EUR 14,95
versandkostenfrei*
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Broschiertes Buch

Jetzt bewerten

Die spanische Eroberung Mittel-und Südamerikas im 16. Jahrhundert war die aufregendste Epoche der Expansion, die es in der Geschichte der Menschheit je gegeben hat. Innerhalb weniger Jahre eröffnete sich eine Welt, die "größer war als alles, was man bis dahin kannte". Michael Wood hat aus der Vielzahl der Geschichten, vier herausgegriffen: er ist den Spuren von Hernán Cortés sowie den Pizarros gefolgt, Francisco de Orellana auf seiner Suche nach dem Goldland am Amazonas und Cabeza de Vacas abenteuerlicher Tour durch Amerika bis zum Pazifik. Das in einer packenden Mischung aus Vergangenheit und…mehr

Produktbeschreibung
Die spanische Eroberung Mittel-und Südamerikas im 16. Jahrhundert war die aufregendste Epoche der Expansion, die es in der Geschichte der Menschheit je gegeben hat. Innerhalb weniger Jahre eröffnete sich eine Welt, die "größer war als alles, was man bis dahin kannte".
Michael Wood hat aus der Vielzahl der Geschichten, vier herausgegriffen: er ist den Spuren von Hernán Cortés sowie den Pizarros gefolgt, Francisco de Orellana auf seiner Suche nach dem Goldland am Amazonas und Cabeza de Vacas abenteuerlicher Tour durch Amerika bis zum Pazifik.
Das in einer packenden Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart Geschilderte legt Zeugnis ab von Heldentaten und Ausdauer, aber auch von unermesslicher Gier und unglaublicher Grausamkeit. Und führt zu Fragen nach dem Zusammenstoß von Zivilisationen und Weltbildern, nach Gerechtigkeit und Menschenrechten.
  • Produktdetails
  • Reclam Taschenbuch Bd.20341
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Seitenzahl: 360
  • 2016
  • Ausstattung/Bilder: 2016. 360 S. 30 SW-Abb. 190 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 121mm x 24mm
  • Gewicht: 307g
  • ISBN-13: 9783150203415
  • ISBN-10: 3150203414
  • Best.Nr.: 44141068
Autorenporträt
Michael Wood, geb. 1948, Historiker, Reporter, Dokumentarfilmer, ist bekannt durch seine legendären TV-Dokumentationen für die BBC.
Inhaltsangabe
Prolog "Der Herr des Schneesterns"
1 Cortés und Montezuma
2 Der Krieg zwischen den Welten
3 Der Sieg über die Inkas
4 Der große Krieg der Inkas
5 El Dorado: Die Reise Francisco Orellanas
6 Cabeza de Vacas Abenteuer
Epilog "Die ganze Welt ist menschlich"

Abbildungsnachweis
Literaturhinweise
Danksagung
Rezensionen
Woods spannender Bild-Text-Band rekonstruiert den Zusammenstoß von Zivilisationen und Weltbildern. Neues Deutschland
Besprechung von 18.09.2003
Bitte alles wieder vergessen
Michael Wood stärkt unser Vorwissen über die Konquistadoren

"Das Buch zur Sendung" ist im Medienzeitalter in der Regel ein Bestseller. Nachdem ein Millionen-Fernsehpublikum die dreißig- bis fünfundvierzigminütigen Sendungen verfolgt hat und auf das entsprechende Buch verwiesen wurde, entsteht eine um so größere Nachfrage nach demselben, je ansprechender der jeweilige Film war und je besser das Buch "gemacht" ist. Hochglanzpapier, schöne Fotos von fremden Landschaften, Ortschaften und exotischen Leuten, dazu ebenso schöne Fotos von historischen Texten oder Überresten aus passenden Museen und ein eingängiger, zwischen möglichst extremen Reisebedingungen in der Gegenwart und fernen historischen Bezügen - womöglich noch mit eingestreuten Quellenhäppchen - hin und her springender Text tun ein Übriges, um das Buch dem Kunden näherzubringen.

