebzig Jahren aus ihrer Heimatstadt vertrieben wurde, gehört Barbara Coudenhove-Kalergi zu einer immer seltener werdenden, kostbaren Spezies. Um ihre Vorkriegsherkunft aus einer böhmischen Adelsfamilie kreisen ihre lesenswerten Erinnerungen aber nur teilweise. Denn was die Autorin als Journalistin in Wien später aus ihrem Leben gemacht hat, führte sie immer wieder zurück nach Mitteleuropa, wo seit Jahrhunderten die Auseinandersetzungen von Völkern, Sprachgemeinschaften, Kriegsallianzen in individuelle Dramen münden. Ihre Lebensbilanz - man darf das trotz der beeindruckenden Vitalität der Grande Dame des österreichischen Journalismus, die heute Asylbewerbern Deutschlektionen gibt, ruhig so nennen - hält stets die Balance zwischen ihrem eigenen Schicksal und dem relativierenden Blick auf die Historie.

Mag sein, dass Barbara Coudenhove-Kalergi diese geschichtliche Vogelschau von ihrem Herrn Papa geerbt hat. Der urteilte, als die Familie 1945 zu Fuß und ohne Gepäck in Richtung deutscher Grenze abgeschoben wurde, mit adligem Stoizismus: Die Historie habe die Familie vor langer Zeit nach Böhmen hineingespült, nun werde sie eben herausgespült. Ansonsten wirkt der Vater der Autorin freilich mit seinem unheroischen Opportunismus gegenüber der Naziherrschaft, mit seinem Dégout vor jüdischen Schwägerinnen und einem ständischen Überlegenheitsgefühl gegenüber der tschechischen Mehrheit in Prag recht unsympathisch. Ohne Beschönigung schildert die Autorin, die im Krieg immerhin ihre Schulzeit im Familienschloss Breznitz mit Dienerschaft absolvieren konnte, die tragische Segregation der Deutschböhmen von den deutschsprachigen, später ausgerotteten Juden sowie den Tschechen, deren wunderschönes Idiom die aristokratische Verwandtschaft als "Dienstbotensprache" abzutun pflegte. Genau diese Ignoranz gegenüber der Mehrheit legte den Grundstein für die Vertreibung. Von ihrem Onkel Richard, genannt "Dicky", der als hellseherischer Gründer der Paneuropa-Union lange auf verlorenem Posten einen Gegenentwurf zu diesem verheerenden Nationalismus vertrat und heute als Urgestein der europäischen Einigung gilt, ist dann aber leider kaum die Rede.

Recht mittellos im abgelegenen Salzburger Lungau in einem Familienjagdhaus gelandet, bekam die Autorin im Nonneninternat einen kargen Freitisch. Es war ein Abstieg vom Großgrundbesitz zur Volksküche, beileibe nicht in allem ein Verlust. Gerade die dumpf-katholische Verdrängungsmentalität im Österreich der Zweiten Republik ging dieser wachen Frau zunehmend auf die Nerven: "Weder auf der Universität noch in den Redaktionen, in denen ich arbeite, kommen die Ereignisse zwischen 1938 und 1945 vor. Judenverfolgung? Denunziationen? Arisierungen? Auschwitz? Mauthausen? Die Österreicher, die an alldem beteiligt waren? Fehlanzeige."

Wo aus Furcht vor jeder Kontaminierung durch die große Westmark sogar die Deutschlektionen im Zeugnis unter dem neutralen Rubrum "Unterrichtssprache" auftauchen mussten, wo zugleich aber langlebige nationalsozialistische Kulturgebräuche gerade im Schulwesen stillschweigend geduldet wurden, fühlte sich Coudenhove-Kalergi in ein alpines Liliput verschlagen: "Ein ziemlich spießiges Zwergenland noch dazu." Dem Mief der provinziellen Proporzgesellschaft entzieht sich die Autorin durch ihr Studium in Wien, das mit seinem Abglanz von kaiserlicher Grandeur, vor allem aber mit einer quicklebendigen Kulturszene um Künstler wie Hrdlicka und Rainer, Denker wie Jungk und Anders, Schriftsteller wie Hilde Spiel und Thomas Bernhard eine Generation lang ein Abendrot von Weltformat besaß - während angelsächsische Diplomaten die ausgeblutete Politszene bereits gnadenlos kommentierten: In der Hofburg werde die große Oper jetzt von den Komparsen gesungen.

Den großen Bruno Kreisky, den sie auf der legendären Israelreise begleitete, nimmt Coudenhove-Kalergi naturgemäß vom harschen Urteil aus. Seine Rolle, vergleichbar mit der Willy Brandts in Deutschland, als Erzieher eines erziehungsunwilligen Volkes müsse noch geschrieben werden. Und noch ein anderer Vertreter des faszinierenden, aber hingemordeten Judenlebens in Wien wurde der Autorin schicksalhaft: Sie heiratete den Résistancekämpfer und Kommunisten Franz Marek, der als galizischer Zuwanderer unter dem schönen Namen Ephraim Feuerlicht noch das brodelnde jüdische Leben im Zweiten Bezirk erlebt hatte. Weiter als mit dem bedürfnislosen Humanisten, für den in Frankreich das Hinrichtungspeloton schon bestellt gewesen war, konnte sich Barbara Coudenhove-Kalergi nicht von der etwas hochnäsigen katholischen Adelswelt ihrer Wurzeln entfernen.