Nachdem Geschichte sich durchweg streng als Wissenschaft definiert und damit den Markt des breiteren, vor Fußnoten eher zurückschreckenden Publikums preisgab, hat die multimediale Darstellungsform historischer Zusammenhänge rasch diese Lücke geschlossen, noch dazu, da sie gegenüber dem Buch zahlreiche andere Vermarktungschancen bietet. So wie Politologen und Orient-Experten gegen Peter Scholl-Latour wettern, werden Historiker auch gegen das vorliegende Werk von Michael Wood zahlreiche Kritikpunkte vorbringen, doch meint der Rezensent als Fachhistoriker für die Conquista (sic!) Amerikas, vor allem aber als Hochschullehrer, daß attraktiv gemachte Bücher dieser Kategorie zwar keine fachhistorische Rezension erfordern, aber als Einladung zu einer intensiveren und dann vielleicht wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Gegenstand eine wichtige Funktion haben.

Die Erfahrung im Hörsaal zeigt, daß die Heranführung von Studierenden an wissenschaftliche Texte heutzutage um so besser funktioniert, je mehr man über Bildmaterial (möglichst auf CD-ROM und mit Beamer) erst einmal Interesse wecken kann. Freilich bedarf dann die Arbeit mit den wissenschaftlichen Texten und den Quellen meist einer vorgeschalteten Phase der "Dekonstruktion" des Vorwissens, um dann bei Null wissenschaftlich anfangen zu können. In dieser Hinsicht ist Woods Band ein empfehlenswertes Buch.

Als Fachhistoriker kann man sich dagegen auf eine knappe Beschreibung beschränken. Im Anschluß an einen Prolog, in dem Wood den Aufstieg zu einem Anden-Gipfel bis an die Schneegrenze schildert, wo die lokale Bevölkerung ein Fest mit vorspanischen Wurzeln feiert, springt der Autor in zwei Kapiteln, die sich mit Cortés und Moctezuma befassen, vom Andenraum nach Mittelamerika, um die Eroberung des Aztekenreiches zu vermitteln. Von dort geht die Reise wieder zurück in den Anden-Raum, zur Veranschaulichung der Eroberung des Inkareiches ebenfalls in zwei Abschnitten. Im nächsten Kapitel folgt die Suche nach dem "Dorado", dem mythischen Goldmannland, auf den Spuren Francisco de Orellanas den Amazonas hinab, um dann über Florida dem mühseligen Marsch Cabeza de Vacas bis an die Ausläufer der Rocky Mountains zu folgen. Ein Epilog in Anknüpfung an den Protektor der "Indios", an den Dominikaner Bartolomé de las Casas, beendet den ausgesprochen schönen, apart bebilderten, mit Kartenskizzzen reichversehenen und flüssig geschriebenen Band.

HORST PIETSCHMANN

Michael Wood: "Auf den Spuren der Konquistadoren". Aus dem Englischen von Ursula Blank-Sangmeister unter Mitarbeit von Helga Biem. Reclam Verlag, Stuttgart 2003. 288 S., 100 Farb-Abb., 5 Kart., geb., 29,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

"Prächtig" findet Rezensent Kersten Knipp diesen Bildband des englischen Journalisten Michael Wood über die Eroberung Lateinamerikas. Als "dramaturgisch dankbaren Stoff" bezeichnet er dieses eigentlich düstere Kapitel der Menschheitsgeschichte, aus dem Wood jedoch "ein durch und durch helles, freundliches Produkt" geschaffen habe, freut sich der Rezensent. Fortlaufende Perspektivwechsel, das Verwenden vielfältiger Originaldokumente würden einerseits eine "erregende Lektürewirkung", andererseits eine "historische Tiefenwirkung" herbeiführen und, als wäre das noch nicht genug, "einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart" ermöglichen.

© Perlentaucher Medien GmbH