Besonders schön - und immer mit etwas altösterreichischer Ironie getränkt - sind die Einschätzungen der Kommunistenszene, die mit verschrobenen Exilanten und traumatisierten KZ-Überlebenden, mit Träumern und Ökonomen, Künstlern und Mimen, Apparatschiks und Spitzeln sicher alles andere als eine Idylle war - aber auch niemals langweilig. Die Autorin schildert milde, aber wach die Reisen zu italienischen Gesinnungsgenossen, die spielend ihre Ideologie mit einer großbourgeoisen Lebensweise vereinbarten und sich wie die legendäre Rossana Rossanda die handgemachte Pasta der Köchin von behandschuhten Dienern auftragen ließen. Dass ihre und ihres Mannes eurokommunistische Utopien in Prag und Danzig nicht vom Kapitalismus, sondern von den Moskauer Panzergenossen erledigt wurden, bekam die Autorin dann als ORF-Korrespondentin für den "Ostblock" mit.

Hier sind die Passagen besonders anrührend, in denen sie Tschechiens "Samtene Revolution" rund um Václav Havel fast schon aus der Innenperspektive und mit berechtigter Rührung schildert. Doch es gibt Grenzen: Dass sie, selbst eine Vertriebene, eines Tages wieder in ihrem Prag würde heimisch werden können - diese Hoffnung muss die romantische Realistin am Ende dann doch begraben: "Die Vertreibung war endgültig." Auch die anderen, auf zahlreichen Reisen fußenden Psychogramme der kommunistischen Regime in Ungarn, Polen und Jugoslawien sind stimmig, mit Blick auf die Kleine-Leute-Schicksale geschrieben und ohne ideologisches Triumphgeheul. Besonders die arg preußische, viel "zu deutsche" DDR schildert die Autorin treffend als spurlos untergegangene Symbiose von Kaserne und Biedermeier.

Diese bemerkenswerte Frau, die sich - fast wider besseres Wissen - wegen ihres Faibles für Graswurzelkatholizismus und linke Sozialutopien als "rosarotes Kerzlweiberl" bezeichnet, hat sich in ihrer neuen Heimat auch in Bürgerbewegungen gegen Haider, gegen Armut, gegen Ausländerfeindlichkeit in vorderster Linie bewährt. Bei allem Aufwallen deutscherseits gegen wohlfeilen österreichischen Opportunismus im Schlagschatten der "Piefkes" - die guten Seiten der Zweiten Wiener Republik mit ihrer Hilfe für Ungarn 1956, für Jugoslawien nach 1992 und manch großem zivilgesellschaftlichem Engagement sind in einer komplexen Persönlichkeit wie dieser rot-schwarzen Aristokratin geradezu verkörpert.

Fast wie einen Milos-Forman-Film lässt die Autorin ihr Lebenspanorama einer rauhen Epoche mit der Taufe eines Großneffen auf dem einstigen Familiensitz zu Breznitz in Böhmen heiter als Landpartie ausklingen. Bei Knödeln, Buchteln und Kolatschen finden sie ganz selbstverständlich zusammen: die heutigen Tschechen und Österreicher, die einstigen Adligen und Domestiken, die Kommunisten und Katholen, die Jungen und die Alten. Das, was so blutig wurde, hätte doch so einfach sein können. Doch ein mutloses Fazit wird nicht gestattet. Ihre idealistischen Kinderträume unterm Stuckhimmel der Breznitzer Schlosskapelle wünscht Barbara Coudenhove-Kalergi jetzt den kommenden kleinen Europäern.

DIRK SCHÜMER

Barbara Coudenhove-Kalergi: "Zuhause ist überall". Erinnerungen.

Zsolnay Verlag, Wien 2013. 335 S., Abb., geb., 22,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 09.08.2013
Im Licht der
Laterna Magica
Die Erinnerungen von
Barbara Coudenhove-Kalergi
Coudenhove-Kalergi, der Name deutet auf weitverzweigte europäische Beziehungen zwischen den Niederlanden und Griechenland. Seinen eigentlichen Ort gefunden hat das Adelsgeschlecht der Coudenhove-Kalergi dann im 19. Jahrhundert in Österreich, genauer in Böhmen. Vor diesem Familienhintergrund wundert es nicht, wenn für eine Coudenhove-Kalergi „Zuhause überall“ ist – so der Titel der Lebenserinnerungen von Barbara Coudenhove-Kalergi. Ihr Onkel Richard Nikolaus hatte in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts die „Paneuropa-Bewegung“ gegründet, eine Initiative im Geiste der Völkerfreundschaft und des aristokratischen Internationalismus. Die Nichte ist dem Familienprojekt treu geblieben, als politische Journalistin, die von Warschau, Prag und Berlin aus über die großen Umwälzungen in Mittel- und Osteuropa berichtet hat. Wer in den Jahren zwischen 1980 und 1995 die Nachrichtensendungen des ORF gesehen hat, wird sich an ihr Gesicht und ihre Stimme erinnern. Nach dem Journalismus hat sich Barbara Coudenhove einen neuen Job gesucht: „Ich mache eine Ausbildung als Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache und unterrichte fortan Migranten und Asylbewerber in der deutschen Sprache. Und entdecke wieder eine neue Welt.“ Diese Frau ist bemerkenswert.
  Weil sie außerdem auch noch gut schreiben kann, ist „Zuhause ist überall“ ein wirklich gutes Buch geworden, das einen zu vielerlei „Was wäre wenn?“-Gedanken einlädt. Etwa zu dem, was wäre, wenn sich in Österreich nicht das Mittelmaß durchgesetzt hätte, sondern Leute wie die Autorin, die in einem kurzen hoffnungsvollen Geschichtsmoment – es war der Anfang der Ära Kreisky – tatsächlich ein anderes Österreich im Blick hatten. Der Zorn über das, was stattdessen kam, Haider und andere, kommt in diesem Buch nicht zu kurz.
  Anders als viele andere Linke ist Coudenhove tätig geworden, hat Demonstrationen mitorganisiert und ist von der Journalistin zur Aktivistin geworden. Das Unruhige und Nonkonformistische liegt ihr offenbar im aristokratischen Blut. Folgt man der Autorin durch ihr Leben, begegnet man einer ganzen Ahnengalerie von Exzentrikern. Aber was heißt Exzentriker – so würde man die kleinen Eigenheiten der Coudenhoves allenfalls aus bürgerlicher Perspektive bewerten. Und bürgerlich ist an dieser Familie gar nichts.
  Den Großvater hatte es im diplomatischen Dienst der k. u. k. Monarchie nach Tokio verschlagen, wo er, sehr ungewöhnlich, eine Japanerin ehelichte. So kam es, dass der Vater später eine Zeitlang als Japanisch-Lektor an der Prager Karlsuniversität lehrte. Man verstand sich zu jener Zeit, also vor 1938, als „Böhmen deutscher Zunge“, ein Status, der zum Untergang verurteilt wird. Sehr anschaulich erzählt Barbara Coudenhove davon, was es heißt, weder „Deutsche“ noch „Österreicherin“ noch wirklich „Tschechin“ zu sein, ein Schicksal, das dann 1945 folgerichtig auf „Vertreibung“ oder wie die Tschechen sagen „Abschiebung“ hinauslief.
  Nach einem langen Fußweg landet die Familie in Österreich, wo man streng genommen auch nicht hingehört, aber doch, Vorteil des Adels, Ländereien und ein „Netzwerk“ von Altösterreichern hat. Manche Erinnerungen der heute Achtzigjährigen werden langweilig, wenn Krieg und Nachkrieg vorüber sind, nicht aber diese. Mit einem gesunden Groll erzählt die Autorin von der fragwürdigen „geistigen Substanz der Wiener Universität“ in den Fünfzigerjahren, und mit Leidenschaft davon, wie sie und andere ein anderes, nicht-gestriges Österreich aufbauen wollten. Auch das ist interessant: es gab dort nicht nur den alten österreichischen Adel, sondern noch einen zweiten, den der kommunistischen Kämpfer und Exilanten.
  In beiden österreichischen Adelswelten ist Barbara Coudenhove-Kalergi zu Hause, und niemand verkörpert wie sie die Summe aus beidem. Und was war der größte journalistische Moment in ihrem Leben? Die Pressekonferenz der Revolutionäre in der Prager „Laterna Magica“ Ende 1989. Vergangene Zeiten. Nicht unbedingt bessere, aber lebhaftere, also genau die richtigen für Barbara Coudenhove-Kalergi.
CHRISTOPH BARTMANN
    
  
  
  
  
Barbara Coudenhove-Kalergi: Zuhause ist überall. Erinnerungen. Paul Zsolnay Verlag, Wien 2013.
336 Seiten, 22,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Barbara Coudenhove-Kalergi ist die Quadratur des Kreises gelungen: Memoiren, die nicht eitel sind." Franz Schuh, WDR5, 16.02.13

"Ihre Erinnerungen zeichnen ein lebendiges Panorama der jüngeren österreichischen und mitteleuropäischen Geschichte. Sie fesseln den Leser mit dem Reichtum des Erzählten und bestechen vor allem durch die Eleganz der Sprache und des Geistes. Ein wunderbares Buch." Georg Hoffmann-Ostenhof, profil, 18.02.13

"Ein anschaulich geschriebener und warmherziger Erinnerungsband und gleichzeitig ein Stück Zeitgeschichte." dpa, 20.2.2013

"Lesenswerte Erinnerungen der Grande Dame des österreichischen Journalismus, die stets die Balance zwischen ihrem eigenen Schicksal und dem relativierenden Blick auf die Historie halten". Dirk Schümer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.13